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Wiedereinstieg als LKW-Fahrer nach längerer Arbeitsunfähigkeit

Themenstarteram 24. Januar 2013 um 22:16

Hallo,

ich habe ein großes Problem und suche hier im Forum nach Rat und Tipps bzw. Leuten, denen es ähnlich ergangen ist wie mir...

Ich hatte nach 20 Jahren Berufstätigkeit als LKW-Fahrer CE im März 2009 einen unverschuldeten Unfall erlitten (Auffahrunfall eines Kollegen auf der Autobahn, unmittelbar nachdem ich wegen einer Panne am Pannenstreifen anhielt), war deshalb danach längere Zeit arbeitsunfähig bis Ende 2010, habe innerhalb dieser Zeit aber auch eine Kur absolviert und bin seitdem wieder ganz gesund, voll motiviert und einsatzfähig. Aufgrund der längeren AU hat mich der Arbeitgeber jedoch zum 01.10.09 gekündigt. Seit Januar 2011 bin ich nun auf Jobsuche, ab Februar 2011 bis September 2011 hat mich die Agentur f. Arbeit in eine Maßnahme beim BFZ geschickt. Doch weder vom BFZ noch von Arbeitsagentur oder auch von der Rentenversicherung als Träger der Kur war eine wirkliche Hilfe zur Wiedereingliederung zu erwarten, weil die das nicht mehr wollten, obwohl dies jedoch - trotz aller Widrigkeiten, die dieser Beruf leider auch mit sich bringt - mein Traumberuf ist und ich unbedingt wieder als LKW-Fahrer arbeiten möchte. Daher habe ich inzwischen auch alle 5 Module der BKF-Weiterbildung auf eigene Kosten finanziert und lebe inzwischen von dem Schmerzensgeld der Versicherung, Ersparnissen und Rücklagen, die ich noch habe, da ich mir aus eigener Kraft wieder einen Job suchen will und nicht weiter der Willkür der Agentur f. Arbeit bzw. Arge ausgesetzt sein wollte.

Eigentlich hatte ich ja auch gedacht, dass ich relativ schnell wieder einen Job bekommen würde...

Jetzt habe ich jedoch das Problem, dass mich anscheinend wegen der "Krankheitslücke" kein neuer AG mehr einstellen will. Ich habe inzwischen hunderte Bewerbungen geschrieben, doch bislang - bis auf ein paar wenige Vorstellungsgespräche, die danach alle wieder "im Sande" verlaufen sind - kein Erfolg...

Wie kann ich es anstellen, dass ich diese große Lücke im Lebenslauf "kaschieren" kann, ohne direkt lügen zu müssen? (Das BFZ hat mir damals vorgeschlagen, ich sollte einfach schreiben, dass ich in dieser Zeit selbständiger Transportunternehmer gewesen sei, aber das wäre Betrug und außerdem Urkundenfälschung, da auch der Lebenslauf ein Dokument darstellt)

Ich habe bei den Bewerbungsschreiben schon Vieles ausprobiert und herum experimentiert, bin damit aber auch nie so recht weiter gekommen, zuletzt habe ich es jetzt einfach mit Ehrlichkeit versucht und im Lebenslauf geschrieben:"10/09 - 12/10 AU und Kuraufenthalt nach unverschuldetem Unfall mit vollständiger Genesung", aber scheinbar kommt man auch damit nicht weiter...

Ist hier jemand im Forum, dem es vielleicht ähnlich ergangen ist wie mir (ich denke, mit meinem Unfall bin ich doch sicher kein Einzelfall...) und der mir vielleicht einen Tipp geben kann, wie er nach einer längeren AU wieder einen Job als Fahrer bekommen hat und wie man diesbezüglich seinen Lebenslauf verfassen könnte???

Vielen Dank im Voraus für eure Ratschläge und Tipps und euch allen allzeit eine unfallfreie Fahrt, gerade jetzt bei diesen Wetterverhältnissen!!!

<schwerlastbrummi>

Beste Antwort im Thema

Bis auf 2,3 Sätze wurde ich noch nie von meinen Arbeitgebern zu meiner Vergangenheit befragt. Bei mir hat immer nur meine aktuelle Leistung gezählt. Ich würde zum Beispiel auch nie sagen; dies oder das kann ich mangels Erfahrung nicht fahren! Ich fahre erstmal los, dann frage ich mich eben durch und im schlimmsten Fall werde ich wieder gekündigt! Besser als gar nicht erst genommen zu werden. Von euren ganzen Schulungen seit ihr so überqualifiziert, das fällt doch bei jedem Gespräch auf, dass da kein normaler LKW-Fahrer sitzt, sondern ein "Schnacker".

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Ich schlage auch das persönliche Vorstellen vor. Der ganze Papierkram ist zwar nett, aber nichts geht über ein Gespräch von Mann zu Mann. Wichtig ist dabei, dem Gegenüber zu vermitteln, dass du genau in dieser Firma anfangen möchtest, wegen des guten Rufs unter Kollegen. Und fange nicht gleich mit Wünsche und Geldvorstellungen an. Das ist zwar wichtig, aber zuerst geht es doch darum, überhaupt erstmal wieder ein Arbeitsverhältnis in den Lebenslauf zu bekommen. Von Alter her bist du doch Idealbesetzung. Stelle in jedem Fall mehr dein Können und deine Qualifikation heraus, diese kurze Fehlzeit ist eher nicht das Problem, wie wenn du vorher in 20 Jahren bereits 20 Stellen hattest. Da nützt dann der beste Lebenslauf nichts mehr.

Zitat:

Original geschrieben von schwerlastbrummi

 

Bin sowohl im Nah- wie auch im innerdeutschen FV gefahren und würde mir sowas auch wieder vorstellen (gerne auch Agrarbereich), aber möglichst mit "geregelten" Schichtzeiten.

 

LG <schwerlastbrummi>

Hast du den Punkt "geregelten Schichtzeiten" irgendwo in deinen Bewerbung "angesprochen" bzw. läßt du das durch bestimmte "Formulierungen" deutlich werden?

Das kämme vermutlich ganz schlecht an, beim Chef/ Personaler!

Also falls vorhanden streichen, so etwas kann man in einem Persönlichen Gespräch besser abklären, falls du in dem Gespräch das Gefühl bekommst, das ein abklären überhaupt noch notwendig ist.

Formulierst du in deinen Bewerbungen auch eine Gehaltsvorstellung??

Ich würde dir, wie schon mehrfach hier vorgeschlagen, eine Persönliche Bewerbung anraten.

Du kannst dafür In Zeitungen / Internet vorher suchen welche Spedition Fahrer sucht o. auch einfach nur "Initiativ" vorstellig werden.

Speditionen bei den du in den letzten Wochen auf eine Bewerbung hin "abgelehnte" worden bist, solltest du ersteinmal nicht aufsuchen.

Dann würde ich dir raten jede Einstellung anzunehmen die nur irgendwie (notfalls auch mit der viel Zitierten "Faust in der Tasche"..) passt.

Du hast wieder eine Anstellung u. kannst immer noch nach etwas besserem suchen.

 

MfG Günter

Themenstarteram 27. Januar 2013 um 23:17

Hallo, ihr hilfsbereiten Kollegen!

Vielen Dank wieder für eure weiteren Ratschläge und Tipps, ich werde sie mir zu Herzen nehmen und versuchen, diese umzusetzen und meinen CV und Bewerbungsschreiben entsprechend umzuformulieren!

Ich habe natürlich NICHT in meinen Bewerbungsschreiben irgendetwas von "geregelten" Arbeitszeiten oder auch Gehaltsvorstellungen anklingen lassen - Gehaltsvorstellungen habe ich selbstverständlich nur dann geäußert, wenn sie auch ausdrücklich erwünscht/gefordert waren.

Gelegentlich wurde ich ja auch zu Vorstellungsgesprächen eingeladen (wo ich noch nicht meine AU explizit erwähnte), aber dann hieß es halt immer: "Wir haben noch ein paar andere Bewerber, die wir uns ansehen möchten, danach werden wir uns entscheiden und Sie hören dann von uns." Danach war dann immer "Funkstille" und ich denke, dass sie mir damit schon zu verstehen geben wollten, dass sie gar nicht an mir interessiert sind, denn früher lief das bei meinen Vorstellungsgesprächen anders ab: Da kam ich hin zum Vorstellungsgespräch hin und nach dem Gespräch stellten die mich immer sofort ein, da gab es so ein "wir haben noch ein paar andere Bewerber, die wir uns auch noch ansehen möchten ..." usw. nicht. Oder ist diese Floskel heute allgemein üblich?

Ich könnte mir ja auch vorstellen, dass sich heute auf eine Stellenanzeige sicher hunderte von arbeitslosen Kraftfahrern bewerben werden und man hat da nur noch eine Chace wie im Lotto, dass man den Job bekommt...?!?

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass ein Firmenchef sicher eher jemandem den Vorzug gibt, der einen "astreinen" CV hat als einem Bewerber, der einen Unfall mit längerer AU und Lücken vorzuweisen hat.

Es könnte aber auch sein, dass die AGs überhaupt nur bei dem Wort "Unfall" misstrauisch werden, weil sie ja nicht unmittelbar nachprüfen können, ob der Unfall auch wirklich fremdverschuldet war, denn ein heutiger moderner LKW kostet ja auch schon ein paar hunderttausend Euronen und die Zeiten, wo einige Firmen durchaus noch mit uralten stinkenden Schrotthaufen unterwegs waren, sind seit Einführung der km-Maut und Feinstoffplaketten wohl auch schon vorbei...

Um diese Befürchtung allerdings zu entkräften, habe ich aber auch immer einen aktuellen KBA-Auszug mit NULL Punkten mitgeschickt und auch schon im Bew.schreiben erwähnt, dass keine Eintragungen beim KBA vorliegen. Daraus sollte ja eigentlich (zumindest indirekt) meine Unschuld am Unfall hervorgehen und auch, dass ich anständig fahre, oder?

VG <schwerlastbrummi>

Für mich is es im Augenblick nicht nachvollziehbar warum es bei dir nichts klappt..zumidest vom Alter und Ausbildungsstand.

Du behauptes deine Bewerbung und Lebenslauf sind ok.

Hier irren die meisten.

Was du im Bewerbunstrainig gelernt hat vergesse mal ganz schnell.

Die Bewerbung muss kurz und knackig sein und Neugier erwecken.

Formulierungen wie Pünktlichkeit/Ehrlich /zuverlässig haben hier nichts zu suchen.

Nach einer Woche telef. nachfragen.

Arbeitsunfall ist gut ,Rückenleiden/aus ausgeheilt ist ein no GO.

Bewerbungstrainig nicht erwähnen,so etwas bekommen nur aussichtlose Leute.

Lebenslauf durch Fachmann machen lassen.

usw.

Würde gerne mal einige deiner Bewerbungen lesen,oft offenbaren sich da Abgründe.

Bopp 19

Mein Vater hat das selbe Problem über 50 Bewerbungen geschrieben, keine Chance.

Teilweise gar keine Rückmeldung, teilweise Vorstellungsgespräch dann nix mehr.

Hallo schwerlastbrummi

Du hast recht wenn du sagst, das Leute bei den Worten "Unfall" oder einer grösseren Lücke misstrauisch werden...

Es ist heute schlicht egal, ob du den Unfall nur "miterlebt" oder verursacht hast. Es ist egal, das du eine AU hattest, wegen der du nicht arbeiten KONNTEST.

Das was zählt: Unfall, Lücke. Mehr sehen die Personalentscheider nicht. Und da wir ja einen Fachkräftemangel haben (darum gibts in allen Branchen in denen so herzergreifend nach Fachkräften geschrien wird so viele Arbeitslose), kriegst du gleich die Absage; der Aufwand offene Fragen zu klären nehmen immer weniger Unternehmen auf sich... Wozu auch, das nächste Bewerbungsdossier liegt gleich unter deinem... :-/

Darum ist es wichtig - auch wenn du dich als "Initiativbewerbung" persönlich vorstellen gehst - einen CV parat zu haben, der die Fragen nach dem "Warum" gar nicht erst aufkommen lässt (vgl. "AU wg. Krankheit/Leiden", nicht "AU wegen unverschuldetem Unfall"), oder das du notwendige Papiere (vgl. Arztzeugnis welches dir Arbeitsfähigkeit bescheinigt) gleich "nachdoppeln" kannst wenn die Fragen dann doch kommen...

Sozusagen wie in der Kontrolle: wenn du alle notwendigen Formluare, Aus- und Nachweise (nach Möglichkeit sauber) geordnet zur Hand hast, sind die von der Rennleitung, die Kontrolle an sich, und somit du als Fahrer (und im Endeffekt auch dein Chef und der Kunde) weitaus entspannter ;)

Diese Problem ist nicht ganz unbekannt.

Bei 50 Plus sind 500 Bewerbungen ganz normal.

Wenn ich aber mal in Berlin in die Zeitung sehe werden da genug Stellen in diesem Fachbereich angeboten.mit Telefonnr.

Eine persönlich Vorstellung ist immer die beste,sonst biste nur ein Stück Papier.

Zitat:

Original geschrieben von Bopp19

Diese Problem ist nicht ganz unbekannt.

Bei 50 Plus sind 500 Bewerbungen ganz normal.

Wenn ich aber mal in Berlin in die Zeitung sehe werden da genug Stellen in diesem Fachbereich angeboten.mit Telefonnr.

Eine persönlich Vorstellung ist immer die beste,sonst biste nur ein Stück Papier.

Ich sage nicht das ich noch nie Arbeitslos war aber 500 Bewerbungen habe ich in meine ganzen Leben nicht zusammen... :rolleyes:

Ich mache ein paar Telefonanrufe, Papiere koennen die NACH dem persoenlichen Gesprach haben...

Und bevor ihr alle dumme Gedanken kriegt das ich grad aus der Schule bin. ;) Das letzte mal wo das geklappt hat war ich 59 und bin immer noch mit der Firma. Bezahlung ist gut, die einzige Frage zur Befoerderung war: "Bist bereit uebers Rentenalter zu arbeiten?" Antwort: "Aber gerne, solange ihr bezahlt" :D

 

Gruss, Pete

Zitat:

Original geschrieben von Reachstacker

Zitat:

Original geschrieben von Bopp19

Diese Problem ist nicht ganz unbekannt.

Bei 50 Plus sind 500 Bewerbungen ganz normal.

Wenn ich aber mal in Berlin in die Zeitung sehe werden da genug Stellen in diesem Fachbereich angeboten.mit Telefonnr.

Eine persönlich Vorstellung ist immer die beste,sonst biste nur ein Stück Papier.

Ich sage nicht das ich noch nie Arbeitslos war aber 500 Bewerbungen habe ich in meine ganzen Leben nicht zusammen... :rolleyes:

Ich mache ein paar Telefonanrufe, Papiere koennen die NACH dem persoenlichen Gesprach haben...

Und bevor ihr alle dumme Gedanken kriegt das ich grad aus der Schule bin. ;) Das letzte mal wo das geklappt hat war ich 59 und bin immer noch mit der Firma. Bezahlung ist gut, die einzige Frage zur Befoerderung war: "Bist bereit uebers Rentenalter zu arbeiten?" Antwort: "Aber gerne, solange ihr bezahlt" :D

 

Gruss, Pete

Soweit ich weiß, entstehen im Amiland dem Unternehmer keine Kosten durch Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Hier in Deutschland versuchen viele 50+ Fahrer nur noch ihre paar Jahre bis zur Rente voll zu bekommen und sind dementsprechend häufig krank.

Themenstarteram 28. Januar 2013 um 18:52

Hallo, Kollegen!

Danke für die weiteren Hinweise etc.!

Ja, ich glaube eben auch, dass es bei mir "nur" an der Lücke liegt, die ich irgendwie "arbeitgeberfreundlich plausibel" schließen müsste, damit ich wieder "attraktiv" für den deutschen Arbeitsmarkt wäre.

Ich glaube eher nicht, dass es an (sonstigen) Formulierungen im Bew.schreiben liegt, denn damit hatte ich früher noch nie Probleme, meine Bew.schreiben waren sicher immer recht knackig und attraktiv. Ein Personalchef rief mich sogar einmal 10 Minuten nach Absenden meiner E-Mail-Bewerbung an und lud mich ein zum Vorstellungsgespräch, anschließend hatte ich den Job! - Aber das war einmal... - halt früher, wo ich noch nicht diese verdammte Lücke hatte...

@78ermike:

Du hast sicherlich völlig Recht damit, dass die Personalchefs eben immer nur über meine "Lücke" stolpern, denen es aber sch.... egal ist, warum diese da ist und ob ich da einen Unfall hatte oder eine sonstige AU - die sehen nur die Lücke und nehmen natürlich 1000 mal lieber einen Kollegen, der einen "ordentlichen" CV hat - in deren Kreisen nennt man nennt so etwas wohl "Risikominimierung"... ;-)

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich sicher so mancher Personalchef denkt, na wenn den Bewerber direkt nach seiner AU (vor 2 Jahren) schon nicht ein anderer AG eingestellt hat, dann ist mit dem doch sicher irgendetwas faul... Und dann hat der noch 100 andere Bewerbungen auf dem Tisch liegen, die wesentlich "arbeitgeberfreundlicher" sind...

Erschwerend könnte bei mir dann auch noch dazu kommen, dass in all meinen Arbeitszeugnissen drin steht, dass ich "betriebsbedingt" gekündigt worden bin, aber "betriebsbedingt" kann alles bedeuten und wird in der Regel ja immer gerne dann gebraucht, wenn sich die jeweilige Firma nicht zu den näheren (Kündigungs-)Umständen äußern möchte...

Nur: Bei Zeugnis 1 ist die Firma pleite gegangen und ich musste gehen, bei Firma 2 wurde die Logistik zentralisiert und ich musste gehen und bei Zeugnis 3 hattte ich den Arbeitsunfall...

Nur ein Personalchef liest halt immer: betriebsbedingt, betriebsbedingt, betriebsbedingt...

Ein Firmenchef hat mir sogar einmal beim VG gesagt: "Wenn ich mir ihren Lebenslauf so ansehe, stelle ich fest, dass Sie bei jeder Firma immer nur für ein paar Jahre beschäftigt waren, bei der einen mal 5 Jahre, bei der anderen mal 3 Jahre und so weiter. Sie haben es wohl nie sehr lange bei einer Firma ausgehalten, oder? Wenn ich mir da meinen Betrieb ansehe, wir haben nur langjährige Mitarbeiter, die schon seit vielen Jahren hier arbeiten." - Da habe ich mich so richtig darüber geärgert - in welcher Welt lebt der denn eigentlich??? Sind dem seine Uhren etwa vor 20 Jahren stehen geblieben, als es noch langjährige, unbefristete Arbeitsverträge gab??? Was soll man denn anderes machen in der heutigen Zeit, in der nur noch befristete Arbeitsverträge ausgegeben werden und man oft nach einem Jahr wieder vor die Türe gesetzt wird, in Zeiten, wo Firmen der Reihe nach alle pleite gehen und man selber gar nichts dafür kann??? Die Zeiten, in denen man mal in einer einzigen Firma bis zur Rente bleiben konnte, sind doch schon seit Jahrzehnten vorbei...

<schwerlastbrummi>

Ich will mich jetzt mal outen.

Obwohl ich über 35 Jahre in der KFZ Branche gearbeitet habe war meine Haupttätigkeit in de letzten 4 Jahren eine Tätigkeit im soziale Bereich für das Jobcenter Berlin ......

Ich war für den "handwerklichen Bereich zuständig.

Was ich da an Bewerbungen gelesen habe war zum grössten Teil grauenhaft und zum Scheitern verurteilt.

Wenn mir ein Facharbeiter sagt ich finde keine Stelle aber an meinen Anschreiben kann es nicht liegen,bekommt er eine Maßnahme aufgedrückt damit er aus der Statistik raus ist.

Das Anschreiben ist A und O

Wenn ich höre an meinen Anschreiben kann es nicht liegen,fliegt der Gesprächpartner entweder zu hoch oder will nicht zu bestimmten Bedingungen Arbeiten oder er ist arbeitsunwillig.

Auch wenn ich nicht aktuell arbeitssuchend bin erstatte die Arge pro Bewerbung 5 Euro ,bei intenett 2 Euro.

Kosten für die Vorstellung (Fahrkosten werden erstatattet)

Hier gibt es ganz viele Förderungsmöglichkeiten die nich nur aus dem Kannbereich sondern auch aus den Mussbereich abzuleiten sind.

Welcher Träger ist für dich nach SGB zuständig

Ich will dem TE nichts ,aber das gelabere höre ich jeden Tag

Bopp19

Wie du schreibst, bist du seit September 2011 auf Arbeitssuche? Ist wirklich unwahrscheinlich, dass jemand der arbeiten will 14 Monate in Deutschland und der EU keine Arbeit findet? Keine Stelle als Paketkutscher, als Nahverkehrsfahrer, keine Stelle für 1.300 € brutto? Ich hätte da auch meine Zweifel, was ich mit jemand wie dir machen soll?

Es ist wohl echt das beste, du erzählst dass du diese Zeit im Ausland warst. Denk dir irgend einen Grund aus. Animateur, Kinderbetreuung, Hausmeister auf Mallorca, mit dem Freund auf Weltreise, oder sonstwas, aber jemand der seit 14 Monaten Bewerbungen schickt und als Fahrer nichts findet, sowas braucht heute niemand. Tut mir leid, aber so ist die Wahrheit.

Zitat:

Original geschrieben von Mobi Dick

Wie du schreibst, bist du seit September 2011 auf Arbeitssuche? Ist wirklich unwahrscheinlich, dass jemand der arbeiten will 14 Monate in Deutschland und der EU keine Arbeit findet? . Tut mir leid, aber so ist die Wahrheit.

Aber jetzt muß es sein :  Daumen  :)

Zitat:

Original geschrieben von schwerlastbrummi

Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass sich sicher so mancher Personalchef denkt, na wenn den Bewerber direkt nach seiner AU (vor 2 Jahren) schon nicht ein anderer AG eingestellt hat, dann ist mit dem doch sicher irgendetwas faul... Und dann hat der noch 100 andere Bewerbungen auf dem Tisch liegen, die wesentlich "arbeitgeberfreundlicher" sind...

Eben hier das grosse Problem, das ich mit dem Zeugnis vom Arzt meinte:

hier kannst du allerdings im Anschreiben (oder beim direkten Vorstellen) entgegenwirken, indem du den "Direkteinstieg nach AU" suchst, und die Arbeitsfähigkeit vom Arzt bestätigst, sozusagen...

Ebenfalls kannst du hier guten Gewissens VON DEINER SEITE AUS mit zwei Tagen Probearbeiten argumentieren... (bei uns in der CH gibt es "Einarbeitungszuschüsse"; d.h. das Amt zahlt eine gewisse Zeit den Lohn, machts dem AG etwas einfacher... Gibts sowas bei euch auch? Wenn ja: beim Amt diese beantragen)

Zitat:

Original geschrieben von schwerlastbrummi

Erschwerend könnte bei mir dann auch noch dazu kommen, dass in all meinen Arbeitszeugnissen drin steht, dass ich "betriebsbedingt" gekündigt worden bin, aber "betriebsbedingt" kann alles bedeuten und wird in der Regel ja immer gerne dann gebraucht, wenn sich die jeweilige Firma nicht zu den näheren (Kündigungs-)Umständen äußern möchte...

Das ist heftig, jap. Aber wie du anschliessens schreibst - es war Betriebsbedingt... Was will man... Hast du die Arbeitszeugnisse mal durchchecken lassen? Ev. liegt darin mehr begraben als nur das "betriebsbedingte" Zeugs...

Zitat:

Original geschrieben von schwerlastbrummi

Nur: Bei Zeugnis 1 ist die Firma pleite gegangen und ich musste gehen, bei Firma 2 wurde die Logistik zentralisiert und ich musste gehen und bei Zeugnis 3 hattte ich den Arbeitsunfall...

Nur ein Personalchef liest halt immer: betriebsbedingt, betriebsbedingt, betriebsbedingt...

ev. kannst du dies im CV entsprechend kurz ausführen...

bsp.

von - bis Fahrer bei xyz, deine Aufgaben kurz abreissen

nächste Zeile: Betriebsbed. Entlassung wegen Unternehmenskonkurs/was immer der Grund war

Zitat:

Original geschrieben von schwerlastbrummi

Ein Firmenchef hat mir sogar einmal beim VG gesagt: "Wenn ich mir ihren Lebenslauf so ansehe, stelle ich fest, dass Sie bei jeder Firma immer nur für ein paar Jahre beschäftigt waren, bei der einen mal 5 Jahre, bei der anderen mal 3 Jahre und so weiter. Sie haben es wohl nie sehr lange bei einer Firma ausgehalten, oder? Wenn ich mir da meinen Betrieb ansehe, wir haben nur langjährige Mitarbeiter, die schon seit vielen Jahren hier arbeiten." - Da habe ich mich so richtig darüber geärgert - in welcher Welt lebt der denn eigentlich??? Sind dem seine Uhren etwa vor 20 Jahren stehen geblieben, als es noch langjährige, unbefristete Arbeitsverträge gab??? Was soll man denn anderes machen in der heutigen Zeit, in der nur noch befristete Arbeitsverträge ausgegeben werden und man oft nach einem Jahr wieder vor die Türe gesetzt wird, in Zeiten, wo Firmen der Reihe nach alle pleite gehen und man selber gar nichts dafür kann??? Die Zeiten, in denen man mal in einer einzigen Firma bis zur Rente bleiben konnte, sind doch schon seit Jahrzehnten vorbei...

<schwerlastbrummi>

Das ist die selbe Klientel, die nicht bemerkt hat, das nach den Massenentlassungen seit 2008 mehr Menschen auf Jobsuche sind, als Stellen frei; oder nicht wissen, dass das deut. Arbeitsgesetz nach dem Prinzip "LIFO" (Last in, First out) arbeitet; Last in, First out (als Letzter eingestellt, als Erster entlassen; je länger man iwo arbeitet, desto griffiger der Kündigungsschutz)... Hald eben solche die wie bei mir argumentieren "Sie sind zu lange Arbeitslos, ich gebe ihnen darum den Job nicht. Nehmen Sie doch mal einen Job an" - wo ich dann immer antworte: "alle sagen mir das; aber wie soll ich einen Job annehmen, wenn mir keiner einen Job geben will, weil mir BISHER (betont) keiner einen Job geben wollte..."

Hier kannst du dann nur mit der blanken Antwort arbeiten: wo kein Unternehmen da kein Angestellter. Wegrationalisiert. usw.

 

ABER, nachdem was du schreibst - ich denke auch das es am Dossier (Anschreiben/CV-Kombi, Zeugnisse) liegt... Verlass dich aber nicht auf die "Fachkräfte" bei der BA/Arge... Nutz bei den Zeugnissen eher Beratungsangebote bei Gewerkschaften od. Berufsverbänden (wo's das bei dir in der Gegend gibt)

OH, bevor ich's vergesse:

beim lokalen Bauamt als Aushilfe anfangen hast du schon versucht? (zur Not als 400€-Kraft) Weil da kannst du einerseits fahren, und wer bei nem Bauamt arbeitet KANN nicht AU sein...

EDIT:

das übelste an Sinnlosem korrigiert... Wer weitere (Sinn)Fehler findet darf sie behalten ;)

Themenstarteram 29. Januar 2013 um 13:01

Hallo ins Forum!

Danke wieder für eure Beiträge und auch für die ehrlichen Meinungen dazu!

@Bopp19:

Ich gebe Dir durchaus Recht, wenn Du sagst, dass es sicher viele wirklich grauenvolle Bew.schreiben gibt und sich die Leute damit dann sozusagen ihr eigenes Grab schaufeln, und ich habe in der Zeit, wo mich die AfA in die Maßnahme zum Berufsförderzentrum (BFZ) geschickt hat, auch einige solcher grauenvollen Exemplare gelesen.

Wenn Du aber wirklich glaubst, dass es nur an meinem - Deiner Meinung nach - schlechten Bewerbungstexten liegen soll, dann erkläre mir doch bitte einmal, warum ich mit meinen Bew.schreiben früher, als es meine "Lücke" noch nicht gab, so große Erfolge hatte (vgl. meine früheren Beiträge) und ich teilweise mehrmals in der Woche zu Vorstellungsgesprächen eingeladen worden bin - heute aber gar nicht mehr?

Das ganze Dilemma hat im Grunde erst von da an angefangen, als ich beim BFZ war... Was haben die gemacht mit mir im sogenannten "Bewerbungscoaching"??? Sie haben mir meine echt knackigen Formulierungen alle kaputt gemacht, haben das Anschreiben total langweilig und 0815-mäßig umformuliert und haben sogar noch gemeint, ich sollte die Lücke dadurch schließen, dass ich schreibe, ich wäre in dieser Zeit "selbständiger Transportunternehmer" gewesen... So hätte ich mich bewerben sollen...!?! Indem sie mich zu einer Straftat anstiften (ein CV ist ein Dokument, das man mit seiner eigenen Unterschrift bestätigt - das wäre gemäß StGB eine Urkundenfälschung und damit eine STRAFTAT!!!) ???

Ist das Sinn und Zweck der Arbeitsagenturen, einen Arbeitslosen nur abzuschieben in sinnlose Maßnahmen, die einem überhaupt nichts bringen, sondern eher noch schaden??? Hat man dazu etwa Jahrzehnte lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt, damit diese Gelder dann sinnlos verschwendet werden und die Arbeitslosen nur aus der Statistik heraus "retuschiert" und gegängelt werden - ist das wirklich Sinn und Zweck einer "Agentur FÜR Arbeit"???

Ich sage Dir und auch allen anderen hier im Forum, es liegt einzig und alleine an der Lücke, die den AGs nicht gefällt! Hätte ich diese nicht, so hätte ich schon längst wieder einen Job!

Es war eigentlich mein Anliegen (vgl. meinen Beitrag ganz am Anfang), hier im Forum Hilfe, Rat und Tipps zu bekommen, wie ich diese "Lücke" Arbeitgeber freundlich umformulieren bzw. "kaschieren" könnte, aber es war nicht Sinn und Zweck dieser Aktion, dass ich mir hier vorwerfen lassen muss bzw. soll, ich wäre nur nicht bereit zu arbeiten, so nach dem Motto "wenn man arbeiten WILL, dann findet man schon eine Arbeit"... - Warum gibt es denn dann Millionen von Arbeitslosen in Deutschland? Sind die etwa ALLE nur FAUL und arbeitsscheu??? Ich habe einige Leute in meinem Bekanntenkreis, die sich - wie ich auch - den A.... aufreißen, Arbeit zu bekommen und auch inzwischen hunderte knackiger Bewerbungen geschrieben haben, aber je länger man arbeitslos ist umso unattraktiver ist man am Arbeitsmarkt und kein Schw... interessiert sich mehr für einen!!!

Ich habe aber hier im Forum dennoch ein paar wenige aber dennoch hilfreiche Anregungen und Vorschläge bekommen, wie ich das Eine oder Andere umformulieren oder auch weglassen könnte und möchte mich hierfür noch eimal bedanken bei den Leuten, die wirklich ECHTES Verständnis für mein Problem zeigen und auch WIRKLICH helfen möchten! DANKE !!!

Ich bitte aber dennoch um Verständnis, dass ich hier im Forum keines meiner Bew.schreiben veröffentlichen möchte, denn meine Formulierungen sind wirklich knackig und attraktiv und ich möchte nicht mit einer Veröffentlichung den Leuten helfen, die nur ohne Mühe und eigenes Engagement kostenlos und schnell zu top Bewerbungstexten kommen möchten!

Ich habe in mühevoller Kleinarbeit viele Stunden und Tage darin investiert, die Texte alle top auszuformulieren, habe dazu auch ehemalige Personalchefs und Werbetexter aus meinem Bekanntenkreis dafür zu Rate gezogen und darauf sehen lassen und habe einfach keine Lust, dass Andere dies alles ohne viel Mühe ausnutzen und "abkupfern" können!

Für weitere Vorschläge und hilfreiche Tipps bzgl. "kaschieren" meiner Lücke im CV bin ich aber trotzdem immer noch dankbar und aufgechlossen und bedanke mich im Voraus!

VG <schwerlastbrummi>

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