Wann Gebrauchtwagen kaufen? Gibt es Pandemie-Schnäppchen?
Hallo Forum.
Aufgrund eines Firmenwagens habe ich mein Privatfahrzeug vor ca. 6 Wochen verkauft. Meine Frau hat noch ihren Stadtflitzer. Wir suchen jetzt einen Familienkombi. Seat Leon, Passat, Golf Variant, 3er 5er, Audi a4. Sowas in die Richtung. Ich bin seit Wochen auf mobile unterwegs und parke Autos die für mich in Frage kämen. Einer bei dem ich sagen würde den kaufe ich sofort war leider noch nicht dabei. Aber ich habe bemerkt das viele Fahrzeuge die bei Händlern stehen zum Teil 3 oder 4 mal im Preis gesenkt wurden. Jeweils um mehrere 100 Euro. Ein bekannter von mir verkauft ebenfalls Autos allerdings in der unteren Preisliga. Dieser meint zu seit Wochen zu mir ich solle warten bis Ende Januar Februar dann wäre ein zweiter Lockdown und man könne Schnäppchen machen. Was meint ihr dazu.?
Nebenbei, ich habe Zeit und brauche nicht zwingend sofort ein neues Auto.
Mfg
35 Antworten
Ich komme ebenfalls aus der Nähe von Trier. Ca. 30 Minuten Fahrt. Um genau zu sein aus der Nähe Hermeskeil.
Meine Wünsche sind: -Allrad,Gutes Licht sprich Led oder xenon, ahk wäre gut ansonsten nachrüsten. Ansonsten brauche ich nichts.
Bitte keine Diskussion darüber entfachen ob ich Allrad wirklich brauche oder nicht. Ich will es einfach. Fahre seit Jahren nur AWD Fahrzeuge.
Im speziellen kämen für mich in Frage:
-seat leon xperience
-audi a4 quattro
-golf, passat alltrack
-3er mit xdrive
Skoda gefällt mir die Optik nicht besonders.
Diesel/Benzin wäre mir wurscht.
Danke @Volvoluder für deinen ausführlichen Beitrag. Vllt werde ich meinen Suchradius wirklich erweitern müssen und gegebenfalls eine weite Anreise inkaufnehmen müssen.
Warten oder nicht kann gut gehen oder nicht!
Nur ich würde meinen suchradius ausweiten und lieber dabei riskieren ein paar € für sinnlose Besichtigungen zu versenken! Gerade bei dem Wunsch Allrad die sind extrem unterschiedlich preislich je nach Region und Nachfrage!
Ich fahre gern Allradantrieb zum ziehen andere fahren es ungern weil die mehr verbrauchen auf dem Flachen Land sind solche Autos oft Standuhren während in der Eifel schnell mal mehr dafür bezahlt wird!
In dem Sinne such Großräumig und wenn du denkst das könnt er mir wert sein kaufen!
Zitat:
@jorge27 schrieb am 8. Dezember 2020 um 15:25:51 Uhr:
Corona = Stay at home. Ich persönlich würde mir jetzt eher kein Auto kaufen. Ich schätze, daß insgesamt die Nachfrage nachlässt, das sieht man doch ganz klar an den Neuwagenzulassungen. Das bedeutet, daß theoretisch die Gebrauchtwagenpreise sinken sollten.
Das dachten viele bereits vor dem ersten Lockdown.
Das Gegenteil war der Fall und die Schnäppchenjäger gingen leer aus. Das wird dieses mal nicht anders.
Ähnliche Themen
Ich glaube auch, dass bedingt durch Portale wie mobile oder Autoscout keine großen Schnäppchen mehr möglich sind. Der Markt ist einfach so dermaßen transparent, dass man, sobald man nicht auf Seite 1 vergleichbarer Fahrzeuge landet, den Verkauf vergessen kann. Da geben die Händler dann doch lieber Naturalien in Form einer frischen Inspektion oder ein paar neuen Reifen mit dazu, weil so im besten Fall die eigene Werkstatt noch ein bisschen beschäftigt ist.
Und die Aussagen hier bestätigen das ganze jetzt auch, da nimmt man 600km Weg zum Gebrauchtwagenkauf in Kauf um 2k€ zu sparen, was ja auch verständlich ist. Das war vor 25 Jahren wohl noch nicht so weit verbreitet. Da hat man dir Händler im Umkreis abgeklappert und fertig.
Zitat:
@camper0711 schrieb am 8. Dezember 2020 um 15:34:50 Uhr:
Zitat:
@taurus1 schrieb am 8. Dezember 2020 um 14:38:37 Uhr:
...
Manche Portale kann man nach Anzeigenalter sortieren, dort kann man gezielt nach diesen Autos suchen, die schon laenger stehen.oder die ganz frisch inseriert wurden:
um ggfs. günstige Angebote von Privatverkäufern abzugreifen, bevor der erste Händler das Auto aufkauft
(um es 1 Woche später 25 % teurer wieder einzustellen - dann halt mit Gewährleistung und "aufbereitet"😉
Falls es sich dabei wirklich um ein Schnäppchen, bzw. günstiges Angebot handelt, haben die Händler, die das Inserat in dem Moment auf s Handy bekommen, sobald dieses online ist (wir sprechen hier von Sekunden) bereits längst zugeschlagen.
Bis du als Privatmann von solchen Angeboten Kenntnis erlangst, ist die Karre bereits längst verkauft.
Diese Praxis kenne ich auch. Allerdings wird die nur bei Niedrigpreisigen Autos angewendet. Alles was sich um 15k bewegt ist für solche Händler uninteressant.
Wenn es hier ähnlich läuft wie in Amerika, sind die Preise für Gebrauchtwagen auf einem Allzeithoch, weil die Vermieter ihre Autos nicht in den Verkauf geben, da jeder Covid ÖPNV Flüchtling ein Auto mietet bzw. Die großen Behördenfuhrparks nicht reichen, ( Wir zB dürfen nur noch alleine fahren, sprich EuropCar ist unser bester Freund...)
Zitat:
@Peterchen1975 schrieb am 8. Dezember 2020 um 18:45:21 Uhr:
Zitat:
@camper0711 schrieb am 8. Dezember 2020 um 15:34:50 Uhr:
oder die ganz frisch inseriert wurden:...
Falls es sich dabei wirklich um ein Schnäppchen, bzw. günstiges Angebot handelt, haben die Händler, die das Inserat in dem Moment auf s Handy bekommen, sobald dieses online ist (wir sprechen hier von Sekunden) bereits längst zugeschlagen.
...
kommt drauf an:
mancher Privatverkäufer schaltet das Inserat morgens beim Frühstück - geht dann in die Arbeit - und schaut sich nach Feierabend die über den Tag eingegangenen Mails durch
(und gibt wegen kein Bock auf Telefonterror gar keine Nummer an)
dann kommt es vielleicht mehr auf eine sympathische Formulierung der Anfrage an 😉
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 8. Dezember 2020 um 13:26:01 Uhr:
Wieso sollte ein weiterer Lockdown (wäre dann eigentlich der Dritte) im Frühjahr niedrigere Autoverkaufspreise zur Folge haben?
Weil dann die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch etwas präkärer wird, als sie ohnehin schon ist, besonders für Beschäftigte im kundennahen Dienstleistungsbereich. Auf Grund verspäteter oder zu niedriger Ausgleichszahlungen wird an man einer Sachwerte veräußern müssen, um über die Runden zu kommen und das sind nun mal auch Kraftfahrzeuge. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen sinken.
Somit wird einer veringerten Nachfrage eine erhöhtes Angebot gegenüberstehen, was ja naturgemäß zu sinkenden Preisen führt.
Ich denke eher, dass die Leute eher an ihrem Wagen festhalten werden und einen Neukauf verschieben werden. Außerdem ist das Auto für viele nötig um Mobil zu bleiben - sie werden ihn also als letztes veräußern. Daher wird es eher weniger ein gesteigertes Angebot geben
Zitat:
@mat76 schrieb am 9. Dezember 2020 um 19:41:35 Uhr:
Außerdem ist das Auto für viele nötig um Mobil zu bleiben - sie werden ihn also als letztes veräußern.
Richtig. Da es aber nicht der 1. Lockdown ist, werden etliche Zeitgenossen jetzt langsam ans Eingemachte gehen müssen, weil ihnen keine andere Wahl mehr bleibt.
Zitat:
@Timbow7777 schrieb am 9. Dezember 2020 um 19:30:44 Uhr:
Zitat:
@Volvoluder schrieb am 8. Dezember 2020 um 13:26:01 Uhr:
Wieso sollte ein weiterer Lockdown (wäre dann eigentlich der Dritte) im Frühjahr niedrigere Autoverkaufspreise zur Folge haben?
Weil dann die Lage auf dem Arbeitsmarkt noch etwas präkärer wird, als sie ohnehin schon ist, besonders für Beschäftigte im kundennahen Dienstleistungsbereich. Auf Grund verspäteter oder zu niedriger Ausgleichszahlungen wird an man einer Sachwerte veräußern müssen, um über die Runden zu kommen und das sind nun mal auch Kraftfahrzeuge. Gleichzeitig wird die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen sinken.Somit wird einer veringerten Nachfrage eine erhöhtes Angebot gegenüberstehen, was ja naturgemäß zu sinkenden Preisen führt.
Das sind aber nicht Fahrzeuge in der Klasse!
Und mancherorts wird mehr gejammert als nötig.
Teils auch weil man Geschäfte nicht offiziell abgerechnet hat und jetzt bei den Ausgleichszahlungen blöd da steht.
Ist doch alles pure Spekulation.
Das "ans Eingemachte gehen" müssen mag für Arbeitnehmer unterer Lohngruppen und Personen gelten, die aus welchem Grund auch immer, finanziell schlecht aufgestellt sind. Die fahren in der Regel aber kein erst 1-5 Jahre altes Fahrzeug in der Preisklasse > 15k €, also in einem Budgetbereich, in dem der TE ein Auto sucht.
Gerade Otto Normalo und die Mittelschicht wird bei finanziellen Einbußen in der Tat an seinem guten Hobel festhalten und eben nicht nach 4 oder 5 Jahern wieder einen Neuwagen kaufen. Außerdem, der ÖPNV ist doch gerade in Corona-Zeiten für viele aktuelle Fahrzeughalter ein absolutes No-Go.
Nächstes Jahr im Frühjahr wird man vielleicht genauer spekulieren können.