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Seat Leon 4 (2019): Erlkönig, Daten, Fotos - Der neue Seat Leon im dicken Polster

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Er zeigt seine Front und versteckt die Flanke: Die vierte Generation des Seat Leon fährt mit Polstern unter der Folie. Neue Details zum spanischen Kompakten.

Der Seat Leon steht kurz vor seinem Modellwechsel: Generation 4 startet 2019 Der Seat Leon steht kurz vor seinem Modellwechsel: Generation 4 startet 2019 Quelle: sb-medien | Stefan Baldauf

Weiterstadt – Trotz Folie, Polster und Plastik: Dieser Erlkönig des nächsten Seat Leon zeigt schon recht viel von dessen Zukunft. Die vierte Generation des spanischen Kompakten startet 2019, in kurzem Abstand zu den den technisch eng verwandten Modellen VW Golf, Audi A3 und Skoda Octavia. Schon im Frühling waren Aufnahmen des neuen Leon aufgetaucht, damals noch mit alter Karosserie. Dieser hier trägt das neue Blech unter der Folie.

Seat Leon: Die vierte Generation startet 2019

Nicht zu erkennen: Ein Leuchtband verbindet beim neuen Seat Leon die beiden Rückleuchten Nicht zu erkennen: Ein Leuchtband verbindet beim neuen Seat Leon die beiden Rückleuchten Quelle: sb-medien | Stefan Baldauf Viel Kontur lässt uns Seat noch nicht sehen. Die Flanken wirken zu glatt und rund für ein Modell der Spanier. Üblicherweise tragen deren Autos scharfe Kanten, oben in zwei Linien, unten in einer. Hier wird sich der Leon am 2017 vorgestellten Ibiza orientieren. Der Erlkönig ist an allen relevanten Stellen gepolstert. So viel Geheimhaltung muss offenbar noch sein.

Sein Gesicht lässt sich hingegen schon gut erkennen. Der Kühlergrill bleibt ein Trapez, die Lampen bekommen eine neue Form und stehen nun steiler in der Front. Insgesamt wirkt der Vorderwagen schlanker als bisher. Und er erinnert aus einigen Perspektiven an die Front des neuen Ford Focus.

Was der Erlkönig ebenfalls versteckt: Der neue Leon bekommt flache Rückleuchten mit einem durchgehenden Leuchtenband. Direkt unterhalb der Fensterkante zieht sich ein roter Streifen zwischen linker und rechter Lampe, darunter sitzt das Seat-Emblem. Ein entsprechendes Foto ist vor einigen Tagen im Netz aufgetaucht.

Benziner, Diesel, Erdgas und Plug-in, aber kein Elektro-Leon

Der getarnte Leon erinnert ein bisschen an den neuen Ford Focus. Allerdings sind seine Kanten noch unterpolstert Der getarnte Leon erinnert ein bisschen an den neuen Ford Focus. Allerdings sind seine Kanten noch unterpolstert Quelle: sb-medien | Stefan Baldauf Unter der Leon-Haube wird es eine kleine Revolution geben. Denn zum ersten Mal will Seat den Kompakten mit Strom-Unterstützung anbieten. Zwei Systeme sind in Planung: Ein Mild-Hybrid mit 48-Volt-Bordnetz und Riemen-Startergenerator sowie ein Plug-in-Hybrid. Benziner, Diesel und eine Erdgas-Variante wird es weiterhin geben.

Der Plug-in-Leon fährt mit einem 1,5-Liter-Benzinmotor und einem Doppelkupplungsgetriebe. In der Getriebeglocke sitzt ein Elektromotor, der den Verbrenner unterstützen sowie eigenständig arbeiten kann. Akkus im Heck des Leon werden eine elektrische Reichweite von etwa 50 Kilometern ermöglichen.

Prinzipiell ist für den Leon die komplette Technik-Palette aus Golf und A3 verfügbar. Es ist eine Frage der Strategie, ob und wann welcher Antrieb im Spanier ankommt. Der Plug-in gilt als gesetzt und sollte 2020 auf den Markt kommen. Ein E-Leon wäre umsetzbar, wird aber nicht kommen. Seat will ein eigenes Modell in Leon-Größe vorstellen, das auf dem Elektro-Baukasten des VW-Konzerns (MEB) basiert. Das hatte der Hersteller bereits bestätigt.

Die Verbrenner des Leon werden 1,0 bis 2,0 Liter groß. In der Basis kommen Dreizylinder-Benziner zum Einsatz, darüber der 1,5-Liter-Vierzylinder. Die starken Benziner und alle Diesel bekommen 2,0 Liter Hubraum. Je nach Leistung und Ausstattung gibt es Front- und Allradantrieb sowie manuelle Schaltboxen und Doppelkupplungsgetriebe.

Seat Leon 2019: Zwei Karosserieformen und ein Cupra

Die Front des Leon wird schlanker, die Scheinwerfer bekommen eine neue Form Die Front des Leon wird schlanker, die Scheinwerfer bekommen eine neue Form Quelle: sb-medien | Stefan Baldauf Neben dem Fünftürer wird Seat weiterhin einen Leon SW (Kombi) anbieten. Der Dreitürer (SC) dürfte entfallen. Eine Sportversion steht auf dem Plan. Sie wird allerdings kein Seat-Logo tragen, sondern wie das SUV Ateca unter der Marke Cupra verkauft. Es bleibt bei Frontantrieb und rund 300 PS, Allrad könnte folgen.

Assistenten und Infotainment im Leon werden ebenfalls modernisiert. Wir erwarten digitale Instrumente in der Basis, einen großen Navi-Bildschirm und teilautonome Funktionen. An der einen oder anderen Stelle wird Seat aber zurückstecken müssen und den Konzernschwestern den Vortritt lassen.

Bisher ist nicht bekannt, in welcher Reihenfolge die neuen Kompaktklässler starten. Seat ist gern früh dabei. Offiziell gibt es noch keine Aussagen zum Modell. Wir gehen davon aus, dass sich das spätestens in einem halben Jahr ändern wird.

 

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Avatar von SerialChilla
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