Wintercamping, was muss man beachten

Hallo @ all,

habe hier aus dem Forum schon viele Tipps gesammelt. :-)

Wir sind noch WW Neulinge. Haben uns im Frühjahr einen Dethleffs Camper gekauft, ohne Winterpaket.

Was muss man denn beim Wintercampen beachten?? Ein Bekannter meinte man sollte Toilette und Wasser nicht benutzen, da es sonst einfriert. Oder man müsse das Abwasserrohr isolieren, damit dieses nicht zufriert.

Danke für eure Tipps

Cu PP

19 Antworten

Moin,

bei Wohnwagen kenn ich mich zwar nicht so aus, würde aber behaupten das Wasser im beheizten WW nicht einfriert.

Hast du einen Grauwassertank? Dieser sollte beheizt sein, wenn nicht offen lassen und einen Eimer unter den Ablass.

Winterreifen brauch wohl auch ein WW 😉 , Wenn du zwei Gasflaschen hast würde ich eine Umschaltautomatik verwenden.

Tipps zum Wintercamping findest du auch auf meiner HP, sind aber eher auf Wohnmobile abgestimmt.

Wintercamping

Hallo,
zum Thema könnte man(n) sicher eine größere Abhandlung schreiben.
Erste wichtige Frage wird sein: Ist Schnee (viel) am Zielort zu erwarten, oder ist es eine schneeärmere Gegend (z.B. Nordsee).
Bei viel Schnee ist wichtig, dass der Ansaugbereich der Heizung (oft am Fahrzeugboden) nicht im Schneehaufen steht, sonst gibts Probleme.
Propangas ist flüssig und vergast ab einer bestimmten Außentemperatur schlecht oder nicht mehr; dann ist Schluß mit heizen und kochen.
Gasvorrat: Wenn richtig geheizt werden muß, sind 11 kg schnell verbraucht.
Die Wasseranlage im Fzg. würde ich gar nicht benutzen. Gute Winterplätze sind hier bestens ausgestattet.
Der normalen Thetford-Toilette dürfte nichts passieren; i.der Regel ist der T-Raum ja beheizt. Zur Sicherheit dem Spülwasser neben der Geruchs-Chemikalie etwas Alkohol als Frostschutz bemengen. Geht wahrscheinlich auch mit normalem Auto-Scheibenreinigungs-Zusatz.
Last but not least:Fahrsicherheit und Winterreifen ??? Je nach Zielgebiet könnte die neue Winterreifenverordnung greifen.
Sofern möglich, vielleicht mal ein "Probetraining" mit Hänger auf einem scheebedeckten Parkplatz.

..soviel als Blitzlicht..

Gruß
Jazzer2004

Re: Wintercamping

Zitat:

Original geschrieben von jazzer2004


Propangas ist flüssig und vergast ab einer bestimmten Außentemperatur schlecht oder nicht mehr;

Deswegen unbedingt auf eine Gasflaschenfüllung aus Nordländern (Deutschland, Skandinavien, Österreich etc.) achten - hier wird ein 95% Propangemisch befüllt.

Wer im Urlaub seine Flaschen hat im Süden füllen lassen (Italien, Spanien, Portugal) hat einen sehr hohen Butan-gehalt in der Flasche (bis zu 95%).....

Propan ist bis - 42°C vergasungsfest
Butan nur bis - 0,5°C, Isobutan bis - 12°C

Danke für die Tipps Cu PP

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Bei heftigem Schneefall sollten die Rohre der Zwangsentlüftungen ständig schneefrei sein, bzw. mit weiteren Rohren verlängert werden.
In den Toilettentank ein `Antifrostschtzmittei´, z.B. in Form von Salz eingeben.

Zitat:

In den Toilettentank ein `Antifrostschtzmittei´, z.B. in Form von Salz eingeben.

DAS

wird nicht so einfach funktionieren 😉

Mich wundert das sich diese alte Camperlegende immer noch hält.....

Chemie: Gefrierpunktserniedrigung mit (Streu-) Salz (NaCl)
25g NaCl pro Liter Wasser für 1°C Gefrierpunktserniedrigung 😉

Ausgehend von, sagen wir mal - 20°C, (wenn Wasser unbeheizt) und 40 Liter Ttankinhalt:

20 x 20 x 40 = ~ 1,6 KG Salz 🙂

Was machen dann Leute mit 150 oder mehr Litern ?

Salzzugabe

@Melchers

Hallo Klaus,

bei der Geschichte mit Salz kann ich dir beipflichten.
Aber das Ausgangsfzg. war ein Wohnwagen.
Ich kenne keinen Serienwohnwagen, der einen 150 Liter Wassertank hätte; wäre auch absoluter Unfug. Wer fährt 3 Zentner Wasser unnötig spazieren ??
(...bei einer AB-Kontrolle im Großraum Stuttgart wurde mal ein Gespann von Leutchen aus dem Verkehr gezogen, die tatsächlich neben dem Üblichen Gepäck 100 Liter Frischwasser,12 Kästen Bier und einen Haushaltskühlschrank dabei hatten...;aber diese Leute wollten wahrscheinlich die Sahara durchqueren...)

Bei Mobilen gebe ich dir recht: Die großen haben tw. solche Tanks und größer: Aber hier dürften alle Tanks frostsicher verbaut (doppelter, isolierte Wagenboden) oder beheizt sein.
Wenn nicht, versteht der Hersteller sein Handwerk nicht.

Grüßle
Jazzer2004

Saab 9-5 Kombi plus Dethleffs Nomad 420 (ohne festen Wassertank)

ich finde eine Bodenheizungsmatte gut, schluckt leider viel Strom und ständig.

Wichtig im Winter beim Wohnwagen ist sich einzubuddeln. Heisst, kein Wind darf untern Hänger kommen, sonst gibt es kalte Füsse.

Dann kann ich noch Ventilenteiser für die Gasflaschen empfehlen. Auf die Idee kommt man meistens um 1Uhr morgens, wenn die Flaschen noch voll sind aber kein Gas mehr strömt. Ist in jeder Duomatic Plus L (so heisst sie glaub ich) drin. Die Duomatic schaltet automatisch zwischen den Flaschen um und meldet die benutzte Flasche.

Wasser? Am besten ablassen und die Santitäranlagen benutzen. Wenn es nicht anders geht, einen Temperaturwächter mit akustischem Anzeiger in die Tankbox legen.

@peterperlich,
Du hast geschrieben, daß Du einen Camper ohne Winterpaket gekauft hast, aber auf Wintercamping gehen willst. Komisch!!!

Die Umrüsterei ist teuerer als das Winterpaket. Da es sich um einen WoWa handelt, kann es sein, daß dein Abwasser- abfluss quer unter dem Wowa verläuft. Damit hast Du ein echtes Problem, denn im Schlauch wird das Wasser einfrieren, es sei denn Du kappst den Schlauch, daß er senkrecht nach unten steht. Deine Fenster sind nicht entsprechend verbaut und es wird sich sehr viel Schwitzwasser ansammeln und anfrieren, da das Umluftgebläse wie auch die Heizung für Wintercamping nicht eingerichtet ist. Meist fehlen hier entsprechende Zusatzausgänge an den Fenstern, Stauräumen, Toilette etc. Die Tanks sind auch nicht im Zwischenboden verbaut, Die Dachluken haben keine Schneefangkrampen, die Verlängerung des Kamins ist meist nur möglich, wenn der Deckel des Kamins abgeschnitten wird. Bei Winterpaket lässt er sich abschrauben. Die Duomatik für Winterbetrieb hat eine 12 V-Heizanlage, sodass das Gas nicht einfrieren kann. Denn das Gas strömt aus der Flasche mit Druck und entspannt sich, dadurch kühlt es zusätzlich ab. Ergebnis, wie o. beschrieben: Nachts um 1 Uhr stehts Du frierend draussen und versuchst den Regler zu erwärmen, damit deine Heizung funktioniert.
Falls Du allerdings mit Wintercamping Gebiete meinst, die nicht unter -5 C sinken, dann mag das alles funktionieren.
Gruß

Wir hatten ein Wohnmobil ohne doppelten Boden und ohne sonstige Winterausrüstung, bis -10 ° war´s aber wunderbar auszuhalten, um nicht zu sagen gemütlich!

Zus Einfrieres des Gases: das Problem in unseren Breiten ist nicht das Einfrieren des Gases oder der Gasflasche, sondern das Vereisen des Reglers!

Dafür gibt´s z.B. von Truma die beheizte Duomatic, die schaltet von der ersten auf die zweite Flasche um, wenn die erste leer ist, und zeigt das dann an, und außerdem sind die Anschlüsse behizt, so daß die Regler nicht einfrieren...

Allerdings hatten wir sowas beim alten Womo auch nicht....

Einfrieren tut´s nur bei um die 0°, weil sich dann Feuchtigkeit bildet und durch den Druck in der Flasche (man sieht´s am Rauhreif an der Flasche, wodurch immer so schön angezeigt wird, wieviel Gas noch drinnen ist ;-) ) und die dadurch entstehende Kälte die Feuchtigkeit gefriert...
Wenn man mehrere Grad unter 0 hat frierts nicht ein!

Gruß, Jens

Hi,

auf den meisten Campingplätzen (zumindest den besseren) im Alpenraum gibts es feste Gasanschlüsse vom Platz. Dann hat man kein Problem mit Nachschub oder dem einfrieren der Regler.
Und das ganze ist meistens nur minimal teurer.

Ich habe selbst auch einen Dethleffs Camper 560SK mit dem wir
regelmässig Wintercamping machen und kann nur sagen, daß auch bei -20Grad noch keine Probleme mit eingefrorenen Abwasserleitungen bzw. Tolette aufgetreten ist.
Vorraussetzung ist natürlich, daß der WW ständig beheizt wird.

Man sollte auf jeden Fall beachten, daß der Kamin bei viel Schnee verlängert werden muss und die Ansaugkanäle für die Heizung frei blieben.

Als Tip kann ich noch mitgeben; man braucht wesentlich weniger Gas, wenn die Heizung ohne Umluft betrieben wird. Man hat dann zwar einen "Hot-Spot" um die Heizung rum, es wird allerdings mit weselntlich geringerer Stufe an de Heizung viel wärmer.
In der Nacht kann man die Lüftung ja dann wieder einschalten um gleichmässiger zu verteilen.

Gruß
Klaus

@taucherhorst: Du bist dir ganz sicher, dass alles, was Du schreibst richtig ist???

wir machen seit 2000 jedes Jahr Wintercampingmit unserem WW, auch "ohne" Winterpaket gekauft.

Ich gehe davon aus, dass der Dethleffs, "neu" ist. Dethleffs hat vor 2 Jahren die Hinterlüftung der Schränke verbessert, von daher wird es keine grossen Probleme mit den Klamotten geben. in der Tat verwundert es mich, dass zu einem nuen WW kein "Winterpaket" gekauft wurde. Bei Dethleffs jedenfalls wäre zumindest eine Fussbodenheizung enthalten gewesen.

- ich gehe davon aus, dass die Heizung die gesamte Zeit läuft
- im Winterpaket ist kein "abschraubbarer" Kamin enthalten. die Abschraubbarkeit des Kamins ist im Regelfall Serie, die Kaminverlängerung im Regelfall Zubehör. Benötigen tut man diese Verlängerung aber nur in sehr schneereichen Gegenden (persönlich habe ich das Teil gekauft, aber nie benötigt)
- im Winterpaket keines mir bekannten Herstellers ist eine Veränderung der Lüftungsrohre enthalten. Unsere Heizung ist Serie und hat bis jetzt gereicht (-25°C). Bei jedem mir bekannten Hersteller sind öffnungen im luftschlauch für die Fenster enthalten
- Schwitzwasser an den Fenster gibt es in der Tat. Dies ist morgens beim Lüften (das ist ein besonderes Thema) abzuwischen.
- unverzichtbar ist in der Tat die Duo (oder sonst-wie trio-) matik für das Umschalten der Gasflaschen. Idealerweise kombiniert mit Eis-Ex für die Druckminderer und einer Fernanzeige, damit man innen im WW sieht, welche Flasche benutzt wird
- Abwasserleitung: wir benutzen das Waschbecken zum Zähneputzen und bei uns steht ein Eimer unter dem Auslass. Frieren tut das Wassr im Eimer. Problem ist nur, wenn die Abflüsse unter dem Hänger einen "Sack" bilden.
- Toilette: da haben wir bislang noch nie etwas besonderes gemacht und auch noch nie ein Problem mit.
- auch ist unser Wassertank noch nie eingefroren, obwohl unser WW (wie auch kein mir bekannter Serien WW) einen doppelten Boden hat. Auch haben wir nie irgendetwas anderes als "Wasser" in diesen Tank gefüllt
- "Schneefangkrampen" habe ich auch noch an keinem Serien-WW gesehen. Bitte beschreibe mir mal diese Teile. Auch sind diese Teile in keinem mir bekannten Winterpaket enthalten
- Komfortabel im WW für den Winterbetrieb ist eine fussbodenheizung. Die kann man nachrüsten (www.heizfilm.de)
- auch praktisch ist ein Wintervorzelt

Das meiste kann ich nur bestätigen 🙂

Für die Toilette benutzen wir meist einen Scheibenwaschfrostschutz für PKW, so muss das WC in unserem WoMo auch in Standzeiten nicht ständig entleert werden. Abgesehen davon bleibt die Toilette schön sauber und bekommt feinen Zitrusduft 😁

Die Umluft sollte tunlichst rund um die Uhr laufen! Sonst besteht die Gefahr dass es z.B. in Staukästen friert. Ggf. sollte die Umluft mit zusätzlichen Rohren und/oder Auslässen erweitert werden. Auch in den genannten Staukästen damit sich dort kein Schwitzwasser bildet oder die Lebensmittel einfrieren.

Die Kaminverlängerung ist bei viel Schnee unabdingbar. Hilfreich dann auch eine Leiter und Besen um gelegentlich das Dach vom Schnee zu befreien. Sonst sind die Luken irgendwann zu und lüften nicht mehr. Ebenso beim Vorzelt, irgendwann gibt sonst auch ein Wintervorzelt unter Schneelast zusammen.

Windschutz rundum ist sehr empfehlenswert damit der WoWa von unten nicht so auskühlt.

Abwasser in einen Eimer entleeren und keinen Wassertank, -sack oder sonstwas. Schon genug Leute gesehen die ihren Abwasserbehälter stundenlang im WoWa wieder auftauen mussten um den zu entleeren.

Hilfreich auch die Winterabdeckungen für die Kühlschranköffnungen. Sonst geht da sehr viel Wärme verloren.

Fussbodenheizungen, ggf. auch ein kleiner Heizlüfter kosten zwar viel Strom, aber ich finde es tierisch unangenehm wenn man ständig kalte Füsse hat.

Gruß Meik

Stimmt, die Winterabdeckungen für die Kühlschranköffnungen habe ich vergessen. Dann noch etwas: Härige für das Vorzelt sind sinnlos, es müssen schon 200-300er Nägel sein. Und bitte: einen Fäustel. Die Erde ist ja gefroren.

Dass nicht nur die Heizung läuft, sondern auch die Umluft, davon bin ich ausgegangen. Den hier beschriebenen Tipp, tagsüber das Gebläse auszuschalten halte ich persönlich für extrem gefährlich.... Es kühlen die Wände aus, auch entstehen Kältenester im Wagen. Da der Toilettenraum in aller Rgel dann gar nicht beheizt wird, könnte dort das Wasser der Toilettenspülung gefrieren. Aber nun gut, vielleicht brauchen dann auch genau diese Leute das Frostschutzmittel in der Toilette?

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