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Audi A3 8PA Sportback 2.0 TFSI Test

05.01.2015 19:08    |   Bericht erstellt von leoA3leo

Testfahrzeug Audi A3 8PA Sportback 2.0 TFSI
Leistung 200 PS / 147 Kw
Hubraum 1984
HSN 0588
TSN AIH
Aufbauart Schrägheck
Kilometerstand 25000 km
Getriebeart Automatikschaltung
Erstzulassung 8/2011
Nutzungssituation Privatwagen
Testdauer einige Monate
Gesamtnote von leoA3leo 4.0 von 5
weitere Tests zu Audi A3 8PA Sportback anzeigen Gesamtwertung Audi A3 8PA Sportback (2004 - 2012) 4.0 von 5
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Einleitung

Ich habe den A3 Sportback (Baujahr 2011) gebraucht gekauft. Vorher hatte ich einen Octavia 2.

 

Ich mache es kurz:

+++ Motor

+++ Fahrwerk

++ Sehr schön geformtes Lenkrad

++ DSG

 

--- Ablagemöglichkeiten, Ladekannte im Kofferraum

--- Navi

-- Türbänder/Federn in den Türen

- Einstellmöglichkeiten im Bordcomputer

 

Und jetzt etwas länger:

Zum Motor: Es macht einfach nur Spaß aufs Gaspedal zu treten. Der Motor zaubert mir jeden Tag ein lächeln ins Gesicht. Einzig bei Regen und Glatteis wäre der Quattro wünschenswert. Aber bei dem Wetter sollte man sich ja eh ein wenig bremsen...

 

Das Fahrwerk ist perfekt. Nicht zu hart (wie beim aktuellen Golf GTI) und nicht zu weich (wie bei meinem Octavia). Es bricht einem nicht das Genick, wenn man über Bahnschwellen oder schlechte berliner Straßen fährt, lässt aber trotzdem sehr enge Kurven zu ;-)

 

Das Lenkrad liegt super in der Hand. Meiner Meinung nach auch besser als das abgeflachte "R-Lenkrad" im Golf.

 

Das DSG nutze ich ausschliesslich im Manuellen Modus (wer es nicht so macht ist selber Schuld). Und so macht das fahren dann auch richtig spaß.

Die Automatik-Modis taugen meiner Meinung nach in keinem VAG-Auto etwas (D für Opas und S zum Sprit verschwenden).

 

Und nun zu den negativen Punkten:

Es sind quasi überhaupt keine Ablagemöglichkeiten vorhanden. Nicht einmal die in jedem Sommer benötigte Sonnenbrille findet ein Plätzchen. Das Handschuhfach ist so kurz (in Sachen Tiefe), dass auch fast nichts reinpasst. Dafür gibt es neben der Handbremse eine 2 cm tiefe Einbuchtung, in der man maximal eine Zigarettenschachtel mit quetschen hochkannt reinstellen kann (ich würde so gerne den Designer kennenlernen...), ein "Zauberwürfel-Fach" links unterm Lenkrad (WTF?), einem (!) Becherhalter unter (!) der zu kurzen Armlehne und eine Klappe auf derselbigen, die gerne mal beim hochklappen versehentlich geöffnet wird und seinen Inhalt im Fußraum der Rücksitze verteilt. Kurz gesagt..alles nicht wirklich Praxistauglich und offensichtlich von einem Fahrradfahrer ohne Führerschein entworfen. Die hohe Ladekannte im Kofferraum ist auch ganz schlecht

Das kann der Octavia auch viel besser.

 

Die Navi-Bedienung ist nicht wirklich intuitiv möglich. Mal spontan von A nach B ist kein Problem, aber das Händling von Favoriten und Ähnlichem ist nicht schön gelöst. Da ist jedes 100-Euro TomTom um ein Vielfaches besser.

 

Die Türen Vorne (hinten hab ich noch nicht gesessen...) federn beim Öffnen dermaßen Stark zurück, dass man sich Problemlos die Schienenbeine brechen lassen kann. Hat das keiner getestet???

Auch die Stufen, in denen Die Tür jeweils "einrastet" (wenn man sie gaaanz langsam öffnet) sind extrem unpraktisch, und sorgen bei jedem Parkhausbesuch für minutenlanges Kopfschütteln meinerseits.

 

Die Einstellmöglichkeiten im Bordcomputer sind auch sehr begrenzt. Die Anzeigen sind teilweise während der Fahrt nicht lesbar. Wer will schon eine aktuelle Spritverbrausanzeige in Form einer mathematischen Formel? Ein Einfaches 10,5 L hätte völlig gereicht...

Da war der Octavia auch um einiges besser.

 

Das gilt übrigens für viele der Angesprochenen Punkte. Es ist schon erschreckend, in wie vielen Punkten im Audi Detauls schlechter gelöst sind als im (älteren) Octavia.

 

Würde ich mir den A3 nochmal kaufen? Auf keinen Fall als Neuwagen. Die Preise sind einfach unverschämt.

Einem potentiellen Interessenten würde ich auf jeden Fall raten sich den Octavia RS anzuschauen. Da gibts einfach viel mehr fürs Geld.

 

Aber trotzdem macht die Kombination aus Fahrwerk, Lenkrad, Motor und DSG tierisch Spaß.

Galerie

Karosserie

4.0 von 5

 

Testkriterien
Platzangebot vorn: eng geräumig
Platzangebot hinten: eng geräumig
Kofferraum: klein groß
Übersichtlichkeit: schlecht gut
Qualitätseindruck: minderwertig hochwertig
Fazit - Karosserie
  • + Für die Fahrzeuggröße angemessene Platzverhältnisse

Antrieb

3.5 von 5

 

Testkriterien
Motorleistung: schwach stark
Durchzug: unelastisch elastisch
Drehfreude: zäh agil
Getriebe/Schaltverhalten: schlecht gut
Verbrauch: durstig effizient
Reichweite: gering hoch
Fazit - Antrieb
  • + Fahrfreude pur
  • - mit dem Tank zu kurze Reichweite

Fahrdynamik

4.5 von 5

 

Testkriterien
Wendekreis: groß klein
Beschleunigung: langsam schnell
Lenkung: schwammig direkt
Bremsen: schwach standfest
Fahrverhalten: unausgeglichen ausgeglichen
Kurvenverhalten: unsicher sicher
Wendigkeit: träge agil
Fazit - Fahrdynamik
  • + perfektes Fahrwerk / Toller Motor

Komfort

3.5 von 5

 

Testkriterien
Federung (sportlich): schlecht abgestimmt gut abgestimmt
Sitze vorn: unbequem bequem
Sitze hinten: unbequem bequem
Innengeräusche: laut leise
Bedienung: kompliziert intuitiv
Heizung/Klimatisierung: schwach wirkungsvoll
Fazit - Komfort
  • + super Fahrwerk / tolle Sitze
  • - viel zu schwaches Gebläse, verbesserungswürdige Bedienung

Emotion

4.5 von 5

 

Testkriterien
Design: langweilig attraktiv
Temperament (sportlich): ausbaufähig realisiert
Image: negativ positiv
Fazit - Emotion
  • + sehr Sportliches Fahrzeug
  • - wird dem Image nicht gerecht / der Octavia kann einiges besser

Gesamtfazit zum Test

  • + Wer Spaß beim Fahren haben will, ist hier Richtig.
  • - Für den Preis kann man ein perfektes Fahrzeug erwarten. Das ist es nicht. in vielen Details ist der deutlich günstigere Octavia 2 einfach deutlich besser.
Aus diesen Gründen kann ich den empfehlen:

Wer Spaß beim Fahren haben will, ist hier Richtig.

Gesamtwertung: 4.0 von 5
Das Testfahrzeug erhielt im Test durchschnittlich 4.0 von 5 möglichen Sternen
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