• Online: 3.958

Mercedes S-Klasse Kombi: 560-SEL-Caro-Umbau - Mehr S-Klasse baut kein Mensch

verfasst am

Die S-Klasse gibt es nicht als Kombi? In Hamburg schon. Hier wird ein gelungener S-Klasse-Umbau von Caro angeboten. Leider ist der 560 TEL auch ziemlich teuer.

Mercedes S-Klasse als Kombi: Die Firma Caro hat diesen 560 SEL zum 560 TEL umgebaut Mercedes S-Klasse als Kombi: Die Firma Caro hat diesen 560 SEL zum 560 TEL umgebaut Quelle: CARO GmbH

Hamburg – Die S-Klasse als T-Modell, davon träumen zumindest manche Mercedes-Fans bei jeder neuen Generation – vergeblich. Externe Umbauten gibt es, zum Beispiel als Leichenwagen, gelungen sehen die aber oft nicht aus.

Das Heck wurde aus W124 und W123 Teilen modelliert. Wir finden den Umbau sehr gelungen Das Heck wurde aus W124 und W123 Teilen modelliert. Wir finden den Umbau sehr gelungen Quelle: CARO GmbH Der W126, den eine Hamburger Firma derzeit auf mobile.de inseriert hat, ist deswegen eine Ausnahme. Aus dem 560 SEL, wurde irgendwann im Laufe seines Lebens ein 560 TEL – eine Mischung aus S-Klasse und T-Modell. Und die sieht erstaunlich „echt“ aus.

Drei TEL wurden von Caro gebaut

Das hat seine Gründe, erklärt Joachim Birr, Geschäftsführer der Caro GmbH, MOTOR-TALK am Telefon. Er weiß es, denn seine Firma hat das Auto einst gebaut. Und sie verkauft es heute.

Basis für das S-T-Modell war ein 560 SEL von 1990 mit 5,6-Liter-V8 und 279 PS. Mit dem Umbau wurde laut Birr im Jahr 2000 im Auftrag eines Kunden begonnen. Der wollte sich damals keine neue S-Klasse (der W220 wäre aktuell gewesen) kaufen, sondern lieber viel Geld für einen W126-Kombi ausgeben. Er hatte schließlich gute Erfahrungen gemacht. Laut Birr wurde bereits Mitte der Achtziger ein solcher Kombi für diesen Kunden gefertigt. Jahre später wollte er ein zweites Modell. Insgesamt entstanden nur drei TEL.

Von der Seite gesehen fügt sich das Heck perfekt in die klare Formensprache des W126 ein. Verlängert wurde die S-Klasse für den Umbau nicht Von der Seite gesehen fügt sich das Heck perfekt in die klare Formensprache des W126 ein. Verlängert wurde die S-Klasse für den Umbau nicht Quelle: CARO GmbH

Eine S-Klasse und etwas W124

Wegen persönlicher Umstände konnte der Auftraggeber den Umbau letztlich nicht abnehmen. Das Projekt stand mehrere Jahre still. Erst 2008 vollendeten die Tüftler den Umbau. Das erstaunlich stimmige Design erreichten sie laut Birr, indem hauptsächlich originale Mercedes-Teile verwendet wurden.

Kenner sehen es sofort: Heck- und Rückleuchten stammen im Wesentlichen vom W124. Ein paar Teile des W123 kommen ebenfalls zum Einsatz – zum Beispiel an der Heckklappe oder den hinteren Scheibenrahmen. Selbst die Velours und Abdeckungen im Laderaum sehen typisch „Mercedes“ aus. Verlängert wurde der SEL für den Umbau nicht – auch, wenn er nach XL aussieht. Kofferraum und C-Säule wurden entfernt, dann konnte das Kombiheck aufgesetzt werden. An den hinteren Türen wurden nur die Scheibenrahmen geändert.

62.000 Euro für den W126-Kombi

Der S-Klasse-Kombi hat mittlerweile rund 102.000 Kilometer runter – nicht viel für einen 560. Laut Verkäufer ist er sofort fahrbereit und besitzt Vollausstattung. Vor ein paar Jahren stand dieses Modell schon einmal zum Verkauf. Damals war es bereits hier auf MOTOR-TALK Thema. Heute soll der TEL 62.000 Euro kosten. Viel Geld für einen W126. Aber bei Mercedes ist ein S-Klasse-T-Modell eben immer noch unbezahlbar.

Avatar von granada2.6
Mercedes
63
Hat Dir der Artikel gefallen? 16 von 17 fanden den Artikel lesenswert.
Diesen Artikel teilen:
63 Kommentare: