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Wie merkt man, ob das DSG im Schleifmodus oder Kraftschlüssig fährt?

Themenstarteram 5. Febuar 2019 um 7:55

Wie merkt man, ob das DSG (beim Anfahren oder schon fahren) im Schleifmodus ist oder Kraftschlüssig fährt?

Schleifen möchte man ja so gut wie möglich verhindern, vor allem beim Stoßverkehr.

Beste Antwort im Thema

Tja der gute alte Wandler - der rührt nur Öl um. Da sch..ß ich auf das bisschen Sprit, was da mehr gebraucht wird. Nicht alles Neue ist halt wirklich optimal - auf die Gesamtlebensdauer hin gesehen.

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Beim Anfahren schleift das DSG immer, schlicht und ergreifend, weil ein Verbrenner nicht ab 0 Umdrehungen pro Minute arbeiten kann.

Themenstarteram 5. Febuar 2019 um 9:11

Ok, wie merke ich, dass das DSG nicht mehr schleift? Ist das irgendwie Drehzahlabhängig, beim Manuellen Getriebe kann ich ja auch relativ schnell Kraftschlüssig fahren, ohne dass der Motor abstirbt - ruckelt dann etwas, weil niedertourig, ist aber dennoch Kraftschlüssig.

Wenn die Drehzahl sich proportional zur Geschwindigkeit verändert, ist das Getriebe kraftschlüssig. Das heißt bei 10% mehr Geschwindigkeit muss die Drehzahl um 10% steigen. Verändert sich die Drehzahl nicht proportional, ist das Getriebe auch nicht kraftschlüssig.

Merkst Du eigentlich gar nicht.

Ein nasses DKG wird (obs alle Hersteller machen weiss ich nicht) selten kraftschlüssig betrieben. Hier werden zur Vibrationsdämpfung im niederen und mittleren Drehzahlbereich immer 25-50 U/min Schlupf gefahren.

Der Kupplungsdruck (alle nassen DKG sind "normally open") wird immer proportional zum übertragenen Moment gesteuert.

Verschleiß spielt bei nassen Mehrscheibenkupplungen keinerlei Rolle, wird über die Lebensdauer wohl nicht messbar sein.

Ein trockenes DKG macht dies nicht. Zum einen ist es "normally closed", müsste also aktiv offen gehalten werden, zum anderen träte hier hoher Verschleiß auf.

Ah, interessant.

Das DSG ist ein DQ250. (Ich blende trockene DSG in Gedanken schon aus :D )

Bedeutet das, dass es für dieses OK ist, wenn lange geschliffen wird beim Anfahren und es dem eigentlich nichts schlechtes tut?

Ja, das bedeutet es.

Zitat:

@tkme schrieb am 5. Februar 2019 um 10:20:43 Uhr:

Ah, interessant.

Das DSG ist ein DQ250. (Ich blende trockene DSG in Gedanken schon aus :D )

Bedeutet das, dass es für dieses OK ist, wenn lange geschliffen wird beim Anfahren und es dem eigentlich nichts schlechtes tut?

Nö, das ist auch für ein nasses DKG nicht gut, weil es überhitzen kann. Steht sogar in der Bedienungsanleitung, dass dann ein Hinweis im KI kommt und eine Zwangspause vom Stop-and-Go dringend empfohlen wird.

Zitat:

@birscherl schrieb am 5. Februar 2019 um 12:37:41 Uhr:

Zitat:

@tkme schrieb am 5. Februar 2019 um 10:20:43 Uhr:

Steht sogar in der Bedienungsanleitung, dass dann ein Hinweis im KI kommt und eine Zwangspause vom Stop-and-Go dringend empfohlen wird.

Na das nenne ich mal n tolles Getriebe :D Stau oder Stadtverkehr sind also DSG Killer?

Tja der gute alte Wandler - der rührt nur Öl um. Da sch..ß ich auf das bisschen Sprit, was da mehr gebraucht wird. Nicht alles Neue ist halt wirklich optimal - auf die Gesamtlebensdauer hin gesehen.

Zitat:

@AstraKFahrer schrieb am 5. Februar 2019 um 13:19:11 Uhr:

Na das nenne ich mal n tolles Getriebe :D Stau oder Stadtverkehr sind also DSG Killer?

Beim DQ250 eher nicht, eben weil es eine aktive Kühlung der Kupplungen hat. Beim Kriechen kommt einfach nicht genug Reibungswärme rüber.

Diese Überhitzungs-Szenarien hat man eher beim Rangieren von schweren Lasten, insbesondere an Steigungen.

Zitat:

@Matsches schrieb am 5. Februar 2019 um 09:35:41 Uhr:

Merkst Du eigentlich gar nicht.

Ein nasses DKG wird (obs alle Hersteller machen weiss ich nicht) selten kraftschlüssig betrieben. Hier werden zur Vibrationsdämpfung im niederen und mittleren Drehzahlbereich immer 25-50 U/min Schlupf gefahren.

Der Kupplungsdruck (alle nassen DKG sind "normally open") wird immer proportional zum übertragenen Moment gesteuert.

Verschleiß spielt bei nassen Mehrscheibenkupplungen keinerlei Rolle, wird über die Lebensdauer wohl nicht messbar sein.

Ein trockenes DKG macht dies nicht. Zum einen ist es "normally closed", müsste also aktiv offen gehalten werden, zum anderen träte hier hoher Verschleiß auf.

Wenn wir mal von den DSG's (also DKG des VW-Konzerns) ausgehen, ist auch das Trockenkupplungs-DSG (DQ200) normally open.

Das Nasskupplungs-DSG DQ250 hat einen Mikroschlupf von 10rpm, der aus Dämpfungsgründen vorhanden ist.

Die sich daraus ergebende Abweichung bei der Proportionalität zwischen Geschwindigkeit und Drehzahl, ist mit den Bordinstrumenten absolut nicht feststellbar. und von daher kann man dieses proportionale Verhalten durchaus nutzen, um annähernd festzustellen, ob kein Schleifen vorhanden ist.

Das DQ200 hat eine Besonderheit, denn es schleift beim Fahren mit geringer Geschwindigkeit, ohne dass Gas gegeben wird, permanent. Das soll die Kupplung aber aushalten können....

Schonen kann man die Kupplung, indem die manuelle Gasse mit Gang 1 gewählt wird, was dann aber den Nachteil hat, dass die Geschichte, aufgrund des beim DQ200 meist recht stark untersetzten Anfahrgangs, recht unkomfortabel wird, wenn man die Geschwindigkeit per Gasfuss ändert.

Beim Fahren in der Ebene ohne Gas zu geben (kommt bei Stop&Go häufiger vor), muss man halt, wenn man es genau wissen will, die dann vorhandene Motordrehzahl plus Geschwindigkeit ablesen und dann mithilfe der Übersetzung, Radhalbmesser usw. feststellen, ob eine Kupplung schleift oder nicht.

Schon bei der 6-Gang Wandlerautomatik des Polo 9N konnte man mittels VCDS sehen, welcher Gang eingelegt war und ob der Wandler überbrückt wurde.

Ich kann mir vorstellen, dass man bei einem DSG die Schaltvorgänge ebenfalls auslesen kann.

Zitat:

@raymundt schrieb am 5. Februar 2019 um 16:29:04 Uhr:

Schon bei der 6-Gang Wandlerautomatik des Polo 9N konnte man mittels VCDS sehen, welcher Gang eingelegt war und ob der Wandler überbrückt wurde.

Ich kann mir vorstellen, dass man bei einem DSG die Schaltvorgänge ebenfalls auslesen kann.

Die Schaltvorgänge denke ich auch. Das ist aber in diesem Fall eher uninteressant und ist zudem zumindest teilweise in den VW-Unterlagen (SSP's) beschrieben.

Ob die Kupplung dagegen schleift, müsste man indirekt auslesen können; in jedem Fall durch den Vergleich Motor- zu Getriebeeingangsdrehzahlen.

Zitat:

@birscherl schrieb am 5. Februar 2019 um 12:37:41 Uhr:

 

Nö, das ist auch für ein nasses DKG nicht gut, weil es überhitzen kann. Steht sogar in der Bedienungsanleitung, dass dann ein Hinweis im KI kommt und eine Zwangspause vom Stop-and-Go dringend empfohlen wird.

Kriechen oder fahren am Schleifpunkt interessiert eine nasse Lamellenkupplung (wie sie jedes nasse DKG hat) gar nicht.

Aber natürlich (vielleicht meinst Du das ja) hat jedes System Grenzen. EIn Motor kann zu heiss werden, Motor- oder Getriebeöl kann zu heiss werden und Bremsen können überhitzen wenn sie ausserhalb ihrer Auslegung betrieben werden.

Üblicherweise passiert das durch Mißbrauch.

Hältst Du ein Wohnwagengespann über längere Zeit mit der Kupplung am Berg, wird auch irgendwann die Lampe angehen.

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