Winterreifen sind keine Pflicht mehr

Eben in den Nachrichten. Gericht kippt die bisherige Verordnung.

Jetzt sind die Verkehrsminister der Länder dafür verantwortlich Werte für Schneehöhengrenzen, Temperaturgrenzen und Ähnliches fest zu legen.

Strafen dürfen erst mal nicht mehr verteilt werden, wenn man mit Sommerrefen unterwegs ist.

Gab zwar die Pflicht nie als solche definiert, sondern nur die Verpflichtung zur geeigneten Ausrüstung aber was solls.

Eigenverantwortung (und Verantwortung für Andere) sollte aber nach wie vor für jeden an erster Stelle liegen

Beste Antwort im Thema

Dadurch ändert sich zumindest für mich nichts. Ob Pflicht oder nicht, ich halte eine angepasste Winterausrüstung (insbesondere Winterreifen) für absolut notwendig. Dies auch deswegen, weil Winterreifen ab einem bestimmten Temperaturniveau (auch ohne Schnee und Eis) einfach besser sind. Meine Sicherheit ist mir einfach wichtig.

Wer nicht dafür das Geld erübrigen kann/will, sollte in dieser Zeit besser zu Hause bleiben und nicht dadurch sich selbst und andere gefährden.

P.S.: Richtig yo-chi, die Versicherungen werden sich sicher nicht durch diese geänderte Regelung beeindrucken lassen und ggf. von einfacher bis schwerer Fahrlässigkeit ausgehen, wenn es durch ungeeignete Bereifung zum Unfall kommt.

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Zitat:

Original geschrieben von Schallrich


...
Ich hab nen Satz Reifen für den Winter und einen
für den Sommer!

ich auch, im bergischen Land brauche ich auch Winterreifen. Aber warum soll ich von jemanden, der nie im Schnee fährt, fordern, sich irgendeinen Schlappen mit Schneeflocke drauf aufzuziehen? Damit er gefährlicher als nötig unterwegs ist??

Zitat:

Original geschrieben von Roter-Baron


...
oder den Blechschaden (inkl. Strafe und Punkte), den die Versicherung verweigert zu bezahlen, weil Du mit Sommerreifen im Schneegestöber einen Unfall gebaut hast. Und da musst Du noch nicht mal Schuld dran sein am Unfall.
...

... wer hat dir nur einen solchen Unfug erzählt. Frag doch mal bei deiner Versicherung nach, bevor du so etwas weitergibst.

Haftpflicht zahlt immer.

Die Kasko kann Probleme machen, wenn
1. Grobe Fahrlässigkeit ausgeschlosssen wurde (schön doof, wer solch einen Vertrag unterschreibt
2. und du mit Sommerreifen z.B. auf einen schneebedeckten Alpenpass fährst

Ansonsten zahlt die Kasko auch immer.

Zitat:

Original geschrieben von Roter-Baron


...
Und dass Sommerreifen im Winter besser sein sollen ist unmöglich.

So einen Blödsinn behaupten ja noch nicht einmal die Reifenhersteller.

Winterreifen sind üblicherweise auf Schnee und Eis besser als Sommerreifen. Ende.

Alle sonstigen pauschalen Behauptungen (7 Grad Märchen) sind entweder bewusst gelogen und können nur durch manipulierte Versuchseinrichtungen belegt werden oder einfach nur nachgeplappert.

Mit dem Winter (21./22. Dez. bis 20./21. März) hat das nichts zu tun.

Gute Fahrt

Zweirad.Freud

Wer an seiner Sicherheit noch krasser sparen will, kauft halt Ganzjahresreifen für 28€ von Kei Haf Tung, Chin Chun Chan oder Um Lei Tung.

Zitat:

Original geschrieben von Roter-Baron



Zitat:

Original geschrieben von meehster


Und die Ausrede, daß es bei einer zeitlichen Pflicht nicht teurer wird, stimmt nicht. Ein zweiter Satz Felgen muß angeschafft werden und ein bei Wenigfahrern (wie mir mit dem Mazda 323F) wird dann nicht ein Reifensatz alle 7 Jahre mit 5 mm Profil altersbedingt gegen neue getauscht, sondern zwei Sätze mit 6 bzw. 8 mm Profiltiefe. Mal ganz abgesehen davon, daß das finanziell Humbug wäre, es ist auch nicht gerade umweltfreundlich und einen Sicherheitsgewinn gibt es auch nicht bei einem Auto, das schon bei Regengefahr nicht aus der Garage geholt wird.
Ich formuliere deine Erkenntnis mal um:
Ich Frage mich, was im Endeffekt am Schluss weniger kostet: Ein bis zwei Sätze Winterreifen sich anzuschaffen, oder den Blechschaden (inkl. Strafe und Punkte), den die Versicherung verweigert zu bezahlen, weil Du mit Sommerreifen im Schneegestöber einen Unfall gebaut hast. Und da musst Du noch nicht mal Schuld dran sein am Unfall.

ch schrieb explizit von einem Auto, das Regen, Schnee und Eis niemals auf der Straße zu sehen bekommt. Dieses Auto ist EZ 05/2006 und hat aktuell knapp 22.000 km hinter sich,

Ein Schneegestöber ohne Schnee habe ich bisher noch nicht zu sehen bekommen. Du etwa?

Zitat:

Original geschrieben von Roter-Baron


Selbst wenn Du mit falscher Bereifung liegen bleibst und den nachfolgenden Verkehr behinderst oder gefährdest wird es teuer.

"Falsche Bereifung" ist offiziell nicht definiert. Eher bleibt jemand liegen, weil Außerirdische ein Ufo auf dem Autodach landen als daß jemand wegen "falscher Bereifung" liegenbleibt.

Zitat:

Original geschrieben von Roter-Baron


Und dass Sommerreifen im Winter besser sein sollen ist unmöglich. Wo hast Du nur diesen Humbuck her (bitte um Quellenangabe)? 

Lesen kann wirklich hilfreich sein. Tip: Lernen.

Es gibt reichlich Reifen mit der M+S-Bezeichnung auf der Flanke (vorwiegend Billigreifen), die unter allen Bedingungen inklusive Schnee schlechter greifen als meine Fulda-Sommerreifen.

Zitat:

Original geschrieben von touranfaq



Zitat:

Original geschrieben von IbiFR


Damit wäre in meinen Augen alles gesagt.
Richtig. Und irgendwie kaum zu glauben, dass sich eine Minderheit damit so schwer tut...

Klar tut isch die Minderheit die ihr Auto bei Eis und Schnee stehenlässt damit schwer.

Die Welt ist vielfältig ...

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Zitat:

Original geschrieben von meehster


Lesen kann wirklich hilfreich sein. Tip: Lernen.

Es gibt reichlich Reifen mit der M+S-Bezeichnung auf der Flanke (vorwiegend Billigreifen), die unter allen Bedingungen inklusive Schnee schlechter greifen als meine Fulda-Sommerreifen.

Die Kennzeichnung "M&S" ist keine geschützte Kennzeichnung und kann eigentlich auf jeden Reifen, auch auf nicht Winterreifen, aufgebracht werden.

Somit lassen sich viele Leute (wie Du auch) vom Irrglauben durch die "M&S" Kennzeichnung verführen einen "Winterreifen" zu haben, was aber viel zu oft nicht der Fall ist.

Ein echter "Winterreifen" erkennt man am Symbol mit den Bergen und der Schneeflocke (siehe Anhang)

Zitat:

Original geschrieben von meehster


"Falsche Bereifung" ist offiziell nicht definiert. Eher bleibt jemand liegen, weil Außerirdische ein Ufo auf dem Autodach landen als daß jemand wegen "falscher Bereifung" liegenbleibt.

Deine Versicherung wird Dich schon aufklären, wenn es um Schadensersatzforderungen geht weil Du mit Sommerbereifung auf einer schneebedeckten Strasse einen Crash hattest.... glaub mir, da wirst Du den Kürzeren ziehen.

Und das mit den Ausserirdischen kannst ja mal dem Richter erzählen.

Winterreifen-symbol

In mehreren tv-Meldungen wurde Ramsauer gezeigt, der die Kennzeichen M&S sowie Schneeflocke als Kennzeichen für Winterreifen nannte.
Sie sollen solange gültig sein, bis in einer EU-Richtlinie Winterreifen eindeutig definiert werden.

Ich habe schon damals gesagt dass "an Witterung angepasste Ausrüstung" genauso ein Pseudogutmenschgummi-§ ist wie "gegenseitige Rücksichtnahme", die meisten Teilschuldurteile, oder das umkehren der Schuld je nach Alter der Unfallbeteiligten, Fehlende Vorfahrsregelung auf Parkplätzen, Handy anfassen verboten im Stand während Motor läuft etc.
Jetzt haben die §-Reiter die dafür bezahlt werden das nach so vielen Jahren auch erkannt, Glückwunsch von hier aus. Wollen Winterreifenpflicht, jetzt beginnt das Spiel vom neuen und es entstehen wieder mehr Fragen als Antworten, u.a. ab wann es ein Winterreifen ist und wann Winter ist (ist ja nicht unbedingt gleich mit Kalender). Und wieder sage ich dass man damit nur Müll produziert, das geht alles viel simpler.
Es ist nämlich völlig irrelevant wieso mir jemand auffuhr (es sei denn mit Absicht abgebremst) oder die Vorfahrt nahm, ob er geschlafen hat, die Freundin mit anfauchen wegen neuer Küche aus der Konzentration brachte, oder der Reibungskoeffizient seiner Reifen ungenügend war, ist Jacke wie Hose.
Wir brauchen nur eindeutige Vorfahrtsegeln und noch bisschen was dazu, dann läuft das alles ohne Schnickschnack und falls nicht haftet der Verursacher und gut ist. Nein aber jetzt müssen sie sich streiten ob ein neuer Ganzjahresreifen der besser haftet als ein Winterreifen Testsieger vor 5 Jahren auch genehm ist und ab wie viel °C oder cm Schnee. Oh dann brauchen wir sicher neue Behörde für, die bezahle ich auch sicher gerne bevor meine armen Kinder überfahren werden, ja ist ja schon gut, sehe ich ein.
War dann am Unfall die Unaufmerksamkeit schuld ergo nur normaler Unfall, oder der Reifen (als ob man das immer so rausrechnen könnte und wüsste wo wer was anfing zu sehen, bremsen etc.) und somit eine andere Strafe her muss... nee das muss Karlsruhe entscheiden wenn die 3 Instanzen davor mit 35 Gutachtern es nicht rausfanden.
Irgendwann sind alle verbeamtet und beschäftigen sich mit so etwas, ich frage mich nur was dann kommt.

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein



Zitat:

Original geschrieben von meehster


Lesen kann wirklich hilfreich sein. Tip: Lernen.

Es gibt reichlich Reifen mit der M+S-Bezeichnung auf der Flanke (vorwiegend Billigreifen), die unter allen Bedingungen inklusive Schnee schlechter greifen als meine Fulda-Sommerreifen.

Die Kennzeichnung "M&S" ist keine geschützte Kennzeichnung und kann eigentlich auf jeden Reifen, auch auf nicht Winterreifen, aufgebracht werden.
Somit lassen sich viele Leute (wie Du auch) vom Irrglauben durch die "M&S" Kennzeichnung verführen einen "Winterreifen" zu haben, was aber viel zu oft nicht der Fall ist.
Ein echter "Winterreifen" erkennt man am Symbol mit den Bergen und der Schneeflocke (siehe Anhang)

Dazu hätt ich gern die Verordnung im deutschen Gesetzestext.

Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert. Die Schneeflocke ist bisher in Europa nicht von Relevanz.

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein



Zitat:

Original geschrieben von meehster


"Falsche Bereifung" ist offiziell nicht definiert. Eher bleibt jemand liegen, weil Außerirdische ein Ufo auf dem Autodach landen als daß jemand wegen "falscher Bereifung" liegenbleibt.
Deine Versicherung wird Dich schon aufklären, wenn es um Schadensersatzforderungen geht weil Du mit Sommerbereifung auf einer schneebedeckten Strasse einen Crash hattest.... glaub mir, da wirst Du den Kürzeren ziehen.
Und das mit den Ausserirdischen kannst ja mal dem Richter erzählen.

Lesen und Denken scheinen hier wirklich nicht unbeingt die Paradedisziplin einiger Leute zu sein.

Es ist bisher nicht definiert, was nichts anderes bedeutet, als daß es bisher nicht definiert ist. Und was nicht definiert ist, ist nun mal nicht definiert. Einzige Ausnahme: Die Profiltiefe, dort sind mindestens 1,6 mm Pflicht. Aber das ist wetterunabhängig.

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein


Deine Versicherung wird Dich schon aufklären, wenn es um Schadensersatzforderungen geht weil Du mit Sommerbereifung auf einer schneebedeckten Strasse einen Crash hattest.... glaub mir, da wirst Du den Kürzeren ziehen.

Auch wenn Du das vielleicht anders sehen magst, auch Versicherungsunternehmen sind in Deutschland an Recht und Gesetz gebunden...😰

Von daher hat sich jedwede Aufklärungsarbeit von dieser Seite an der geltenden Gesetzeslage zu orientieren. Und wie die aussieht, hat meehster ja schon erschöpfend dargestellt...😉

Zitat:

Original geschrieben von Hadrian


Auch wenn Du das vielleicht anders sehen magst, auch Versicherungsunternehmen sind in Deutschland an Recht und Gesetz gebunden...😰

Absolut richtig. Deshalb unterschreibst Du ja beim Abschluß einer Versicherung die Versicherungsbedingungen, die Bestandteil des Versicherungsvertrags sind. Und darin ist geregelt, wie bei grober Fahrlässigkeit (genau das stellt Fahren mit Sommerreifen auf Schnee dar) umgegangen wird. Wenn Du es nicht glaubst, hier beispielhaft ein Urteil dazu:

Ein Kfz-Halter fuhr mit Sommerreifen bei Schnee und verursachte einen Unfall. Da seine Kfz-Versicherung für den Kaskoschaden mit dem Vorwurf grober Fahrlässigkeit nicht aufkommen wollte, zog der Fall vor das Frankfurter Oberlandesgericht (Az. 3 U 182/02). Auch hier blieb der Kläger auf der Rechnung sitzen. Da er ohne festen Halt auf glatter Fahrbahn unterwegs gewesen und damit ein hohes Risiko eingegangen war, entschied das Gericht gegen ihn. Ein klassischer Fall, bei dem es sich auszahlt, wenn in der Versicherungspolice die Regulierung bei grober Fahrlässigkeit enthalten ist. Nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz 2008 muss die Versicherung zumindest einen Teil der Kosten übernehmen.

http://www.financescout24.de/.../...erung-sommerreifen-bei-schnee.aspx

Jetzt noch was zum ewigen Märchen, Winterreifen seien bei Nässe schwächer als SR:

Schauen wir uns doch mal die ADAC-Tests an für 205/55R16, einmal Winter , einmal Sommerreifen (die Billigheimer lasse ich bei beiden Tests aus der Betrachtung mal raus).

Bei trockener Straße (und NUR da!) ist das Bild klar: Gute Sommerreifen liegen zwischen 2.0 und 3.0, Winterreifen zwischen 2.4 und 3.3, hier ist ein kleiner Vorteil für Sommerreifen zu erkennen.

Jetzt schauen wir uns nasse Straße an: Sommerreifen liegen zwischen 1.6 und 3.4, Winterreifen zwischen 1.9 und 3.0 😰 D.h. selbst "schlechte" Winterreifen erreichen bei nasser Straße noch bessere Noten als schlechte Winterreifen.

Von daher bleibt es dabei: Sommerreifen bieten im Winter nur und ausschließlich auf trockener Straße einen Vorteil. Bei sämtlichen anderen Witterungsbedingungen sind Winterreifen zu präferieren, auch wenn es "nur" nass ist!

Zitat:

Original geschrieben von meehster


Dazu hätt ich gern die Verordnung im deutschen Gesetzestext.
Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert. Die Schneeflocke ist bisher in Europa nicht von Relevanz.

Dass hier einige für alles ein Gesetz brauchen ?!

Aber durch solche Foren eröffnet sich mir der Einblick, mit wieviel Unwissenheit, hier (leider) sehr viele im Strassenverkehr unterwegs sind.

Somit ist auch klar definiert, wieviel Verkehrsteinehmer ein Sicherheitsrisiko darstellen, doch leider Gottes gibt es hierzu kein Gesetz solche Leute von der Strasse zu holen.

Ich würde mal vorschlagen "Informiere Dich mal genau, welche Symbole sich auf Deinen Reifen befinden und welche Bedeutung diese einzelnen haben".

Zitat:

Original geschrieben von meehster


Es ist bisher nicht definiert, was nichts anderes bedeutet, als daß es bisher nicht definiert ist. Und was nicht definiert ist, ist nun mal nicht definiert. Einzige Ausnahme: Die Profiltiefe, dort sind mindestens 1,6 mm Pflicht. Aber das ist wetterunabhängig.

Es stellt sich die Frage, ob man solche Leute wie Dich überhaupt für Voll nehmen kann, nach solchen widersprüchlichen Aussagen ?

Ist Dir überhaupt bewusst was Du schreibst ?!

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein



Zitat:

Original geschrieben von meehster


Dazu hätt ich gern die Verordnung im deutschen Gesetzestext.
Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert. Die Schneeflocke ist bisher in Europa nicht von Relevanz.
Dass hier einige für alles ein Gesetz brauchen ?!
Aber durch solche Foren eröffnet sich mir der Einblick, mit wieviel Unwissenheit, hier (leider) sehr viele im Strassenverkehr unterwegs sind.
Somit ist auch klar definiert, wieviel Verkehrsteinehmer ein Sicherheitsrisiko darstellen, doch leider Gottes gibt es hierzu kein Gesetz solche Leute von der Strasse zu holen.
Ich würde mal vorschlagen "Informiere Dich mal genau, welche Symbole sich auf Deinen Reifen befinden und welche Bedeutung diese einzelnen haben".

Es ging um Deutschland und die Definition. Da gibt es außer dem M+S derzeit nichts. Da hilft es auch mich als Unwissend hinzustellen, wenn man im übertragenen Sinn behauotet, die Erde sei scheibenförmig.

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein



Zitat:

Original geschrieben von meehster


Es ist bisher nicht definiert, was nichts anderes bedeutet, als daß es bisher nicht definiert ist. Und was nicht definiert ist, ist nun mal nicht definiert. Einzige Ausnahme: Die Profiltiefe, dort sind mindestens 1,6 mm Pflicht. Aber das ist wetterunabhängig.
Es stellt sich die Frage, ob man solche Leute wie Dich überhaupt für Voll nehmen kann, nach solchen widersprüchlichen Aussagen ?
Ist Dir überhaupt bewusst was Du schreibst ?!

Natürlich ist es mir bewußt. Mir ist auch bewußt, mit welchen Reifen ich fahre: Auto 1 bekommt Anfang November die Winterreifen, die nicht nur offiziell welche sind, sondern tatsächlich wintertauglich, Auto 2 bekommt wenn Bedarf besteht welche, nachdem ich ja die alten Winterreifen entsorgt habe, weil ich mit ihnen (Hankook, 1 1/2 Jahre alt und über 7 mm Profil) im Gegensatz zu meinen Sommerreifen die schneebedeckte Auffahrt von der Garage zur geräumten und trockenen Straße nicht hochkam. Auto 3 kommt so oder so nur aus der Garage, wenn die Straße geräumt und trocken ist, das bekommt keine Reifen, die eben auf trockener Straße schlechter sind. Zumindest nicht so lange sie nicht durch eine generelle zeitlichbedingte Pflicht vorgeschrieben werden.

Zum Bedarf bei Auto 2: Selbst im letzten Winter,der ja recht hart war, gab es hier nicht mehr als 5 Tage, an denen wintertaugliche Reifen geboten waren. Wenn es so wenige Tage bleiben, dann können wir uns auch mit Auto 1 so arrangieren, daß Auto 2 dann auch stehen bleibt. Es ist eine Frage der Organisation und es bestünde ein Nachteil in Sachen Komfort, aber wir würden theoretisch mit einem Auto hinkommen.

Zitat:

Original geschrieben von Geisslein


Die Kennzeichnung "M&S" ist keine geschützte Kennzeichnung und kann eigentlich auf jeden Reifen, auch auf nicht Winterreifen, aufgebracht werden.
Somit lassen sich viele Leute (wie Du auch) vom Irrglauben durch die "M&S" Kennzeichnung verführen einen "Winterreifen" zu haben, was aber viel zu oft nicht der Fall ist.
Ein echter "Winterreifen" erkennt man am Symbol mit den Bergen und der Schneeflocke (siehe Anhang)

Dazu hätt ich gern die Verordnung im deutschen Gesetzestext.

Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert. Die Schneeflocke ist bisher in Europa nicht von Relevanz.Dann sind M+S als zugelassene Winterreifen definiert, ob die aber auch wirklich als Winterbereifung geeignet sind merkt man spätestens wenn man damit bei winterlichen Bedingungen fährt.

Die Schneeflocke als Winterreifen Kennzeichnung ist geschützt und darf nur auf geeigneten Reifen stehen die getestet worden sind. Diese Zulassung ist zwar nur in den USA bindend, aber auf die Erklärung, warum Winterreifen die für Nordamerika geeignet sind nicht auch in Europa funktionieren sollen bin ich gespannt.

Zitat:

Original geschrieben von nfiniti


Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert.

Das stimmt nicht.

"M+S" ist keine Norm, keine Vorschrift, kein Gesetz, sondern ein "Brauch". Irgendein Reifenhersteller kam mal auf die Idee, "M+S" als Kennzeichnung seiner Winterreifen zu nutzen. Da zu der Zeit an ein Copyright bei solchen "Nebensächlichkeiten" niemand gedacht hat, wurde diese Bezeichnung nicht geschützt.

Das haben andere Hersteller dann als tolle Idee übernommen und ebenso dieses "M+S" auf ihre Winterreifen geprägt. Da weder Schutz noch Bedingung auf diesem "M+S" liegt, findet sich das leider mittlerweile auch auf Reifen, die mit Matsch und Schnee überhaupt nichts zu tun haben sollten.

Zitat:

Diese Zulassung ist zwar nur in den USA bindend, aber auf die Erklärung, warum Winterreifen die für Nordamerika geeignet sind nicht auch in Europa funktionieren sollen bin ich gespannt.

Wieso gleich derartige Polemik, wenn man keine Ahnung hat?

Für die Schneeflocke müssen die Reifen nicht nur einen US-Test bestehen, sondern für jeden mit dem Ding produzierten Reifen fallen Lizenzgebühren an eine (private) US-Prüforganisation an, die die Rechte an diesem Symbol hat.

Eine EU-Richtlinie mit der Vorschrift dieser Kennung wäre eine gesetzliche Verpflichtung an Reifen-Hersteller, Lizenzen einer privaten US-Firma zu benutzen und natürlich bezahlen zu müssen.

Das entspricht einer EU-Richtlinie, dass in der EU wenn Brause, dann nur noch Brause von Coka-Cola zulässig wäre.

Zitat:

Original geschrieben von Roadwin



Zitat:

Original geschrieben von nfiniti


Bisher sind Winterreifen in D offiziell nur durch das M+Sdefiniert.
Das stimmt nicht.

"M+S" ist keine Norm, keine Vorschrift, kein Gesetz, sondern ein "Brauch". Irgendein Reifenhersteller kam mal auf die Idee, "M+S" als Kennzeichnung seiner Winterreifen zu nutzen. Da zu der Zeit an ein Copyright bei solchen "Nebensächlichkeiten" niemand gedacht hat, wurde diese Bezeichnung nicht geschützt.

Das haben andere Hersteller dann als tolle Idee übernommen und ebenso dieses "M+S" auf ihre Winterreifen geprägt. Da weder Schutz noch Bedingung auf diesem "M+S" liegt, findet sich das leider mittlerweile auch auf Reifen, die mit Matsch und Schnee überhaupt nichts zu tun haben sollten.

Na ja, durch das M+S dürfen auf einigen Autos andere Reifengößen und auf jedem PKW geringere Speedindizes benutzt werden. Bei mir in den Fahrzeugpapieren steht z.B., daß ich 185/60R14 oder 175/65R14 M+S fahren darf.

Zitat:

Original geschrieben von Roadwin



Zitat:

Diese Zulassung ist zwar nur in den USA bindend, aber auf die Erklärung, warum Winterreifen die für Nordamerika geeignet sind nicht auch in Europa funktionieren sollen bin ich gespannt.

Wieso gleich derartige Polemik, wenn man keine Ahnung hat?

Für die Schneeflocke müssen die Reifen nicht nur einen US-Test bestehen, sondern für jeden mit dem Ding produzierten Reifen fallen Lizenzgebühren an eine (private) US-Prüforganisation an, die die Rechte an diesem Symbol hat.

Eine EU-Richtlinie mit der Vorschrift dieser Kennung wäre eine gesetzliche Verpflichtung an Reifen-Hersteller, Lizenzen einer privaten US-Firma zu benutzen und natürlich bezahlen zu müssen.

Das entspricht einer EU-Richtlinie, dass in der EU wenn Brause, dann nur noch Brause von Coka-Cola zulässig wäre.

Ja, das kommt hin. Allein deswegen ist es indiskutabel, die Schneeflocke hier vorzuschreiben.

Für Winterreifen als solche muß eine spezielle Norm und ein spezieller Normtest her und dieser muß spätestens 7 Jahre vor der Einführung einer Winterreifenpflicht verpflichtend für die Bezeichnung "Winterreifen" werden. Für eine Winterreifenpflicht ab 2010 also spätestens zum 1.1.2003. Das schaffen wir wohl nicht mehr 😉
Selbst den 1.1.2011 werden wir nicht mehr schaffen, also würde ich auch sagen, daß die Einführung einer Winterreifenpflicht vor 2019 eigentlich (Intelligenz bei den Diskutanten vorausgesetzt) indiskutabel ist.

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