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Warum werden die Abgasnormen bei PKW in mg/km gemessen und bei Nutzfahrzeugen in g/kWh

Themenstarteram 11. September 2011 um 18:50

Das ist doch ein enormer und ungerechter Nachteil für PS starke PKW.

Oder irre ich mich da?

 

Warum wird das dann so gemacht?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von waldfee-2000

Hm komisch Wiki sagt da was anderes.

Und weisst Du was? Wiki hat Recht!

 

In der Abgasgesetzgebung wird fein unterschieden in "Passenger Cars and Light Duty Vehicles" und "Heavy Duty and Off-Road Vehicles". Für erstere gilt "g/km", für zweitere "g/kWh".

 

Hintergrund: Bei LKWs ist es üblich, dass ein Hersteller das "Grundfahrzeug" erstellt, also Chassis mit Fahrwerk, Motor und Getriebe. Ein anderer Hersteller bringt dann die unterschiedlichsten Aufbauten darauf. Da also beim Chassis-Hersteller weder das endgültige Gesamtgewicht noch der Verwendungszweck bekannt sind, macht es keinen Sinn, die Emissionen in g/km anzugeben. Die energiebezogene Angabe g/kWh kann hingegen für den Motor gemacht werden.

 

Ein anderer Aspekt ist der Einsatzzweck des Fahrzeuges: Unter Heavy Duty fallen ja nicht nur die Sattelschlepper, die kreuz und quer über die Autobahnen rollen. Wie will man denn sinnvoll z.B. für eine Kehrmaschine die Emissionen in g/km angeben? Die fahren meistens nur im Schritttempo und würden jeden streckenbezogenen Grenzwert kippen. Oder Off-Road, z.B. ein Traktor?

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Zitat:

Original geschrieben von waldfee-2000

Ja aber durch g/km werden doch großvolumige V8 und V12 extrem benachteiligt und die kleinen 3 Zylinder haben Narrenfreiheit was die Schadstoffe angeht.

 

Oder hab ich da einen Denkfehler?

Nein, kein Denkfehler, aber auch keine Narrenfreiheit. Es ist aber tatsächlich so, dass eine Mercedes S-Klasse nicht mehr Schadstoffe (CO, HC, NOx) als ein 3L Lupo ausstoßen darf. Insofern ist die Rechnung großes Auto = viele Schadstoffe nicht richtig. Aber das ist schon lange so (seit Euro 3??).

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Nein, kein Denkfehler, aber auch keine Narrenfreiheit. Es ist aber tatsächlich so, dass eine Mercedes S-Klasse nicht mehr Schadstoffe (CO, HC, NOx) als ein 3L Lupo ausstoßen darf. Insofern ist die Rechnung großes Auto = viele Schadstoffe nicht richtig. Aber das ist schon lange so (seit Euro 3??).

Ich würde sogar behaupten: Meist ist es andersherum richtig. Große, starke Autos haben meist eine aufwendigere Motorsteuerung, laufen daher länger sauber. Gab da mal einen Bericht, in dem stand, dass viele kleine Motoren bei höherer Last (kann schon ab 120 km/h sein) Dreckschleudern werden, weil sie stark anfetten (bis zu 20 g CO/km), während die teuren, leistungsstarken und großvolumigen Motoren vorbildlich sauber, auch bei höherer Last, blieben.

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