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wirtschaftlicher Totalschaden bei laufender Finanzierung

Themenstarteram 22. März 2020 um 22:47

Hallo zusammen, ich bin leider verzweifelt und hoffe auf den ein oder anderen Rat.

Folgende Situation:

Ich hatte vor etwa zwei Wochen einen Verkehrsunfall auf der Autobahn. Ein Transporter hat das Heck meines Autos von der Seit erwischt. Durch den Zusammenstoß hat sich mein Fahrzeug gedreht. Krankenwagen, Feuerwehr und Polizei waren vor Ort. Die Autobahn war für die Unfallaufnahme gesperrt und meine Beifahrerin und ich mussten ins Krankenhaus. Außerdem musste mein Fahrzeug abgeschleppt werden, da bei dem Unfall die Felgen und Reifen meines Fahrzeuges beschädigt wurden. Der Verursacher hat die Schuld gegenüber der Polizei und unter Zeugen auch direkt zugegeben.

Das Problem ist, dass mein Auto ein Neuwagen ist bzw. war (VW Polo, Sondermodell „Join“ Erstzulassung 11.03.2019). Also gerade mal 1 Jahr alt. Ich habe noch eine laufende Finanzierung bei VW.. Ich habe gestern das Gutachterschreiben erhalten. Es ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Reparaturkosten: ca. 13000€

Wertminderung: 1.200€

Wiederbeschaffungswert: 14.900€

Restwert: 6000€

ges. Fahrzeugschaden: 8900€

Der Gutachter teilte mir mit, dass eine Reparatur nicht lohnt deshalb wirtschaftlicher Totalschaden. Ich bzw. VW bekommt von der gegnerischen Versicherung 8900€ und VW würde mein Unfall-Fahrzeug für 6000€ kaufen. Da ich noch eine Finanzierung am laufen habe, muss ich 2000€ aus meiner „eigenen Tasche“ zahlen, dann komme ich aus der Finanzierung raus. Allerdings sehe ich das noch ein. Ich habe nicht mal den Unfall verschuldet und soll noch „Verlust“ machen. Ich bin die, die jetzt leidet und soll auch noch 2000€ an VW zahlen..?!

Ich kann das nicht verstehen. Hat schon jemand auch so eine Erfahrung machen müssen und kann mir vielleicht ein Rat geben? Ich werde mich auch auf der Suche nach einen Anwalt machen. Aber ob es was bringt, bezweifle ich.

Vielen Dank!

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36 Antworten

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. März 2020 um 19:10:15 Uhr:

 

wer kassiert eigentlich die Wertminderung, wenn auf Totalschadenbasis abgerechnet wird?

Niemand, weil dann keine anfällt?!

Zitat:

Die Wertminderung gibt es nur, weil das reparierte Auto durch den Unfall an Wert verloren hat.

Genau, und dafür muss es erstmal repariert werden.

Zitat:

Und z.Zt. gehört dieses Auto noch VW

OK, ich kenne die genauen Konditionen nicht.

Ich meine mich dunkel zu erinnern, dass es auf Details des Vertrages ankommt, ob ein Eigentumsvorbehalt oder eine Sicherungsübereignung vereinbart wurde?

Aber auch das kann sicher für den konkreten Fall der Anwalt erklären ;)

 

Was den Vergleich mit einem Leasingfahrzeug angeht:

Da hatte ich vor Jahren auch mal gelernt, dass es auf den Vertragstyp ankommt und immer der die Wertminderung bekommt, der das Restwertrisiko trägt. Also beim Kilometervertrag der Leasinggeber und

beim Restwertvertrag der Leasingnehmer. Oder wie war das?

eine Wertminderung gibt es selbstverständlich auch, wenn ein Fahrzeug nicht repariert wird, also bei fiktiver Abrechnung.

Es kommt hierbei nur auf den Abrechnungsweg an und auf nichts anderes.

Die Reparaturkosten "fallen" ja auch nur bei der Instandsetzung an und können trotzdem fiktiv abgerechnet werden.

Wenn die Reparaturkosten zuzüglich Wertminderung geringer sind, als der Wiederbeschaffungswert minus Restwert dann gibt es die netto Reparaturkosten plus Wertminderung.

Nennt sich im übrigen Vergleichskontrollberechnung nach dem 4 Stufenmodell angelehnt an die BGH Rechtsprechnung.

Nur das hier nicht etwas falsch verstanden wird.

 

Ja, sorry. Ich hatte "wenn das Fahrzeug repariert wird" als Abgrenzung zur Abrechnung auf Totalschadenbasis gemeint, das war natürlich ungeschickt formuliert von mir.

Zitat:

@hk_do schrieb am 26. März 2020 um 10:22:01 Uhr:

Ja, sorry. Ich hatte "wenn das Fahrzeug repariert wird" als Abgrenzung zur Abrechnung auf Totalschadenbasis gemeint, das war natürlich ungeschickt formuliert von mir.

ist ja kein Problem, wollte nur, dass es nicht falsch verstanden wird.....;)

Diese "These" Wertminderung gibt es nur "bei Nachweis" wird von gewissen Kreisen

ja auch schon verbreitet...........:D

Themenstarteram 26. März 2020 um 19:12

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Nach Rücksprache mit dem Anwalt hat er mir dazu geraten, dass Auto nicht zu reparieren, sondern es für 6000€ an VW zu verkaufen und den Finanzierungsvertrag aufzulösen. Die 2000€ die ich wegen der Finanzierung noch draufzahlen muss, wird der Anwalt versuchen mit Schnerzensgeld (da Personenschaden) zu kompensieren.

Zitat:

@Dellenzaehler schrieb am 26. März 2020 um 09:17:16 Uhr:

eine Wertminderung gibt es selbstverständlich auch, wenn ein Fahrzeug nicht repariert wird, also bei fiktiver Abrechnung.

Es kommt hierbei nur auf den Abrechnungsweg an und auf nichts anderes.

Die Reparaturkosten "fallen" ja auch nur bei der Instandsetzung an und können trotzdem fiktiv abgerechnet werden.

Wenn die Reparaturkosten zuzüglich Wertminderung geringer sind, als der Wiederbeschaffungswert minus Restwert dann gibt es die netto Reparaturkosten plus Wertminderung.

Nennt sich im übrigen Vergleichskontrollberechnung nach dem 4 Stufenmodell angelehnt an die BGH Rechtsprechnung.

Nur das hier nicht etwas falsch verstanden wird.

Mea culpa, volle Zustimmung, fiktive Abrechnung stand hier nicht zur Debatte, nur Reparatur oder Verkauf, daher mein Fählar.

..:)

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