würdet ihr euch einen hybrid holen, wenn ihr in der Arbeit laden könntet?

Überlege was ich für ein Auto hol. Die Leasing raten für die Seat hybriden (neue modelle) sind sehr gering.
Könnte leider nur in der Arbeit laden.

Was sagt ihr ? Zuhause habe ich keine Möglichkeiten, nur in der Arbeit (voraussichtlich 2x die Woche ).

Vielen Dank.

59 Antworten

Ja, ich bin am überlegen eines solcher günstigen Lessings in Anspruch zu nehmen. Da wäre eben der Seat Leon hybrid oder der normale 1.5 TSI in der Auswahl. Wenn ich den hybrid nicht lade, habe ich ja auch die 150 ps. Und wenn ich Mal einkaufen bin, stecke ich den an die Ladesäule

Lieber überlegen ob es nicht mit einem BEV geht. Keine Kfz Steuer, 100€ Wartung / Jahr und kaum Reparaturen sind ein Krasser Gegensatz zu meinem Diesel. Bei den demnächst erwarteten 2 Euro + / Liter Sprit freue ich mich jeden Tag über meine 4 E-Autos

Der Sprit wird in den nächsten paar Jahren sicherlich nicht über 2 Euro kosten. Vom Diesel hat auch niemand was geschrieben. Die Steuer beim Plugin kostet 28 Euro im Jahr. Beim 1.5 TSI Benziner 70 Euro.

Ich habe einen Plug-in-Hybrid, den ich nicht daheim laden kann, sondern nur am Arbeitsplatz. Das dafür aber täglich, und das ist wichtig.
Denn wenn du im Jahr nur geschätzte 46 Arbeitswochen à 2 Arbeitstage laden kannst, also ca. 92-mal im Jahr, wirst du nur ca 5000km im Jahr elektrisch fahren können. Ist das schon die Hälfte deiner Gesamtfahrleistung, dann ist es nicht schlecht und ein plug-in-Hybrid halbiert deinen Benzinverbrauch. Wenn du aber z.B. gesamt 25000km im Jahr fährst und davon eben nur 5000km elektrisch, dann geht der Benzinverbrauch nur auf ca. 80% zurück. Und die meiste Zeit fährst du nur einen überdimensionierten Akku herum. Durch Rekuperation wird der nicht annähernd voll. Ein kleiner Verbrauchsvorteil ergibt sich durch die Elektrifizierung auch im Stau etc., aber das ist nur eine Dreingabe.

Supermärkte mit Ladesäulen kann ich übrigens praktisch ignorieren, weil die fast immer belegt sind und ein PHEV mit nur 3.6KW Ladeleistung während eines Einkaufs nicht voll wird.
Ähnlich kann es dir auch am Arbeitsplatz gehen: wenn der AG nicht mehrere Säulen aufstellt, aber bald 5 Kollegen jeden Tag laden wollen, wird es eng. Oder wenn die Säule mal defekt ist und sich die Reparatur hinzieht... (kenne ich aus eigener Erfahrung)

Zitat:

Durchgehend Stadt zur Arbeit, ansonsten Mal über die Bundesautobahn 80 kmh oder bei Urlaubsreisen in andere Städte.

70% Stadt, 20% Autobahn bzw..begrenzt 80 kmh 10% Urlaubsreisen

Und hier musst du genau unterscheiden: die Urlaube mögen sogar weniger als 10% deiner Fahrten ausmachen, aber es können trotzdem 30% oder 50% deiner Kilometer sein, und das ist beim Plug-in-Hybrid entscheidend. Denn auf diesen Langstrecken oder im Ausland ist Laden schwieriger als im Alltag, und du wirst fast nur auf Benzin fahren und den großen Akku umsonst dabei haben.

Beim Toyota Hybrid ohne plug-in mit seinem kleinen Akku schaut die Sache anders aus, der holt zwar alle Energie nur aus Benzin und der Verbrenner läuft über weite Fahrstrecken, das aber im Gegensatz zum Seat viel effizienter. Außer man fordert hohe Leistung oder hohes Tempo.

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Mal unabhängig vor privater Wertung ob gut oder schlecht wäre die Frage wie deine Randbedingungen sind.

Ich geh mal von mir aus; wenn wir 2 Fahrzeuge hätten / bräuchten (1x großes langstreckentaugliches Familienfahrzeug, 1x Zweitwagen) und der Arbeitsweg ist nicht zu lang (max. 2x20km), dann würde das gehen.
Wohnst du im Eigenheim mit zusätzlicher Lademöglichkeit über Nacht, dann wäre sogar ein kleiner Vollelektrische möglich / Sinnvoll; dann dürfte der Arbeitsweg auch länger sein.

Bezüglich Reichweite wenn Vollelektrisch:
Hier würde ich mindestens SICHERE 3 Arbeitstage Sommer oder 2 Arbeitstage Winter als absolutes Minimum ansehen; besser 4AT Sommer; 3AT Winter.
In Verbindung mit der Möglichkeit über Nacht zu Hause laden zu können und auf Arbeit (eventuell kostenfrei?) und noch einen Verbrenner zu Hause zu haben für E-Auto ungünstigen Fahrten (Urlaub, Anhänger, weitere Strecken, Winter,...) wäre ein E-Auto funktional schon denkbar.

Das Leasing-Angebot sieht super aus (was kostet die normale Verbrenner-Variante?). Normalerweise ist der PHEV empfindlich teurer, als der reine Verbrenner (typischerweise zwischen 5.000-10.000€). Diesen Mehrpreis muss man erst mal wieder reinfahren. Nachdem die Verbrenner-Variante aber auch kein Schluckspecht ist, wird das schon recht interessant.

Kriegst du den Strom kostenlos, musst du rein elektrisch zwischen 50.000-100.000km (ausgehend von 7l/100km ~10ct/km) rein elektrisch fahren, bis sich der Mehrpreis rechnet. Rechnet man mit 30ct/kWh (wenn man beispielsweise daheim laden muss), wird's deutlich schwieriger hier günstiger werden. Dann braucht man nämlich 125.000km-250.000km (ausgehend von 20kWh/100km --> 6ct/km, Vorteil je gefahrenem Kilometer 4ct ggü. Benziner). Mal abgesehen davon, das letzteres schon am Ende der Lebensdauer des Fahrzeugs ist, wird ersteres wegen der Akkulebensdauer interessant.

Grüße,
Zeph

Beim Leasing ist die Lebensdauer des Akkus wohl völlig uninteressant.

Wenn ich nur beim Arbeitgeber oder öffentlich laden könnte, käme mir nie in den Sinn, irgendwas elektrisches zu kaufen.

Wer weiß denn, ob der AG diese Möglichkeit in Zukunft noch anbietet, oder ob die Ladesäule(n) nicht irgendwann überlaufen sind, ob ich den AG wechsele, ob man zukünftig öffentlich noch kostenlos oder zu akzeptablen Preisen laden kann usw.

Hier wird immer pro Elektro damit argumentiert, man wüsste nicht, wie teuer Sprit wird, aber solche Risiken werden schlicht ignoriert.

Das ist richtig. Aber den Mehrpreis ggü. dem normalen Verbrenner lässt man sich sicher auch gut bezahlen. Aber kann natürlich sein, das VW die PHEV's pusht und mit einem attraktiven Angebot reinfährt. Man müsste mal ein Leasingangebot mit dem reinen Verbrenner vergleichen.

Grüße,
Zeph

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 28. Juni 2021 um 14:39:03 Uhr:


Das ist richtig. Aber den Mehrpreis ggü. dem normalen Verbrenner lässt man sich sicher auch gut bezahlen. Aber kann natürlich sein, das VW die PHEV's pusht und mit einem attraktiven Angebot reinfährt. Man müsste mal ein Leasingangebot mit dem reinen Verbrenner vergleichen.

Grüße,
Zeph

Zumindest auf Leasingmarkt ist der Plugin mit 204 PS um 60 Euro billiger als der reine Benziner mit 150 PS.

Das Leasing läuft in der Regel 24 Monate. Es ist eine günstige und zeitlich überschaubare Variante in die E-Welt zu schnuppern ohne Angst zu haben irgendwo "Saftlos" stehen zu bleiben.

Zitat:

@Markus.j76 schrieb am 28. Juni 2021 um 14:46:22 Uhr:



Zitat:

@Zephyroth schrieb am 28. Juni 2021 um 14:39:03 Uhr:


Das ist richtig. Aber den Mehrpreis ggü. dem normalen Verbrenner lässt man sich sicher auch gut bezahlen. Aber kann natürlich sein, das VW die PHEV's pusht und mit einem attraktiven Angebot reinfährt. Man müsste mal ein Leasingangebot mit dem reinen Verbrenner vergleichen.

Grüße,
Zeph

Zumindest auf Leasingmarkt ist der Plugin mit 204 PS um 60 Euro billiger als der reine Benziner mit 150 PS.

Das Leasing läuft in der Regel 24 Monate. Es ist eine günstige und zeitlich überschaubare Variante in die E-Welt zu schnuppern ohne Angst zu haben irgendwo "Saftlos" stehen zu bleiben.

Ja, das wäre zumindest ein guter 2 Jahres-Test, bei dem man tatsächlich reinschnuppern könnte inkl. neuster Technik.
Im allerschlimmsten Notfall fährt man tatsächlich nur mit Benzin - die 4500 Euro bekommt man ja auch "geschenkt".

Zitat:

@Markus.j76 schrieb am 28. Juni 2021 um 14:46:22 Uhr:


Das Leasing läuft in der Regel 24 Monate. Es ist eine günstige und zeitlich überschaubare Variante in die E-Welt zu schnuppern ohne Angst zu haben irgendwo "Saftlos" stehen zu bleiben.

Dann ist die Entscheidung einfach, da man die PlugIn-Technik quasi geschenkt bekommt.

Grüße,
Zeph

Nein.

1. der Mokka ist zu jung
2. so lange wollte ich nicht mehr arbeiten
3. Homeoffice hat zu sehr zugenommen

😉

Man darf die aktuelle Situation nicht vergessen:

  • Elektrofahrzeuge werden aktuell extrem stark gefördert (bis zu 10k)
  • Die Fahrzeugindustrie macht trotzdem bei jedem E-Fahrzeug Verluste; nimmt die zähneknirschend in Kauf um mit der E-Flotte den Flotten-CO2 Ausstoß zu senken und somit Strafzahlungen zu umgehen (Strafzahlungen sind fürs Image / Marketing schlechter als Verluste am E-Fahrzeug; kaufmännisch beides schlecht).
  • Der Staat legt bei jedem E-Fahrzeug nicht nur drauf; ihm entgehen auch KFZ-Steuer und "Mobilitätssteuern".
  • Das Thema Ausstieg aus Kernenergie / Kohleenergie bei gleichzeitigem Anstieg des Strombedarfs wird nicht dazu führen, dass der Strom günstiger wird
  • Ebenso die Umstellung der Infrastruktur (Netzausbau; Speichermöglichkeiten, Schnellladesäulen)

Wie lange das alles noch gut geht und wie lange die Fahrzeughersteller diese Verluste noch in Kauf nehmen ist fraglich.

Dazu kommt noch ein anderer Punkt:
Aktuell haben wir noch die Situation, das wir genügend Ladesäulen haben. Durch den aktuellen E-Fahrzeug-BOOM (bedingt durch den Förderungs-Hype) wird sich das in den nächsten 2 Jahren schlagartig ändern. Dann wirst du eine Ladesäule anfahren, an der schon 3 Autos stehen und warten.

Und Schnellladesäulen sind eben auch nicht gerade Kostengünstig beim Aufstellen was sich der Betreiber auch sehr gut bezahlen lässt; teilweise heute schon mit über 1€/kWh.

Lassen wir uns überraschen, wo das ganze hin führt.

Bei YouTube gibt es einen Test vom neuen Léon Hybrid. Bei einer leeren Batterie kam er auf einen Gesamtverbrauch von genau 6 Liter. Das ist auch so ca der Verbrauch vom aktuellen Leon 1.5 Benziner.

Wobei die Teststrecke zu 40% Autobahn mit 140km/h, 50 % Landstraße und nur 10 % Stadt bestand. Bei höheren Stadtanteil dürfte der Plugin deutlich günstiger wegkommen, da die Batterie durch die Energierückgewinnung nie zu 100% leer ist und beim anfahren genutzt werden kann.

Zudem sorgt das System für genug Saft in der Batterie für einen Zwischenspurt wie beim überholen zum Beispiel.

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