• Online: 2.968

CES 2018: Das zeigen die Autohersteller - Autonomie, Roboter, Riesenfernseher

verfasst am

Wenige Tage vor der Automesse in Detroit startet in Las Vegas die CES. Einst ging es um Computer. Heute kommen etablierte Autohersteller. Und Start-ups mit E-Fahrzeugen.

Einst drehte sich bei der Consumer Electronics-Show (9.-12.01.) alles um Computer und Fernseher. Heutzutage kommen auch einige Autohersteller nach Las Vegas - etablierte Marken ebenso wie junge Start-ups Einst drehte sich bei der Consumer Electronics-Show (9.-12.01.) alles um Computer und Fernseher. Heutzutage kommen auch einige Autohersteller nach Las Vegas - etablierte Marken ebenso wie junge Start-ups Quelle: Toyota

Las Vegas - Einst ging es um Computer und Fernseher. Doch in den letzten Jahren wurde die Consumer Electronics Show in Las Vegas immer automobiler. Die Hersteller zeigten unter Nevadas Sonne vornehmlich E-Autos oder Fahrzeuge mit autonomen Funktionen. Auch in diesem Jahr werden einige Marken vertreten sein kleine Start-ups ebenso wie etablierte Hersteller - und das wenige Tage vor der traditionellen Motorshow in der US-Autometropole Detroit.

Große Reden, weite Blicke

Kia teaserte im Vorfeld der CES-Messe 2018 das Concept-Car Niro EV Kia teaserte im Vorfeld der CES-Messe 2018 das Concept-Car Niro EV Quelle: Kia Die Eröffnungsrede wird Ford-CEO Jim Hackett halten. Außerdem hat der amerikanische Hersteller die große Bühne gebucht, höchstwahrscheinlich um von den Fortschritten bei der Roboterwagen-Entwicklung zu berichten. Der US-Konzern muss aus Sicht von Branchenexperten aufholen, um nicht den Anschluss an alte Rivalen wie General Motors und neue Herausforderer wie Tesla und Auto-Startups aus China zu verlieren.

Toyota zeigt die nächste Generation des Versuchsfahrzeuges für autonome Fahrversuche. Das Toyota Research Institute nutzt dabei ein Exemplar des Lexus LS 600hL. Laut eigenen Angaben ist es eines der Testautos, die am meisten Daten aus von ihrer Umwelt sammeln und verarbeiten können. Das Lidarsystem kann wie im letzten Toyota-Testfahrzeug rund 200 Meter weit sehen. Doch damals richtete sich der Blick nur nach vorne. Nun erfasst das System den gesamten 360-Grad-Bereich um das Auto.

Kia zeigt den Niro EV Concept. Die Bezeichnung täuscht. Es handelt sich nicht um die elektrische Variante des aktuellen Crossover Niro, sondern um ein Concept-Car. Die elektrische Variante des aktuell als Hybrid und Plug-in-Hybrid erhältlichen Niro wird kommen. Allerdings nicht zur CES.

Roboter bei Honda, Gedankensteuerung bei Nissan

Toyotas zeigt auf der CES das Versuchsfahrzeug für autonomes Fahren. Als Basis dient ein Lexus LS 600hL Toyotas zeigt auf der CES das Versuchsfahrzeug für autonomes Fahren. Als Basis dient ein Lexus LS 600hL Quelle: Toyota Am Honda-Stand dürfte es weniger um Fahrzeuge als um Robotertechnik gehen. Was einem Auto noch am nächsten kommt, ist ein Roboter in Form eines Quad. Das Gefährt soll im industriellen Bereich kleinere Transportaufgaben übernehmen können.

Nissan stellt ein System zur Steuerung des Autos per Gedanken vor. Unter den etablierten Herstellern bleibt Mercedes der ursprünglichen Idee der Unterhaltungselektronik-Messe noch am treuesten: Die Stuttgarter bringen ihr neues Infotainmentsystem "Mercedes Benz User Experience" nach Las Vegas. Dieses ist in der nächsten A-Klasse erhältlich.

Die Premiere eines Serienfahrzeuges auf der CES? Damit hatte bei der ersten Ausgabe 1999 wohl niemand gerechnet. In diesem Jahr bringt Hyundai ein Brennstoffzellen-SUV mit.

Elektrische Einsitzer und autonome Taxis

Die nächste A-Klasse (W177) wird mit dem neuen Infotainmentsystem von Mercedes kommen Die nächste A-Klasse (W177) wird mit dem neuen Infotainmentsystem von Mercedes kommen Quelle: Daimler Die CES ist häufig der Ort, an dem frische Auto-Herausforderer das Rampenlicht suchen. In den vergangenen beiden Jahren war es die kalifornische Firma Faraday Future mit ihren Elektroauto-Konzepten - doch Geldprobleme der chinesischen Investoren stürzten den Hersteller in eine Krise, die Zukunftsaussichten sind unklar. In diesem Jahr wird Fisker seinen Luxus-Stromer Emotion mitbringen.

Das kanadische Unternehmen Electra Meccanica soll einen elektrischen Einsitzer präsentieren. Das Auto mit drei Rädern soll mit einer Batterieladung bis zu 160 Kilometer zurücklegen können. Der Topspeed liegt laut Hersteller jenseits der 130 km/h.

Der Fahrdienstvermittler Lyft entwickelte gemeinsam mit dem Start-up Aptiv ein voll-autonomes Taxi. Die erste öffentliche Fahrt erfolgt auf der CES. In der Halle? Nein, auf den Straßen von Vegas. Messebesucher können sich zu Zielen entlang von 20 vorgefertigten Routen führen lassen. Ein Fahrer aus Fleisch und Blut sitzt mit im Auto - aus Sicherheitsgründen.

Riesenglotzen kommen nie aus der Mode

Außerdem auf der Concsumer Electronics: Ein junges Unternehmen mit chinesischen Investoren und Verbindungen nach Deutschland: Byton, geführt unter anderem von mehreren Ex-BMW-Managern wird sein SIV vorstellen. Dier Abkürzung steht für Smart Intuitive Vehicle. Das SUV soll mithilfe von Gesten- und Stimmerkennung recht genau wissen, wonach es dem Fahrer gerade beliebt.

Hoffentlich nach etwas, dass sich optisch einblenden lässt: Das Fahrzeug wird über einen großen Touchscreen im Cockpit verfügen. Er soll fast von einer Türe zur anderen reichen. Na bitte, es geht auf der CES-Messe ja doch immer noch - ein bisschen - um große Fernseher.

Quelle: Mit Material von dpa

Avatar von SvenFoerster
16
Hat Dir der Artikel gefallen? 4 von 4 fanden den Artikel lesenswert.
Diesen Artikel teilen:
16 Kommentare: