Worauf achten bei Übergabe eines Jahreswagens
Hallo,
so langsam wird es ernst: In Kürze werden wir unseren Familien-Touran kaufen. Habt Ihr Tipps, worauf man besonders bei der Übergabe achten muss? Ich meine erstens um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen, und zweitens um evtl. den Preis noch ein wenig nach unten korrigieren zu können.
Gibt es markante Stellen beim Touran, die auch nach einem Jahr Laufzeit schon einen Blick wert sind?
MIOMIO
8 Antworten
Aus meiner bisherigen Erfahrungen mit dem Kauf von Jahreswagen, kann ich dir nur eingehend empfehlen ein Probefahrt beim trockenen Wetter durchzuführen um evtl. ein Knarzen bei den Türen zu hören. Ebenso lohnt es sich bei der Probefahrt auch mal bei einem Sachverständigen z.B. Dekra vorbeizufahren und den mal drüber schauen zu lassen. Ist nicht teuer und jeden Cent wert. Aber unbedingt mit dem Prüfer ums Auto gehen und selbst kritisch schauen und nachhaken. Vier Augen sehen mehr als Zwei.
Ansonsten Spaltmaße Innen und Außen, Geräusche beim Fahren und im Stand (rasseln, klackern, quietschen etc.) und Lackstärke. Dringend auch die Reifen Prüfen (am besten zusammen mit dem Sachverständigen). Denn was jetzt "Knistert und Knastert" wird es auch weiterhin tun.
Wenn das alles OK ist und dein Bauchgefühl (extrem wichtig) auch "grünes Licht" gibt, dann kannst du zuschlagen. Wenn der Verkäufer am Preis wenig machen will, dann sind meisten auch noch Winterreifen und Garantieverlängerung drin. Hier aber im Kaufvertrag die Marke der Reifen festlegen. Sonst läufst du Gefahr, dass du einen "Billigkram" bekommst und dich hinterher ärgerst.
Muss ich den DEKRA Besuch während der Probefahrt dem Verkäufer mitteilen? weißt Du wie spontan man da einen Termin bekommt und wie teuer das in etwa war?
Zitat:
Original geschrieben von miomio
Muss ich den DEKRA Besuch während der Probefahrt dem Verkäufer mitteilen? weißt Du wie spontan man da einen Termin bekommt und wie teuer das in etwa war?
Dem Verkäufer habe ich das nie mitgeteilt. Dieses Gebrauchtwagengutachten ist ja nur für dich. Sozusagen als Verhandlungsargument. Ich habe dieses Gutachten auch dem Verkäufer nicht unter die Nase gehalten sondern gesagt, dass mir (!) der ein oder anderer Punkt aufgefallen ist.
Sollten zu viele Mängel festgestellt werden, kauft du das Auto ja ohnehin nicht.
Wenn du weisst, wann du ein Probefahrt machst einfach ein paar Tage vorher bei der Dekra anrufen und fragen ob du ohne Anmeldung vorbeikommen kannst oder ein Termin brauchst. Ich konnte ohne Termin hinfahren, musste dann aber etwas warten. Dafür waren die Ergebnisse immer sehr zufriedenstellend. Gekostet hat mich das so rd. 70 EUR. Wichtig ist halt, dass du mit dem Sachverständigen ums Auto läufst und dir auch alles ansiehst. Wie gesagt 4 Augen sehen mehr als 2.
Ich hatte bei meinen jetzigen Gebrauchtwagenkäufen das auch immer so gehandhabt und bin damit gut gefahren. Zumal hast du dann meist ein paar gute Argumente an der Hand hast um mit dem Verkäufer über dem Preis zu reden.
Noch ein Tipp: Wenn du einen Touran gefunden hast der dir gefällt, einfach die Daten und Ausstattung notieren und mal kostenlos bei www.autofokus24.de eingeben. Du bekommst dann einen ungefähren Händlereinkaufspreis. Dann kannst du ja schon mal abschätzen ob der Preis den der Händler angibt überhaupt in irgendeiner Relation steht.
Bei mir hat sich folgender Ablauf bewährt.
1.) Daten des Autos bei autofokus24 eingeben und mal sehen für wie viel EUR der Händler dieses Fahrzeug grob geschätzt eingekauft hat.
2.) Probefahrt bei trockenem Wetter. Über Autobahn/Landstraße und Stadt sowie Kopfsteinpflaster.
3.) Begutachtung durch einen Sachverständigen
4.) Verhandlung unter Einbeziehung aller gewonnen Erkenntnisse
5.) Ganz wichtig "Bauchgefühl".
Wenn alles passte, dann habe ich das Auto gekauft. Ist zwar kein Garant für die Zukunft aber zumindest lässt sich schon mal ausschließen, dass du nicht das "Faulste Ei" erwischt hast.
Viele Spaß dabei
Ja, Autofokus24 kenne ich, aber leider sind da einige Extras nicht auswählbar. Zum Beispiel Tel.V oder Spiegelpaket 1... da passt die Einschätzung nicht ganz.
Aber entweder stelle ich mich echt zu blöd an, oder die VK haben es wirklich nicht nötig. Bei einem Jahreswagenpreis von knapp 24.000 Euro nur 300 Euro nachzlassen finde ich etwas schlapp.
Gibt es eigentlich ein 'Recht' auf Skonto?
Warum ist trockenes Wetter bei der Probefahrt so wichtig? Klar ist das der Idealfall, aber man hat das ja nicht imme rim Griff... .
MIOMIO
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Zitat:
Original geschrieben von miomio
Warum ist trockenes Wetter bei der Probefahrt so wichtig? Klar ist das der Idealfall, aber man hat das ja nicht imme rim Griff... .MIOMIO
Ganz einfach. Wenn z.B. die Türen Nass sind können (!) einige Knarzgeräusche nicht auftreten. Sind die Türen und Dichtungen trocken, kannst du bei dem Kopfsteinpflaster oder dem langsamem hinauffahren eines Bordsteins ein Knarzen der Türen besser hören. Das ist alles. Ist mir nämlich schon passiert. Probefahrt bei Regen und dachte alles ok. Dann wurde es aber Trocken und beim Überfahren eines Bordsteins oder in engeren Kurven habe ich mein eigenes Wort fast nicht mehr verstanden. Die Folge waren etliche Werkstattaufenthalte.
Wie gesagt, ist halt meine Erfahrung.
300 EUR sind wahrlich etwas wenig aber wie siehst es mit Zubehör aus? Da tun sich die Händler etwas großzügiger. Z.B. Winterräder auf Alu, Garantieverlängerung, die ersten beiden Inspektionen kostenlos (inkl. Material) etc. Die Spanne ist breit. Einen Anspruch auf Rabatt gibt es nicht.
Nix, der bewegt sich kein Stück: Ich habe unter einem anderen Namen auch noch einmal angefragt, mit der gleichen Auskunft.
Heute habe ich noch einmal angerufen und gefragt, ob wir ins Geschäft kommen, wenn ich ihm 23000€ in bar auf den Tisch lege. Antwort: "Definitiv nicht!"
Ich habe gerade mal im Umkreis nach Gutachtern gefragt:
Ein freier Gutachter (der eigener Aussage nach auch für den ADAC arbeitet) will sich den Wagen für ca. 60 Euro ansehen und seine Einschätzung mündlich geben.
Ein anderes Ingenieurbüro hat angeboten, dass ich für einen ähnlichen Preis eine TÜV Abnahme machen lassen kann. Wenn ich dann noch AU mache, dann hätte ich auch gleich neuen TÜV. Dann würden wir bei gut 80 Euro oder so landen. In diesem Zuge würde er auch einmal die Lackdicke messen, um ausgebesserte Stellen zu finden.
MIOMIO
Eine Messung der Lackschichtdicke ist m.E. sinnvoll: Wenns wirklich ein überlackierter oder gar gespachtelter Unfallwagen ist, dann fliegt im Rahmen der Messung der versuchte Betrug auf.
Zitat:
Original geschrieben von miomio
Nix, der bewegt sich kein Stück: Ich habe unter einem anderen Namen auch noch einmal angefragt, mit der gleichen Auskunft.Heute habe ich noch einmal angerufen und gefragt, ob wir ins Geschäft kommen, wenn ich ihm 23000€ in bar auf den Tisch lege. Antwort: "Definitiv nicht!"
Ich habe gerade mal im Umkreis nach Gutachtern gefragt:
Ein freier Gutachter (der eigener Aussage nach auch für den ADAC arbeitet) will sich den Wagen für ca. 60 Euro ansehen und seine Einschätzung mündlich geben.
Ein anderes Ingenieurbüro hat angeboten, dass ich für einen ähnlichen Preis eine TÜV Abnahme machen lassen kann. Wenn ich dann noch AU mache, dann hätte ich auch gleich neuen TÜV. Dann würden wir bei gut 80 Euro oder so landen. In diesem Zuge würde er auch einmal die Lackdicke messen, um ausgebesserte Stellen zu finden.
MIOMIO
Ein Neuwagen hat 3 Jahre TÜV,somit hat der Jahreswagen noch 2 Jahre. Also ist das 2.Angebot doch Blödsinn.
Bei einer TÜV-Abnahme wird nicht nach Unfallschäden usw geguckt.
Ich würde mir die Historie von dem Fahrzeug ausdrucken lassen,da erfährt man mehr über vorherige Werkstattbesuche.
gruß
maku