Zuverlässiges Pendlerauto für ca. 15.000€
Hallo,
ich trete in 3 Monaten einen neuen Job in einer Nachbarstadt an und werde dann auf ca. 120km Gesamtstrecke pro Tag kommen, wobei davon etwa 100km Autobahn sind. Fast auf der gesamten Strecke sind maximal 130 erlaubt, der Pendlerverkehr würde auf dieser stark befahrenen Strecke eh nicht mehr zulassen. Leider hab ich nur sehr wenig Ahnung von Autos, vielleicht kann mir jemand helfen, ein passendes Modell zu finden.
Marke, Farbe, Prestige, PS, Stauraum, Anzahl Sitzplätze, optischer Schnickschnack etc. sind mir bei der Anschaffung überhaupt nicht wichtig. Nice to have wären natürlich alle Extras, die die Pendelei etwas weniger Qualvoll machen, z.B. Klimaanlage und ... tja, nichtmal da weiss ich Bescheid was das alles sein könnte 😉 Da ich Pendler bin, wäre günstiger Unterhalt natürlich super.
Dann gibt es noch eine Sache, die ist mir äußerst wichtig: Das Fahrgefühl -- und das muss ich wohl etwas genauer erklären. Meine Freundin fährt einen Skoda Fabia, den ich schon öfter gefahren bin und bei diesem Auto ist es genau so, wie ich es nicht haben will: Die Lenkung spricht für meinen Geschmack eher spät an, die Schaltung ist irgendwie hakelig und Bremse, Gas, Kupplung fühlen "wabbelig" an. Vor Jahren bin ich mal einen älteren Passat von nem Freund gefahren, der fuhr sich super. Dem Fabia stand ich ursprünglich äußerst positiv gegenüber, bin aber (rein subjektiv) eher negativ überrascht worden (der Skoda ist übrigens technisch einwandfrei und erst wenige Jahre alt). Insgesamt spricht mir der Fabia nicht schnell genug an und ich hab das Gefühl, den Wagen nicht gut unter Kontrolle zu haben. Klingt komisch, aber vielleicht kennt das jemand. Ein eher hartes Fahrgefühl ist mir auch lieber als so ein fahrendes Vakuum. Schalten würde ich auch gern manuell.
In den Sinn gekommen sind mir der A3 und BMW 318, bin aber noch keines der beiden gefahren. Leider wird das Auto auch erstmal unter freiem Himmel stehen müssen, weil ich aktuell weder Carport noch Garage hab. Für den Kauf habe ich ca. 15k €, weniger wäre natürlich besser.
Vielen Dank schon mal 🙂
Beste Antwort im Thema
Nochmal: bei 120km am Tag, großteils Autobahn, kannst du Benziner vergessen, die streichst du besser von deiner Liste. Das wäre ein Fehlkauf und Geldverschwendung. Die verbrauchen bei dem Fahrprofil viel mehr (führt auch dazu, dass du mehr Zeit an der Tankstelle verbringst).
Und nein, Diesel wird natürlich nicht verboten.
Polo ist eine Fahrzeugklasse tiefer als die anderen genannten, das vergleichbare Modell wäre der Golf.
Die Handschaltung hat bei VWs 1.6er Dieseln im Gegensatz zur Konkurrenz nur 5 Gänge.
49 Antworten
Auch bei Bescränkung des eigenen Tempos auf Tacho 120-140 km/h verbraucht ein Diesel, wenn man Modelle der gleichen Größe und Leistungsstufe vergleicht, ca. 15% weniger Treibstoff.
Bei 30 tkm und ca. 1 l / 100 km Ersparnis, zahlt man - selbst wenn man denselben Preis pro Liter zugrunde legt - ca. 350 € pro Jahr weniger an der Tankstelle. In D, wo Diesel an der Tanke ca. 20 Cent/l günstiger als Benzinkraftstoff ist, würde man ca. ca. 420 € p.a. an der Tankstelle sparen, zählt aber etwas (70-100 € p.a.) mehr Kfz-Steuer für den Diesel-PKW.
Also, auch meine Empfehlung:
Neue(re)n Diesel-PKW mit 90-130 PS der Kleinwagen- oder Kompaktwagenklasse kaufen und ihn mit SA-Sitzen und sinnvollen Assistenzsystemen sowie Smartphone-Anbindung mit Carplay und guter Soundanlage ausstatten.
Okay, hab dann meine Probefahrliste mal angepasst, nur noch Diesel:
- Hyundai i30 1.6 CRDi
- Kia Ceed 1.6 CRDi
- Polo 1.6 TDi ACC
- Honda Civic 1.6 Diesel
...weitere Vorschläge sind natürlich herzlich willkommen! 🙂
Gas (LPG/CNG) ist günstiger als Diesel und Benzin.
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Ich würde auch noch den Seat Leon 1.6 TDI und den VW Golf VII 1.6 TDI als Kandidaten sehen.
Für 15k € bekommt man diese mit vernünftiger Ausstattung als 3-4 Jahreswagen mit teilweise < 50 tkm und oft noch mit 1-2 Jahren Restgarantie ( falls Erstbesitzer Garantieerweiterung als SA angekreuzt hatte).
Falls du zufällig aus dem Ruhrgebiet kommst, können wir gerne eine Runde mit meinem Polo drehen.
Die Kombination mit DSG und ACC wirst du nicht überall finden.
Meiner ist ein Highline mit nahezu Vollausstattung.
Der Kaufpreis als Tageszulassung mit 0 Km lag letztes Jahr im September bei 17.500€. Habe es für 2 Jahre geleast.
Auf Langstrecke mit Tempolimit, bisschen Baustelle usw liegt man da verbrauchstechnisch bei etwas vorsichtiger fahrweise bei etwa 3,5 Liter.
Stur hinter‘m LKW hatte ich mal 2,5 Liter auf‘m Bordcomputer stehen.
Für einen noch geringeren Verbrauch müsste man zu Fuß gehen. 😁
Zitat:
@remarque4711 schrieb am 27. August 2020 um 18:23:31 Uhr:
Gas (LPG/CNG) ist günstiger als Diesel und Benzin.
Ich fahre meine E-Klasse mit 5,5 Liter V8 seit 9 Jahren auf Gas und kann es durchaus sehr empfehlen.
Es lohnt sich aber nicht mehr so sehr wie früher.
Die Gaspreise sind gestiegen, die Dieselpreise sind gesunken.
Ein moderner, sparsamer TDI lässt sich mit ca 4€ / 100 Km bewegen.
Da bleibt nicht mehr viel Luft nach unten.
Zumal der LPG Startbenzin braucht, deutlich weniger Reichweite hat, den Kofferraum verkleinert, nicht an jeder Tankstelle betankbar ist und eine zusätzliche Wartung benötigt.
Wenn man beim falschen Umrüster war, läuft die Anlage zudem schlecht.
Auch sind viele moderne Motoren nicht mehr für den Gasumbau geeignet und schränkt die Einkaufsliste massiv ein.
Ich würde hier ganz klar beim Diesel bleiben.
Es sei denn, man ist strikt gegen Diesel und will einen Wagen mit schönen Sound und dicken Motor.
Da kann man natürlich über Gas nachdenken.
@Volvoluder: Deine Rechnung ist sooo allerdings mathematisch betrachtet bei einer von Dir richtigerweise (m.M. und Erfahrung nach) angenommenen Verbrauchsdifferenz von einem Liter Treibstoff auf 100km zugunsten des Diesels nicht ganz korrekt...;-)
Bei 30tkm LL sind dies 300 Einheiten an 100km.
Bei Preisgleichheit wären es dann (bei 1l Differenz) immer genau 300€ an Unterschied zugunsten des Diesels, egal wie viel beide Motoren letztlich konkret verbrauchen.
Zugunsten der Realität nehmen wir mal 5l Diesel und 6l Benzin an (Kompaktklasse).
Dann wäre die Differenz bei 1,10€ zu 1,30€ bereits 690€ pro Jahr.
Erhöht sich das Niveau der Treibstoffpreise (alles andere [Vebrauchsdifferenz+0, 20€-Differenz] bleibt natürlich gleich!), erhöht sich logischer Weise auch das Delta zwischen Benziner und Diesel. (1, 20€ vs. 1,40€>720€)...
Ja, DarkDay da hast du besser (richtig) gerechnet. Ich hätte von ca. Preisgleicheit als Ausgangspunkt und ca. Ersparnissumme schreiben sollen, denn so hatte ich es noch im Kopf als ich auf die 350€ kam. Dabei dachte ich an Österreich, wo Diesel aktuell 6--10 Cent/Liter preiswerter als Superbenzin angeboten wird.
Zitat:
@munition76 schrieb am 27. August 2020 um 18:45:29 Uhr:
Zitat:
@remarque4711 schrieb am 27. August 2020 um 18:23:31 Uhr:
Gas (LPG/CNG) ist günstiger als Diesel und Benzin.Ich fahre meine E-Klasse mit 5,5 Liter V8 seit 9 Jahren auf Gas und kann es durchaus sehr empfehlen.
Es lohnt sich aber nicht mehr so sehr wie früher.
Die Gaspreise sind gestiegen, die Dieselpreise sind gesunken.Ein moderner, sparsamer TDI lässt sich mit ca 4€ / 100 Km bewegen.
Es ging in diesem Fred ja auch um Erdgas (CNG) und nicht Autogas (LPG). Der Liter CNG (H-Gas) kostet bei mir um die Ecke 1,11 €. Wenn man jetzt noch den Brennwert zu Diesel vergleicht, sind wir locker unter 1€ pro Kilo.
Diesel ist wegen Corona günstiger geworden, wann der Preis wieder anzieht, ist nur eine Frage der Zeit. Von höheren Gaspreisen (in meinem Fall auch LPG) habe ich noch nichts gespürt. Im Gegenteil, trotz Peanuts-Steuererhöhung zum 01.01. d.J. ist der Preis an meiner Stammtanke um 5 Cent gesunken.
Zitat:
Da bleibt nicht mehr viel Luft nach unten.
Zumal der LPG Startbenzin braucht, deutlich weniger Reichweite hat, den Kofferraum verkleinert, nicht an jeder Tankstelle betankbar ist und eine zusätzliche Wartung benötigt.
Im Sommer schaltet meiner nach 500-700 Meter auf Gas um, im Winter spätestens nach 2 KM. Zusätzliche Wartung ist alle Jubeljahre mal ein neuer Gasfilter und die zusätzliche GAP (Gasanlagenprüfung) beim TÜV alle 2 Jahre mit 25€. Tank ist unter dem Auto, also keine Einbußen beim Kofferraum. Reichweite ~500 KM. Ich habe irgendwann aufgehört zu rechnen, wieviel ich an Spritkosten gespart habe. Bisher bin ich ~ 355k KM mit Gas gefahren (mit dem selben Auto), Duchschnitspreis würde ich auf 0,62 € über die gasamte Nutzungszeit schätzen. Ich habe im Umkreis von 30 KM 98 funktionierende LPG- und 15 CNG-Tankstellen.
Zitat:
Wenn man beim falschen Umrüster war, läuft die Anlage zudem schlecht.
Auch sind viele moderne Motoren nicht mehr für den Gasumbau geeignet und schränkt die Einkaufsliste massiv ein.
Volle Zustimmung, zudem die Vorschriften mit R115 Anlagen 🙄.
Zitat:
Ich würde hier ganz klar beim Diesel bleiben.
Es sei denn, man ist strikt gegen Diesel und will einen Wagen mit schönen Sound und dicken Motor.
Da kann man natürlich über Gas nachdenken.
Deswegen wurde von mir als Alternative zu Diesel CNG vorgeschlagen. Alledings ohne V8-Sound 😁.
Dann breche ich mal eine Lanze für die Bayern:
1er oder 3er (F20, F30) als 18d oder 20d könnte dir vom Fahrgefühl und Preis her zusagen. Klar, ABM kostet Aufpreis im Vergleich zu anderen Marken. Ob du da einen Unterschied feststellst und ob dir das den Aufpreis Wert ist musst du selbst herausfinden. Da hilft nur Probe fahren.
Bei genannten BMW ist das Schlatgetriebe Knackig und das Fahrgefühl nicht so weichgelutscht wie bei Skoda und VW. Wobei ich sagen muss, dass ich auf der einen Seite schon nachvollziehen kann was du meinst, bspw. finde ich die Kupplung bei VW viel zu leichtgängig, die kann man mit dem kleinen Zeh drücken, auf der anderen Seite ist das aber kein Qualitätsmangel sondern so gewollt und auch bei Skoda nicht von schlechter Qualität.
Also wegen der Zuverlässigkeit und Wartung würde ich ausser chronischen Problemquellen wie z.b. ein DSG oder ne Halbautomatik eher es so machen, dass ich erstens ein möglichst junges Auto mit wenigen km nehme, dann tritt der Verschleiss schlicht später ein. Zweitens würde ich einen Motor nehmen, der millionenfach gebaut und dementsprechend günstige Ersatzteile hat. Diesell aus Fernost sind nicht schlechter als aus Europa, aber eben eher Exoten mit entsprechenden Ersatzteilpreisen.
Deshalb empfehle ich immer den C4 Cactus. Weil er den meistgebauten Dieselmotor hat, besonders leicht ist (weniger Brems- und Reifen- und Fahrwerksverschleiss), günstig in der Versicherung und Steuer ist und man ihn hier in D günstig bekommt. Ist auch der sparsamste NIchtkleinwagen auf dem Markt.
zB. einer mit viel Ausstattung
https://www.autoscout24.de/.../...ce04e72d-6e08-48a8-b853-be252044f752
Den Motor findet man bei Peugeot, Citroen, DS, Mini, Volvo, Opel, Ford etc.
Der 1.5 dci von Renault ist auch sehr sparsam und millionenfach gebaut. Gibt es bei Renault, Dacia, Nissan oder Mercedes
Zitat:
@autosmachenfreude schrieb am 26. August 2020 um 21:00:36 Uhr:
Den Qualitätsvorsprung sehe ich eher bei Kia und Hyundai. Die Fahrzeuge haben sogar längere Garantien als deutsche Fahrzeuge. Mit einem 2 Jahre alten Kia Ceed hast Du noch 5 Jahre Werksgarantie.
Was verstehst du unter einer Sportschaltung? Ich würde zum Pendeln Automatik bevorzugen. Ist entspannter, besonders wenn man mal im Stau unterwegs ist
Aber nur wenn, er die entsprechenden Wartungen eingehalten hat.
Franzosen und Zuverlässigkeit passt für mich irgendwie gedanklich nicht zusammen. Sowohl bei TÜV Reports, als auch bei Gebrauchtwagentests schneiden die gerne nach ein paar Jahren schlecht ab.
VAG steht für mich seit dem Dieselbetrug für Verbrecher aus Geldgier und würden für mich nicht in Frage kommen. Ich finde es unfassbar, wie die ihre Kunden behandeln.
BMW und Mercedes sind natürlich teurer, würden aber auch noch ins Budget passen, sind zuverlässig und haben Wandlerautomatik.
Ansonsten könnte ich mir auch Ceed oder sogar Optima von Kia vorstellen oder die Pendants von Opel (Astra, Insignia).
Naja, BMW hatte ja die Motoren von den so fragwürdigen Franzosen für Mini gekauft.
Gerade bei Dieseln sind die aus F robust und leicht zu warten. Peugeot verwendet auch die selben Getriebe wie BMW (teilweise).
BMW sind preislich ne andere Liga. Bei Opel würde ich die mit 6-Gang-Getriebe meiden.