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Wirkungsgrad Drehmomentwandler

Themenstarteram 1. August 2020 um 9:00

Servus Allerseits,

Hat zufällig jemand Messwerte, wie hoch der Verlust im Antriebsstrang über den Hydro ist.

Betrifft nur die 1. Fahrstufe, da ab der 2.Stufe ja die Überbrückungskupplung eine starre Verbindung herstellt.

Konnte das bisher nur via WLTP Wert extrahigh (wo der Wagen kaum in der 1.Stufe fährt) quer über den Daumen ermitteln.

Als Referenz habe ich einen Schalter bzw. Automatik mit selbem Motor verglichen.

Dabei kamen Werte von 95% bis 84% raus, wobei 100% den 98% des Schaltgetriebes entspricht, oder umgekehrt ausgedrückt 5% bis 16% Verlust.

Danke für genauere Werte.

P.S. gesucht wird nicht der Wert beim Anfahren, wo der Hydro extrem spreizt, sondern wo Pumpen und Turbinenrad möglichst synchron laufen.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@diezge schrieb am 6. August 2020 um 11:28:09 Uhr:

Zitat:

@navec schrieb am 5. August 2020 um 14:00:14 Uhr:

Drehmomentwandlung 1 bei kleinen Drehzahldifferenezen?

Was sind bei dir kleine Drehzahldifferenzen?

Im Stand, Getriebeeingangsdrehzahl 0, gibt es auch nur eine kleine Drehzahldifferenz zum Motorausgang, die Drehmomentwandlung ist aber größer als 1.

Hallo,

im Stand gibts gar keine Drehmomentwandlung, denn im Stand ist der Wandler nicht mit Öl befüllt. Zumindest bei modernen Automaten.

 

Grüße,

diezge

Das ist falsch. Dann würde beim Versuch loszufahren nichts passieren, der Motor gegen den leeren Wandler ins Unendliche drehen und dann geht's auf einmal los.

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Messwerte nicht, aber Erfahrungen mit diversen Fahrzeugen gleicher Motorisierung sowohl hand- als auch automatikgeschaltet. Unterschiede in Verbrauch, Kühlbedarf etc. korrelieren da recht gut mit deinen selbstermittelten Werten.

Nicht ganz klar ist mir allerdings, wie man den Verlust des Wandlers isoliert erfassen kann, solange der Planetengetrieben unbekannt schlechterer Wirkungsgrade und höherem Pumpleistungsbedarf als dem mit 2% angesetzten handbedienten vorgeschaltet ist.

Der Drehzahlschlupf einer Kupplung - in Prozent -

entspricht deren Verlust in Prozent.

Beim Anfahren aus dem Stillstand (Schlupf = 100%), ist der Verlust = 100%,

später, bei Drehzahlschlupf = Null, ist der Verlust an der Kupplung = Null.

Wie groß ist der Verlust an einer hydrodynamischen Kupplung

bei einem Schlupf von 5%? :)

Diese 5% werden in Wärme umgesetzt und über die Kühlung "abgeführt".

Früher wurden Drehmomentwandler ohne Überbrückungskupplung eingesetzt. Hierbei soll es Wirkungsgradverluste bei "geschlossener" Kupplung von 5-6 % geben.

Die Spirtersparnis durch die Überbrückungskupplung liegt folglich im gleichen Bereich. Deswegen ist die Überbrückungskupplung quasi nur bei Anfahren und Gangwechseln kurz offen und möglichst häufig zu.

Themenstarteram 1. August 2020 um 18:18

die Daten benötige ich für einen Caravan im Gebirge, habe jetzt mal beim Zugkraftrechner pauschal 90% Wirkungsgrad für den Antrieb angenommen, denke dass ich damit auf der sicheren Seite bin.

Danke für die bisherigen Antworten.

Themenstarteram 1. August 2020 um 18:27

Zitat:

@Rufus24 schrieb am 1. August 2020 um 17:22:45 Uhr:

Früher wurden Drehmomentwandler ohne Überbrückungskupplung eingesetzt. Hierbei soll es Wirkungsgradverluste bei "geschlossener" Kupplung von 5-6 % geben.

Die Spirtersparnis durch die Überbrückungskupplung liegt folglich im gleichen Bereich. Deswegen ist die Überbrückungskupplung quasi nur bei Anfahren und Gangwechseln kurz offen und möglichst häufig zu.

Auf die 5-6 % kam ich via WLTP Werte beim DSG, das dürfte somit hinkommen.

Das entspricht den Werten eines Traktors mit PowrQuad Lastschaltgetriebe, das DSG ist ja im Prinzip nichts Anderes.

Die Wandlergetriebe waren zwischen 6 und 8%.

Beim Ford Mondeo kam ich jedoch auf 12% bzw. 88%, vermutlich haben die beim WLTP vergessen die Handbremse zu lösen, nein Scherz.

Die Gesamtverluste bei einem Automatikgetriebe mit Wandler liegen höher. Genaue Zahlen habe ich, komme urlaubsbedingt da jetzt aber nicht dran. Im Hinterkopf habe ich irgendwas zwischen 60 und 70 % im ersten Gang, darüber wird es besser, aber (so meine ich) immer noch unter 90 %.

Themenstarteram 1. August 2020 um 19:23

Bei häufigen Schaltvorgängen (innerstädisch) wird die Automatik unterm Strich weniger verbrauchen, bei weitgehend konstanter Überlandfahrt wird aber wohl ein Schaltgetriebe eindeutig sparsamer sein.

Nicht zwingend, denn bei "konstanter Überlandfahrt" wird die WÜK meist geschlossen bleiben.

Was aber bei Gebirgsfahrten mit schwerem Gerät am Zughaken gar nicht ernst genug genommen werden kann, ist die von WQ33 bereits erwähnte, verlustbedingte Wärmeentwicklung, der die serienmäßige Getriebekühlung oftmals kaum gewachsen ist. Nicht ohne Grund gibt es Betriebe, die sich auf die Nachrüstung größerer resp. zusätzlicher Ölkühler für bestimmte Automaten und Betriebsbedingungen spezialisiert haben, vermehrt in der Schweiz ;)

Zitat:

@Sonntagschrauber schrieb am 1. August 2020 um 19:59:02 Uhr:

Nicht zwingend, denn bei "konstanter Überlandfahrt" wird die WÜK meist geschlossen bleiben.

Wobei die meistens nicht ganz geschlossen wird, sondern aus Komfortgründen einen gewissen definierten Schlupf hat. Und die Ölpumpe, die es beim Handschaltgetriebe nicht gibt, läuft immer mit und verbraucht Energie.

Klar, es gibt nicht nur die Pumpe, sondern dazu noch höheres Leergewicht, schlechteren Wirkungsgrad der Planetensätze und keine Chance zu Tricksereien wie gelegentlichem 'Segeln' mit getretener Kupplung oder im Leerlauf;)

Zitat:

@Landtechnik83 schrieb am 1. August 2020 um 09:00:08 Uhr:

...

P.S. gesucht wird nicht der Wert beim Anfahren, wo der Hydro extrem spreizt, sondern wo Pumpen und Turbinenrad möglichst synchron laufen.

Ist doch einfach.

Wirkungsgrad Drehmomentwandler = Drehzahlverhältnis * Drehmomentwandlung

Drehmomentwandlung bei kleinen Drehzahldifferenzen = 1. Damit Wirkungsgrad = Drehzahlverhältnis.

Drehmomentwandlung 1 bei kleinen Drehzahldifferenezen?

Was sind bei dir kleine Drehzahldifferenzen?

Im Stand, Getriebeeingangsdrehzahl 0, gibt es auch nur eine kleine Drehzahldifferenz zum Motorausgang, die Drehmomentwandlung ist aber größer als 1.

Hä??

Im Stand beträgt die Drehzahldifferenz mindestens Leerlaufdrehzahl, beim Anfahren mit Gas entsprechend mehr. In Fahrt ist es weniger.

Der Kupplungspunkt beim Wandler liegt in etwa bei 0,85-0,9. Da gibt es keine Drehmomentwandlung mehr und der Wirkungsgrad entspricht dem Drehzahlverhältnis, d.h. bei Konstantfahrt (niedrige Lasten) liegt der Wirkungsgrad bei 85%-95%. Aber wer fährt schon mit offenem Wandler.

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