W 123 - 230 CE Verbrauch

Verbrauch ??? / W 123 - 230 CE

Hallo Mercedes Gemeinde,

da meine Frau gefallen am Coupe fahren gewonnen hat, beabsichtige ich event. einen W 123 Bj. 82 - 230 CE zu erwerben.

Da das Auto auch erst mal noch im Alltag bewegt werden soll, meine Frage nach dem Verbauch an SuperPlus Kraftstoff. Lieg ich mit ca 12 Litern bei Autobahn da ziemlich richtig?

Hab 96 mal selber so ne Kiste mit gefahren, allerdings mit Vergaser und ich meine der lag so bei 13 Liter......

und noch was.... der Benz den ich erwerben will hat nenn G-Kat, muß ich eigentlich bei so ner 82er Maschine, immer noch diesen dämlichen Bleizusatzt mit in den Tank kippen?

schon mal danke für Eure schnelle Hilfe

Gruss
Chris

81 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Mark-RE


Schöne Erfahrung.

Die 10W40er sind aber nciht mineralisch, sondern Teilsynthetisch.

mfg, Mark

Nur die allerwenigsten, die meisten sind mineralisch.

Moin,

Ich kritisiere nicht ... die sachlichen Anteile seines Beitrages. Die Abkürzungen sind richtig erklärt ... die Zahlen werden richtig sein (Ich hab keine Lust sie zu kontrollieren, geschweige denn zu recherchieren). Ich kritisiere sein UNAUSWEICHLICHE Argumentation superteure vollsynthetische Öle zu verwenden, komplett ABSEITS des Nutzungsprofiles des Fahrers. Für den Normalfahrer ... ist ein synthetisches Öl in der Regel unnnötig, sofern es nicht vom Hersteller für's Fahrzeug aus diversen Gründen vorgeschrieben ist.

Solche High-End-Öle benötige ich bei besonders hochdrehenden Motoren, bei Motoren mit entsprechenden Lagerbelastungen, bei Motoren die extreme Temperaturen erreicht oder bei denen der mittlere Verbrennungsdruck extrem hoch ist. ODER wenn Ich persönlich mein Fahrzeug sehr sportlich bewege und dauerhaft hohe Drehzahlen abfordere.

Der normale Fahrer, wie z.B. mein Dad ... schafft es normalerweise nichtmal sein einfaches 10W40 Öl an den Rand der Zerstörung zu bringen. Warum sollte er nun ein solches High-End-Öl abseits seines Nutzungsprofiles verwenden ?!

Der Unterschied zwischen mir und Sterndocktor ist, das Ich die Dinge WISSENSCHAFTLICH nach Ihrem Sinn hinterfrage, während er lediglich ZAHLENGLÄUBIG ist. Klar ... das Highend-Öl ist besser ... Nur ist es DESHALB auch das was man ZWINGEND verwenden muss ?! In der Wissenschaft nennt man Personen wie dich Sterndocktor "Competence by Numbers" ... Und alles, was NICHT den höchsten "Ansprüchen" genügt ist dann eben schlecht und nur vielleicht mal zur "NOT" zu gebrauchen.

Und nebenbei gesagt ... die WISSENSCHAFTLICHE (!) Definition der Viskosität ... schuldest DU mir bis heute (So ein Lexikoneintrag ... ist nicht so prickelnd) ... ebenfalls die einfache Herleitung der physikalischen Zusammenhänge ... Die aktuellen Fluiditätsmodelle ignorierst Du ja auch. Mit hoher Wahrscheinlichkeit weil sie dir nichtmal bekannt sind. Weshalb dann einfach von deiner Seite aus ... übergangen ... *g*

Und Substanzen die nicht-newtonsches Viskositätsverhalten, sheer thinning Effekte und auch bei Minus 55 bis Minus 78°C noch Fluidität besitzen ... gibt es durchaus. Sie sind nur EXTREMST teuer ... was ihrer Verbreitung sogar in der Wissenschaft Grenzen setzt.

Aber ist schon OK ... mach DU deinen Job ... mix Substanzen zusammen ... mach deine Messreihe ... das forschende Denken in dieser Beziehung übernehmen ja andere (üblicherweise die mit dem Dr. vorm Namen). Das sind auch die, die das Hinterfragen übernehmen.

MFG Kester

der bald auch ein Dr. hat *fg*

Die technischen Argumente überlasse ich mal Sterndocktor, ich möchte nur fragen/bemerken:

1. Welches Öl ist superteuer? Bitte Preis und Typ nennen. Ich habe schon superteure Weine gesehen, Öl noch nie.

2. Dein Wissen als Diplom-Chemiker ist sicher beeindruckend, schade nur, dass Deine Karriere es Dir nicht ersparen kann, Autos zu fahren, die keine hohen Ansprüche ans Öl stellen.

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Der Unterschied zwischen mir und Sterndocktor ist, das Ich die Dinge WISSENSCHAFTLICH nach Ihrem Sinn hinterfrage, während er lediglich ZAHLENGLÄUBIG ist.

Lieber Rotherbach, der (wahre) Unterschied zwischen uns ist einmal der, dass Du bisher nur ein bisschen theoretische Chemiekentnisse hast, noch ganz am Anfang Deines Lernens stehst, und die Dinge halt lieber so formulierst, dass es sich irgendwie "wichtig" anhört. Anstatt so, dass es wirklich jeder verstehen würde. Was nur daran liegen kann, weil Du das selber noch nicht verstanden hast. Oder es Dir halt mehr darauf ankommt, dass es sich irgendwie "wissend" anhört.

Mir geht es dagegen einzig u. alleine darum, dass die Leser das was ich Schreibe auch wirklich verstehen! Hatte Dir schon mal versucht zu erklären, dass das hier KEIN (theoretisches) Wissenschafts-Forum ist - sondern ein Praxisorientiertes! Deshalb formuliere ich auch alles so, dass es auch wirklich jeder verstehen kann - auch ohne Chemiker zu sein. Und damit man das machen kann, muß man diese Dinge halt erst einmal selber wirklich verstanden haben!

Dass das bei Dir dagegen noch lange nicht der Fall ist, und Du im speziellen von Schmierstoffen überhaupt keine echten Kenntnisse hast (außer von einigen grundsätzlichen chemischen Zusammenhängen, welche man halt aus den Lehrbüchern u. aus Vorlesungen weiß, aber KEINE EIGENEN sind) hast Du ja bereits zur Genüge bewiesen. So wie z. B. hier schon wieder:

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Und Substanzen die nicht-newtonsches Viskositätsverhalten, sheer thinning Effekte und auch bei Minus 55 bis Minus 78°C noch Fluidität besitzen ... gibt es durchaus. Sie sind nur EXTREMST teuer ... was ihrer Verbreitung sogar in der Wissenschaft Grenzen setzt.

Wenn Du also nicht nur ein paar Chemie-Vorlesungen besucht hättest, sondern speziell von Schmierstoffen wirklich was verstehen würdest, dann würdest Du hier nicht immer solche "Geschichten" schreiben. Weil, viele hochwertige Motoröle schon bis ca. minus 50 Grad fließfähig sind! Sogar das 5W-50er M1 (obwohl es von der dyn. Visko her "nur" ein 5W ist) schon bis minus 54 Grad. Und manches 0W-XX sogar bis unter minus 60 Grad!

Und weil Du immer wieder solche Dinge schreibst, kannst Du davon nicht wirklich was verstehen. Außerdem, wer hatte das überhaupt in Frage gestellt? Hast Du das also sogar im Zusammenhang damit geschr., weil ich geschr. hatte, dass es kein 0W-60er gibt, zeigt das nur noch mehr, dass Du davon in Wirklichkeit überhaupt nichts verstehst.

Weil, es hierbei ja NICHT NUR darum geht, dass sich ein Öl bei minus 35 Grad wie ein 0W verhält, sondern eben darum, dass es sich dafür AUCH NOCH gleichzeitig bei 100 Grad wie ein SAE 60 verhalten müßte (also bei 100 Grad auch noch eine kin. Visko von rund 24 mm2/s haben müßte)! Und genau DAS (bei minus 35 wie ein 0W u. gleichzeitig bei 100 Grad wie ein SAE 60) geht halt leider nicht - bei einem Motoröl.

Hydraulik-Öle gibt es dagegen längst, welche einen entsprechend hohen VI (von bis zu 300) haben (so eins wird sogar bei MB für die Servolenkung verwendet). Nur, sind diese halt nicht für den Einsatz in einem Motor geeignet - weil die halt NICHT über die hier erforderliche Viskositäts- u. Scherstabilität verfügen. Irgendwann wirst Du aber vielleicht auch solche Dinge wissen - und auch verstehen.

Würdest Du das was Du da geschr. hast wirklich verstehen, hättest Du das schon mal nicht so geschr. Bei Ölen OHNE VI-Verbesserer hat das Geschwindigkeitsgefälle eben KEINEN Einfluss auf die Visko. Somit ist es also eine newtonsche Flüssigkeit. Handelt es sich dagegen um ein mineralisches Mehrbereichsöl (MIT VI-Verb.), dann nimmt auch bei GLEICHER Temp. aber größer werdendem Schergefälle (steigende Drehzahl) die Visko ab. Dann ist es eine NICHT newtonsche Flüssigkeit. Vor allem für Motoröle gilt deshalb: Je mehr es sich wie eine newtonsche Flüssigkeit verhält - umso BESSER!

Oder anders gesagt: Verhält sich ein Motoröl wie eine newtonsche Flüssigkeit, dünnt es nur mit zunehmender Temp. aus. Verhält es sich dagegen wie eine NICHT newtonsche, dünnt es auch noch ZUSÄTZLICH mit zunehmendem Schergefälle, also steigender Drehzahl, aus. Und was ist vor allem bei einem Motoröl jetzt besser? Natürlich wenn es sich wie eine newtonsche Flüssigkeit verhält! Je weniger die Visko auch noch durch höhere Drehzahlen abfällt, desto stabiler der Schmierfilm! Je mehr VI-Verb. darin enthalten sind, umso mehr verhält es sich dann aber eben wie eine NICHT newtonsche. Vielleicht verstehst Du jetzt ja sogar, warum es KEIN 0W-60er Motoröl gibt!

Und genau solche Dinge unterscheiden uns halt lieber Rotherbach. Ich weiß solche Dinge halt, u. Du hast nur ein paar theoretische Chemiekentnisse. Außerdem bin ich dem Profilierungsgehabe u. der Wichtigtuerei längst entwachsen. Du kannst es Dir dagegen noch nichtmal verkneifen, zu erwähnen, dass Du HOFFST, irgendwann mal auch einen Doktortitel zu haben. Hast Du schon irgendwo mal gelesen, dass ich mit irgendwas (Titel, Stellung) angegeben hätte? Aber auch das unterscheidet uns. Dabei habe ich sogar schon längst sogar zwei Stück!
Den ersten hatte ich schon, als Du wahrscheinlich noch zur Grundschule gegangen bist.
Und im Vergleich zu heute, hatte ich da von Schmierstoffen in Wirklichkeit auch noch keine Ahnung - genau wie Du!

Und falls Du immer noch nicht weißt, was man unter Viskosität versteht, dann schau halt einfach mal in den "Monster-Tread" bei den VW-Motoren rein - da steht so ziemlich alles darüber, was man für ein Verständnis, im Zusammenhang mit Motorölen, wissen muß.

Aber halt, sorry, Du willst ja nicht wissen, worauf es da wirklich ankommt, sondern eine "rein wissenschaftliche Definition". Die kannst Du aber auch in jedem Lehrbuch nachlesen - dafür brauchst Du mich nicht.

Und weil ich an einer solchen Art der Diskusion keinerlei Interesse habe, und mir da meine Zeit viel zu Schade dafür ist, ist diese Diskusion hier für mich auch schon wieder beendet!

Gruß

P. S. Und um zu wissen, dass man auch ein hochwertiges vollsynth. sogar recht günstig bekommen kann, muß man noch nichtmal was von Schmierstoffen verstehen. Mit offenen Augen durchs Leben gehen - reicht dafür schon aus! Wenn man das aber an Tankstellen o. in Vertragswerkstätten kauft, kann da das Öl auch nichts dafür - da ist dann auch ein 15W-40er teuer!

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@ Rotherbach

natürlich hast Du recht wenn Du sagst, daß für die meisten Anforderungen die wir unseren Autos stellen ein gutes mineralisches Öl locker ausreicht.

Ist ja nicht so, daß Sterndocktor stur und fest behauptet nur Synthetiköle erfüllen den Zweck.

Er sagt ja nur, daß sie alles besser können und erklärt uns gleich noch warum dem so ist.

Du sagst das ja auch.

Mich hat dazu gebracht Synthetiköl zu benutzen, daß Ihr Beide klar sagt, daß Synthetiköl Mineralöl in allen Belangen überlegen ist.

Es ist eben nun mal so (haben auch Andere irgendwann, irgendwo in diesem Monstermotoröl Thread geschrieben), daß wir unseren Motoren einfach was Gutes tun wollen und uns selber damit auch.

Wir sind nämlich Ölwechseljunkies!!!!! :-)

Sicher fahren die Wenigsten unter uns soviele Kilometer, daß sie jemals austesten können, wielange der Mobil 1 verwöhnte Motor durchhält, weil sie in 15 Jahren nur auf 220.000 km kommen und der Motor das auch mit 10W40 HC-Öl packt (denke ich mal).

Der Rest der Karre ist bis dahin verfault.

Wir tun einfach etwas dafür, daß die Wahrscheinlichkeit, daß der Motor bis dahin problemlos schnurrt um Einiges steigt.

Viel gebracht hat mir der Tipp mit den Getriebe- und Differentialölen vom Sterndocktor, ich hätte nämlich sonst wieder die veralteten Öle der Erstbefüllung verwendet.

Zu guter Letzt drücke ich Dir noch die Daumen zu Deiner Promotion. Viel Glück.

Moin,

In meinen Augen ist es SCHON ein gewisser Unterschied ... wenn Ich ein Gebinde für sagen wir ... 15-20 Euro kaufe ... das meinem Nutzungsprofil entspricht ... oder ein Gebinde ... welches das doppelte oder dreifache kostet, mir aber keinen DEFINITIVEN Nutzungsgewinn bringt.

Solange mein NUTZUNGSPROFIL eine solche Spreitzung von -50 bis 140°C gar nicht vorsieht, weil weder meine geographische Lage oder mein Motor/Fahrweise solche Temperaturansprüche an mein Motoröl nötig machen ...

Warum sollte Ich dann bitte dieses Öl verwenden ?! Einfach um SAGEN ZU KÖNNEN ich nutze es ?!

Oder reicht es an der Stelle nicht einfach aus ... Das Öl zu verwenden, das meinem Motor und meinem Anspruch genügt ?!

Einzig das ist der KRITIKPUNKT an dich Sterndocktor. Deine Empfehlungen sind immer für das teure Produkt. Egal ob es für den Nutzer eventuell unnötig ist.

Wie ich schon sagte ... Die Begriffserklärungen und die Zahlenwerte habe ICH nie bemängelt. Die Begriffe nicht, weil sie nunmal einfach RICHTIG sind. Die Zahlenwerte ... weil Ich annehme, das du da sicher weißt, was DU von dir gibst. Und Ich, wie auch gesagt, keinen Sinn darin sehe ... diese zu recherchieren, weil für mich mit Zeit und eventuell Kosten verbunden.

Sicher ist es so ... das Ich NICHT persönlich auf diesem Thema arbeite ... dies ermöglicht mir aber auch, eine nüchternde Distanz dazu. Ausserdem hättest DU ja mit SACHLICHEN Argumenten die Möglichkeit ... mich zu überzeugen, dummerweise ... hast du dies bisher KAUM versucht, sondern ausschließlich auf die saudumme Tour probiert alle ABWEICHENDEN Meinungen herabzuputzen. Und bist nie auf Argumente Contra eingegangen.

Mir ist SEHR WOHL klar ... das der Weg von der THEORIE zum funktionierenden Motoröl mit ALLEN Komponenten komplexer ist, als ein binäres oder ternäres System. Allerdings gehorcht es den gleichen physikalischen Grundprinzipien und verstösst nunmal nicht dagegen. Das man, um ALLE Eventualitäten des Motordaseins abzudecken ... die entsprechenden Komponenten einbauen muss ... ist klar. Nur, wenn man sagt, das gewisse Dinge nicht MÖGLICH sind ... sollte man auch selbst sehen, dass man in deinem Fall nicht an den harten Grundlagen arbeitet ... sondern die Substanzen verwendet, die halt gebräuchlich bzw. in großem Maßstab verfügbar sind. Ergo wäre meiner Auffassung nach ... die Argumentation richtiger gewesen ... in absehbarer Zeit wird es kaum möglich sein, dies und das zu marktgerechten Preisen zu realisieren. Das ist doch der springende Punkt und NICHT das es absolut unmöglich wäre. (Das heißt nicht, das unbedingt ALLES möglich wäre... es gibt Grenzen ... z.T. auch ziemlich unumstößliche ...)

Also nochmal die Frage ... WOZU benötigt ein ziemlich braver Bauernmotor wie der 230E im W123 ... ein High-End-Motorenöl ?! Ich meine ... Ich lebe nicht in Sibirien, wo ein 10W40 Öl guter Qualität im Kältebereich schon mal versagen könnte ... und der Motor ist nicht unbedingt einer der Sorte, die besonders hochtourig laufen und besonders hohe thermische Dauerbelastungen im }Normalbetrieb{ haben. Schließlich setzt man das Auto ja nicht im Dauer-Volllastbetrieb ein.

Meiner Meinung nach ... ist hier ein Öl, wo das Gebinde von 5 Litern zwischen 40 und 60 Euro kostet ... unnötig. Und ICH und sicherlich noch eine Menge Menschen mehr, betrachten einen Ölpreis von z.T über 10 Euro je Liter mit Sicherheit als Teuer. Als Neuwagenkäufer sieht man das möglicherweise anders, wo man eh mit Werkstattpreisen konfrontiert wird.

Im Moment ... habe Ich persönlich auch GAR KEIN Interesse daran ... mich zum Spezialisten für Motorenöle zu machen. Da Ich eine gänzlich andere Richtung eingeschlagen habe. Für meine Zwecke reichen die Grundlegenden Prinzipien. Und die reichen durchaus aus, um zu bewerten ... welche Temperaturanforderungen ein von mir genutztes Öl benötigt und auf welche Kriterien in den Spezifikationen und Freigaben ich gucken muss.

Und schlussendlich besagt eine Freigabe des Herstellers ... X W Y und die entsprechende Normierung ... das der Motor mit diesem Öl und der nötigen Wartung ein langes Leben hat. Dieses Leben wird durch ein NOCH BESSERES Öl vielleicht um einige 1000 km erhöht. Aber macht es einen TATSÄCHLICHEN Unterschied ... ob der Motor bei 500.000 oder bei 530.000 km verreckt ?! Oder Im Falle eines Fehlers ... ob er nach 60.000 oder 75.000 km verreckt ?!

Den ersten Fall erleben die wenigsten Autos ... und im ersten Fall ist es eh egal welches Öl ich gefahren habe. Sinnvoll wäre eine Verwendung lediglich ... wenn das "normale" Öl 50.000 km bringen täte, das spezielle aber 250.000 km. Und SO Extrem sind die Unterschiede zwischen FREIGEGEBENEN Ölen nicht.

(Nochmal damit es deutlich ist ... Ich rede ausschließlich von vom Hersteller freigegebenen Ölen, mit entsprechender Qualität... nicht von einem 1 Euro Salatöl, das KEINERLEI Normen erfüllt ...)

Und Ich hoffe ... das deine Antwort ähnlich brauchbar wie die letzte ist. Dann kann man nämlich auch mal vernünftig miteinander diskutieren. Denn deine Zahlenkompetenz ... und den praktischen Vorsprung stell' Ich gar net in Frage ... Nur die Interpretation die DU aus beiden in sehr allgemeiner Weise triffst.

MFG Kester

Hallooo

hab ja nicht damit gerechnet, dass ihr gleich soviel rein schreibt... oder das das thema sich so schnell ändert...

erstmal ein dank an ZBb5e8 für dein beiträge...
ich werde erstmal die zündkerzen erneuern, am motor werde ich erstmal nichts verstellen, ich beobachte erstmal und öl werde ich einmal wechseln...

jetzt wo ich schon öl erwähne...

also wenn es nach meinem Geldbeutel gehen würde, dann würde ich immer dieses 5euro öl verwenden...

habe in der vergangenheit jedoch immer nur 10w 40 benutzt... alle 10tkm gewechselt und nur 10w 40...

Was ich so jetzt mitbekommen hab von erfahrenen kfz-Meister, nur die 6 zylinder benötigen top öle, und die älteren fahrzeuge vertragen 15w 40 besser, die nehmen es besser an unsw.....

naja, ich werde der werbung vertrauen und Castol 10w 40 benutzen...

ps: @ ZBb5e8
wenn man den luftfilter abnimmt, dann befindet sich da ein kleines viereckiges gelbes würfelgehäuse... das macht komische geräusche... plub plub plub plub... weisst du wie man das nennt? und was für eine funktion das hat?

gruss veci

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


WOZU benötigt ein ziemlich braver Bauernmotor wie der 230E im W123 ... ein High-End-Motorenöl ?! Ich meine ... Ich lebe nicht in Sibirien ...

Dein Denkfehler ist, dass es bei Öl nur um Viskosität geht. Ebenso wichtig ist aber - neben weiteren Aspekten - das Thema Motorsauberkeit. Wenn man also nun weiß, welchen Schaden Ablagerungen im Motor anrichten können, dann versucht man unweigerlich, diese mit dem richtigen Öl zu verhindern. Wenn man jetzt noch weiß, dass minerlische Öle den Motor an sich schon verschmutzen (und deshalb Additive beigemengt werden müssen, um den öl-eigenen Dreck in den Griff zu bekommen), dann sollte jeder zum vollsynthetischen greifen (das den Motor nachweislich am besten sauber hält). Oder wie wär's mit dem Thema Dichtigkeit? Da findet man sich einfach mit dem Umstand ab, dass ein Motor eben bei 150.000 km undicht wird. Und lässt ihn für einen 4stelligen Euro-Betrag rundum neu abdichten. Dasselbe bei Getriebe und Differential! Warum? Weil man zu geizig war für ein gutes Öl, das eben auch ein Dichtungspflegemittel enthält.

Und genau deswegen braucht auch ein braver Bauernmotor wie der M102 ein gutes vollsynthetisches Öl. Denn jeder will einen gut funktionierenden, rund und sparsam und verschleißarm laufenden Motor, der lange dicht bleibt. Alles andere macht absolut keinen Spaß, deshalb will das niemand. Ein gutes, vollsynthetisches Öl entspricht also exakt dem Nutzungsprofil eines jeden Autofahrers. Und das schönste: So ein gutes Öl bekommt man, wenn man die Bezugsquelle intelligent wählt, bereits für 4-6 Euro pro Liter. Bei 15.000 km im Jahr und 4 Liter Ölmenge sprechen wir also von EUR 20 pro Jahr. Die Spritkosten für diese 15.000 km betragen bei einem Benziner, der 10 Liter verbraucht, EUR 1800. Wer bei diesen Relationen noch ein mineralisches 10W-40 mit all seinen unvermeidbaren Nachteilen einfüllt, muss einfach unterbelichtet sein.

Noch ein persönlicher Hinweis an Rothenbach: Wer in einem Forum wie diesem mit akademischen Graden herumprotzt, muss schon einen riesigen Minderwertigkeitskomplex haben. Man nennt so etwas auch "Hausmeistersyndrom": Der kleine Hausmeister, der in keinem Lebensbereich wirklich Erfolg und Achtung hat, rasselt in seinem kleinen Machtbereich (einem Gebäude eben) eindrucksvoll mit seinem gewaltigen Schlüsselbund und schikaniert die Bewohner. Solche Leute erkennt man auch im Straßenverkehr: Kriegen weder im Beruf noch im privaten Bereich Anerkennung, aber blockieren dann mit dem Daihatsu Cuore Dreizylinder die linke Autobahnspur bei Tempo 110 - einmal im Leben wichtig sein, der große Traum!

In diesem Sinne: Etwas mehr Bescheidenheit und bitte keine Chemiebuch-Ergüsse, die niemand lesen will. Sonst stell ich hier noch einen Scan meiner Physik-Unterlagen aus der 8. Klasse rein!

Zitat:

Original geschrieben von 300SEL6.3


Und genau deswegen braucht auch ein braver Bauernmotor wie der M102 ein gutes vollsynthetisches Öl.

habe heut bei ATU die shell nominierung für den M102 gesehn und es ist nicht 10W 40 sondern 5W 30

tschü

"Nominiert" bedeutet nicht automatisch auch "gewählt". 😛

Dazu darf ich höflichst auf diesen Thread verweisen.

MfG ZBb5e8

Wenn ich nun 500.000km mit 10W40 für 2€ / Liter fahre, dann kostet mich das Öl 600€.

Wenn ich nun 5€ Öl nehme, sind das 1800€.

Für 1200€ kann ich mir aber schon nen Kopf überholen...

Dann weis ich wenigstens, der ist neu.
Beim Öl muss ich hoffen...

mfg, Mark

Zitat:

Original geschrieben von Mark-RE


Für 1200€ kann ich mir aber schon nen Kopf überholen...

mfg, Mark

Gute Idee, scheint mir dringend nötig zu sein...🙄

Zitat:

Original geschrieben von ZBb5e8


Dazu darf ich höflichst auf diesen Thread verweisen.

Was ihr bei diesen Dingen immer überseht, ist, dass die Empf. in den Betriebsanleitungen immer nur dem Stand der Drucklegung entsprechen. Und diese wiederum den Qualitäten der Motorenöle der damaligen Zeit.

Und die in Deinem Link stammt noch aus der "Steinzeit". Als diese dedruckt wurde, gab es noch nicht einmal die CCMC G5. Sondern nur G1 bis G3. Und diese Einschränkung für Öle mit der Visko-Klasse 5W-30 galt halt für solche Leichtlauföle nach der damaligen G3. Bzw. für solche, welche überhaupt kein CCMC-Profil hatten.

Die G3 wurde später durch G5 ersetzt. Bei der G5 waren noch zusätzl. Tests für Schlammvermeidung und auch auf Verschleißschutz erforderlich. Und diese hatten dann immerhin auch schon eine Scherstabilität, wo man wenigstens auch von "Stabilität" sprechen konnte. Deshalb galt dann für 5W-30er nach CCMC G5 als empf. Außentemp-Bereich von min. minus 25 bis plus 30 Grad. Die ganz einfachen (welche kein G5-Profil hatten) waren dann auch schon ein bisschen besser geworden. Für solche 5W-30er galt ab da min. minus 25 bis minus 5 Grad.

Du wirfst aber die ganz alten, einfachen 5W-30er, welche noch nichtmal ein CCMC-Profil hatten, sogar mit den aktuellen mit ACEA A3/B3/B4 in einen Topf!? Die kann man aber nun wirklich nicht miteinander vergleichen. Für die aktuellen gilt deshalb auch nicht einmal mehr die Beschränkung BIS 30 Grad, sondern bis ÜBER 30 Grad. Auch für einen alten W123er.

Egal ob der Motor aber schon älter oder ein ganz aktueller ist, wäre aber auch ein modernes 5W-30er nicht gerade meine erste Wahl. Weil es halt eben auch hochwertige 5W-40er gibt. Und so eins gegenüber einem 5W-30er beim winterlichen Kaltstart KEINE Nachteile hat (dynamische Visko ist ja die Gleiche), und trotzdem bei sehr hohen Temp. noch etwas mehr Reserven. Und man so eins sogar für sehr kleines Geld bekommt.

Deshalb fällt mir auch kein Grund ein, warum man auch bei einem älteren, wo man verständlicherweise nicht mehr allzuviel in die Wartung investieren will, statt einem hochwertigen 5W-40er ein einfaches 15W-40er nehmen sollte.

Wenn ich selbst von einem hochwertigen, vollsynth. 5W-40er den 5L-Kanister für rund 20€ bekomme, dann nehme ich doch kein 15W-40er. Selbst die besseren unter den 15W-40ern (mit wenigstens ACEA A2/B2-Profil) kosten oft schon mehr (kommt auch darauf an, WO ich einkaufe).

Grüße

P. S. CCMC wurde Anfang 1996 von ACEA abgelöst.

Was für MB-Motoren (egal ob älter oder ganz aktuell) überhaupt nicht verwendet werden darf, sind Öle mit abgesenkter HTHS-Visko. Also solche mit einem ACEA A1/B1 o. A5/B5 bzw. der neuen C1/C2 dürfen NICHT verwendet werden. Deshalb immer darauf achen, welche ACEA-Normen auf dem Gebinde stehen. Und steht eine MB-Freigabe drauf (z. B. nach Blatt 229.1, 229.3), dann handelt es sich ganz sicher um KEINS mit abgesenktem HTHS, weil so eins NIEMALS eine MB-Freig. bekommen würde. Was die HTHS-Visko betr., so gilt da für ALLE MB-Normen MIN. 3,5mPas.

Ich habe ja bis jetzt alles gemacht, was Sterndocktor so in verschiedenen threads empfohlen hat - und bin gut damit gefahren.

An meinem Alfa (31 Jahre) habe ich dann mal einen Rest "Mobil1" zum Nachfüllen verwendet. War Grundfüllung (auf die Haue bin ich schon gespannt!) 20 W 50 drin. Zur Verbrauchsminderung 2 Dosen Ölverlust-Stop von LM (Ventilschaftdichtungen ...). Damit habe ich bisher den niedrigsten Nachfüllbedarf erreicht, die vorher verwendeten 15 W 40 (ARAL usw.) habe ich mehr verbrannt als verschmiert - bis zu 2 L/1000 km nachgefüllt. Jetzt sind's 1,5 L auf 3500 km.

Mit dem nachgefüllten Mobil blies er mir süße blaue Wolken beim leichtesten Gaswegnehmen aus dem Auspuff und verballerte auf 500 km einen Liter Öl.

Eigentlich wollte ich auf Empfehlung Sterndocktor beim nächsten Mal LM MotorClean verwenden und dann auf 5 W 40 umsatteln. Jetzt habe ich nach den nachfüllerfahrungen doch ein bißchen "die Hosen voll", daß ich das gute Öl dann durch den Auspuff blase und mich am Nachkippen halte. Irgendwie scheint sich vielleicht auch der Effekt des Ölverlust-Stop mit der Reinigungswirkung des Mobil nicht vertragen zu haben.

Allen mineralischen Ölen war ein von Sterndocktor beschriebener Effekt gemeinsam (quer über alle Ölmarken): Irgendwie schafft es der Motor, daß die ganzen Additive so ab 25oo bis 3000 km "in die Binsen gehen" (technisch macht das Sterndocktor in seinen Beschreibungen besser): Der Ölverbrauch steigt dann deutlich an. Das wollte ich mit einem vollsynthetischen Öl vermeiden. Bildlich: Auf die ersten 1500 km braucht er 0,5 L bis wieder Max. erreicht ist, auf die nächsten 1500 km 1 L und dann auf 500 km 0,5 L ... da wird offensichtlich schon die Leistungsfähigkeit des Öls massiv angegriffen.

Scheint auch Motoren zu geben, die das Öl mehr "schonen" (mein Triumph z.B.). Der Alfa ist da jedenfalls mimosenhaft. Vielleicht weiß hier einer, wie sich ein 2,3 L-M102 verhält?

Aber wer weiß bei so einer alten Maschine schon Genaues?

Markus

mit leicht bläulichen Grüßen aus dem Endrohr

Zitat:

Original geschrieben von triuemphel


Vielleicht weiß hier einer, wie sich ein 2,3 L-M102 verhält?

Meiner verhält sich zumindest ähnlich wie Du es beschrieben hast.

Die Theorie, die ich dazu mal aufgegabelt habe, besagt, daß die Molkülketten der Öle mit der Zeit reißen und im Mittel immer kürzer werden.

Statt langer, sich windender und in sich drehbarer Ketten (was kurz und unvollständig gesagt den physikalischen Hintergrund der Schmierwirkung beschreibt), hat man dann vorwiegend Bruchstücke der ursprünglichen, langkettigen Moleküle im Motor.

Damit entwischen dann auch die noch unversehrten Ketten umso leichter durch irgendwelche Ritzen, weil ihnen der "Halt ihrer Umgebung" fehlt - Nachbarketten, mit denen sie sich umschlingen und verzahnen können.

Aral schreibt jedenfalls in einer älteren Broschüre, daß "verschlissenes" Öl erheblich schneller verbraucht wird als frisches Öl und daß dieser Effekt durch Nachfüllen frischen Öls NICHT reduziert werden kann.

Stichwort: Ein Tropfen Jauche in einer Flasche Wein ergibt eine Flasche Jauche; ein Tropfen Wein in einer Flasche Jauche ergibt ebenfalls eine Flasche Jauche. 😁

Meine Hypothese wäre, daß auch der M102 dem Öl ganz schön "auf den Deckel" haut.
Nach rund 3.000 bis 5.000km läßt das Öl bereits nach.
Der Motor wird -in feinen Nuancen der Geräusch- und leistungsentwicklung gemessen- etwas rauher, unwilliger.

Dann wird vielleicht noch einmal nachgefüllt (was man der Laufkultur m.E. deutlich anmerkt, aber wie beschrieben nicht lange hält) oder gleich gewechselt.

In keinem Fall bleibt die Brühe 10.000km drin. (Bleibt sie ja eh nicht 😁)

Bläuen tut der M102 nicht und er zieht sich wohl auch das Öl nicht wie viele seiner Kollegen beim Lastwechsel in den Ansaugkanal, sondern (ich vermute es) er haut es bei hoher Drehzahl an den Kolbenringen vorbei.
Auf einer Knallgas-Fahrt mit frischem Öl (350km rund 190km/h) hat er sich mal ca. einen dreiviertel Liter Öl reingezogen.

Dabei kamen fast keine Lastwechsel vor, also geht es wohl im Lauf flöten, was den positiven Effekt hat, daß es sauber verbrannt wird und nicht rumpestet.

Blaue Wolken habe ich jedenfalls bisher weder bei meinem im Rückspiegel noch bei anderen 230ern hinten raus gesehen.

Der Zusammenhang von Ölverbrauch und hoher Drehzahl ist auch in der Betriebsanleitung vermerkt und bestätigt sich eindrucksvoll in der Praxis.

Die OM615/616/617-Reihe ("Begründer der Taxidiesel"😉 verhält sich da sehr ähnlich.
Werden die Motoren gescheucht, machen sie´s zwar mit, fressen aber richtig Öl.
- Besser als wenn sie sich selbst fressen würden. 🙂

Fazit:
Der M102 stellt eine gewisse Herausforderung an´s Öl dar.
Das Öl muß nicht teuer sein, nur frisch, und frisch bleibt´s nicht lange.
Maximal einmal nachfüllen, dann bei Erreichen der nächsten Nachfüllgrenze wechseln.
Je nach Fahrweise können das 1.000 (!) bis 7.000km sein.

Das gleiche gilt übrigens auch für die genannte OM615-Reihe und vermutlich viele andere Motoren der Baujahre (ca.) 1965-1990.

MfG ZBb5e8

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