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BMW X3 F25 xDrive30d Test

19.05.2015 15:44    |   Bericht erstellt von Coachingers

Testfahrzeug BMW X3 F25 xDrive30d
Leistung 258 PS / 190 Kw
Hubraum 2993
HSN 0005
TSN AZW
Aufbauart SUV/Geländewagen/Pickup
Kilometerstand 43000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 2/2015
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer mehr als ein Jahr
Gesamtnote von Coachingers 4.5 von 5
weitere Tests zu BMW X3 F25 anzeigen Gesamtwertung BMW X3 F25 (2010 - 2017) 4.5 von 5
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Einleitung

Seit Februar 2015 bin ich stolzer Besitzer eines X3 30d M-Sport (F25), nachdem ich zuvor viereinhalb Jahre auch gerne einen X3 20d (E83) gefahren bin. Dessen doch eher rumpeliger Komfort, der vibrationsfreudige Vierzylinder einerseits und das Erscheinen des F25-Facelifts andererseits haben mich dann zum F25 verführt. Und zum Sechszylinder.

 

Dem Kauf vorangegangen waren viele Monate mit intensiven Probefahrten mit mehreren X3 (2x 20d, 1x 30d), zwei X4 (20d und 35d), einem Mercedes GLK 250 CDI, Audi Q5 3.0 TDI, Audi SQ5, Porsche Macan S Diesel, Porsche Cayenne Diesel, Jeep Grand Cherokee 3.0 Ecodiesel und am Schluss noch einem BMW X5 30d. Eine herrliche Zeit! Die X3/X4 konnte ich auch mit verschiedenen Bereifungen (17", 19", 20") ausprobieren und mit Standard- und Verstellfahrwerk. Zeit für eine Beurteilung aus Haltersicht. Soviel vorab: Mit meiner Entscheidung bin ich sehr, sehr zufrieden. Die Highlights sind neben dem Sechszylinder-Motor, die DDC und der Abstandstempomat (Driving Assistant Plus).

 

Letztes Update : Januar 2018: Einbau AC-Schnitzer-Sportfedern (Rubrik "Fahrdynamik")

Galerie

Karosserie

4.5 von 5

Das hätte man früher auch nicht gedacht, dass ein BMW einmal der Größte seiner Klasse sein würde! Meine 3er-Modelle der Vergangenheit waren immer eher knapp. Im F25 hat man dagegen vorne sehr schön Platz, die sehr sinnvollen Sportsitze sind bequem, vielfach verstellbar (Beinauflage ausziehbar, Seitenwangen aufblasbar) und bieten sehr guten Seitenhalt. Das Raumgefühl empfinde ich als ausgesprochen großzügig. GLK und Macan wirken hier enger, Audis (S)Q5 etwa gleich. Wer hier mehr erwartet, muss eine Klasse höher gehen. Die Rücksitze bieten das beste Platzangebot der Klasse, was Knieraum und Kopffreiheit anbelangt; das kann nicht mal ein X5 besser. Das große Panoramadach ist für den Fahrer eigentlich Luxus und bei hellen Sitzen eigentlich nicht mehr so nötig, aber vorallem für die Hintensitzenden eine Freude.

 

Der Kofferraum ist groß, nicht riesig, aber groß. Die Grundfläche beträgt handgemessene 110x92x51 (BxTxH) und anders als im X4 gibt es halt noch Platz oberhalb der Laderaumabdeckung (ca. 30cm zusätzliche Höhe). Die dreigeteilte Rücklehne ist für Skifahrer ein Segen (endlich!) und auch die Snowboarder dürften samt Sportgerät jetzt mit (wenn's sein muss).

 

Mir persönlich gefällt das Interieur ausgesprochen gut. Ich liebe das breite Holzbänkchen zwischen den Sitzen und seit dem Facelift ist endlich die Klimabedienung wie beim 5er in TFT-Glas eingefasst (Achtung: Sonderausstattung als Teil der Klimaautomatik!), was sehr edel aussieht. Damit und mit den vielen kleinen Alurädchen ist er endlich auf 5er-Niveau und oberhalb des 3er. Die Tasten und Schalter fühlen sich wertig an und die Favoritentasten sind berührungssensitiv und verraten ihren Inhalt schon durch Fingerauflegen.

 

Ich weiß, dass die meisten in Deutschland auf die Kombi Schwarz-Alu gehen - mir ist das zu nüchtern. Für mich ist daher die Kombi Oyster-Fineline der "helle Traum", im wahrsten Sinne des Wortes. Kontrastiert auch sehr schön mit dem schwarzen Lack. Das musste jetzt einfach sein. Alle halbe Jahr mit Lederpflege drüber, fertig. Saphirschwarz ist allerdings sehr waschintensiv (hatte vorher silber)...

 

Natürlich gibt es auch noch Raum für Verbesserungen: Die Qualität des Leders ist etwas derb und die Auswahl an Interieurleisten schmal. Und die sensationellen Komfortsitze des X5 gibt es nicht für Geld, noch gute Worte. Auch die Windgeräusche könnten schwächer sein.

Galerie
Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Sehr gutes Raumangebot vorne und hinten
  • + Großer Kofferraum
  • + Edles Interieur (ausstattungsabhängig)
  • - Erhöhte Windgeräusche bei Autobahntempo

Antrieb

5.0 von 5

Eigentlich wollte ich wieder einen 20d. Dessen Fahrleistungen sind mehr als ausreichend und dank seines Drehmoments und der hervorragenden Automatik ist er auch wirklich schnell. Aber die Motor-Getriebe-Kombination des 30d ist ein absolutes Sahnestück und zeigt mir jeden Tag, dass der nicht eben geringe Aufpreis zum 20d gut investiert war. Der Motor läuft bassig-weich, hängt hellwach am Gas und hat einen bärigen Durchzug. Leistungssorgen muss man nicht fürchten. Mit dem Sechszylinder fühlt sich das Auto auch eine Klasse höher positioniert an (was sich aber ja auch im Preis widerspiegelt).

 

Die 8-Gang-Automatik dürfte die beste am Markt sein, die es derzeit gibt. Sehr reaktiv, absolut weiche Schaltvorgänge, die man nur am Drehzahlmesser und am Motorengeräusch wahrnehmen kann. Sie schaltet beim Bremsen oder Ausrollen runter und beim Beschleunigen sowieso - sofern das wegen des großen Drehmoments von 560 Nm in dem Moment nötig ist. Im Sportprogramm geht es dann richtig giftig zur Sache. Mit der Automatik lässt es sich auch ganz sanft und sauber rangieren, was mir beispielsweise mit dem Macan (DKG) auch am zweiten Tag nicht gelungen war. Die Schaltpaddel nutze ich mittlerweile gerne beim Ausrollen, bergab oder vor Kurven (gerade bei winterlichen Verhältnissen). Sie reagieren sofort auf Fingerzeig (Hallo Mercedes).

 

Auf der Autobahn oberhalb von 160 km/h geht der Automatikwählhebel gerne nach links in das Sportprogramm, insbesondere wenn man mal schnell den Hintermann distanzieren möchte. Das kann ein 35d natürlich noch besser - wem das wichtig ist: bestellen! Aber schon beim 30d gilt: Gibt man dem Wagen auf der Landstraße im Sportprogramm die Sporen, muss man zuvor den/die Beifahrer/in warnen, denn bislang segelten jedesmal ein Handy oder sonstige Kleinteile in den Fußraum... Ansonsten wähle ich in der Stadt das Sportprogramm nur aus zwei Gründen: zur Überbrückung des Start-Stopp oder für ein akustisches Zwischenfeuer.

 

An den Joystick-Getriebehebel habe ich mich übrigens ruck-zuck gewöhnt. Im Grunde ist es perfekt, nur R-N-D auf der Ebene zu haben. Den P-Knopf muss man nicht mal drücken; stellt man den Motor aus, geht das Getriebe automatisch auf P, ebenso beim Aktivieren der Parkbremse und anschließendem Öffnen der Tür (mache ich jeden Tag vor der Garagenauffahrt).

 

Der Klang ist zurückhaltend sonor, aber präsent. Wird der Motor gefordert, klingt er angenehm kernig und gibt bei 2.500 U/min ein munteres Turbo-Zischen von sich. Für Klangfans ist ein Audi SQ5 noch deutlich präsenter/bollernder (dass das synthetisch ist, wissen ja nur Eingeweihte) und auch ein Porsche Macan brummelt noch verheißungsvoller, aber der BMW-Reihensechser macht schon richtig Freude - das HK-Soundsystem hätte ich mir eigentlich sparen können...

 

Der Verbrauch ist für meine Begriffe schlichtweg sensationell. Flüssigen Stadtverkehr erledigt er regelmäßig mit Werten zwischen 6,7 (!) und 7,4 Litern - tägliche Arbeitsstrecke: 15 km, antizyklisch erst nach der Rush-hour, ruhiger Gasfuß und wenig Verkehr vorausgesetzt. Diese Werte gelten mittlerweile sowohl für die 18" WR als auch für die 19" SR (beides RFT). Wenn's voller ist, steigt der Verbrauch etwa um einen Liter, mit Eco Pro lässt sich der Anstieg aber beinahe wieder egalisieren. Der bisherige Gesamtdurchschnitt liegt nach jetzt rund 20 tkm trotz viel Stadtverkehr bei 8,0 Litern (der schwächere E83 20d lag über 50 tkm im Schnitt bei 7,4). Autobahnetappen macht er mit 8 bis 9 l (typisch deutscher Autobahnmix mit vielen Baustellen), schnellere Runden (möglichst 160 - 180 km/h) mit 10,5 l, der Momentanverbrauch bei 160 km/h liegt irgendwo bei 12 (alles BC-Werte). Den Minimalverbrauch habe ich auf einer sommerlichen Norwegenfahrt aufgestellt: 6,5 l (max Tempo 90). EcoPro bringt, wenn ohnehin auf den Gasfuß achtet, im Stop-and-Go-Verkehr EcoPro einen deutlichen Effekt von etwa einem Liter weniger auf den BC-Durchschnittsverbrauch bringt. Nachgemessen habe ich das aber nicht.

Galerie
Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Hervorragende Laufkultur und Leistungsentfaltung
  • + Vorzügliche 8-Gang-Automatik
  • + Günstiger Verbrauch

Fahrdynamik

4.0 von 5

Sowohl die Längs- als auch die Querdynamik enttäuschen die Erwartungen an ein BMW-SUV nicht (vorallem nach der Umrüstung auf AC Schnitzer Sportfedern, dazu unten). Die Straßenlage ist satt, Geradeauslauf und Richtungsstabilität auch bei hohen Geschwindigkeiten tadellos, mit gewissen Einschränkungen allerdings bei Seitenwind. Auch mit 19"-RFT gibt es kein Nachlaufen von Spurrillen o.ä. Natürlich merkt man dem Fahrzeug an, dass es 1,9 t schwer ist und der Aufbau nicht die niedrige Höhe eines 4er Coupés hat. Und auch ich habe meinen Frieden mit rein elektrischen Lenkungen noch nicht gemacht. Da haben sich die BMWs nicht in die richtige Richtung entwickelt. Aber die variable Sportlenkung vermittelt zumindest eine gute Rückmeldung, und kann durch Drücken des Sportknopfes auch auf anspruchsvollem Kurs auf einen mir genehmen Festigkeitsgrad verschärft werden. An diesem Lenkgefühl hat zusätzlich auch das dicke M-Lenkrad seinen Anteil - und die 19"-Räder. Der Macan kann das besser. Aber eigentlich auch nur der.

 

Generell ist festzuhalten, dass die Fahrdynamik- ebenso wie der Fahrkomfort - von der Reifenwahl entscheidend mitgeprägt wird. Ein X3 mit 17" (20i/20d) ist für mich in Sachen Lenkgefühl absolut enttäuschend, zu amerikanisch-leicht (wobei in den USA immer mindestens 18" ausgeliefert werden). Die 18" (in meinem Fall die Winterräder) sind m.E. schon notwendig, vielleicht sogar der beste Kompromiss. "Richtig" sportlich wird es m.E. dann mit den 19"-Rädern mit Mischbereifung, die Lenkung wird ob der verringerten Gummiflanken schwergängiger, weshalb sich der Wagen nochmals agiler und kurvengieriger anfühlt. Im Frühsommer ´15 hatte ich eine herrliche Tour über die Eifel-Autobahn mit wunderbar-schnellen Kurven (160-180 km/h). Mit allen Systemen auf "Sport" liegt und beschleunigt der Wagen fantastisch, es drückt einen förmlich in die Seitenwangen der Sportsitze. Was für eine Entschädigung für die vorangegangenen Stunden des Dauerstaus in den Tagen des Bahnstreiks! Allerdings habe ich zwischenzeitlich in mehreren Autozeitschriften (sportscars und ams) gelesen, dass Mischbereifung bei Allradfahrzeugen häufig nicht den gewünschten Effekt hat und überall gleiche Bereifung sinnvoller - im sportlichen Sinne - sein könnte. Ich kann es nicht nachtesten. Und ob ich beim nächsten Reifenkauf wieder RFT wählen würde, bin ich mir auch nicht so sicher.

 

Der Fahrkomfort profitiert von der größeren Optionsbereifung nebst RFT naturgemäß nicht (siehe nächstes Kapitel). Gerade wegen der größeren Optionsbereifung wollte ich die Dynamische Dämpfer Control (DDC) und sie hat sich auch sehr bewährt (siehe Kapitel "Komfort"). Für die Fahrdynamik ist der Sportmodus jedenfalls von Vorteil. Denn ein Nachteil des F25 ist seine Anfälligkeit für Seitenwind. So kann man oberhalb 160 km/h doch zuweilen etwas herbere Windstöße abbekommen, was dem Wunsch nach entspanntem Schnellfahren etwas entgegen steht (dazu aber sogleich unter Update). Das war beim E83 nicht so ausgeprägt und bleibt für mich die einzige echte Schwäche des Fahrzeugs. Die Wahl des Sportmodus bringt hier aber eine spürbare Verbesserung, so dass ich ihn bei Schnellfahrten meist aktiviert habe (ab 160 km/h). Ohne nennenswerten Seitenwind zieht der Wagen aber auch bei 200 km/h sauber seine Bahn.

 

Update: Einbau AC Schnitzer Sportfedern: Nachdem ich zunächst im täglichen Pendeln schon den gehobenen Fahrkomfort des F25 genossen hatte, war ich in sportlicher Hinsicht doch nicht richtig zufrieden. Zu schaukelig in Kurven, zu windanfällig bei hohen Geschwindigkeiten. Ich habe den Sprung gewagt und Federn von AC Schnitzer nachrüsten lassen - und habe es nicht bereut. Endlich ein richtiger BMW. Deutlich sattere Straßenlage, praktisch kein Wanken mehr in Wechselkurven und seither keine Probleme mehr mit Seitenwind auf der Autobahn. Natürlich leidet der Komfort etwas, aber es erscheint mir weniger hart als der Sport-Modus in der DDC (hart ist zB ein GLC43 AMG). Dafür macht der Wagen jetzt wieder in jeder Hinsicht richtig Spaß.

 

Wintereigenschaften Der X3 ist mir gerade wegen seiner Wintertauglichkeit ins Haus gekommen. xdrive ist ein sehr angenehmer Sicherheitsgewinn, die hohe Bodenfreiheit lässt einen auch ungeräumte Landstraßen gut entern. Vom E83 kenne ich es, dass xdrive im Extremfall beide Lastwechselmöglichkeiten kombiniert, d.h. in zu schnell angegangenen Kurven unter- und bei zu starkem Beschleunigen in der Kurvenmitte übersteuert... Nun ja, eine starre Auslegung, wie bei Mercedes 45:55 wäre da vielleicht einfacher zu handeln - auch dies beklagte die Motorpresse zuweilen. Beim F25 mit der SA Performance Control (nicht vergessen anzukreuzen!) hat das - im normalen Alltagsbetrieb wohlgemerkt - auf Schnee m.E. keine Rolle mehr gespielt. Mithilfe der Schaltpaddels (jetzt weiß ich, wofür sie wichtig sind!), durchfahre ich auch verschneite Landstraßenkurven immer unter leichtem Zug und dann verhält sich der Wagen mustergültig neutral, eher in Richtung Hecktriebler. Dabei habe ich für beste Rückmeldung den Fahrerlebnisschalter auf Sport gestellt. Fängt der Wagen - eigentlich nur bei viel lockerem Schnee - dann doch in der Kurve an zu schieben, hilft a) vom Gas gehen (am besten) oder b) bei viel Platz ordentlich Gas geben, damit er auch hinten rumkommt (aber wirklich nur bei ausreichend Platz, bitte!).

 

Beim Wendekreis hat es BMW geschafft, ihn gegenüber dem E83 nochmals zu vergrößern... Kam ich in meinen Parkplatz in der TG bisher in drei Zügen, sind es jetzt fünf. Aber mit der Automatik und variablen Sportlenkung geht es wenigstens leicht.

 

Ein paar Worte zur Konkurrenz: In Sachen Strassenlage ist ein Porsche Macan (mit PASM und Torque Vectoring) nochmals besser, stützt sich noch besser mit seinen Rädern ab. Davon konnte ich mir letztens anlässlich einer Einladung zum "Porsche Rendezvous" (einer Art Fahrsicherheitstraining) erneut ein Bild machen. Schon klasse. Wer da mithalten möchte, sollte beim BMW die 20"-Räder wählen und in jedem Fall DDC oder Sportfahrwerk.Ich habe da erst nachträglich durch den Einbau von Schnitzer-Sportfedern den Anschluss hergestellt. Und eigentlich sollte man dann auch gleich einen 35d oder 35i wählen. Auch ein Audi SQ5 liegt knackiger als ein Serien-X3, aber der ist auch mit Sportfahrwerk und 20"-Rädern zwangsgekoppelt - mir wäre das im Alltag zu hart. Und 20" waren mir in einem probegefahrenen X4 35d selbst mit DDC zu hölzern. Die Schnitzerfedern mit DDC lassen mir noch einen befriedigenden Komfort, der übrigens bei hoher Beladung sich steigert.

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + Guter Spreizung zwischen Sport und Komfort (DDC)
  • + Sehr gute Fahrleistungen
  • + Sehr gute Straßenlage
  • + Sehr gute Wintereigenschaften
  • - Großer Wendekreis
  • - Recht seitenwindanfällig (> 160 km/h)
  • - Erst mit Sportfedern (AC Schnitzer) wirklich sportlich

Komfort

4.5 von 5

Der souveräne Fahrkomfort war einer der deutlichsten Fortschritte gegenüber dem E83. Vorbei die Steifbeinigkeit und Hölzernheit. Der F25 ist nicht nur sportlicher, sondern auch komfortabler geworden. Der Wagen federt geschmeidig und rollt - je nach Bereifung - komfortabel ab und spielt so eine überzeugende Rolle sowohl im Stadt- wie im Langstreckenverkehr. Das ganze verbessert sich durch die Dynamische Dämpfer Control (DDC) erheblich. Aus meiner Sicht eine ganz besonders gute SA. Sie hebt den Fahrkomfort über das Normalniveau und bietet zugleich auf Knopfdruck die Schärferstellung der Dämpfer im Sportmodus. Mit meinem Wechsel auf Sportfedern von Schnitzer hat sich das Komfortniveau natürlich abgesenkt, aber ist immernoch ordentlich. Vielleicht so, wie die BMWs früher waren, bevor wir alle Diesel und SUVs wollten.

 

Wie im Kapitel Fahrdynamik angesprochen, beeinflusst jedoch die Reifenwahl den Federungskomfort erheblich. Speziell der Sprung zwischen den 18" Winterrädern und den 19" Sommerrädern (beide RFT, letztere Mischbereifung) ist viel größer, als ich dachte. War der Wagen im Winter beinahe sänftenartig, ganz nah am X5, ist das Auto mit den Sommerrädern deutlich straffer und stuckerig. Wem es auf maximalen Fahrkomfort ankommt, ist wahrscheinlich mit den 18" auch im Sommer besser bedient - meine Frau zB versteht nicht, wie ich mir den schönen Fahrkomfort durch die großen Räder freiwillig verschlechtern konnte. Die DDC kann also nicht die Unterschiede der Reifengrößen vollständig ausgleichen, dafür bräuchte man schon eine Luftfederung, die bei X3/X4 leider nicht zu haben ist. Viele sagen, ohne RFT-Bereifung sei der Fahrkomfort besser - ich überlege, das beim nächsten Reifentausch auszuprobieren.

 

Zusätzlich praktischer Vorteil der DDC ist übrigens die Möglichkeit, den Sportmodus konfigurieren zu können, so dass die Wahl der sportlichen Fahrwerkseinstellung nicht automatisch mit dem Sportmodus des Getriebes gekoppelt sein muss (habe ich zur Grundeinstellung gemacht, denn für das Sportprogramm der Automatik kann ich ja jederzeit den Hebel nach links kippen).

 

Das Infotainment ist m.E. das beste am Markt. Das sieht auch die FAZ so (Ausgabe vom 30.06.2015). Ob Wetter, Regenradar, Google-Lokal-Suche, Nachrichtenportal mit Vorlesefunktion (!) oder SMS-Vorlesefunktion (iPhone: UPDATE: funktioniert jetzt auch in der Bluetooth-Verbindung ohne USB-Kabel), alles ist dabei. Sogar ein Concierge-Service, bei dem ich schon gelegentlich Adressen oder Telefonnummern nachgefragt habe; man bekommt sie dann ins Display geschickt und kann sogleich anrufen oder hin navigieren. Hinzukommen großartige Integrationen von Apps, wie beispielsweise der clever-tanken-App, so dass ich auch in fremden Gegenden immer (relativ gesehen) günstig tanken kann. Großartig! Das RTTI für die Navigation ist sehr empfehlenswert und der Grund, weshalb ich dann doch das große Navi gewählt habe (der Aufpreis war dann nicht mehr hoch). Die Bedienung erfolgt ganz schnell blind und ist m.E. dem verschachtelten Audi-MMI oder den ablenkungsfreudige Touch-Screen-Varianten (Porsche, Jeep GC) deutlich überlegen. Auch die Spotify-Integration ist - nach kurzzeitigem Hänger mit der Version 3.0 - ein Traum. Das bietet sonst keiner (soweit ich weiß).

 

Warum noch kein Wettbewerber bei den Favoritentasten nachgezogen hat, ist mir schlichtweg unerklärlich. Ich finde sie ganz hervorragend! Ich habe sie mit Tel.Nr., Navi-Ziel, Radiosender, BMW Online, Sportanzeigen und verschiedenen Splitscreen-Inhalten belegt (Reise-BC, Entertainment-Details) und nutze sie jeden Tag.

 

Die Assistenzsysteme, die seit dem Facelift verfügbar sind, machen einen guten und dezenten Job. Der Abstandstempomat (Driving Assistant Plus) verhilft zu deutlich entspannterem Autobahncruisen und ist den saftigen Aufpreis m.E. wert. Er hält zuverlässig den Abstand und bremst für einen ab, bevor man sich über zu langsame Überholer zu ärgern anfängt. Der Totwinkelwarner erfasst auch sich schnell annähernde Fahrzeuge, die noch nicht in eben jenem Winkel sind - auch sehr gut. Und dass er nur rüttelt und nicht piepst, gefällt mir auch (schont die Nerven des Beifahrers). Wegen der ansonsten guten Übersichtlichkeit des X3 halte ich diesen Assistenten aber am ehesten für verzichtbar.

 

Der Auffahrwarner hat zweimal, während ich im ACC-Modus war, der Wagen also den Abstand selbst halten soll, gepiepst, als würde das eine System dem anderen nicht trauen. Auch wenn vor mir einer abbiegt, leuchtet vereinzelt das kleine rote Symbol - ohne Folgen. Wie ich neulich im Stop-and-Go-Verkehr merkte, wirft das System allerdings ernsthaft den Anker, wenn das rote Symbol leuchtet (es vielleicht sogar piepst, das weiß ich jetzt nicht mehr) UND ich dann auf die Bremse trete. Das Bremspedal scheint im Bodenblech zu verschwinden und der Wagen steht - in meinem Fall gut anderthalb Wagenlängen vor dem "Hindernis". War halt Warnstufe "früh" :-)

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Testkriterien
Federung (einstellbar): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + Mit DDC nochmals bessere Federung
  • + Gute und dezente Assistenzsysteme
  • + Komforttipp: DDC und nur 18 Zoll
  • + Hervorragende Bedienung
  • - Recht starke Windgeräusche
  • - Leider keine Komfortsitze bestellbar

Emotion

5.0 von 5

Es ist mein sechster BMW - da muss ich zum Thema Emotion eigentlich nicht viel sagen.

 

Nur soviel: Auch wenn der X5 mit den herrlichen Komfortsitzen und adaptivem Fahrwerk für mich der Komfortkönig ist und ein Macan noch ein paar Quentchen sportlicher, der X3 ist für mich der schönste SUV. Auch schöner und vorallem schlanker als der X5. Und sein Design ist anders als das aus Zuffenhausen "erinnerungsfähig". Schon mal versucht, die Optik eines Macan in Worte zu fassen? Eben.

 

Der X3 hat Formen, Linien und Kanten, wo andere rundgelutscht sind und doch wirkt er nicht mal im Ansatz eckig. Gegenber dem E83 ist er viel bulliger in seiner Erscheinung, speziell mit M-Sportpaket. Das Interieur ist klar, reduziert und edel, das Infotainment schlichtweg eine Wucht. Und er fährt sich komfortabel (fast) wie ein Großer und agil wie ein Kleiner. Und er ist mithilfe von AC Schnitzer auch wirklich sportlich.

 

Willkommen zuhause :-)

Galerie
Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + Mein Traumauto. Gleich nach dem X5

Unterhaltskosten

KFZ-Steuer pro Jahr 400-500 Euro
Verbrauch auf 100 km 8,0-8,5 Liter
Inspektionskosten pro Jahr 100-300 Euro

Gesamtfazit zum Test

  • + m.E. der Ausgewogenste im Wettbewerb
  • + Traumhafte Motor-Getriebe-Kombination
  • + Seit dem Facelift mit einem Interieur auf 5er-Niveau
  • + Sehr gutes Raumangebot
  • + Agiles Handling (19
  • + Das m.E. beste Infotainment am Markt.
  • - Teuer so ein 30d
  • - Windgeräusche
  • - Etwas seitenwindanfällig
  • - Erst mit Sportfedern richtig sportlich
Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Der BMW unter den SUVs.

Aus diesen Gründen kann ich den nicht empfehlen:

Kein Porsche unter den SUVs. Aber für den Preis eines gut ausgestatteten Macan hätte ich mir eher den X5 gekauft.

Gesamtwertung: 4.5 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.5 von 5 möglichen Sternen
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Kommentare: 30

19.05.2015 16:39    |    todieforbmw

Hi Coachingers,

 

ein sehr guter und ausführlicher Test/Bericht, in dem ich mich absolut "wiederfinde". Zumindest in den Bereichen, in denen die Motorisierung keine Rolle spielt... ;). Die Farbkombi "aussen-innen" ist in meinen Augen die beste, die es gibt. Aber das habe ich Dir schon bei der Vorstellung im Forum geschrieben.

 

Weiterhin viel Freude!

19.05.2015 20:19    |    creiko

Hervorragend geschrieben, vielen Dank. Macht Lust darauf unseren e83 35d zu tauschen.

19.05.2015 20:29    |    Spannungsprüfer49916

Danke für Deinen sehr ausführlichen Bericht.

Ganz toll be- und geschrieben.

Der X3 ist wirklich ein großartiges Auto und sein Auftritt sehr stimmig.

Ich kann eigentlich Alles genau so bestätigen, wie Du es geschrieben hast.

 

Viel Freude weiterhin.

Grüße,

Johannes

 

PS: Die Farbkombi ist klasse; ich hatte sie genauso im X1 vorher.

19.05.2015 23:04    |    Coachingers

Ich danke Euch für das positive Feedback, Freunde der Farbkombination!

Hat echt Spaß gemacht, dass alles mal zusammen zu stellen. Freut mich natürlich auch, dass Ihr meine Beobachtungen teilt. Ist wirklich ein tolles Auto und ja, creiko, der Wechsel könnte sich lohnen :-)

20.05.2015 10:03    |    PS-Schnecke45983

Ein toller Testbericht der meine Vorfreude auf unseren X3 noch weiter erhöht, danke!! Zumal wir unseren auch in Schwarz (Saphrischwarz) und mit dem selben Leder und Interieur wie du georder haben! Allerdings, wegen Österreich, nur den 20d.

20.05.2015 22:11    |    Coachingers

Sehr schön, gute Wahl!

20.05.2015 22:54    |    bmw-er

Hallo Coachingers,

 

Erstmal dankesehr für dein Kommentar.

"Kennen" uns ja schon aus dem X4 Nachbar-Forum.

Das freut mich wenn ich dich inspirieren konnte für ein eigenen Test. =D

Hat mir selber auch echt Spaß gemacht. Dir auch und das liest man, er ist auch wahnsinnig ausführlich (was auch gut so ist) und sehr informativ geworden. Klasse, viel Spaß noch mit dem tollen X3 30d!

 

Beste Grüße

21.05.2015 11:42    |    Coachingers

Vielen Dank, bmw-er, das freut mich :-)

26.05.2015 18:42    |    Trennschleifer43336

Vielen Dank für diesen hervorragenden Testbericht, lässt sich perfekt lesen und geht an den entscheidenden Stellen in die Tiefe. Da können manche "Fachzeitschriften" nicht mithalten.

27.05.2015 16:50    |    Coachingers

Danke, Submarino, für das nette Feedback!

 

Ich finde auch, dass sich die professionellen Schreiberlinge heutzutage nicht mehr genügend Zeit und Raum für ausführliche Beschreibungen nehmen. Ich hatte seinerzeit gefühlt "alle" Testberichte zum X3/X4 gelesen, aber die besten Ausstattungs-Tipps habe ich wohl hier im Forum bekommen.

20.06.2015 11:34    |    satfee

Danke für Bericht.

Kanns kaum erwarten meinen erstmals zu fahren. Dein Test hat meine Vorfreude in ungeahnte Sphären gepusht.

23.06.2015 10:56    |    Coachingers

Vielen Dank, satfee, kannst Dich wirklich auf das Auto freuen! Ist hoffentlich nicht mehr lange hin?

28.06.2015 11:47    |    daco1

Super Bericht und sehr Informativ. Vielen Dank dafür.

05.07.2015 09:35    |    hausw

Sehr guter und sehr ausführlicher Bericht!

 

Kann dem nur beipflichten!

 

Vielen Dank!

06.07.2015 21:30    |    Coachingers

Vielen Dank, das freut mich!

07.07.2015 17:31    |    Coachingers

Freunde,

ich habe übrigens den Bericht u.a. auf die Nachfragen von daco1 (an dieser Stelle nochmals vielen Dank für die Anregungen!) im Bereich "Verbrauch" etwas präzisiert. Für weitere Anregungen oder Fragen bin ich immer offen.

 

Viele Grüße

08.07.2015 21:08    |    NorWin520d

Vielen Dank für den wirklich informativen und ausführlichen Bericht.

Da freue ich mich gleich noch mehr auf meinen, wenn er denn in zwei Wochen endlich kommt!

26.07.2015 09:13    |    arthuritis

Sehr sehr schönes Review. Informativ und gut zu lesen. Macht die Vorfreude nicht kleiner. :D

26.07.2015 10:45    |    otti X5

Sehr gut zu lesender und vor allen Dingen ein sehr informativer Testbericht, vielen Dank für die Mühe die Du dir da gemacht hast.

 

Fahre seit nun 7 Jahren einen E83 X3 3.0 sD und so langsam schaue ich mich auch nach einem Nachfolger um, da ist dieser Erfahrungsbericht schon sehr interessant, vor allen Dingen nach dem Du etliche Autos vorher probegefahren bist.

 

Von einem evtl. Kauf eines F25 bin ich noch nicht so richtig überzeugt, gerade die Seitenwindanfälligkeit, die hohen Windgeräusche und die fehlenden Komfortsitze schrecken mich doch noch ein wenig ab und das schreibst ja nicht nur Du sondern das kann man ja auch in diversen Test´s nachlesen.

 

Wie war denn der Cayenne Diesel in dieser Beziehung den Du da probegefahren bist?

Der neue Mercedes GLE würde mir auch sehr gut gefallen, ich werde ihn auf alle Fälle mal probefahren, ein richtiges Langstreckenfahrzeug mit hohem Komfort soll er ja sein.

 

Ende nächsten Jahres kommt ja der Nachfolger des F25 auf den Markt, es wird davon geschrieben dass er komfortabler wird und ein neues Sitzkonzept bekommt, so lange warte ich noch bis ich mich zu einem neuen Auto entschließe. Hoffe dass da auch die Komfortsitze wieder in den X3 einziehen, mein E83 hat die drin und ich bin damit sehr zufrieden, auch wenn sie nicht an die Komfortsitze des 5er´s drankommen.

Ob aber die Windgeräusche und die Seitenwindempfindlichkeit wegfallen bleibt abzuwarten, die Größe und die Form der Karosserie soll ja fast identisch zum F25 bleiben.

 

VG

Otti

27.07.2015 18:07    |    Coachingers

NorWin520d, arthuritis, Otti, ich danke Euch für Euer positives Feedback! :-)

 

@Otti X5, für mich ist der Sprung vom E83 zum F25 nach wie vor ein Quantensprung, gerade in Sachen Komfort. Ich habe die Sportsitze und finde die richtig gut (noch besser als im E83), auch wenn ich erlebt habe, dass die Komfortsitze im X5 noch mal deutlich besser sind. Letztlich ist der F25 aber auch mit Sportsitzen und dem DDC-Fahrwerk komfortmäßig m.E. schon sehr nah am X5, dabei mit großstadttauglicheren Abmessungen und natürlich eine Ecke günstiger. Würde ich auf dem Lande wohnen, hätte ich wahrscheinlich zum X5 gegriffen.

 

Der Cayenne Diesel war, ehrlich gesagt, das Auto, was mir - nach einem normalen Q5 (der, ohne das "S" davor) - am wenigsten Spaß gemacht hatte. Zu groß, zu behäbig und zu klobig. Während der X5 einen die Größe vergessen ließ, ließ der Cayenne sie einen spüren. Der Cayenne lebt von großen Motoren, vermute ich mal, den V8- oder GTS-Modellen; der kleine Diesel war jedenfalls kein Kracher. Der Macan hatte mir viel besser gefallen. ML/GLE bin ich nicht gefahren.

 

Zum Thema Seitenwind muss ich sagen, dass mir bei keiner meiner Probefahrten mit den verschiedenen Fabrikaten in dieser Hinsicht irgendetwas aufgefallen war. Vielleicht mit leichten Vorteilen der Straßenlage bei Macan (PASM) und X5 (M-Sport, 20") und auch SQ5 (20"), aber das ist wirklich rein subjektiv, denn alle lagen gut und satt (mal die 17"-Version des F25 ausgenommen) - und ich bin mit allen auf 200 gegangen. Heute kann ich sagen: Ich fahre mit dem F25 gerne schnell, das Thema Seitenwind ist auch erst ab 160 und - natürlich - nur bei windigen Verhältnissen aktuell. Dann fahre ich, wie geschildert, aber eh immer im Sportmodus, dann stört auch der Wind nicht sonderlich. Für tägliche Vollgasfahrten würde ich mir aber ohnehin keinen Hochsitz anschaffen, sondern eher die Kategorie 4er oder 5er.

 

VG

Coachingers

28.07.2015 23:17    |    otti X5

Besten Dank für Deine ausführliche Antwort auf meine Fragen. Werde dann wohl auch mal ein paar Fahrzeuge probefahren bevor ich mich zum Kauf entschließe.

 

Bei mir steht der neue ML/GLE ganz oben auf der Liste, den werde ich mal im September probefahren wenn er auf dem Markt ist.

Der X5 scheidet wegen seiner, für mich, sehr unpraktischen 2-geteilten Heckklappe aus. Hatte 4 Jahre lang einen E53, was habe ich mit der Zeit diese untere Klappe gehaßt.

Wenn man sehr häufig schwere Kisten in den Kofferraum heben muß und man immer etwas zu weit weg steht geht es ganz schön auf den Rücken. Jetzt beim X3 habe ich da gar keine Probleme mehr beim Beladen.

 

Da wir bald öfters im Jahr rund 700 km an die Ostsee fahren brauche ich ein Auto wo man entspannt die Strecke bewältigen kann und das auch noch groß genug für meine selbständige Arbeit zuhause ist. Wie ich unlängst gelesen habe wäre der neue GLE mit Airmatic auf Langstreckenfahrten komfortabler wie die E-Klasse mit Airmatic. Ich bin gespannt.

 

VG

Otti

30.07.2015 13:29    |    Coachingers

Gern geschehen, Otti. Ich kann nach meinen Erfahrungen nur unbedingt zu vielfältigen Probefahrten raten, gerade wenn man einen Wagen länger halten möchte.

 

Das mit der zweigeteilten Heckklappe war mir z.B. noch nicht negativ aufgefallen, ich fand's bislang immer ganz witzig und einladend zum draufsitzen (kann man das eigentlich?), aber ich verstehe deinen Punkt.

 

Der ML/GLE ist ja ein ganz ordentliches Kaliber und bestimmt ein richtig guter Reisewagen. Berichte mal bei Gelegenheit, wie es weiter geht. Wir haben zuhause noch ein E-Cabrio und meine Frau schwört da absolut drauf.

 

VG

Coachingers

31.07.2015 08:01    |    otti X5

Hallo Coachingers

Ja, auf die untere Heckklappe kann man sich draufsetzen, deshalb ist der X5 gerade in Amerika so beliebt. Man parkt rücklings am See, setzt sich auf die untere Heckklappe und schmeißt die Angel ins Wasser, oder macht ein Picknick usw..

 

Ich werde auf alle Fälle den GLE mal probefahren und dann gerne hier wieder darüber berichten.

Von der Breite her ist er etwas schmäler wie ein Touareg oder Cayenne, er hat auch mit 11,8m einen erstaunlich kleinen Wendekreis für diese Fahrzeuggröße, habe dies mit dem kleinen Wendekreis auch mal in einem Video gesehen als er mit dem neuen Q7 verglichen wurde.

 

VG

Otti

14.08.2015 19:21    |    118dcabjoe

hi }Coachingers{,

ja, sehr gut geschrieben, ich finde mich ebenfalls "wieder"!

..... haben meinen 30d zwar erst seit gestern (abgeholt). aber die "Testfahrten" waren schon anstrengend (volo xc90 / xc60, glk250D glk 350, ml 350, Q5 3.0D und X4 30D).

 

habe IHN gebraucht gekauft 02/2015 - 18.200km Dienstwagen, hatte noch einen ebenfalls mit der hellen "oyster" ausstattung, jedoch wegen der empfindlichkeit abstand genommen (vor allem weil der wagen in HH stand und ich hier in STG diesen nicht probefahren oder in direkten augenschein nehmen konnte !).

 

nun bin ich langsam alles am Einstellen ;-) und finde mich aber soweit gut zurecht da ich das i-drive aus unserem 118D-cabrio kenne.

natürlich ist der f25 kein vergleich zum "alten" e83, da liegen welten dazwischen. nun ja lt. beschreibung hat der f25 ja auch die größe des "alten" X5 (..... und der wirkt wie ein "schiff" ggü. dem neuen x5!)

 

nun denn, dann wünsch ich uns allen viel spass mit "unseren" x3ern und allzeit LUFT IN DEN REIFEN ;-)

 

gruss 118dcabjoe

17.08.2015 12:50    |    Coachingers

Cabjoe,

 

das klingt doch sehr gut. Da wünsche ich Dir allzeit gute Fahrt und weiterhin gutes Eingewöhnen!

 

Wie hatten Dir denn im Vergleich die Volvos gefallen? Die habe ich bei meinem Testfahrtreigen ausgelassen, obwohl die eigentlich optisch ganz gelungen sind. Irgendwie waren mir schon V70 und C30 zu kopflastig und wenig querdynamisch, deshalb habe ich nicht auch noch deren Autohaus aufgesucht.

 

VG

Coachingers

17.08.2015 14:27    |    118dcabjoe

hallo coach,

 

wie du auch meinst, optisch nicht schlecht. ich meinte halt wegen der (sicherheits-)technischen seite wären die volvo durchaus interessant.

zuerst sind "wir" den NEUEN xc90 gefahren, super ausstattung und ein RIESIGES display !! leider wurde hier meineserachtens das "potential" (hier in der menue-führung und struktur) absolut nicht ausgeschöpft ! ggü. dem i-drive-menue unübersichtlich und "zerstückelt" (verschiedene wichtige einstellungen oder menue´s sind NUR über verschiedene schalter, hebel und knöpfe, die sich einerseits in der der mittelkonsole, oder links vom lenkrad, bzw. in lenkradhebeln oder dann wieder nur im touchscreen befinden) ...... total verwirrend und man(n)/frau muss sich erst mal zurecht finden.

der xc90 war "natürlich" ein "schiff" und sehr unübersichtlich, enge straßen eingenommen.

der xc60 war zwar etwas handlicher, jedoch von der bedienung etwas "einfacher" (im sinne von, "altbacken", man merkt hier schon, dass die entwicklung ca. 2-3 jahre alt ist), aber ebenso "unübersichtlich verhackstückelt". zudem noch teilweise mit englischer beschriftung / denglischer beschreibung.

leider konnte ich beide nicht wirklich "jagen", jedoch war meineserachtens das fahrgefühl und die sportlichkeit lange nicht so wie in den x-en (4 und 3), wobei der x4 noch einen tick sportlicher in der kurve hing als der 3er.

 

nun hab ich zwar die ersten paar km im urbanen bereich runtergeschrabbt, fahren jedoch morgen mit dem cabrio an den katschberg (war schon länger geplant) und muss leider vorerst auf weitere "testfahrten" verzichten ;-).

..... aber dann im sept + okt geht´s in die eifel ..... zum "kurvenschrubben" !!:-)

 

gg joe

18.08.2015 12:20    |    Coachingers

Danke Joe, das ist sehr interessant. Einer meiner Nachbarn hat gerade den neuen XC90 als early-adopter oder so ähnlich bekommen. Sehr schick, aber verdammt riesig. Bei der Menü-Führung bin ich BMW-orientiert und finde es bei anderen Autos immer etwas verschachtelt. Fairerweise muss ich aber sagen, dass meine Frau auch den X3 sehr technisiert und nicht selbsterklärend findet. Und sportlich, ja das sind die Volvos vom Prinzip eher nicht, weshalb sie nicht so recht in meinem Fokus sind - wobei ich einen kenne, der mit Chiptuning und Tieferlegung mit seinem V70 ziemlich zackig unterwegs ist ;-)

 

Freu Dich auf die Eifel-Autobahn, die Tour hatte mir riesig Spaß gemacht :-)

 

VG Coachingers

12.01.2018 16:15    |    Coachingers

Liebe MT'ler,

 

ich habe es getan und den Wagen im Sommer auf Schnitzer-Sportfedern umrüsten lassen. Jetzt ist es ein richtiger BMW mit etwas mehr Betonung auf Sport als nur auf Utility. Mir macht das richtig Spaß!

Siehe das Update in der Rubrik "Fahrdynamik".

 

VG

Coachingers

04.03.2018 14:41    |    3,2 l sexzylinder

BMW X3 F25 xDrive30d Test

Hallo BMWler, ich fahre zur zeit einen w210 S mit 224 ps und niveauregelung (19 jahre alt) und bin an dem bmwx3 (2018) interessiert, habe eine probefahrt gemacht. Ein sehr beeindruckendes fahrzeug!! Die frontscheibe ist serienmäßig mit akustikglas ausgestattet, die windgeräusche sind kaum zu hören...bin allerdings maximal 150 km schnell gefahren. Der 6 zyl. diesel ist sehr leise, obwohl die motorhaube keine dämmung hat, man will gewicht sparen. Leider gibt es den x3 nicht mit einer nieauregelung hinten noch mit luftfederung (der Q5 hat sie). Dem x3 habe ich in der komforteimstellung gefahren, der federungskomfort war sehr gut, auch ohne luftfederung. Wir ist der komfort bei voller zuladung? Ich packe in meinen benz ein raftingboot mit motor und urlaubsgepäck für 2 personen (für 6 wochen) hinein, ohne probleme für das fahrverhalten. Wie verhält sich der x3...ist das fahrverhalten immer noch gut bis sehr gut? Hängt er hinten sehr tief, blendet man den gegenverkehr? Der Q5 wäre auch nicht schlecht, die probefahrt war ebenfalls sehr gut, die ablage unter den kofferraumboden war nicht sehr überzeugend.

Über eine antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichem gruß g.b.

09.03.2018 17:25    |    Coachingers

Hallo sexzylinder,

 

am besten stellst Du Deine Fragen im G01-Forum, wie der X3 2018 intern heißt. Ich kenne mich bislang nur mit meinem F25 aus.

 

Viele Grüße

09.03.2018 20:16    |    3,2 l sexzylinder

Danke für die auskunft! Werde sehr wahrscheinlich den x3 go1 benziner bestellen. Gruß g.b.

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