Was muss ich beachten, wenn ein Slowene mein Auto kaufen will?
Hat schonmal jemand einen Pkw nach Slowenien verkauft?
Ich werde den Porsche nach Vertragsabschluß abmelden, dann braucht der Kunde ein Ausfuhr- bzw. Kurzzeitkennzeichen.
Wie ist es mit der Steuer? Ich kann keine Rechnung mit ausgewiesener MWSt schreiben, brauchen die das?
Beste Antwort im Thema
Hab´s mal grad per Zufall gelesen.
Was will der Gute denn machen?
Fahrzeug abgemeldet: Alles ok, kein Risiko.
Er hat Kurzzeitkennzeichen: Seine Sache, keine Gefahr für dich.
Du kannst keine Rechnung schreiben: Muss er halt ohne kaufen, wenn er den Wagen will.
Achten würde ich aber darauf, dass das Geld echtes ist. Also den Wagen NUR abholen lassen, während der Öffnungszeiten deiner Bank und dann dahin fahren und mit ihm gemeinsam das Geld einzahlen. Erst danach Schlüssel, Brief und Co. rausgeben.
Die kommen auch oft und wollen dann vor Ort nochmal mit Barem handeln.
Vor 3 Jahren stand mal einer hier, der war Händler und anscheinend türkischer Abstammung.
Das kam so: Bei uns war Sperrmüll und der Merceds (CLK Cabrio, W209) stand in der Garage. War ein schöner Wagen mit 18-Zöllern, Vollausstattung, Tiptronic und so in schwarz. Ist schon aufgefallen. Einer von denen, die immer rumfahren und Müll sammeln, sah den Wagen und meinte, für seinen Bruder wäre der interessant. Da wir eh verkaufen wollten und der Mann einen netten Eindruck machte, hatten wir dann die Nummer von uns rausgegeben und der Gute hat auch angerufen und kam vorbei. Und zwar über eine Strecke von 400 km. Der Wagen war EZ 2000 und hatte 39000 km, GW, Zustand: Wie ab Werk ausgeliefert, keinerlei Gebrauchsspuren. Preis waren 18500 EURO, also ein wirklich guter Preis. Der hat dann 15000 EURO gezückt und war fast nicht mehr aus der Garage zu bekommen. Die werden richtig aufdringlich. Der Bruder war leider auch ganz anders wie erwartet. Er meinte, er müsse ja auch verdienen, mehr wär der Wagen nicht wert, totes Kapital usw. Außerdem wäre er ja soweit gefahren, da ist er richtig böse geworden. Irgendwann hab ich ihm gesagt, dass ich den Wagen lieber verschrotten lasse, als ihn für das Geld zu verkaufen.
Also nicht über´n Tisch ziehen lassen!
Er soll bezahlen, was abgemacht war und sonst wieder heimfahren!!!
10 Antworten
Hab´s mal grad per Zufall gelesen.
Was will der Gute denn machen?
Fahrzeug abgemeldet: Alles ok, kein Risiko.
Er hat Kurzzeitkennzeichen: Seine Sache, keine Gefahr für dich.
Du kannst keine Rechnung schreiben: Muss er halt ohne kaufen, wenn er den Wagen will.
Achten würde ich aber darauf, dass das Geld echtes ist. Also den Wagen NUR abholen lassen, während der Öffnungszeiten deiner Bank und dann dahin fahren und mit ihm gemeinsam das Geld einzahlen. Erst danach Schlüssel, Brief und Co. rausgeben.
Die kommen auch oft und wollen dann vor Ort nochmal mit Barem handeln.
Vor 3 Jahren stand mal einer hier, der war Händler und anscheinend türkischer Abstammung.
Das kam so: Bei uns war Sperrmüll und der Merceds (CLK Cabrio, W209) stand in der Garage. War ein schöner Wagen mit 18-Zöllern, Vollausstattung, Tiptronic und so in schwarz. Ist schon aufgefallen. Einer von denen, die immer rumfahren und Müll sammeln, sah den Wagen und meinte, für seinen Bruder wäre der interessant. Da wir eh verkaufen wollten und der Mann einen netten Eindruck machte, hatten wir dann die Nummer von uns rausgegeben und der Gute hat auch angerufen und kam vorbei. Und zwar über eine Strecke von 400 km. Der Wagen war EZ 2000 und hatte 39000 km, GW, Zustand: Wie ab Werk ausgeliefert, keinerlei Gebrauchsspuren. Preis waren 18500 EURO, also ein wirklich guter Preis. Der hat dann 15000 EURO gezückt und war fast nicht mehr aus der Garage zu bekommen. Die werden richtig aufdringlich. Der Bruder war leider auch ganz anders wie erwartet. Er meinte, er müsse ja auch verdienen, mehr wär der Wagen nicht wert, totes Kapital usw. Außerdem wäre er ja soweit gefahren, da ist er richtig böse geworden. Irgendwann hab ich ihm gesagt, dass ich den Wagen lieber verschrotten lasse, als ihn für das Geld zu verkaufen.
Also nicht über´n Tisch ziehen lassen!
Er soll bezahlen, was abgemacht war und sonst wieder heimfahren!!!
Dem Beitrag von Tigra ist nichts hinzuzufügen, ich handhabe es ähnlich.
Die Klientel die teilweise anruft und auftaucht ist zum Teil wirklich abenteuerlich, am besten sind jedoch die Kiesplatz - und Exporthändler.
Da hörst du dann Geschichten wie: "Kollega - machs du gute Preis, ich muss 10 Kinder ernähren" etc.😁
Man muss sie zu nehmen wissen, dann klappt es schon - obwohl, manchmal nerven sie wirklich...
Zitat:
Original geschrieben von Autopfand Coeln
Dem Beitrag von Tigra ist nichts hinzuzufügen, ich handhabe es ähnlich.Die Klientel die teilweise anruft und auftaucht ist zum Teil wirklich abenteuerlich, am besten sind jedoch die Kiesplatz - und Exporthändler.
Da hörst du dann Geschichten wie: "Kollega - machs du gute Preis, ich muss 10 Kinder ernähren" etc.😁
Man muss sie zu nehmen wissen, dann klappt es schon - obwohl, manchmal nerven sie wirklich...
Sind halt auch nur Händler😁 Wolle gute Preis, musse auch lebe müsse...
Oh, ich hatte noch nen besseren. Der eine meinte - aber halt am Telefon - dass die doch eh alle rosten würden und er für einen solchen Wagen nur wenig bezahlen könne. WIEEE GUTHERZIG! 😁
Ich hab ihm dann gesagt, das wäre richtig. Die Grundfarbe ab Werk wäre mal schwarz gewesen, inzwischen sei der Wagen aber braun vom Rost. Die Bilder wären noch aus früheren Zeiten.
Man muss sich das mal vorstellen, bei einem da knapp 5 Jahre alten Auto. Die sind schon dreist^^
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Zitat:
Original geschrieben von plueschpluesch
nur aufpassen das sie auch von der probefahrt zurück kommen ;-)
Probefahrt sowieso nur, wenn du dabei bist. Die kommen dann gerne zu zweit und sagen dann, dass sie dich ja leider nicht mitnehmen können und natürlich beide dabei sein wollen und müssen. Da setzte dich dann aber lieber doch irgendwie hinten rein, auch, wenn du dir dafür vorher die Beine amputieren lassen musst 😁
Oder ihr fahrt halt abwechselnd. Da hätt ich jetzt gar nicht dran gedacht, klar. Ein MUSS, darauf zu achten.
bei meinem vorherigen Fahrzeug kam zu dem beschriebenen noch dazu, dass der Käufer nach dem Kauf auf einmal so viele Mängel feststellte, die er bezahlt haben wollte. Er drohte mir dann auch noch mit seinem Rechtsanwalt (der auch einen kleinen Akzent hatte). Wenn im Vertrag drin steht, "gekauft wie gesehen" und keine wesentlichen Mängel bewusst verschwiegen wurden, dann muss der Käufer damit leben. Sein Rechtsanwalt wollte mich aber diesbezüglich auch noch eines besseren belehren. Nach Schreiben an das Amtsgericht (Anzeige wg Nötigung) und Schreiben an die Rechtsanwaltkammer war dann aber ruhe... Das kann einem aber auch mit Deutschen passieren (ähnlich passiert einer Bekannten, als sie ihren Boxter verkaufte). Also, wie schon beschrieben: Abmelden, Geld bei der Bank direkt einzahlen, dann Fahrzeug und Papiere aushändigen (auf dem Vertrag entsprechend jeweils zweimal mit Datum und Uhrzeit unterschreiben/bestätigen lassen) und eine entsprechende Vertragsklausel (neben den Standardphrasen: Ausschluss Gewähleistung, da privatverkäufer, etc.) aufnehmen (und ggf viel Ruhe im Anschluss mitbringen :-))
... leider scheint das mittlerweile usus zu sein.
Wenn man das Auto als Privatperson verkauft, ist es so wie Du schreibst. Hatte dasselbe bei meinem Cayenne-Verkauf. Auto war 500 km vorher beim KD und der Käufer meinte einen Schaden am Automatik-Getriebe festgestellt zu haben der einen Abschlag von 2 - 3 k€ erforderlich macht. Hab ihm dann angeboten, den Wagen zurückzubringen und sein Geld zurückzuzahlen ... und nie mehr was gehört 😉
Schwieriger wird es, wenn man ein Fahrzeug aus dem Betriebsvermögen an Privatpersonen verkauft. So einen Fall hatte ich vor einigen Jahren mal. Dienstwagen eines Kollegen (525 tds touring) an privat verkauft. Der Käufer kam auch mit einem Mangel an und die Reparatur sollte angeblich nach Auskunft seines BMW-Händlers rund 2000 DM kosten. Zum Glück hatte ich in der Gegend des Käufers einen Bekannten, der eine KFZ-Werkstätte mit Schwerpunkt BMW betreibt. Dort habe ich den Käufer hingeschickt und für die Reparatur rund 100 DM bezahlt. Seitdem verkaufe ich Firmenfahrzeuge nur noch an Händler.
Heinz
Hi Leute,
vielen Dank für die interessanten Beiträge!
Nun darf ich heute das überraschende Ende vom Lied wiedergeben:
Es kamen 3 Slowenen bereits am Vortag des ausgemachten Termins zur Besichtigung und Preisverhandlung angereist. Wir wurden uns nach einem kräftigen Abschlag auf den Preis einig, am Folgetag sollte der Handel vollzogen und das Auto abgemeldet werden. Ich war den Herrschaften noch bei der Suche eines Stellplatzes ihres umgebauten Wohntransporters mit merkwürdigem Anhänger behilflich, dann vereinbarten wir 8 Uhr als neuen Treffpunkt heute morgen bei mir. Als um 9.15 Uhr noch keiner war, mailte ich den "Vermittler" in Slowenien an, der dann antwortete, die Herrschaften hätten ihm nach Telefonkontakt ihr Desinteresse wegen zu viel Rost (wo denn??) bekundet und mir eine entsprechende SMS ( nicht feststellbar) gesandt. Nix wars also! Also schön weiterfahren und -inserieren. Braucht keine einen netten 924er Targaporsche?
Nochmals vielen Dank an alle fleissigen Schreiber!
Moin,
Zitat:
Original geschrieben von Tigra-1.6
...dass die doch eh alle rosten würden...
[...]
Man muss sich das mal vorstellen, bei einem da knapp 5 Jahre alten Auto. Die sind schon dreist^^
Wobei in der Sache stimmt das doch, oder? Mein damals 3 Jahre alter
SLK 320(BJ 2002) hat jedenfalls an einigen stellen gerostet und Stellenweise nicht unerheblich.
Grüße, Markus.
PS: Danach hat das Auto übrigens ein Händler gekauft (ich glaube aus Polen) - das hat reibungslos und sehr professionell funktioniert.