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Kfz-Finanzierung: Lohnt sich die vorzeitige Auslöse wirklich?

Themenstarteram 26. September 2009 um 23:14

Hallo,

ich sitze gerade vor dem finanziellen Scherbenhaufen meiner Partnerin. Die hat vor meiner Zeit einen kleinen Ford Fiesta gekauft und mit Gesamtbetrag 15250 Euro bei der FFS-Group auf 5 Jahre finanziert. Nun habe ich auch mal ermittelt was Pflicht-Kundendienste und Pflicht-Vollkasko so im Monat verschlingen und hab fast Tränen in den Augen bekommen, was die kleine Mistkrücke Monat für Monat verschlingt. Daher kam jetzt die Idee, dass ich den Wagen zum Jahresende hin auslöse und sie den Betrag zinsfrei an mich abstottert und gleichzeitig das Auto nur noch mit TK SB150 versichert statt VK. Das würde jeden Monat schon allein 35 Euro für die Versicherung ersparen.

Zwar bin ich der Mathematik mächtig, aber mit BWL und deren Begriffen hatte ich es noch nie so recht. Also fangen wir an: Hier zunächst mal die Eckdaten des Darlehens:

Finanzierungsbetrag: ~12780 Euro

Kosten Restschuldversicherung: ~765 Euro

Darlehensnennbetrag: 13534,80 Euro

Zinsen: 1714 Euro (4,9% pa)

Bearbeitungsgebühren: 0 Euro

Gesamtbetrag: 15248 Euro

Das Auto wird zu 59 Raten á 254 Euro finanziert, beginnend am 01.06.2006. Die letzte Rate ist am 01.05.2011 zu bezahlen.

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen also noch 20 Raten aus (5080 Euro). Am 01.01.2010 könnte ich das Auto auslösen (noch 17 Raten = 4318 Euro). In den AGB steht neben der Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 2% folgender Absatz den ich nicht recht verstehe:

Zitat:

Im Fall der vorzeitigen Rückzahlung vergütet die Bank für die vollen Monate, um die sich die Laufzeit verkürzt, die nicht verbrauchten Darlehensgebühren nach folgender Formel zurück:

Berechneter Darlehensgebührenbetrag * (Restlaufzeit * (Restlaufzeit+1))/(Ursprungslaufzeit * (Ursprungslaufzeit+1))

Nun meine Fragen an euch:

- Was ist mit den eizelnen Punkten der Formel gemeint? Ist die Restlaufzeit die Zeit, um die sich das Darlehen verkürzt (also 17) oder die Zeit, die nach Abzug der Vorauslöse übrig geblieben ist (also 59-17= 42)?

- Die 2% Vorfälligkeitsentschädigung sind worauf bezogen? Die Restschuld?

- "Berechneter Darlehensgebührenbetrag" sind die 1714 Euro Zinsen oder was meinen die damit?

- Wieviel müsste ich denn nun am 01.01.2010 an die Bank überweisen (sofern es keine Kosten außer die hier genannten gibt), damit ich das Auto auslösen kann?

Vielen Dank für eure Hilfe vorab!

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6 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Brotschimmel

Hallo,

ich sitze gerade vor dem finanziellen Scherbenhaufen meiner Partnerin.

Nun übertreib mal nicht, war vielleicht nicht das beste Geschäft, aber es gibt noch ganz andere Katastrophen...

Finanzierungsbetrag: ~12780 Euro

+ Kosten Restschuldversicherung: ~765 Euro

= Darlehensnennbetrag: ca. 13534,80 Euro

Die RSV wird also unnötigerweise mitfinanziert.

+ Zinsen: 1714 Euro (4,9% pa) (Bearbeitungsgebühren: 0 Euro)

= Gesamtbetrag: 15248 Euro

Zitat:

Das Auto wird zu 59 Raten á 254 Euro finanziert, beginnend am 01.06.2006. Die letzte Rate ist am 01.05.2011 zu bezahlen.

59 x 254 = 14.986 €

Fehlen noch 15248 - 14.986 = 262€

Zitat:

Zum aktuellen Zeitpunkt stehen also noch 20 Raten aus (5080 Euro). Am 01.01.2010 könnte ich das Auto auslösen (noch 17 Raten = 4318 Euro).

Ist das Auto dann mehr oder weniger wert als die Summe der Restraten?

Zitat:

In den AGB steht neben der Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 2% folgender Absatz den ich nicht recht verstehe:

Zitat:

Original geschrieben von Brotschimmel

Zitat:

Im Fall der vorzeitigen Rückzahlung vergütet die Bank für die vollen Monate, um die sich die Laufzeit verkürzt, die nicht verbrauchten Darlehensgebühren nach folgender Formel zurück:

Berechneter Darlehensgebührenbetrag * (Restlaufzeit * (Restlaufzeit+1))/(Ursprungslaufzeit * (Ursprungslaufzeit+1))

Nun meine Fragen an euch:

- Was ist mit den eizelnen Punkten der Formel gemeint? Ist die Restlaufzeit die Zeit, um die sich das Darlehen verkürzt (also 17) oder die Zeit, die nach Abzug der Vorauslöse übrig geblieben ist (also 59-17= 42)?

Die Kreditgebühren werden mit der Laufzeit gewichtet, natürlich mit Abschlag für Dich, bzw. Deine Liebe ("+1" und die Multiplikation)

Kann Euch aber egal sein, da keine Gebühren angefallen sind. Ich geh mal davon aus, daß kein Disagio etc angefallen ist.

Zitat:

- Die 2% Vorfälligkeitsentschädigung sind worauf bezogen? Die Restschuld?

Nein, nur die restlichen Tilgungen, also ohne Zins der Restlaufzeit, ggf. korrigiert um RSV-Anteile

Zitat:

- "Berechneter Darlehensgebührenbetrag" sind die 1714 Euro Zinsen oder was meinen die damit?

Nee, die 1.714 sind die Summe der Zinsen über die ursprüngliche Laufzeit. Gebühren sind ja keine angefallen, und wenn doch, sind sie zwingend im eff. Zins (4,9% p.a.) anzugeben und in diesen einzubeziehen.

Zitat:

- Wieviel müsste ich denn nun am 01.01.2010 an die Bank überweisen (sofern es keine Kosten außer die hier genannten gibt), damit ich das Auto auslösen kann?

Das ist ne komplizierte Berechnung, da es ein Annuitätendarlehen ist bei dem die Rate zwar immer gleich hoch ist, aber die Anteile von Tilgung und Zins sich ständig verändern. Korrekte Auskünfte kann nur die Bank geben.

Kündige die Versicherung bis zum 30.11.09 und schliesse bei einer anderen ab.

Da kannst auch schon einiges sparen.

Themenstarteram 27. September 2009 um 19:33

OK, es könnte schlimmer sein, aber es könnte auch viel besser sein. Ich hatte bisher z.B. immer Autos um 2500 Euro und habe die nahezu ohne Wertverlust und (glücklicherweise) ohne größere Reparaturen nach einigen Jahren wieder losbekommen. Hätte aber natürlich auch anders laufen können. Bin kein Freund von Fahrzeugfinanzierungen ...

Ich fasse also mal zusammen:

1. Die Beträge sind teilweise gerundet, es sind tatsächlich 254 Euro * 59.

2. Diese Berechnungsformel hat mich nicht zu interessieren, da keine Gebühren angefallen sind

3. Disagio gibt es keins, davon habe ich nichts gelesen.

4. Die 2% Vorfälligkeitsgebühren beziehen sich also z.b. auf den "Restwert" des Darlehens (ohne Zinsen)? Das wäre dann 2% vom übrigen Auslösebetrag, richtig? Der "Verlust" durch die vorzeitige Auslöse wäre also wohl recht gering?

5. Ich werde morgen mal bei der Bank nachhaken, wieviel die Auslöse nun noch ist.

Die Versicherung zu wechseln geht leider (noch) nicht, da wir dort ein Motorrad supergünstig versichert haben, dessen "Prozente" in 2 Jahren auf mich übertragen werden können (65% statt 110 oder 125%).

Vielen Dank soweit mal.

Liebe macht ja bekanntlich blind. Mache unbedingt einen Vertrag mit deiner Herzensdame, sonst stehst du am Ende ohne Geld und Freundin und sie mit einem bezahlten Auto da.

Da du den Restwert des Fiaskos dann bezahlt hast, solltest du auch im Brief stehen und der Brief bei deinen Unterlagen sein.

Wenn deine Liebste da nicht mitspielt: lass es, es erspart dir ein böses Erwachen.

Ich habe dir mal meine beliebte und bewährte Zins- und Tilgungstabelle angefügt.Ich komme leider nicht ganz auf deine Werte, in anderen Fällen hat es immer genau mit der Bankberechnung übereingestimmt.

Es ist ja nicht so, dass man als BWLer gar nix Vernünftiges lernt ...

Themenstarteram 28. September 2009 um 22:39

Hallo Chris,

danke für den Hinweis, aber da bin ich "zum Glück" schon so gestrickt: Ein Vertrag in dem die Sache drin steht und auch der Hinweis aufs Inkasso, falls sie sich mit den Restschulden und dem Ford Fiasko aus dem Staub macht.

Danke auch für das XLS-Sheet.

Zum Thema:

Ich habe heute mit der Bank telefoniert. Da sich der strikt weigerte mir eine Aussage zu geben (Datenschutz) obwohl ich ALLE Unterlagen vorliegen hatte, habe ich am Telefon mit ihm einfach denselben Fall "nachkonstruiert"...

Der meinte dann grob geschätzt, dass ich mir ungefähr 120 Euro Zinsen sparen würde, abzüglich 2% Vorfälligkeitsgebühr sowie 15 Euro Bearbeitungspauschale. Im Endeffekt bewegt es sich also nur bei 15-30 Euro Einsparung, da der Großteil der Zinsen eh schon bezahlt ist. Außerdem sind maximal 15 Raten als Sondertilgung erlaubt, d.h. frühestens im Februar 2010. Von der Seite her also kein wirklich lohnendes Geschäft.

ABER:

1. Nach der Auslöse kann die Vollkasko sofort gekündigt werden, was wie gesagt 35 Euro / Monat spart.

2. Da die Versicherung ungefähr 60% günstiger wird ist dann auch eine jährliche Zahlweise möglich (3% Rabatt).

2. Verschwindet der Kredit aus der SCHUFA.

Ich schätze das ist es dann schon wert, wären dann immerhin (sofern der Satz gleich bleibt) 15 x 35 Euro = 525 Euro sowie nochmal etwa 15 Euro durch die 3% Rabatt.

Ich denke ich werde das im Februar in Angriff nehmen. Vielen Dank euch allen soweit.

Zitat:

Original geschrieben von Brotschimmel

 

2. Verschwindet der Kredit aus der SCHUFA.

Ein Kredit, der ordentlich bedient wird, ist bei der SCHUFA-Auskunft überhaupt nicht schädlich, eher das Gegenteil.

Gruß Christof

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