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Wo kann man ein Auto noch privat verkaufen?

Themenstarteram 11. Juli 2013 um 20:15

Hallo zusammen!

Hier geht es zwar eigentlich um KAUFberatung, aber weil ich keine bessere Rubrik gefunden habe, probiere ich es trotzdem mal...

Eigentlich wollte ich mein Auto beim Händler in Zahlung geben. Mir gefällt aber nicht, dass er mir wesentlich weniger bietet, als dieses Auto bei mobile.de/autoscout24 angeboten wird.

Dass er zusätzliche Kosten und Risiken hat, weiß ich und das soll er auch abdecken können, aber ich finde, dass er an meinem Autokauf genug verdient, da muss er bei der Inzahlungnahme nicht auch noch den großen Gewinn machen und damit argumentieren, dass er ja daran auch noch etwas verdienen wolle.

Ich würde deshalb gerne mein Auto privat verkaufen. Auf den einschlägigen Seiten mobile.de und autoscout24 findet man aber fast nur Händler als Anbieter. Ich vermute deshalb, dass auch nur solche Käufer da reinschauen, die bei einem Händler kaufen wollen.

Wo kann man also als Privatmensch sein Auto anbieten? Gibt es da noch Verkaufsportale, die ich nicht kenne? Es geht dabei um ein Auto, das von Händlern um 15.000 bis 16.000 Euro angeboten wird.

Schon mal im Voraus vielen Dank für Eure Tipps.

Viele Grüße

kiroy

Beste Antwort im Thema

Gerade bei einem MB kommt vielleicht noch die Tageszeitung in Frage.

Gesetzte Leserschaft aus der Nähe.

Aber mit den Börsen liegt man schon richtig. Tipp: alle (!) Mängel ehrlich auflisten. Wirkt in der Tendenz preissteigernd, weil man als Privatkäufer einen ehrlichen Verkäufer sucht

.

Privatverkäufer (auch von MB-Fahrzeugen ;)) überschätzen allerdings manchmal den Marktwert.

Faustregel: (Preis in den Börsen - Ankaufswert Händler) : 2 + Ankaufwert Händler = Martkpreis.

Nicht vergessen, der ankaufende Händler schickt deinen Wagen erstmal zur Aufbereitung, oft HU neu, Einkauf der Garantie, MwSt. auf den Gewinn geht auch noch weg, und den Gewinn muss er versteuern. Und er hat das Kapital- und Marktrisiko, wenn das Auto 3 Monate auf dem Hof steht. Dazu ist der Preis auf dem Schild auch verhandelbar.

Zum Verkaufsprozess:

Man muss nur verstehen, dass 2 Interessen aufeinanderprallen.

Du willst möglichst viel Geld für das Auto haben.

Der Käufer möglichst wenig dafür bezahlen.

Es gibt Verkäufer, denen ist jedes Mittel recht, um das eigene Ziel zu erreichen (am Tacho drehen, Unfälle verschweigen, falsche Daten angeben, Kundenauftrag ...)

Und Käufer, denen jedes Mittel recht ist (am Telefon den Preis drücken, vor Ort zu zweit oder zu dritt Druck machen noch mehr runterhandeln, nur Anzahlen und den Rest schuldig bleiben).

Dein Vorteil:

Du brauchst nur einen einzigen Käufer.

Das kann aber 3 Monate dauern, bis der auftaucht.

Wer am Telefon einen konkreten Preis verhandeln will, will nicht das Auto, sondern einen Schnapp machen und vor Ort noch ordentlich runterhandeln.

Auf die Frage "Was (ist der) letzte Preis(, werter Herr)?" antworte ich immer mit dem Preis, der die Verhandlungsbasis ist. Dafür wird man dann schon mal beschimpft, muss man aushalten.

 

Oder "Ich gebe 10.000, hole heute ab, mehr wird dir niemand zahlen". Die Taktik scheint öfter aufzugehen, muss man aber nicht drauf eingehen.

 

Private verlieren vorher oft die Nerven und geben's dem Kärtchenankäufer.

Aber irgendwann, da taucht er auf, der Wunschkäufer. Und das kann ein sehr positives Erlebnis sein, ein gutes Geschäft für beide Seiten.

 

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79 Antworten
Themenstarteram 13. Juli 2013 um 14:13

Zitat:

Original geschrieben von drvr

...

Privatverkäufer (auch von MB-Fahrzeugen ;)) überschätzen allerdings manchmal den Marktwert.

Faustregel: (Preis in den Börsen - Ankaufswert Händler) : 2 + Ankaufwert Händler = Martkpreis.

Na, damit wäre ich ja schon hochzufrieden! Der Ankaufswert des Händlers lag rund 5.000 Euro unter dem mittleren Börsen-Verkaufspreis vergleichbarer Autos. Das will ich ihm einfach nicht gönnen. ;-))

Jeder Euros mehr als das Händler-Angebot ist für mich ein Gewinn.

Zitat:

Original geschrieben von drvr

...

Nicht vergessen, der ankaufende Händler schickt deinen Wagen erstmal zur Aufbereitung, oft HU neu, Einkauf der Garantie, MwSt. auf den Gewinn geht auch noch weg, und den Gewinn muss er versteuern. Und er hat das Kapital- und Marktrisiko, wenn das Auto 3 Monate auf dem Hof steht. Dazu ist der Preis auf dem Schild auch verhandelbar.

...

Sein Risiko und seine Kosten soll er ja auch decken können. Aber sein Argument, er wolle an dem Auto ja auch noch etwas verdienen, will ich nicht akzeptieren. Er verdient ja schon an dem Auto, das ich bei ihm kaufe (Jahreswagen).

Der Preis auf dem Schild ist übrigens (zumindest bei DEM Händler) anscheinend nicht verhandelbar. Und gerade das regt mich ja auch so auf. Er gibt weder am "neuen" Auto beim Preis (28.000) nach, noch lässt er mit sich über die Höhe der Inzahlungnahme reden. Dieses "Auf-dem-hohen-Ross-sitzen" finde ich unangebracht und will mein "altes" Auto lieber selbst verkaufen.

Naja, aber jetzt geht's am eigentlichen Thema vorbei...

am 13. Juli 2013 um 14:51

Zitat:

Original geschrieben von kiroy

Zitat:

Original geschrieben von drvr

...

Privatverkäufer (auch von MB-Fahrzeugen ;)) überschätzen allerdings manchmal den Marktwert.

Faustregel: (Preis in den Börsen - Ankaufswert Händler) : 2 + Ankaufwert Händler = Martkpreis.

Na, damit wäre ich ja schon hochzufrieden! Der Ankaufswert des Händlers lag rund 5.000 Euro unter dem mittleren Börsen-Verkaufspreis vergleichbarer Autos. Das will ich ihm einfach nicht gönnen. ;-))

Jeder Euros mehr als das Händler-Angebot ist für mich ein Gewinn.

In der Regel sind es 2000-3000€ die ein Händler verdienen soll/muss an einen Gebrauchten. 5000€ sind absolut übertrieben. Das würde ich auch nicht akzeptieren.

Zitat:

Original geschrieben von CatalanoMafiusu

 

"Gute Zustan, einbahnfrei"

Was hast du denn an "einbahnfrei" auszusetzen? Das ist doch eine tolle Eigenschaft für ein Fahrzeug.

Permanente freie Fahrt. Ein(e/die) Bahn(/Straße vor einem) frei.

Zitat:

Was hast du denn an "einbahnfrei" auszusetzen? Das ist doch eine tolle Eigenschaft für ein Fahrzeug.

 

Permanente freie Fahrt. Ein(e/die) Bahn(/Straße vor einem) frei.

:):D stimmt eigentlich.

Zitat:

Original geschrieben von CatalanoMafiusu

Zitat:

Hat er ja auch eigentlich Recht.

Es gibt genug Phantasten (nein, nicht nur Händler), die 5k in der Tasche haben und sich nen Wagen für 8k VHB anschauen in der Hoffnung, auf 5 runter zu handeln...

Ob er Recht hat ist eine andere Sache. Trotzdem schreibt man sowas nicht in eine Anzeige. Erst recht nicht als Händler. Das ist unprofessionell.

Das wirkt unfreundlich und ich würde mir bei dem niemals ein Auto kaufen.

Ich Lebe nach der premise: Der Verkäufer bestimmt die Spielregeln!

Für mich sind Festpreise (oder solche Aussagen) Professioneller als "Teppichmarktpreise"

Ich gehe auch in keinen Supermarkt oder Elektronikmarkt, wo Nudeln oder Fernseher zu VB-Preisen angeboten werden!

Wieso es bei einem Gebrauchsgegenstand wie einem KFZ anders sein soll, kann ich eigentlich nur auf die Historie Pferdemarkt im Mittelalter zurück führen.

Aber die Zeiten sind eigentlich schon vorbei........

Zitat:

Original geschrieben von CatalanoMafiusu

Zitat:

 

Zitat:

Original geschrieben von CatalanoMafiusu

Zitat:

Wenn überhaupt Interessenten kommen sind es immer die gleichen Mails:

 

"Interesse"

 

Der Interessent hat bei der ersten Mail wirklich NICHTS anderes geschrieben als dieses Wort, hier frage ich mich ernsthaft,was sich diese Leute dabei denken.

Ja. Irgendwie sind viele Leute heutzutage geistig hängen geblieben. Kann ich auch nicht nachvollziehen, was das soll.

 

"Gute Zustan, einbahnfrei"

ich finde es immer wieder erschreckend wenn diese Schreibweise in den Inseraten nicht vom Libanesen mit den Fähnchen,sondern vom 25 Jährigen Deutschen kommen,der von der 1. Klasse bis zum Schulabgang das Deutsche Schulsystem besuchte....

Zitat:

ch finde es immer wieder erschreckend wenn diese Schreibweise in den Inseraten nicht vom Libanesen mit den Fähnchen,sondern vom 25 Jährigen Deutschen kommen,der von der 1. Klasse bis zum Schulabgang das Deutsche Schulsystem besuchte....

Ja absolut.

Zitat:

Ich Lebe nach der premise: Der Verkäufer bestimmt die Spielregeln!

Für mich sind Festpreise (oder solche Aussagen) Professioneller als "Teppichmarktpreise"

Das sehe ich genau umgekehrt. Normalerweise gilt der Grundsatz, dass Kunde König ist. Aber dieser Grundsatz wird heutzutage nicht mal mehr in Geschäften praktiziert.

Festpreise haben bei gebrauchten Gegenständen nichts verloren. Das gilt für andere Gebrauchtwaren ebenfalls.

Man darf den Wert einer gebrauchten Sache nicht allgemeingültig festlegen, da sich der Wert eines gebrauchten Gegenstandes nicht mehr 100%ig, objektiv angeben lässt. Bei einem gebrauchten Auto ist auch immer ein Stück "Überraschung" mit bei und die Wertvorstellungen der Menschen sind unterschiedlich.

Die Bereitschaft, einem Kunden entgegen zu kommen ist wichtig, um auf Dauer auch ein positives Image zu erzeugen.

Festpreise zeugen für mich von Gier und Engstirnigkeit.

Wenn man unbedingt 2000 Euro für ein Auto haben will, wird es doch sicher nicht weh tun, wenn man wenigstens bereit ist 100 Euro runterzugehen.

 

Themenstarteram 14. Juli 2013 um 13:05

Zitat:

Original geschrieben von CatalanoMafiusu

Das sehe ich genau umgekehrt. Normalerweise gilt der Grundsatz, dass Kunde König ist. Aber dieser Grundsatz wird heutzutage nicht mal mehr in Geschäften praktiziert.

 

Festpreise haben bei gebrauchten Gegenständen nichts verloren. Das gilt für andere Gebrauchtwaren ebenfalls.

Man darf den Wert einer gebrauchten Sache nicht allgemeingültig festlegen, da sich der Wert eines gebrauchten Gegenstandes nicht mehr 100%ig, objektiv angeben lässt. Bei einem gebrauchten Auto ist auch immer ein Stück "Überraschung" mit bei und die Wertvorstellungen der Menschen sind unterschiedlich.

 

Die Bereitschaft, einem Kunden entgegen zu kommen ist wichtig, um auf Dauer auch ein positives Image zu erzeugen.

Festpreise zeugen für mich von Gier und Engstirnigkeit.

 

Wenn man unbedingt 2000 Euro für ein Auto haben will, wird es doch sicher nicht weh tun, wenn man wenigstens bereit ist 100 Euro runterzugehen.

Jep, sehe ich genauso.

am 15. Juli 2013 um 6:01

Hallo,

Hier las ich von "unter Wert verkaufen". Was ist denn "der Wert"?

Der Wert der Ware wird doch vom Markt bestimmt, also von dem, was ein potenzieller Kunde bereit ist zu zahlen. Und wenn man den angesetzten Preis nicht bekommt, ist der Preis falsch, nicht der Markt oder der Kunde.

Das vergessen Manche, das liegt wohl daran, dass Autos oft auch emotional besetzt sind.

ZumTE:

Wieso soll der Händler am GW nix verdienen?

Der muss bei jedem Auto verdienen, denn davon lebt er, zahlt die Gehälter seiner Mitarbeiter, Steuern und Abgaben. Autohändler sind Unternehmer und kein Sozialamt.

Und oft werden die Kosten total unterschätzt!

So kostet die Garantie für mein kürzlich gekauftes Spaßauto über 500 Euro. Plus Aufbereitung, plus TÜV, plus Verkäuferprovision, plus Inspektion. Und schon sind über 1000€ Kosten auf einem GW.

Ach ja, die Kapitalkosten (Zinsen) für 3 Monate sind bei einem 15K GW auch nicht zu vernachlässigen.

Manchmal sollte man mal versuchen, solche Dinge etwas sachlicher zu bewerten...

Zitat:

Original geschrieben von kiroy

Zitat:

Original geschrieben von drvr

...

Privatverkäufer (auch von MB-Fahrzeugen ;)) überschätzen allerdings manchmal den Marktwert.

Faustregel: (Preis in den Börsen - Ankaufswert Händler) : 2 + Ankaufwert Händler = Martkpreis.

Na, damit wäre ich ja schon hochzufrieden! Der Ankaufswert des Händlers lag rund 5.000 Euro unter dem mittleren Börsen-Verkaufspreis vergleichbarer Autos. Das will ich ihm einfach nicht gönnen. ;-))

Jeder Euros mehr als das Händler-Angebot ist für mich ein Gewinn.

Zitat:

Original geschrieben von kiroy

Zitat:

Original geschrieben von drvr

...

Nicht vergessen, der ankaufende Händler schickt deinen Wagen erstmal zur Aufbereitung, oft HU neu, Einkauf der Garantie, MwSt. auf den Gewinn geht auch noch weg, und den Gewinn muss er versteuern. Und er hat das Kapital- und Marktrisiko, wenn das Auto 3 Monate auf dem Hof steht. Dazu ist der Preis auf dem Schild auch verhandelbar.

...

Sein Risiko und seine Kosten soll er ja auch decken können. Aber sein Argument, er wolle an dem Auto ja auch noch etwas verdienen, will ich nicht akzeptieren. Er verdient ja schon an dem Auto, das ich bei ihm kaufe (Jahreswagen).

Der Preis auf dem Schild ist übrigens (zumindest bei DEM Händler) anscheinend nicht verhandelbar. Und gerade das regt mich ja auch so auf. Er gibt weder am "neuen" Auto beim Preis (28.000) nach, noch lässt er mit sich über die Höhe der Inzahlungnahme reden. Dieses "Auf-dem-hohen-Ross-sitzen" finde ich unangebracht und will mein "altes" Auto lieber selbst verkaufen.

Naja, aber jetzt geht's am eigentlichen Thema vorbei...

Nun... diese "mittleren Angebotspreise" die man auf diesen Portalen ausrechnen lassen kann, sind offenbar reine Mondpreise. Selbst für 20% weniger findet man dort als Privatverkäufer kaum einen Interessenten.

Meine Erfahrungen beim Verkauf relativ hochwertiger Gebrauchtwagen (wie deinem) ist, dass die Interessenten einen wie für den Schauraum aufbereiteten Wagen erwarten, in den sie für die nächsten beiden Jahre nicht mehr als den Treibstoff investieren müssen ohne aber den Mehrpreis für die Gimmicks zahlen zu wollen, den sie beim Händler bekommen.

Das kann man als Privatverkäufer so gut wie nicht bieten, wenn der Wagen noch genutzt wird. Man bringt den Wagen zum Aufbereiter und der richtet ihn für 200 - 300 Euro für den Verkauf her, aber wenn es zwei Monate dauert bis sich ein Interessent findet, ist bis dahin von der Aufbereitung nichts mehr zu sehen.

Ähnlich sieht es mit frischer Inspektion aus. Der Händler lässt vom Lehrling einen Ölwechsel machen und das Serviceheft abstempeln und kann für Selbstkosten von unter 100 Euro den Wagen mit frischem Service anbieten. Der Private muss für dafür 400 Euro investieren.

Bei mir war es nun schon zwei Mal so, dass ich einen Wagen der für 12.000+ beim Händler verkauft würde, privat maximal 10.000 bekommen hätte, aber auch nur wenn ich vorher noch einen Tausender reingesteckt hätte. Tatsächlicher Verkaufserlös also mit Hängen und Würgen und viel Geduld gerade mal 9000. Knapp 10.000 hätte aber sogar eine Inzahlungnahme gebracht.

Es scheint es offenbar so zu sein, dass für Gebrauchtwagen einer bestimmten Kategorie der Privatmarkt derzeit nicht attraktiv ist.

Daher melden sich auch so viele Händler mit lächerlichen Angeboten bei einem. Wer nämlich nichts neues kaufen sondern seinen Wagen einfach nur verkaufen will/muss, der hat im Moment ziemlich schlechte Karten und muss seinen Wagen unter Umständen verschleudern.

am 15. Juli 2013 um 14:03

Zitat:

Original geschrieben von kiroy

 

Na, damit wäre ich ja schon hochzufrieden! Der Ankaufswert des Händlers lag rund 5.000 Euro unter dem mittleren Börsen-Verkaufspreis vergleichbarer Autos. Das will ich ihm einfach nicht gönnen. ;-))

Jeder Euros mehr als das Händler-Angebot ist für mich ein Gewinn.

Hast du schon mal überlegt, dir einen anderen Händler auszusuchen, der dir wesentlich mehr Geld für deinen Gebrauchten gibt? Es soll ja pro Marke sogar mehrer verschiedene Händler geben, womöglich lohnt sich auch ein weiterer Weg hin zu einem anderen, günstigeren Händler?

Ich habe jedenfalls bei allen meiner Autokäufe/Verkäufe diese Erfahrung gemacht, man muss bei Interesse an einem bestimmten Fahrzeug auch immer noch Alternativangebote von anderen Händlern einholen, ist zwar zeitaufwändig und nervig, weil jeder Händler einem das in Frage kommende Auto nochmals erklärt, das kennt man ja dann schon inzwischen und könnte manchmal den vom Verkäufer angefangenen Satz vollenden ......... letztlich ist sowas aber höchst interessant und lehrreich, wie die Herangehensweise der einzelnen Autohäuser beim Verkauf ist, da gibt es Riesenunterschiede ...... aber am Ende zählt ja nur, was unterm Strich rauskommt, wenn der eine Händler also beim Neuwagen mit mehr Prozenten entgegenkommt, dafür aber bei der Inzahlungnahme knausert, der andere Händler machts dann genau umgekehrt ....... nun, interessant ist, was am Ende rauskommt.

Wenn jedoch ein Händler extrem unter dem üblichen Preis liegt ...... diesen Händler ignorieren und sich einen seriöseren suchen.

Von 4 besuchten Händlern ähneln sich 3 Angebote sehr, eines sticht dann aber doch heraus, ist viel günstiger als die anderen.

Vom Verkauf an Privat halte ich rein gar nichts, oft wird man dann noch nach Jahren belästigt, dass man betrogen worden sei und der Preis ja viel zu hoch gewesen war und bekommt Post vom Anwalt. Das muss man sich nicht unbedingt antun, gibt man das Auto zur Inzahlungnahme an den Händler, wars das, man hört dann nie mehr davon, allenfalls sieht man "sein" altes Auto irgendwann wieder und wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann man sich ja mit dem neuen Besitzer unterhalten und ihn fragen, wieviel er dafür bezahlt hatte ......... wenn man dem dann sagt, wie wenig man dafür vom Händler bekommen hatte, sorgt das dann für nachdenkliche Mienen bei dem Nächstbesitzer. Aber damit muss ich dann der Händler auseinandersetzen.

 

Grüße

Udo

Themenstarteram 18. Juli 2013 um 9:52

@Bloedbaer und klappdepp - was für Namen! ;-))

Mir ist schon klar, was der Händler noch investieren muss, damit er mein altes Auto wieder verkaufen kann.

Bisher habe ich es eben so erlebt, dass man mit dem Händler reden konnte und man hat sich irgendwann auf einen Preis geeinigt. Entweder er ist beim Verkaufspreis des "Neuen" noch etwas runter oder er hat beim "Gebrauchten" noch etwas draufgelegt. Manchmal hat der Verkäufer auch noch mit seinem Chef Rücksprache genommen, der dann noch ein bisschen was gemacht hat. Bis am Ende z.B. noch ein paar Fußmatten drin waren. Da hatte man das Gefühl, einen fairen Handel gemacht zu haben.

Im aktuellen Fall hat der Verkäufer aber keinerlei Anstalten gemacht, auch nur einen Cent von seinem Preis abzuweichen. Im Gegenteil: Weil das "neue" Auto auf Winterreifen steht, hab ich versucht, dass er mir wenigstens die notwendigen Sommerreifen zu einem günstigen Preis anbietet. Ha! Weit gefehlt! Er wollte fast das Doppelte, was man üblicherweise bei ATU, Euromaster usw. für denselben Reifen bezahlt!!!

Da fühle ich mich verarscht und nicht für voll genommen.

Zitat:

Original geschrieben von udogigahertz

Hast du schon mal überlegt, dir einen anderen Händler auszusuchen, der dir wesentlich mehr Geld für deinen Gebrauchten gibt? Es soll ja pro Marke sogar mehrer verschiedene Händler geben, womöglich lohnt sich auch ein weiterer Weg hin zu einem anderen, günstigeren Händler?

Ja, habe ich natürlich auch schon geschaut. Dieser Händler (Werksniederlassung) hatte eben genau das Auto auf dem Hof stehen, das mir (und meiner Frau) gefallen hätte - ein paar Monate alt, wenig km und Farbe(!) stimmt. Die anderen MB-Händler in der Umgebung haben gerade nichts ähnliches da.

Die nächsten Autos, die uns gefallen würden, stehen rund 200 km weg. Da überlegt man sich schon, ob man da hinfährt. Aber ich denke, ich sollte das mal machen und einen Tag Urlaub investieren. Das wäre auf jeden Fall das kleinere Übel, als nachher Ärger mit einem Privatkäufer zu haben.

Viele Grüße

kiroy

am 18. Juli 2013 um 14:20

Zitat:

Original geschrieben von kiroy

Dieser Händler (Werksniederlassung) hatte eben genau das Auto auf dem Hof stehen, das mir (und meiner Frau) gefallen hätte - ein paar Monate alt, wenig km und Farbe(!) stimmt. Die anderen MB-Händler in der Umgebung haben gerade nichts ähnliches da.

 

Viele Grüße

kiroy

Das hat der Händler wohl gemerkt, dass ihr genau DAS Auto haben wolltet und kein anderes. Oder ihr habt ihm das auch gleich gesagt ...... jetzt auch egal, Fakt ist, dass der genau wusste, dass ihre euch auf genau DAS eine Auto versteift hattet, infolgedessen sah der Verkäufer den Verkauf schon als perfekt an und nun kam es nur aufs Verhandeln (oder besser: das Nicht-Verhandeln) an, einfach stur bleiben, die wollen das Auto sowieso, da kann ich das meiste für mich rausholen.

Das blöde daran ist, wenn ihr das Auto dann doch nicht kauft, wird der Verkäufer bei einem x-beliebigen anderen potentiellen Käufer, der von genau DEM Auto nicht begeistert ist, weil die Farbe nicht stimmt oder sonstwas, dass der dann diesem Kunden einen viel besseren Preis machen wird, als bei euch, weil, der will ja verkaufen, davon lebt so ein Verkäufer. Aber natürlich nur zum für ihn bestmöglichen Preis, das ist auch legitim.

Leider kann man da auch kaum einen Tipp geben, denn die Verkäufer sind alle psychologisch gut geschult, die erkennen sofort, ob ein Interessent von einem bestimmten Angebot begeistert ist oder nicht, das kann man als Kunde nicht verbergen ......... und wenn einmal der Fisch angebissen hat, zieht der Verkäufer immer stärker an der Schnur, der lässt nicht locker, der wittert DAS Geschäft des Monats.

 

Das habe ich schon einige Male erleben dürfen, dass das Auto meines Begehrens (oder auch andere Kaufgegenstände) nur wenige Tage nachdem ich mit dem Preis absolut nicht einverstanden war, weil der Verkäufer einfach nicht mit dem Preis runtergehen wollte, dass dann das Auto bzw. dieser Gegenstand für sehr viel weniger Geld als ich geboten hatte, verkauft wurde. Mit anderen Worten: Hätte der Händler mit mir verhandelt und wäre er mir auch nur ein klein wenig entgegengekommen, hätte er bei mir mehr Geld verdient als er dann nur wenige Tage wirklich bekommen hatte. Völlig unverständlich, aber eben psychologisch begründbar ..... da kann man nix machen.

 

Grüße

Udo

Jaja ... Psychologie ...

Aussichtlos 1: "Für die Dreckskarre geb ich dir vielleicht noch 9.000 Euro, hier kaputt, da kaputt, was ich da reinstecken muss, fürchterlich, die Farbe ist unter aller Sau."

Aussichtlos 2: "Genau das isser! Perfekt! Beim Preis, da kann man sicher nichts mehr machen, oder?"

Aussichtsreicher 1: "Ist der schön, ein Traum, aber leider kann ich mir den nicht leisten. Der liegt 1000 Euro über meinem Budget." ... vielleicht beißt die Gegenseite auf den Köder an.

Aussichtsreicher 2: "Der wär's schon, aber mit der Farbe müsste ich mich arrangieren, ich will mir eigentlich morgen noch einen anschauen, mit ein paar Kilomtern weniger. Preis war glaub ich gleich." ... da klingeln die Alarmglocken.

Und wenn man sich verarscht vorkommt, dann sollte man nicht kaufen :-)

(denn meistens hat das Bauchgefühl recht)

Themenstarteram 18. Juli 2013 um 15:16

Zitat:

Das hat der Händler wohl gemerkt, dass ihr genau DAS Auto haben wolltet und kein anderes. Oder ihr habt ihm das auch gleich gesagt ...... jetzt auch egal, Fakt ist, dass der genau wusste, dass ihre euch auf genau DAS eine Auto versteift hattet, infolgedessen sah der Verkäufer den Verkauf schon als perfekt an und nun kam es nur aufs Verhandeln (oder besser: das Nicht-Verhandeln) an, einfach stur bleiben, die wollen das Auto sowieso, da kann ich das meiste für mich rausholen.

Ja, ist schon möglich. Ich bin nicht besonders gut im Verbergen von Gefühlen... ;-))

Aber wie siehst Du das, wenn man zu einem weit entfernten Händler geht? Wenn man wegen eines Autos 200 km fährt, dann weiß der Händler ja auch schon im Voraus, dass ich auf das Ding scharf bin und wird nicht mit sich handeln lassen. Er kann sich ja denken, dass ich nur im "äußersten Notfall" da wieder weggehe und die 200 km wieder unverrichteter Dinge zurückfahre.

Irgendwie war früher alles einfach... ;-(

Grüßle

kiroy

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