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Wieviel Gewinn über DAT-Händlereinkaufspreis ist ok?

Themenstarteram 7. Juli 2015 um 15:00

Hi,

wollte mir mal einen Überblick über die potenziellen Kandidaten verschaffen und habe auf der DAT-Seite mal die Daten der einzelnen Fahrzeuge eingegeben, um den regulären Händlereinkaufspreis zu ermitteln.

Habe dabei festgestellt, dass es 1-2 gab, die sogar unter diesem Preis anbieten. Aber die Mehrheit verlangt von 300,00 € (was ich völlig ok finde) bis 2500,00 € darüber. Natürlich muss man berücksichtigen, ob der Wagen neuen TÜV hat, einige Teile erneuert wurden, oder er vielleicht Zusatzausstattungen hat. Auch war es nicht möglich den Wert von Autos die älter als 12 Jahre sind zu ermitteln.

Aber bei den extremen Gewinnaufschlägen müsste ja preislich noch was gehen. Ist vor allem interessant für Preisverhandlungen. Aber dem Händler direkt seinen aktuellen Einkaufspreis zu nennen, ist vielleicht auch nicht angebracht. Es sei denn er ist sehr unbeweglich was Verhandlungen angeht.

Jetzt ist meine Frage, wieviel Prozent Gewinnaufschlag normal bzw. ok sind.

Vielen Dank im Voraus.

Alex

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23 Antworten

Wieviel Prozent normal sind kann man nicht pauschal sagen, darüber hinaus wird ein Autohändler dir das nicht sagen.

Ich kenne einen "sehr großen" "Kiesplatz"-Händler, bzw. Exporthändler. Umsatz aber jenseits der 6 Mio. Er rechnet mit ca. 3-500 EUR Gewinn pro Wagen, nicht in Prozent.

Dass das betriebswirtschaftlich nicht Best Practise ist, weis ich schon.

Generell ist bei abnutzbaren, relativ wartungsintensiven Gebrauchsgegenständen wie Autos die Preisfindung schwer. Ein TÜV-Check, neue Reifen und eine eben durchgeführte große Wartung inkl. Ersatz typischer Verschleißteile kostet gerne mal 2500 EUR bei gehobenen Klassen. So ist ein "Gewinnaufschlag" von 2.500 den du über DAT schätzt nicht gleich automatisch ein Indikator für ein schlechtes Angebot eines Händlers.

Übrigens ist auch ein eventueller Verlust eines Händlers kein Garant dafür, dass man ein Schnäppchen geschlagen hat.

O.g. Händler verkauft in der Regel mit Gewinn, hat aber lt. seinen Aussagen selbstverständlich auch Standuhren die er auch wegen der Finanzierungskosten unter EK verkauft.

Nochmal: Pauschal lässt sich kein Prozentsatz angeben, da günstigere Autos schneller umgeschlagen werden, teurere Autos höhere Finanzierungskosten haben etc.

Den DAT-HEK kannste in die Tonne kloppen.

Zitat:

Aber bei den extremen Gewinnaufschlägen müsste ja preislich noch was gehen

Ja viel Glück auch.

Wer als Händler viel nachlässt, hätte zuvor extrem beschixxen und bescheixxt dann immer noch, wäre niemals eine Adresse für mich. Einer der Gründe, warum ich niemals zu so einem Kiesplatz-Heini ginge...

Zitat:

 

Wer als Händler viel nachlässt, hätte zuvor extrem beschixxen und bescheixxt dann immer noch, wäre niemals eine Adresse für mich.

Wenn jemand bescheixxt und 2600 Euro draufschlägt, dann aber nur ne Tankfüllung nachlässt, wird der beschixx für dich nicht sichtbar.

Zitat:

@iiSS schrieb am 7. Juli 2015 um 16:28:01 Uhr:

Zitat:

 

Wer als Händler viel nachlässt, hätte zuvor extrem beschixxen und bescheixxt dann immer noch, wäre niemals eine Adresse für mich.

Wenn jemand bescheixxt und 2600 Euro draufschlägt, dann aber nur ne Tankfüllung nachlässt, wird der beschixx für dich nicht sichtbar.

Da hast du auch Recht. Deshalb gehe ich nur zum Autohaus und nicht so einer An- und Verkausbude.

Die Zeiten von DAT und Schwacke Sind eigentlich vorbei.

Ein gutes Autohaus wird (schon seit ein paar Jahren) immer versuchen bei Mobile oder Autoscout auf der Seite 1 oder 2 zu erscheinen!

Das bedeutet, für unterschiedliche Modelle (je nach Beliebtheit) können tatsächlich Preise sehr unterschiedlich ausfallen und teilweise deutlich über/unter DAT liegen.

 

Früher gab es z.Bs. bei DAT den EK und den VK. Der Händler hatte sehr oft bei den Preisen folgende "Regel":

In den ersten 2-3 Wochen 125-130% vom VK (für die Liebhaber, die zahlen halt auch Liebhaberpreise)

danach ca. 4-6 Wochen den VK zu 100%

dann weiter nach unten und nach etwa 5-6 Monaten muss die "Standuhr" weg, auch zum EK !!!

(Ausserdem konnte der Gebrauchtwagenverkaufsleiter auch für bestimmte Marken den Autohaus-EK automatisch auf z.Bs. 80% festlegen. Man bekommt als Kunde immer einen DAT-Ausdruck: ihr Wagen ist laut Liste noch Summe X wert..... liebe Leute, lasst euch immer den Kontrollausdruck zeigen - nur dort steht, was der Verkäufer (in € oder %) vom empfohlenen EK abgezogen hat !!!)

 

Bei der Kalkulation muss man fairerweise mehr als 300,-€ auf den EK draufrechnen, sonst ist der Händler bald pleite.

 

TÜV/AU, kleinere Reparaturen, GW-Garantie und weitere allgemeine Kosten können sich schnell auf 800-1.500,-€ belaufen und "on top" noch der Gewinn.

In einem größeren Autohaus muss JEDE Abteilung für sich Gewinn erwirtschaften, dass heißt dem Verkauf werden die Reparaturen von der Werkstatt intern in Rechnung gestellt und auch Neu- und Gebrauchtwagenverkäufer arbeiten nicht zusammen... der GW-Mann will den niedrigsten EK und der NW-Mann will wenig Rabatt auf den neuen Wagen geben, usw.

 

Fazit: Heute sind mobile und autoscout besser und schneller als DAT.

Zitat:

@Ollersack777 schrieb am 7. Juli 2015 um 17:32:46 Uhr:

Zitat:

@iiSS schrieb am 7. Juli 2015 um 16:28:01 Uhr:

 

 

Wenn jemand bescheixxt und 2600 Euro draufschlägt, dann aber nur ne Tankfüllung nachlässt, wird der beschixx für dich nicht sichtbar.

Da hast du auch Recht. Deshalb gehe ich nur zum Autohaus und nicht so einer An- und Verkausbude.

Und die verkaufen Dir nur die goldenen TOP-Fahrzeuge unterhalb des Händler EK, oder wie soll ich das nun verstehen? Ich glaube es gibt hier wie dort schwarze Schafe...

Zurück zum Thema: Also ich habe mal gelernt das als Fasutformel ungefähr 3000,- vom Händler aufgeschlagen werden. Das kommt aber auch immer darauf an was für ein Fahrzeug (Alter, Zustand, etc.) und was der Markt bei dem Wagen hergibt. Bei einem Ferrari halt mehr bzw bei einem Dacia eher weniger. Davon geht dann das runter was Du verhandelst und der Händler an Reparaturen hat (Wobei der Posten Reparaturen bei guten Kfz Händlern bereits beim Einkauf berücksichtigt wurde, als Preisabschlag).

Und 2600,- müssen lange kein Wucher sein. So ein Händler muss halt auch Leben, er muss Geld verdienen um sich selbst, evtl. Frau und Kinder zu versorgen. Er hat viele Ausgaben und daraus errechnet sich dann die Summe die der Händler aufschlagen muss.

Ich war vor ein paar Jahren mal Selbstständig und ich kann Dir sagen das der Händler, wenn er Selbständig ist und keine Angestellten hat, bei theoretischen 3000,-€ pro Fahrzeug, schätzungsweise 2-3 Fahrzeuge im Monat verkaufen muss um halbwegs rentabel zu Arbeiten.

Zitat:

@AudiMaik77 schrieb am 7. Juli 2015 um 19:27:40 Uhr:

 

Bei der Kalkulation muss man fairerweise mehr als 300,-€ auf den EK draufrechnen, sonst ist der Händler bald pleite.

Zitat:

 

Bei 300,- € unversteuert pro Fahrzeug muss er ja pro Monat 10 Stück verkaufen um 3000,- Bruttomonatseinkommen zu erreichen... Ohne Kosten zu begleichen die jeder Unternehmer tagtäglich hat....

Bei einem Fahrzeugpreis von 30.000 € sind das 1% Vorsteuergewinn...

In was für einer Traumwelt lebt ihr eigentlich alle? 300,- sind wohl eher die Verkaufsprovision eines Angestellten Automobilverkäufers, aber ganz sicher nicht der Verdienst eines Autohändlers bzw Autohauses.

 

Hatte ich ja auch genau so geschrieben: 300,- € sind zu wenig.

Ich hatte es nur etwas netter verpackt ??

Bei der Provision ist es eigentlich so: bei guten Verträgen 1-2% vom Preis, bei schlechteren Verträgen 6-8% vom Gewinn.

Bei Neuwagen war es (z.Bs. bei Ford) üblich bei 15% Händlermarge ca. 12-13% Rabatt zu geben, da hat der Verkäufer dann bei einem Mondeo 8% von 1.000,-€ bekommen.

Ich kann mich noch an "Härtefälle" erinnern, da wurden mal ebend so 300 Fiesta als Jahrewagen billig eingekauft und mit 500,-€ Gewinn verkauft - da bekam der Verkäufer eine Festprovision von 50,-€ als "Aufschreib-Entgeld".

Bei Gebrauchten ist das teilweise anders, ein 2-3 Jahre altes BMW 3er Cabrio kann man im Sommer auch mal mit 4.000,- € Gewinn verkaufen ..... und einen Peugeot 206 ohne Klima gleich an Aufkäufer durchreichen.

Zitat:

@AudiMaik77 schrieb am 7. Juli 2015 um 19:49:15 Uhr:

Hatte ich ja auch genau so geschrieben: 300,- € sind zu wenig.

Ich hatte es nur etwas netter verpackt ??

Bei der Provision ist es eigentlich so: bei guten Verträgen 1-2% vom Preis, bei schlechteren Verträgen 6-8% vom Gewinn.

Bei Neuwagen war es (z.Bs. bei Ford) üblich bei 15% Händlermarge ca. 12-13% Rabatt zu geben, da hat der Verkäufer dann bei einem Mondeo 8% von 1.000,-€ bekommen.

Ich kann mich noch an "Härtefälle" erinnern, da wurden mal ebend so 300 Fiesta als Jahrewagen billig eingekauft und mit 500,-€ Gewinn verkauft - da belam der Verkäufer eine Festprovision von 50,-€ als "Aufschreib-Entgeld".

Sorry, dann habe ich das falsch verstanden! Da war meine Assoziation zu den Worten des Themenstarters "Aber die Mehrheit verlangt von 300,00 € (was ich völlig ok finde) bis 2500,00 € darüber" wohl noch zu frisch! Nicht böse sein und nochmals SORRY!!!!!

Zitat:

@stimpfal schrieb am 7. Juli 2015 um 15:00:15 Uhr:

Aber die Mehrheit verlangt von 300,00 € (was ich völlig ok finde) bis 2500,00 € darüber.

Aber bei den extremen Gewinnaufschlägen müsste ja preislich noch was gehen.

Nur als Anmerkung, damit hier keine Mißverständnisse entstehen:

Aufgeschlagen wird vom Händler lediglich eine Marge. Wieviel ihm davon als Gewinn bleibt, hängt von vielen Faktoren ab und kann bei der Preiskalkulation meistens noch nicht exakt ermittelt werden.

Zitat:

@eminem2406 schrieb am 7. Juli 2015 um 19:33:04 Uhr:

Zitat:

@Ollersack777 schrieb am 7. Juli 2015 um 17:32:46 Uhr:

 

Da hast du auch Recht. Deshalb gehe ich nur zum Autohaus und nicht so einer An- und Verkausbude.

Und die verkaufen Dir nur die goldenen TOP-Fahrzeuge unterhalb des Händler EK, oder wie soll ich das nun verstehen? Ich glaube es gibt hier wie dort schwarze Schafe...

Habe ich gesagt UNTER HEK? Also Dichte bitte nichts dazu.

Ein etabliertes Autohaus , u.U. schon seit 30 Jahren am Ort, wird für ne schnelle Mark kaum seinen Ruf ruinieren. Dort bekomme ich gute faire Gebrauchte zu einem angemessenen Preis. Olle Gurken finde ich dann bei Ali auf dem Kiesplatz-Grabbeltisch. Und da ist bescheixxen Volkssport.

Zitat:

@Ollersack777 schrieb am 7. Juli 2015 um 20:00:10 Uhr:

Zitat:

@eminem2406 schrieb am 7. Juli 2015 um 19:33:04 Uhr:

 

Und die verkaufen Dir nur die goldenen TOP-Fahrzeuge unterhalb des Händler EK, oder wie soll ich das nun verstehen? Ich glaube es gibt hier wie dort schwarze Schafe...

Habe ich gesagt UNTER HEK? Also Dichte bitte nichts dazu.

Ein etabliertes Autohaus , u.U. schon seit 30 Jahren am Ort, wird für ne schnelle Mark kaum seinen Ruf ruinieren. Dort bekomme ich gute faire Gebrauchte zu einem angemessenen Preis. Olle Gurken finde ich dann bei Ali auf dem Kiesplatz-Grabbeltisch. Und da ist bescheixxen Volkssport.

Ok, dann über Händler Ek, dennoch wollen die Leben und haben auch nicht nur die besten Fahrzeuge stehen. Du kannst auch bei Marken Händlern besch...en werden. Genauso kannst Du Glück bei Deiner An und Verkaufsbude haben.

Wie bereits erwähnt, viele Händler versuchen in den ersten Wochen "mehr" Gewinn zu erzielen, deshalb ist es mit den Preisen, EK und VK auch nicht so leicht zu beurteilen.

Ich hatte Kunden, die haben wirklich auf dem Gebrauchtwagenplatz ihren "Liebling" gefunden und 3-4 Monate gewartet ... WENN der Wagen dann noch da war, war er (oft) zum EK zu bekommen.

Es gab auch "nette" ältere Herren, die einfach nicht rechnen konnten. ??

Sorry - aber es ist doch wirklich egal, ob man für den Neuen 5.000,- € weniger zahlt, oder ob man 2.000,- € weniger zahlt und dann 3.000,- € mehr für seinen Grbrauchten bekommt ..... aber einige Spezies haben das nicht verstanden.

Wenn dann die Neu- und Gebrauchtwagenverkaufsleiter auch noch um die Preise streiten, kamen manchmal komische Ergebnisse heraus: Neuwagen 0% Rabatt, dafür den Gebrauchten mit 3.000,- € überzahlt und dann musste auch versucht werden den Gebrauchtwagen 3.000,- € teurer zu verkaufen.

Wem will man dann einen Vorwurf machen?

Anderes Beispiel: Der Gewinn liegt im EK, also wenig für den Gebrauchten bezahlen und mehr Rabatt auf den Neuwagen geben. Die GW-Abt. freut sich und der NW-Verkäufer geht mit 100,- € pro Auto nach Hause.

Ausserdem: Heute als "ich AG" muss der Verkäufer teilweise Miete für sein Büro zahlen (an das Sutohaus), dazu privat krankenversichern und für später vorsorgen. Bei ca. 12-14 Autos pro Monat (und das ist schon gut!), sind das evtl. 2.000,- € brutto .... da ist Altersarmut vorprogrammiert!!!

Zitat:

@eminem2406 schrieb am 7. Juli 2015 um 19:33:04 Uhr:

Zitat:

@Ollersack777 schrieb am 7. Juli 2015 um 17:32:46 Uhr:

 

Ich war vor ein paar Jahren mal Selbstständig und ich kann Dir sagen das der Händler, wenn er Selbständig ist und keine Angestellten hat, bei theoretischen 3000,-€ pro Fahrzeug, schätzungsweise 2-3 Fahrzeuge im Monat verkaufen muss um halbwegs rentabel zu Arbeiten.

Wenn er aber 40 Autos verkauft, kann er mit weit weniger absolutem Gewinn hochprofitabel wirtschaften, da sich die Rendite über den Kapitalumschlag potenziert - Zinseszinseffekte ausser betracht gelassen.

Ich denke viele Autohändler nehmens mit der Bilanzierung nicht ganz so ernst, vor allem im Kiesplatzbereich. Da ist dann auch mit weniger schon bisschen was verdient. Und woher die Kiste kommt kann man nie sagen: Oft liegt nämlich eher im Einkauf der Gewinn. der Abverkaufsmarkt ist durch mobile etc. relativ transparent.

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