Wer kennt sich wirklich genau mit Schmierstoffen aus? Bitte um Hilfe..

Porsche

Hallo zusammen,

ich fahre in meinem Porsche nachfolgendes Öl:

Castrol TWS Motorsport 10W-60

Ich bin mit dem Öl sehr zufrieden und habe bei meinem Fahrzeug, was modellspezifisch schon selten ist, einen hinzukommend sehr gemäßigten und niedrigen Ölverbrauch.

Die Ölsorte wurde mir vom Vorbesitzer empfohlen, ich möchte diese also auch entsprechend beibehalten.

Das Öl an sich kann man soweit ich mittlerweile mitbekommen habe nur über das Internet beziehen, fragt man bspw. über den Großhandel, Einzelhandel oder sonstwo nach, dann bekommt man zumindest diese Aussage mitgeteilt und alternativ das nachfolgende Öl angeboten:

Castrol Edge Formula RS 10W-60

Nun zu meiner Frage... mich verwirrrt das ein wenig.. den ich habe diesbezüglich schon ein paar Mal nachgefragt und mir wurde immer mitgeteilt, dass es sich um ein und das selbe Öl handelt..

ist dem denn so? Da ich das TWS nicht immer rechtzeitig bestellen konnte, habe ich daher unterwegs teils auch mal das Edge gekauft und habe damit nachgefüllt.. sind die gleich und kann man die mischen? Wie verhält es sich?

kann mich jemand aufklären..

Danke und viele Grüße

Beste Antwort im Thema

Das ideale Motorenöl für den Porsche 928 GTS kann man nie bestimmen. Gründe:

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie es mit dem Verschleiss etc. in den Motoren nach über 15 Jahren tatsächlich aussieht; ob es so ist wie sie prognostiziert haben

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie sich die heutigen, i. d. R. gegenüber damals verbesserten Motorenöle in den 928 Motoren machen

- Die (heutigen) Motorenölentwickler wissen nicht, wie ihr Öl sich auf Dauer in den Porsche 928 Motoren benimmt

- Keiner der (damaligen und heutigen) Motoren- und Ölentwickler weiß wie die Situation in Deinem Motor und wie dessen Einsatzbedinungen sind


- Keiner der (heutigen) echten und selbsternannten Porsche 928 Motorenexperten kann von repräsentativen Erfahrungen mit verschiedenen Motorenölen im Vergleich bei exakt identischen Bedingungen (Zustand, Situation im Motor und Einsatzbedingungen) berichten

Die vielfach vorhandene Meinung dass durch Verwendung von vollsynthetischen Ölen in Motoren die bisher mit mineralischen Ölen betrieben worden sind, sich Ölverkrustungen lösen und Ölkanäle verengen oder verstopfen könnten, vertrete ich nicht.

1. Sind die Unterschiede mineralisch - teilsynthetisch - vollsynthetisch fließend, vollsynthetisch ist i. d. R. nicht 100% vollsynthetisch und so fort...

2. Hängt das Reinigungsvermögen von Ölen m. E. nicht davon ab, ob es mineralisch oder vollsynthetisch ist, sondern welche reinigenden Substanzen din sind

3. Wenn in einem Motor nicht nur unerhebliche Ölkrusten drin sind, dann gehören die raus.

4. haben bestimmte "moderne" Motoren, die ausschließlich mit vollsynthetischen Ölen betrieben werden, auch Ölschlammprobleme. Obwohl man meinte diese Probleme wären durch die guten, modernen vollsynthetischen Öle ausgemerzt.

Gegen 10W oder 20W- Öle hätte ich in dem Motor gar nichts einzuwenden, soweit dieser nicht bei sehr tiefen Temperaturen und nicht im extremen Kurzstreckeneinsatz unterwegs wäre.

Hoffe zur Verwirrung noch etwas beitragen haben zu können.

FP

PS1: Technische und chemischen Daten der einzelnen Motoröle bekommt man in Form von Datenblättern von den Herstellern, zumeist auch auf deren Webseiten. Beispiel BP - Castrol: http://www.castrol.com/castrol/displaysdstdsscreen.do?categoryId=3211

PS2: Im Bekanntenkreis schwören manche für Porsche Motoren im sportlichen Einsatz auf das Shell Motorsportöl 20W-40 SR. Damit hätten wir wieder eine Öl-Meinung mehr...

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Zitat:

Original geschrieben von Heiliger01


Außerdem führen zu geringe Viskositäten bei höheren Laufleistungen dazu, das es aus diversen Ecken "heraussuppt"...

Ich muß feststellen das sich solche falschen Bauernweisheiten über die Jahre etabliert haben!

Wenn die Dichtungen über die Jahre verschlissen oder hart geworden sind suppt jeder Motor Öl,dabei ist es völlig egal ob dieses Öl dick oder dünn ist!

Die erste Ziffer z.B. bei

0

W40 sagt aus das dieses Öl bei tiefen Temperaturen dünnflüssiger ist als ein

10

W40.

Die Zahl 40 sagt hierbei aus das bei warmen Motoröl die Fließfähigkeit gleich ist und somit überhaupt kein Unterschied besteht zwischen einem 0W40 und einem 10W40.

Ich würde überhaupt kein 10W60 fahren,da dieses Öl von Porsche keine Freigabe hat.

Außerdem sehe ich Nachteile bei der Kühlung der Maschine,da das Öl im warmen Zustand dicker ist als ein 40er Öl und mit dem daraus resultierenden hohem Öldruck z.B. durch die feinen Düsen gespritzt werden muß um die Kolben zu kühlen um so die Wärme abzuführen.

also

ich versuche mal eine antwort aus technischer sicht zu geben und nicht aus der sicht einiger öl gurus die anscheinden tribologische träume nachts haben und zum glück in diesem thread noch nicht aufgetaucht sind .
auch versuche ich mal abseits von handbüchern was zum thema zu sagen .

1. und das ist das was du eigentlich wissen wolltest ....

NEIN ...das TWS is nicht gleich mit dem RS edge ( das früher einfach nur rs hies ) .

die scherrstabilität und druckaufnahmekapazität ist beim tws höher .
beide öle liegen aber in diesen disziplinen weit oberhalb normaler gebrauchsöle wie 0 , 5 und 10 w 40 von jeglichen herstellern.

Das tws öl ist auf die M motoren von BMW freigegeben weil diese mit wesentlich höheren lagerspielen laufen als normale motoren ausm konzern ( ich kenne die laufspiele bei porsche nicht )

entgegen der aussage das solche öle die temperatur negativ beeinflussen kann ich aus eigener erfahrung sagen das das nicht der fall ist , sondern das gegenteil .

zu castrol selbst : meine persönliche meinung dazu ist das castrol öle von gestern zum preis von morgen verkauft ;-)

die motoren die ich zerlegt habe ( 4 zylinder motoren im sporteinsatz ) und mit castrol öl betrieben wurden , hatten alle schwarze russige oberflächen .
die tragbilder der lagerflächen wahren allerdings einwandfrei .
das " bessere " öl währe hier eindeutig ein motul oder ein total excellium , die sind besonders aschefrei .
das motul v300 le mans ist sogar das scherrstabilste öl am markt ...in renn/sport motoren würde ich nichts anderes verwenden .

allerdings bevor hier einer zum händler rennt und dieses öl haben will ,rate ich im alltag streng davon ab , da durch zerfallsprozesse und sonstige oxidanten das öl nur ein halbes jahr hält , ob gefahren oder nicht .
nur begrenzte km zulässt und nicht eben billig ist .

ausserdem bin ich der meinung das die literleistung die auf dem 928er am werk ist ehrlicherweise ein stinknormales wald und wiesenöl wie ein gutes 5 w 40 vollends zufriedenstellt .

ich würde im alltag auf dem motor vermutlich das elf excellium 5 w 50 fahren ,is aschefreier wie das motul 1 5 w 50 und hat ne höhere scherrstabilität

ausserdem ist der öldruck bei niedrigen drehzahlen konstanter / höher .

Zitat:

ausserdem bin ich der meinung das die literleistung die auf dem 928er am werk ist ehrlicherweise ein stinknormales wald und wiesenöl wie ein gutes 5 w 40 vollends zufriedenstellt .

Ganz meine Meinung, sagte ich ja bereits. Ein gutes 10W40 tut es auch.

Problematisch wird der Wechsel auf ein anderes Öl u.U., da es zum sog. Öl-Kollaps führen kann, da andere Ölsorten u.U. bestehende Ablagerungen lösen können, die die GERADE IM 28er zu Hauf befindlichen kleinen Bohrungen im Ölkreislauf verstopfen KÖNNEN...Wäre dies der Fall, KÖNNTE es ungeahnte Folgen haben...
ergo: beim Öl, welches Du monentan verwendest bleiben und gut ist.

Die Meinung meines Vorposters in Sachen Castrol kann ich teilen, würde ich in meine Fahrzeuge generell nicht reinkippen.

Ja, ich weiß, toll, jetzt bist Du genauso schlau, wie vorher, aber eine ultimative Antwort auf Deine Frage wirst Du wohl nicht bekommen....😁

Zitat:

Original geschrieben von Heiliger01



Zitat:

ausserdem bin ich der meinung das die literleistung die auf dem 928er am werk ist ehrlicherweise ein stinknormales wald und wiesenöl wie ein gutes 5 w 40 vollends zufriedenstellt .

Ganz meine Meinung, sagte ich ja bereits. Ein gutes 10W40 tut es auch.

Problematisch wird der Wechsel auf ein anderes Öl u.U., da es zum sog. Öl-Kollaps führen kann, da andere Ölsorten u.U. bestehende Ablagerungen lösen können, die die GERADE IM 28er zu Hauf befindlichen kleinen Bohrungen im Ölkreislauf verstopfen KÖNNEN...Wäre dies der Fall, KÖNNTE es ungeahnte Folgen haben...
ergo: beim Öl, welches Du monentan verwendest bleiben und gut ist.

Die Meinung meines Vorposters in Sachen Castrol kann ich teilen, würde ich in meine Fahrzeuge generell nicht reinkippen.

Ja, ich weiß, toll, jetzt bist Du genauso schlau, wie vorher, aber eine ultimative Antwort auf Deine Frage wirst Du wohl nicht bekommen....😁

Hallo,

nun ja .. zugegebener Weise bin ich nunmehr nicht wirklich weiter, aber hinzukommend verunsichert... :-(

Verstanden habe ich, dass das 10w60 nicht wirklich schadet.. so mancher 928 Fahrer favorsiert das Öl vor allen anderen, aber wichtig... es ist nicht schlecht... ok...

Den Unterschied zwischen dem TWS und dem RS habe ich auch verinnerlicht... wichtig ist, die dürfen gemischt werden.... also, Haken dahinter ..

empfehlenswert ist hinzukommend ein bspw. 10w40, das ist auch verstanden... ich habe auch einen Tipp bekommen, dass das 20w50 ein optimals Öl für den GTS sein soll... Porschezentren verwendeten damals gerne 10W40 bzw. 0W40....

soweit so gut.. was ich noch nicht ganz durchschaue ist der Faktor mineralische Öle und synthetische Öle ....

Auch auf die Gefahr hin, dass so mancher jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlägt.. welche der genannten Öle sind denn synthetisch und welche mineralisch?

Ich frage vor dem Hintergrund, dass ein Wechsel nur bei Motoren, die lange mit mineralischem Öl gefahren worden sind und entsprechende Ablagerungen aufweisen, gefährlich ist.

Durch Verwendung von manchen vollsynthetischen Ölen können sich diese lösen und Ölkanäle verengen oder verstopfen, umgekehrt ist das wohl unproblematisch, richtig ?

Also ... kann das nun bei mir zum Problem werden?

Viele Grüße in die Runde..

Ähnliche Themen

Hallo!

Du kannst Dir ja mal den Ölthread vornehmen, da hat "Sterndocktor" so einiges Wissenswertes geschrieben. Eine Woche Urlaub wäre aber angebracht, es sind fast 1500 Seiten...

Grüße!

Zitat:

Original geschrieben von lotusbluete007


Hallo!

Du kannst Dir ja mal den Ölthread vornehmen, da hat "Sterndocktor" so einiges Wissenswertes geschrieben. Eine Woche Urlaub wäre aber angebracht, es sind fast 1500 Seiten...

Grüße!

ich habe mal durchgeklickt.. bis man da was zielführendes findet... wahnsinn.. da muß man wirklich Urlaub einreichen ... im internet finde ich leider auch nichts ableitendes .. vielleicht kann mir noch der ein oder andere helfen ..

Ob man das Castrol verwendet ist auch eine Gewissensfrage. Castrol gehört dem BP Konzern.

Castrol empfiehlt derzeit für den 928 GTS folgende Motoröle:

Castrol Edge Formula RS 0W-40
Castrol MAGNATEC 5W-40 A3/B4
Castrol MAGNATEC 10W-40 A3/B3
Castrol MAGNATEC 15W-40 A3/B3
Castrol Classic XL 30

Shell empfiehlt derzeit für den 928 GTS folgende Motoröle:

Empfehlung SHELL HELIX ULTRA 0W-40
Alternative Shell Helix HX7 C 5W-40

Ich glaube dem 928 GTS ist es nicht so wichtig, welches Öl nun genau drin ist. Hauptsache ein ordentliches Öl, vollsynthetisch ist i. O. und gut. Keine gepanschte Brühe, kein Super-Longlife Zeug, kein spezielles Dieselöl... Das reicht im schon.

Wenn man ihm was Gutes tun will wechselt man die Suppe ein paar tausend km früher als fällig und schaut beim Ölwechsel, dass man möglichst viel der alten Brühe rausbekommt. (Gut austropfen lassen)

FP

Zitat:

ausserdem bin ich der meinung das die literleistung die auf dem 928er am werk ist ehrlicherweise ein stinknormales wald und wiesenöl wie ein gutes 5 w 40 vollends zufriedenstellt.

dem gibt es nichts hinzuzufügen. Lieber öfters wechseln.

Und mit dem Gesparten Olivenöl für 25 Euro pro 500ml kaufen.-🙂

Zitat:

Original geschrieben von Fuhr-Parker


Ob man das Castrol verwendet ist auch eine Gewissensfrage. Castrol gehört dem BP Konzern.

Castrol empfiehlt derzeit für den 928 GTS folgende Motoröle:

Castrol Edge Formula RS 0W-40
Castrol MAGNATEC 5W-40 A3/B4
Castrol MAGNATEC 10W-40 A3/B3
Castrol MAGNATEC 15W-40 A3/B3
Castrol Classic XL 30

Shell empfiehlt derzeit für den 928 GTS folgende Motoröle:

Empfehlung SHELL HELIX ULTRA 0W-40
Alternative Shell Helix HX7 C 5W-40

Ich glaube dem 928 GTS ist es nicht so wichtig, welches Öl nun genau drin ist. Hauptsache ein ordentliches Öl, vollsynthetisch ist i. O. und gut. Keine gepanschte Brühe, kein Super-Longlife Zeug, kein spezielles Dieselöl... Das reicht im schon.

Wenn man ihm was Gutes tun will wechselt man die Suppe ein paar tausend km früher als fällig und schaut beim Ölwechsel, dass man möglichst viel der alten Brühe rausbekommt. (Gut austropfen lassen)

FP

Hi,

danke für die ausführliche Antwort.. das hilft ansatzweise.. wobei ich meine letzte Frage nochmals posten muß, da wurde leider inhaltlich noch nicht drauf eingegangen..

denn klar... vollsynthetisch ist i.O. und gut, aber welche Art Öl ist denn das bspw. 10w60? vollsynthetik?

Hallo,

nochmals meine Frage.. kann mir jemand die enthaltenen Punkte beantworten?

"nun ja .. zugegebener Weise bin ich nunmehr nicht wirklich weiter, aber hinzukommend verunsichert... :-(

 

Verstanden habe ich, dass das 10w60 nicht wirklich schadet.. so mancher 928 Fahrer favorsiert das Öl vor allen anderen, aber wichtig... es ist nicht schlecht... ok...

 

Den Unterschied zwischen dem TWS und dem RS habe ich auch verinnerlicht... wichtig ist, die dürfen gemischt werden.... also, Haken dahinter ..

 

empfehlenswert ist hinzukommend ein bspw. 10w40, das ist auch verstanden... ich habe auch einen Tipp bekommen, dass das 20w50 ein optimals Öl für den GTS sein soll... Porschezentren verwendeten damals gerne 10W40 bzw. 0W40....

 

soweit so gut.. was ich noch nicht ganz durchschaue ist der Faktor mineralische Öle und synthetische Öle ....

 

Auch auf die Gefahr hin, dass so mancher jetzt die Hände über dem Kopf zusammen schlägt.. welche der genannten Öle sind denn synthetisch und welche mineralisch?

 

Ich frage vor dem Hintergrund, dass ein Wechsel nur bei Motoren, die lange mit mineralischem Öl gefahren worden sind und entsprechende Ablagerungen aufweisen, gefährlich ist.

 

Durch Verwendung von manchen vollsynthetischen Ölen können sich diese lösen und Ölkanäle verengen oder verstopfen, umgekehrt ist das wohl unproblematisch, richtig ?

 

Also ... kann das nun bei mir zum Problem werden?

 

Viele Grüße in die Runde.."

Moin,

falls es hilft: Das TWS 10W-60 ist vollsynthetisch, allerdings mit einer veralteten Additivformulierung. Nicht sehr zu empfehlen.

Alle Öle, die einer ACEA oder API-Norm entsprechen, (das tun fast alle handelsüblichen Öle) müssen zwingend untereinander mischbar sein, sonst erfüllen sie diese Norm nicht.

0W-40, 5W-50 und 10W-60 enthalten alle synthetische Anteile, eine Viskositätsspanne größer als 35 ist mit Mineralöl oder HC-Öl nicht zu erreichen.

Für die Reinigungswirkung spielt das Grundöl keine Rolle, dafür sind entsprechende Additive (Detergentien) zuständig.
Die Verschmutzugen gelangen dann ins Öl, werden dort gebunden und mit dem nächsten Wechsel entsorgt.
Ein Ablösen von "Ölbrocken" ist nicht zu erwarten, außerdem würden diese im Ölfilter landen.
Ein Verstopfen der Ölkanäle ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Ein 10W oder höher würde ich nicht empfehlen.
Die Zeit zur Durchölung eines Motors ist mit einem 5W oder gar 0W wesentlich kürzer, was auf Dauer die Lebensdauererwartung des Motors erhöht.
Zu dünn gibt es nicht, das hat der Flieger ja oben schon erwähnt. Sifft ein Motor, ist eine Dichtung defekt, am Öl liegt es garantiert nicht.

Ich hoffe,geholfen zu haben.

Gruß

Frank

Das ideale Motorenöl für den Porsche 928 GTS kann man nie bestimmen. Gründe:

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie es mit dem Verschleiss etc. in den Motoren nach über 15 Jahren tatsächlich aussieht; ob es so ist wie sie prognostiziert haben

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie sich die heutigen, i. d. R. gegenüber damals verbesserten Motorenöle in den 928 Motoren machen

- Die (heutigen) Motorenölentwickler wissen nicht, wie ihr Öl sich auf Dauer in den Porsche 928 Motoren benimmt

- Keiner der (damaligen und heutigen) Motoren- und Ölentwickler weiß wie die Situation in Deinem Motor und wie dessen Einsatzbedinungen sind


- Keiner der (heutigen) echten und selbsternannten Porsche 928 Motorenexperten kann von repräsentativen Erfahrungen mit verschiedenen Motorenölen im Vergleich bei exakt identischen Bedingungen (Zustand, Situation im Motor und Einsatzbedingungen) berichten

Die vielfach vorhandene Meinung dass durch Verwendung von vollsynthetischen Ölen in Motoren die bisher mit mineralischen Ölen betrieben worden sind, sich Ölverkrustungen lösen und Ölkanäle verengen oder verstopfen könnten, vertrete ich nicht.

1. Sind die Unterschiede mineralisch - teilsynthetisch - vollsynthetisch fließend, vollsynthetisch ist i. d. R. nicht 100% vollsynthetisch und so fort...

2. Hängt das Reinigungsvermögen von Ölen m. E. nicht davon ab, ob es mineralisch oder vollsynthetisch ist, sondern welche reinigenden Substanzen din sind

3. Wenn in einem Motor nicht nur unerhebliche Ölkrusten drin sind, dann gehören die raus.

4. haben bestimmte "moderne" Motoren, die ausschließlich mit vollsynthetischen Ölen betrieben werden, auch Ölschlammprobleme. Obwohl man meinte diese Probleme wären durch die guten, modernen vollsynthetischen Öle ausgemerzt.

Gegen 10W oder 20W- Öle hätte ich in dem Motor gar nichts einzuwenden, soweit dieser nicht bei sehr tiefen Temperaturen und nicht im extremen Kurzstreckeneinsatz unterwegs wäre.

Hoffe zur Verwirrung noch etwas beitragen haben zu können.

FP

PS1: Technische und chemischen Daten der einzelnen Motoröle bekommt man in Form von Datenblättern von den Herstellern, zumeist auch auf deren Webseiten. Beispiel BP - Castrol: http://www.castrol.com/castrol/displaysdstdsscreen.do?categoryId=3211

PS2: Im Bekanntenkreis schwören manche für Porsche Motoren im sportlichen Einsatz auf das Shell Motorsportöl 20W-40 SR. Damit hätten wir wieder eine Öl-Meinung mehr...

Fazit: ein gutes 10W40 tuts auch. Das gute Stück sollte im Winter eh nicht bewegt werden.😁😁

Zitat:

Original geschrieben von Weizenkeim


Moin,

falls es hilft: Das TWS 10W-60 ist vollsynthetisch, allerdings mit einer veralteten Additivformulierung. Nicht sehr zu empfehlen.

Alle Öle, die einer ACEA oder API-Norm entsprechen, (das tun fast alle handelsüblichen Öle) müssen zwingend untereinander mischbar sein, sonst erfüllen sie diese Norm nicht.

0W-40, 5W-50 und 10W-60 enthalten alle synthetische Anteile, eine Viskositätsspanne größer als 35 ist mit Mineralöl oder HC-Öl nicht zu erreichen.

Für die Reinigungswirkung spielt das Grundöl keine Rolle, dafür sind entsprechende Additive (Detergentien) zuständig.
Die Verschmutzugen gelangen dann ins Öl, werden dort gebunden und mit dem nächsten Wechsel entsorgt.
Ein Ablösen von "Ölbrocken" ist nicht zu erwarten, außerdem würden diese im Ölfilter landen.
Ein Verstopfen der Ölkanäle ist deshalb eher unwahrscheinlich.

Ein 10W oder höher würde ich nicht empfehlen.
Die Zeit zur Durchölung eines Motors ist mit einem 5W oder gar 0W wesentlich kürzer, was auf Dauer die Lebensdauererwartung des Motors erhöht.
Zu dünn gibt es nicht, das hat der Flieger ja oben schon erwähnt. Sifft ein Motor, ist eine Dichtung defekt, am Öl liegt es garantiert nicht.

Ich hoffe,geholfen zu haben.

Gruß

Frank

Moin Weizenkeim,

na das hat auf jeden Fall geholfen.. ich weiß nunmehr zwar immer noch nicht, welches Öl ich für den anstehenden Wechsel nehmen werde/soll, aber zumindest bin ich beruhigter, was meine Bedenken etc betrifft... danke für die Antwort...

Zitat:

Original geschrieben von Fuhr-Parker


Das ideale Motorenöl für den Porsche 928 GTS kann man nie bestimmen. Gründe:

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie es mit dem Verschleiss etc. in den Motoren nach über 15 Jahren tatsächlich aussieht; ob es so ist wie sie prognostiziert haben

- Die (damaligen) Porsche Motorenentwickler wissen nicht, wie sich die heutigen, i. d. R. gegenüber damals verbesserten Motorenöle in den 928 Motoren machen

- Die (heutigen) Motorenölentwickler wissen nicht, wie ihr Öl sich auf Dauer in den Porsche 928 Motoren benimmt

- Keiner der (damaligen und heutigen) Motoren- und Ölentwickler weiß wie die Situation in Deinem Motor und wie dessen Einsatzbedinungen sind


- Keiner der (heutigen) echten und selbsternannten Porsche 928 Motorenexperten kann von repräsentativen Erfahrungen mit verschiedenen Motorenölen im Vergleich bei exakt identischen Bedingungen (Zustand, Situation im Motor und Einsatzbedingungen) berichten

Die vielfach vorhandene Meinung dass durch Verwendung von vollsynthetischen Ölen in Motoren die bisher mit mineralischen Ölen betrieben worden sind, sich Ölverkrustungen lösen und Ölkanäle verengen oder verstopfen könnten, vertrete ich nicht.

1. Sind die Unterschiede mineralisch - teilsynthetisch - vollsynthetisch fließend, vollsynthetisch ist i. d. R. nicht 100% vollsynthetisch und so fort...

2. Hängt das Reinigungsvermögen von Ölen m. E. nicht davon ab, ob es mineralisch oder vollsynthetisch ist, sondern welche reinigenden Substanzen din sind

3. Wenn in einem Motor nicht nur unerhebliche Ölkrusten drin sind, dann gehören die raus.

4. haben bestimmte "moderne" Motoren, die ausschließlich mit vollsynthetischen Ölen betrieben werden, auch Ölschlammprobleme. Obwohl man meinte diese Probleme wären durch die guten, modernen vollsynthetischen Öle ausgemerzt.

Gegen 10W oder 20W- Öle hätte ich in dem Motor gar nichts einzuwenden, soweit dieser nicht bei sehr tiefen Temperaturen und nicht im extremen Kurzstreckeneinsatz unterwegs wäre.

Hoffe zur Verwirrung noch etwas beitragen haben zu können.

FP

PS1: Technische und chemischen Daten der einzelnen Motoröle bekommt man in Form von Datenblättern von den Herstellern, zumeist auch auf deren Webseiten. Beispiel BP - Castrol: http://www.castrol.com/castrol/displaysdstdsscreen.do?categoryId=3211

PS2: Im Bekanntenkreis schwören manche für Porsche Motoren im sportlichen Einsatz auf das Shell Motorsportöl 20W-40 SR. Damit hätten wir wieder eine Öl-Meinung mehr...

Hallo Fuhr-Parker,

auch dir einen großen Dank für deinen Beitrag... super informativ und sehr umfassen, daumen hoch.. danke schön ...

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