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Vorzeitige Übernahme eines Leasingfahrzeugs von der Leasinggesellschaft

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 10:53

Hallo Jungs,

 

ich brauche mal Eueren sachkundigen Rat:

 

Seit Mai 2007 habe ich einen A3 mit folgenden Konditionen geleast:

 

Laufzeit 48 Monate, Kilometerleasing (20.000 km pro Jahr), Anzahlung 20% des Bruttolistenpreises (LP damals 29.500 EUR, Anzahlung also 5.900 EUR), monatliche Leasingrate 216,00 EUR.

 

Nun ist es so, dass ich seit Frühjahr nen neuen Job hab, und ich somit erheblich mehr fahre, als eigentlich vorgesehen ist. Bereits jetzt hab ich 71.000 km drauf. Bis Leasingende Mai 2011 werden es rund 130.000 km sein, also 50.000 km mehr, als vorab veranschlagt.

 

Ich habe mit meinem Händler Kontakt aufgenommen und gefragt, ob ich den Leasingvertrag vorzeitig beenden könne. Ich würde das Auto dann gerne ablösen (hab das Geld auf einem Tagesgeldkonto, und zur Zeit gibts da ja eh wenig Zinsen) und den A3 selbst übernehmen. Ich müsste derzeit noch rund 17.900 EUR Ablöse zahlen. Hinzu kommt eine Vorfälligkeitsentschädigung i.H. von 510 EUR (ob dies die Volkswagen Leasing oder der Händler verlangt, sei mal dahin gestellt; ist jetzt auch nicht unbedingt relevant).

 

Meine Frage an Euch: was würdet Ihr machen? Bin hin- und hergerissen. Einerseits würde das Auto endlich mir gehören, anderseits werden vergleichbare A3's bei mobile.de zur Zeit schon für ca. 14.500 EUR gehandelt. Wäre es nicht etwa doch sinnvoller, die Leasing trotz der Mehrkilometer dann bis zum Vertragsende weiterlaufen zu lassen? Könnte es sein, dass mir das am Ende doch billiger kommt, und dass ich bei vorzeitiger Übernahme eigentlich nur die Dumme wäre, weil ich evtl. das Restwertrisiko, das eigentlich der Händler tragen müsste, selbst übernehmen würde? Was meint ihr?

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12 Antworten

Hallo,

Du siehst das schon richtig, Du übernimmst das Restwertrisiko.

Du hast doch sicher ein KM-Leasing? Schau mal nach, wieviel Dich der Mehr-KM kostet. Normal sind 2500 KM mehr frei. Also müsstest du für 47.500 KM nachzahlen. Bei teueren 13 Cent pro km sind das rund 6.000,- Euro. Hättest du es vorher vereinbart, hättest du eine höhere Rate gehabt. Wenn Du aber einen neuen Wagen nimmst, lässt sich diese Nachzahlung weghandeln...

Oder mal bei einem anderen Hersteller fragen. Die haben ja oft Prämien für die Anwerbung von Fremdfabrikaten. Sprich wenn der Händlereinkauf bei 13.500,- liegt und er bekommt, 2.500,- vom Hersteller, hat er 16.000,- für Dich und du legst den "kleinen" Rest drauf.

BEN

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 12:10

Für den Mehrkilometer sinds 7,1 ct. Das geht in Ordnung.

Für mich stellt sich auch die Frage der Steuer. Mir wurde die Ablösesumme netto genannt, d.h. als privater Konsument müsste ich dann die MwSt. entrichten, so weit logisch. Wenn ich das Fzg. nach Vertragsende zurückgebe und ein neues Auto bar bezahle, dann könnte der Händler doch die Mehrwertsteuer, die er an die Leasinggesellschaft entrichten müsste, als Vorsteuer mit der Umsatzsteuer, die er aus dem Verkauf des Neuwagens an mich erhält, verrechnen, oder? Oder hab ich da nen Denkfehler? Wenns so wäre, würde ich ja auch aufgrund der Steuersituation auf Vorteile verzichten, wenn ich nun ablöse?

also inkl. 19% MwSt. zahlst du ca. 4000,-€ an Mehrkilometer.

17.900 für die aktuelle Ablöse -4000,- = 13.900,-€

Also hast du dann ca. 14.000,-€ für einen neuen bzw. gebrauchten A3. Dafür bekommst du einen mit weniger KM und jüngeren Baujahres.

Also ich wäre mir da sicher: weiter fahren - nach zahlen - neueren Gebrauchtwagen mit weniger KM für Differenzsumme kaufen.

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 13:14

Zitat:

Original geschrieben von BMW320ie46

also inkl. 19% MwSt. zahlst du ca. 4000,-€ an Mehrkilometer.

17.900 für die aktuelle Ablöse -4000,- = 13.900,-€

Also hast du dann ca. 14.000,-€ für einen neuen bzw. gebrauchten A3. Dafür bekommst du einen mit weniger KM und jüngeren Baujahres.

Also ich wäre mir da sicher: weiter fahren - nach zahlen - neueren Gebrauchtwagen mit weniger KM für Differenzsumme kaufen.

Ganz stimmt deine Rechnung zwar nicht, aber trotzdem hast du irgendwo Recht.

Wenn ich das Auto jetzt kaufe, würde ich 17.900 EUR zahlen, schon jetzt ca. 3.500 EUR mehr, als das Auto wert ist. Ich würde es ja weiter fahren wollen, nichtsdestotrotz hätte ich dann in nem Jahr ein Auto mit rund 130-150 tkm auf der Uhr. Am freien Markt würde ich dann vielleicht noch 10 - 10,5 TEUR bekommen. Wäre ein Verlust von rund 7,4 - 7,9 TEUR. Würde ich es bis zum Vertragsende behalten und dann zurückgeben, ergäbe sich folgende Rechnung: 216,00 EUR * 15 = 3.240,00 EUR + 3.550,00 EUR = 6.790 EUR. Sparen würde ich bei einer vorzeitigen Übernahme wohl wirklich nichts. Zudem kann ich mein Geld noch weiter anlegen, bringt auch noch rund 300,00 EUR Zinsertrag, und ich müsste die Prämie light-Versicherung nicht aufgeben, eine vergleichbare Versicherung wäre zur Zeit rund 200,00 EUR im Jahr teuerer.

Soll ich der Leasinggesellschaft aber dennoch vorsichtshalber mitteilen, dass sich meine Jahresfahrleistung erhöht hat, oder meint ihr, dass das nicht nötig ist, da ja der Preis für Mehrkilometer eh im Leasingvertrag genannt ist?

Guten Morgen,

ich versuche auchmal, eine Rechnung aufzumachen:

1.) Auto weiterleasen

17 Raten a 216,- Euro = 3.672,- Euro

Zahlung Mehr-KM ca. 4.000,- Euro

Somit zahlst du gut 7.700,- Euro, wenn du das Leasing weiterlaufen lässt.

 

2.) Leasing ablösen

Zahlung von 21.300,- Euro Ablöse (17.900,- + MWST)

Zahlung von 510,- Vorfälligkeit

GESAMT 21.810,-

realistischer Fahrzeugwert: 14.500,- Euro

"Realisierter Verlust" also 7.310,- Euro

==========

Wenn du jetzt noch rechnest, dass du auf dem Tagesgeldkonto ein par Zinsen bekommst, halten sich die Lösungen also beinahe die Waage.

Allerdings kannst du dir jetzt sicher sein, dass du in 17 Monaten dein Auto tauschen kannst, ohne irgendwelche Diskussionen darüber zu haben, was du mit dem Gebrauchten anfängst.

Also: Ich würde den Leasingvertrag weiterlaufen lassen!

Gruß aus dem Rheinland

Sause

P.S.: oder findet hier jemand einen Denkfehler?

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 13:22

Zitat:

Original geschrieben von Sause4711

Guten Morgen,

ich versuche auchmal, eine Rechnung aufzumachen:

1.) Auto weiterleasen

17 Raten a 216,- Euro = 3.672,- Euro

Zahlung Mehr-KM ca. 4.000,- Euro

Somit zahlst du gut 7.700,- Euro, wenn du das Leasing weiterlaufen lässt.

 

2.) Leasing ablösen

Zahlung von 21.300,- Euro Ablöse (17.900,- + MWST)

Zahlung von 510,- Vorfälligkeit

GESAMT 21.810,-

realistischer Fahrzeugwert: 14.500,- Euro

"Realisierter Verlust" also 7.310,- Euro

==========

Wenn du jetzt noch rechnest, dass du auf dem Tagesgeldkonto ein par Zinsen bekommst, halten sich die Lösungen also beinahe die Waage.

Allerdings kannst du dir jetzt sicher sein, dass du in 17 Monaten dein Auto tauschen kannst, ohne irgendwelche Diskussionen darüber zu haben, was du mit dem Gebrauchten anfängst.

Also: Ich würde den Leasingvertrag weiterlaufen lassen!

Gruß aus dem Rheinland

Sause

P.S.: oder findet hier jemand einen Denkfehler?

Die 17,9 TEUR Ablöse sind schon inkl. USt., also brutto!

Zitat:

Original geschrieben von A3Caro

Mir wurde die Ablösesumme netto genannt, d.h. als privater Konsument müsste ich dann die MwSt. entrichten, so weit logisch.

Sorry, hatte mich davon irritieren lassen. Aber mach doch die einfachste Lösung - Anpassung des Leasingvertrages auf die realistische KM-Leistung. Das dürfte nochmal deutlich günstiger sein, als die Mehr-KM zu bezahlen...

Gruß vom Sause

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 13:35

Zitat:

Original geschrieben von Sause4711

Zitat:

Original geschrieben von A3Caro

Mir wurde die Ablösesumme netto genannt, d.h. als privater Konsument müsste ich dann die MwSt. entrichten, so weit logisch.

Sorry, hatte mich davon irritieren lassen. Aber mach doch die einfachste Lösung - Anpassung des Leasingvertrages auf die realistische KM-Leistung. Das dürfte nochmal deutlich günstiger sein, als die Mehr-KM zu bezahlen...

Gruß vom Sause

Auch ne Idee!

Wäre nett, wenn du mal kurz schreibst, wie sich die Rate ändern würde, nachdem du angefragt hast...

ist nicht immer der Fall. Gerade bei Vielfahrern leidet extrem der Restwert.

Würde so 5-10 Tkm unter der realistischen Laufleistung leasen (ab 35.000KM p.a).

Denn ansonsten schnallt die Rate extrem nach oben.

Genau. Es ist bei BMW zumindest günstiger, weniger KM im Leasing-Vertrag zu vereinbaren und nach zu zaheln - musste ich allerdings noch nie, weil immer vorzeitig auf ein neues Modell gewechselt.

Wenn jemand 30.000 km im Jahr fährt sollte er beides rechnen. Einmal Leasinrate bei 30.000 p.a. und einmal mit 15.000 p.a. und was die Mehr-KM kosten. Den Betrag d ann auf die Laufzeit umrechnen und sehen, was günstiger ist. Die KM-Kosten schwanken auch stark hatte schon mal nen BMW 745i, wo der Mehr-KM nur 5,x Cent gekostet hätte, der war natürlich auf 10.000 km gelaest. Dann gibt es mal 9 Cent oder gar 13 Cent... Muss man halt rechnen.

 

 

BEN

Themenstarteram 5. Januar 2010 um 18:00

Also hab heute Nachmittag nochmal mit dem Händler gesprochen. Dem wars ziemlich egal, ob ich ablöse oder den Vertrag weiterlaufen lasse. Dachte eigentlich, dass die Händler Luftsprünge machen würden, wenn in diesen Zeiten jmd. kommt und nen Vertrag auflöst. Na egal. Angesprochen auf die Vertragsänderung wegen höherer Kilometerleistung meinte er, er habe das schon mehreren Kunden vorgerechnet, es würde sich jedoch absolut nicht lohnen. Außerdem würde die Leasinggesellschaft eine Änderungsgebühr i.H. von 180 EUR verlangen. Also werd ich den Vertrag ganz einfach auslaufen lassen und im Winter entscheiden, was wird. Herauskaufen wird sich dann wohl kaum lohnen. Also entweder Rückgabe und Fremdfabrikat (wobei ich schon gerne im Konzern geblieben wäre) bzw. Jahres-/EU- oder sonstigen Gebrauchtwagen oder eben wieder nen neuen Audi kaufen. Ist ja noch ne Weile hin! Jedenfalls danke ich Euch für Eure Anregungen, insbesondere auch für den Tipp, dass manche Hersteller "Wechselprämien" zahlen. Glaub bei BMW ist dies häufig der Fall!?

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