WINTERBETRIEB - BLEIBEUTEL EINLEGEN?
Gibt es jemanden, der in den Radmuldenkästen im Kofferraum Blei einlegt?
Habe gehört, dass das einen besseren Griff bei vereisten/verschneiten Fahrbahnen ermöglicht.
Bitte um Eure Erfahrungen.
LG
Beste Antwort im Thema
Ich verstehe gar nicht warum es das Gerücht mit dem Gewicht immer noch gibt.
Wie schon beschrieben ist der Gewinn an Traktion Minimal - ob jetzt 800 Kg auf die HA drücken oder 850 Kg - macht den Braten nicht gerade fett.
Wohl aber wenn sich jemand Gewicht in den Kofferaum legt was sich bewegen kann. So gibt es den entscheidenen Impuls in der Kurve der zum übersteuern des Hecks verleitet wenn die Ladung, der Sack oder was auch immer sich plotzlich bewegt. Sehr deutlich mergt man das bei Flüssigkeit. Man hohle zb ein 60 Liter Gebinde Frostschutz oder was auch immer ab und befestige dieses sicher im Kofferaum. Da die Kübel nie rand voll sind bewegt sich die Flüssigkeit umher und das ist auf Schnee oder Eis nicht zu verachten.
Deshalb gibt es auch extra Füherescheine für Gefahrgut und Wasser im Strassenverkehr. Bei der Bundeswehr durfte man zb trotz LKW Füherschein nicht ohne Zusatzschein Flüssigkeiten fahren.
Ich denke ein guter Winterreifen bringt heutzutage dank Antischlups Esp und co. deutlich mehr wie Gewicht im Kofferaum.
Das es früher ohne Bordelektrik vieleicht Sinn machte möchte ich nicht anzweifeln, aber das awr zu der Zeit von man im Winter auch noch selbst Benzin in den Tank gekippt hatt.
Ich für meinen Teil riskiere lieber das ich mal nicht gut von der Stelle kommen als das ich den Wagen nicht zum stehen bekomme und mir der entscheidene Meter fehlt.
70 Antworten
das ist so eine sache...
mit gewicht hinten drinnen hat man bedingt eine bessere beschleunigung - hat leider aber auch einen längeren bremsweg bzw bergab kanns dann haarig werden, wenns knapp hergeht.
dasselbe gilt auch für die kurvenfahrt. mit mehr gewicht bricht das kfz später aus, aber wenn es das tut (fahrfehler/bodenbeschaffenheit/etc) hat man mit einem schwereren heck deutlich mehr zu tun als mit einem leichteren kofferraum.
das kann jetzt jeder halten wie er will, aber generell besser oder schlechter gibts nicht. wo du bei einer fahreigenschaft gewinnst, verlierst du wieder bei einer anderen.
klingt komisch, ist es auch ;-)
Zitat:
Original geschrieben von carbon-compound
das ist so eine sache...
mit gewicht hinten drinnen hat man bedingt eine bessere beschleunigung - hat leider aber auch einen längeren bremsweg bzw bergab kanns dann haarig werden, wenns knapp hergeht.
dasselbe gilt auch für die kurvenfahrt. mit mehr gewicht bricht das kfz später aus, aber wenn es das tut (fahrfehler/bodenbeschaffenheit/etc) hat man mit einem schwereren heck deutlich mehr zu tun als mit einem leichteren kofferraum.das kann jetzt jeder halten wie er will, aber generell besser oder schlechter gibts nicht. wo du bei einer fahreigenschaft gewinnst, verlierst du wieder bei einer anderen.
klingt komisch, ist es auch ;-)
richtig - aber wieso komisch? Auch wir Benzfreunde können die Naturgesetze nicht ausser Kraft setzen. Masse wirkt in diesem Fall daher nur eingeschränkt positiv. Hier gibts keine win/win Situation.
Also ich hatte schon vier Fronttriebler hintereinander und jetzt seit einiger Zeit sogar zwei E-Kombis parallel (S210 & S211), den 210er schon seit 10 Jahren -- also mit reichlich Erfahrungsschatz im Flachland von Österreich mit reichich Verwehungen und in den Bergen mit tiefem Schnee in einigen Schiurlauben. Alle Fahrzeuge mit Standardbereifung, immer durchschnittlich gute bis sehr gute Winterreifen drauf.
Ich kann über die Traktion der T-Modelle nicht klagen, das Gezappel hinten ist natürlich etwas unruhiger als beim Fronttriebler, aber davon geht die Welt nicht unter, der "tut nur so" ...
Auch im tiefen Schnee hatte ich noch nie Probleme, am ehesten noch auf eisigem Untergrund oder "glattpoliertem" Schnee. Da bin ich das einzige Mal in 10 Jahren hängen geblieben -- am eigenen Parkplatz 😉
Hallo
also ich versteh die ganze Aufregunf ned!
1. Soll jeder das machen, was er für richtig hält (so lange man nicht andere gefährdet - aber das macht man mit 100KG mehr im Kofferaum ned (dafür ist es ja ein Auto mit Kofferraum));
2. Zusatzgewichte wenn überhaupt dann nur wirklich fest verzurrt und keine Flüssigkeiten (siehe Anmerkungen bzgl. Flüssigtransporter und dem "Schwappeffekt"😉;
3. Das Gewicht im Kofferraum hilft nur was beim Anfahren aus dem Stillstand auf Grund des höheren Anpressdrucks (man merkt ja schon wenn man voll getankt hat = 70-80 KG) - ab dann hat es nur noch Nachteile:
a: wenn das Fzg. übersteuert (= Heck bricht aus) machen 100KG mehr im Kofferraum gleich ein viel größeres Moment aus und das Fzg. ist nur noch schwer einfangbar;
b: mehr Masse = längerer Bremsweg (hat man aber mit 4 Personen auch - 4 Personen sind aber gleichmäßiger verteilt und nicht hinter der HA wodurch das Fzg. sogar beim Bremsen zum übersteuern neigt);
c: die Gewichtsverteilung zwischen VA (60%) und HA (40%) verschiebt sich richtung HA, wodurch das Fzg. eher zum Kreiseleffekt neigt (= Drehen um die Hochachse in der Mitte des Fzgs. - siehe auch Anmerkungen in vorherigen Beiträgen). Dafür bekannt sind z.B.: der alte Audi TT (großer Skandal - ab da ESP bei Audi serienmäßig) oder der BMW Z1 - ein Kreiseleffekt ist physikalisch unbeherrschbar - selbst Profifahrer haben hier keine Chance mehr! Normalerweise ist durch die 60-40-Verteilung die Achse nicht genau im Fzg.-Mittelpunkt sondern weiter vorne und das Auto übersteuert nur, was leicht beherrschbar ist;
Ich persönlich schätze die Übersteuerneigung der Hecktriebler. Man kann auch jeden Profi-Fahrer oder Rennfahrer fragen: jeder wird behaupten, dass RWD nach AWD die bevorzugte Antriebsart ist (und nicht nur weils Spaß macht).
Die Frage ist immer, wann ein Fzg. über- oder untersteuert.
In beiden Fällen geht es immer um die zu übertragenden Kräfte:
- Seitenkräfte
- Antriebskräfte
- Bremskräfte
Untersteuert also ein Fronttriebler ohne dass man bremst (weil man in der Kurve einfach zu schnell ist) hat man einfach nur verloren und muss hoffen dass die Straße breit/lang genug ist - man ist einfach machtlos.
Ein Hecktriebler wird vor dem Untersteuern meißt übersteuern. Hier kann durch Lenkbewegungen eingegriffen werden - man hat nicht von vornherein verloren.
Ich persönlich komme mit einem "wilden" Heck besser zu recht, als wenn ich vorne immer irgendwo hin- und herrutsche. Man merkt als Mensch im Sitz die Seitenführungskräfte der HA (= "lenkende Achse" - auch wenn das Lenkrad vorne ist) deutlicher als die Kräfte der VA.
Jemand der also auf Fronttriebler schwört macht das entweder aus Bergfahrterfahrungen oder weil er kein Gefühl für ein Fzg. hat (was nicht als Kritik zu werten ist - es gibt auch Leute die kein musisches Gehört haben oder kein Taktgefühlt und daher nicht tanzen können oder grobe Finger haben und daher kein Uhrmacher sind oder....jeder hat Schwächen und Stärken...).
Der einzige Punkt, an dem ein FWD dem RWD überlegen ist, ist eine steile Bergpassage (in richtung Gipfel) wegen der höhren Masse auf der VA durch den Motor. Aber bereits beim Bergabfahren hat der RWD die Nase vorne!
Ich kann daher nur jedem Fahrer ein Fahrsicherheitstraining empfehlen, der sich in seinem Auto unsicher fühlt! Und das gilt nicht nur für den Winter: ein Fzg. kann auch im Sommer bei nasser oder sogar trockener Straße durch Ausweichmanöver oder Ähnlichem ein "Winterverhalten" zeigen - nur dass dann die wirkenden Kräfte um ein Vielfaches höher sind und das Fzg. schwerer beherrschbar ist und man psychisch nicht damit rechnet (es ist ja Sommer).
Grüße
PS: Es gibt leider viele so Märchen bzgl. Fahrphysik wie z.B.: bei einem FWD bergab einen niedrigen Gang einlegen und nicht bremsen. Wenn man sich überlegt was hierbei passiert kann einem nur schlecht werden da das Schleppmoment des Motors nichts anders macht als die guten Scheibenbremsen auch - nur ist hier ein konstanter Kraftverlauf gegeben, den leider die meisten Fahrer durch manuelles Bremsen einfach nicht hinbekommen - daher die "Eselsbrücke" - im wahrsten Sinne des Wortes. Das Schleppmoment ist aber nicht stufenlos regelbar und va. bei Automatik nicht ausreichend schnell regulierbar, was bei wechselnden Reibwerten auf der Straße schnell ins Auge gehen kann! Und in Zeiten des ABSs ist sowas sowieso überholt!
PS2: Bevor nun wieder wie leider so oft in letzter Zeit in diesem Forum der ein oder andere Leser sich kritisiert oder angegriffen fühlt und diesen Beitrag emotional kommentiert: Ich bin bestimmt nicht der älteste Fahrer in diesem Forum und auch nicht der mit der meisten Erfahrung, aber bis auf meine subjetive Einschätzung zum Schluss ist der Rest physikalisch belegbar und Fachwissen.
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Zitat:
Original geschrieben von freddistar
so richtig schlau bin ich aus den hier beschriebenen Ausführungen nicht geworden. Mache im Winter selbst mit meinem Benz immer wieder die Erfahrung, daß das Fahrzeug bei Schnee nicht sicher ist. Habe es mit und ohne Gewicht versucht und stelle fest, am besten ist es zuhause zu bleiben, weil der Wagen im Winter leider nicht annähernd die Stabilität eines Fronttrieblers hat. Bin zuletzt Passat gefahren und da war das kein Problem.
Insofern wäre auch ich ebenso wie der Themenstarter dankbar für Hinweise, wie die Stabilität bei Schnee bei Benz-Hinterrädlern verbessert werden kann falls es dafür überhaupt eine Möglichkeit gibt.
Wie schon andere hier umfangreich anführten: Das Schwänzeln vom Heck ist keine Unsicherheit, sondern eine Warnung. Es macht damit den Wagen berechenbarer. Man muss mit diesem Gefühl umgehen und richtig reagieren.
Eine Frontfräse (z.B. Passat) fühlt sich sicherer an, ist es aber nicht wirklich. Wenn die Frontfräse über die Vorderräder schiebt, hat man schnell verloren.
Die Stabilität eines Hecktrieblers kann man nur durch ordentliche Winterreifen verbessern. Wer Müll oder eine Glatze auf den Felgen hat, hat Probleme.
Zitat:
Original geschrieben von jgjghsv
etwas Salz(5kg) in den Kofferraum
Was will man eigentlich mit Salz, wenn man sich festgefahren hat? Warten bis es schmilzt? Das dauert aber lange. Sand ist viel effektiver und funktioniert bei allen Temperaturen. Je nach Gegend sollte dann auch die Schneekette und eine kleine Klappschaufel nicht fehlen.
Zitat:
PS: Es gibt leider viele so Märchen bzgl. Fahrphysik wie z.B.: bei einem FWD bergab einen niedrigen Gang einlegen und nicht bremsen. Wenn man sich überlegt was hierbei passiert kann einem nur schlecht werden da das Schleppmoment des Motors nichts anders macht als die guten Scheibenbremsen auch - nur ist hier ein konstanter Kraftverlauf gegeben, den leider die meisten Fahrer durch manuelles Bremsen einfach nicht hinbekommen - daher die "Eselsbrücke" - im wahrsten Sinne des Wortes. Das Schleppmoment ist aber nicht stufenlos regelbar und va. bei Automatik nicht ausreichend schnell regulierbar, was bei wechselnden Reibwerten auf der Straße schnell ins Auge gehen kann! Und in Zeiten des ABSs ist sowas sowieso überholt!
Hierzu vielleicht eine Anmerkung zu einer Zeit, wo es ABS noch nicht gegeben hat:
Das Einlegen der Motorbremse war ursprünglich deswegen erforderlich, da die Bremsen aufgrund damals schlechterer Auslegung zum Überhitzen neigten und Bremsfading verhindert werden sollte.
LG
Zitat:
Original geschrieben von mfumfu
Hierzu vielleicht eine Anmerkung zu einer Zeit, wo es ABS noch nicht gegeben hat:
Das Einlegen der Motorbremse war ursprünglich deswegen erforderlich, da die Bremsen aufgrund damals schlechterer Auslegung zum Überhitzen neigten und Bremsfading verhindert werden sollte.LG
.... aber doch nicht im Winter oder ;-)
Was du ansprichst gilt auch heute noch bei kilometerlangen Passabfahrten. Ich meinte eher kleine Steigungen und rutschige Straßen, bei denen das Prinzip fälschlicherweise immer noch angewendet wird.
Zitat:
Original geschrieben von mfumfu
Das wirst Du doch nicht wirklich annehmen, oder 🙂Zitat:
.... aber doch nicht im Winter oder ;-)
LG
daher ja der ";-)" dahinter....
@carbon-compound
...eine Frage an Dich....
2 gleiche Fahrzeuge zu gleichen Bedingungen, eines ABS gebremst, das andere nicht.
Welcher Bremsweg ist länger ??
Zitat:
Original geschrieben von Heinrichder5te
@carbon-compound...eine Frage an Dich....
2 gleiche Fahrzeuge zu gleichen Bedingungen, eines ABS gebremst, das andere nicht. Welcher Bremsweg ist länger ??
(...sorry für den doppelten Post...)
@carbon-compound
...eine Frage an Dich....
2 gleiche Fahrzeuge zu gleichen Bedingungen, eines ABS gebremst, das andere nicht. Welcher Bremsweg ist länger ??
(...sorry für den doppelten Post...)
Zitat:
Original geschrieben von Heinrichder5te
@carbon-compound...eine Frage an Dich....
2 gleiche Fahrzeuge zu gleichen Bedingungen, eines ABS gebremst, das andere nicht. Welcher Bremsweg ist länger ??
(...sorry für den doppelten Post...)
wenn der fahrer ein profi ist, dann das kfz ohne abs, aber da die wenigsten verkehrsteilnehmer in ihrer freizeit bei ralleys teilnehmen gehe ich davon aus, daß abs für 98% der fahrer(innen) die bessere lösung ist.
warum die frage?
*anmerkung: ich zähle mich nicht zu den verbleibenden 2% 🙄
zumindest nicht wenn ich mit einem 1800kg-benz unterwegs bin.
Zitat:
Original geschrieben von carbon-compound
wenn der fahrer ein profi ist, dann das kfz ohne abs,
Entschuldige bitte wenn ich jetzt penetrant wirke, aber meine Frage hat nichts mit Profi oder Amateur sein zu tun.....sondern nur mit Mathematik.
Deine Antwort ist; .....das KFZ ohne ABS hat den längeren Bremsweg... (richtig?)
diese Antwort ist falsch !
Den einzigen richtigen Aspekt den deine Antwort hat, ist das ABS die bessere Lösung ist.
Also habe ich noch eine Frage an Dich.
Welchen Vorteil bieten ABS-gebremste KFZ gegenüber NICHT-ABS gebremste KFZ ??
(...keine Sorge am Ende klär' ich dich auf....)
Zitat:
Original geschrieben von Heinrichder5te
Entschuldige bitte wenn ich jetzt penetrant wirke, aber meine Frage hat nichts mit Profi oder Amateur sein zu tun.....sondern nur mit Mathematik.Zitat:
Original geschrieben von carbon-compound
wenn der fahrer ein profi ist, dann das kfz ohne abs,Deine Antwort ist; .....das KFZ ohne ABS hat den längeren Bremsweg... (richtig?)
diese Antwort ist falsch !
deine lesetechnik ist falsch. meine antwort impliziert, daß ein profi, der weiß was er tut ohne abs schneller zum stehen kommt, ergo bremst man ohne abs besser ab - gilt jedoch nicht für oberflächen, wo man dreck/matsch/schotter unter blockierenden rädern sammelt und sich somit einen kugellagereffekt unters rad schiebt.
Zitat:
Den einzigen richtigen Aspekt den deine Antwort hat, ist das ABS die bessere Lösung ist.
Also habe ich noch eine Frage an Dich.
Welchen Vorteil bieten ABS-gebremste KFZ gegenüber NICHT-ABS gebremste KFZ ??
(...keine Sorge am Ende klär' ich dich auf....)
klare antwort: weniger autos quietschen mit voll eingeschlagenen aber blockierenden also nicht lenkenden rädern auf mich als motorradfahrer zu 😉 sondern die leute die fahren dürfen aber nicht können weichen einigermaßen aus wenn sie einen fahrfehler gemacht haben (wie zb die cd nicht gefunden, die sie bei 100km/h zwischen den sitzen gesucht haben)