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Volvo V70 II - Fehlkauf

Volvo V70 2 (S)
Themenstarteram 2. April 2017 um 1:30

Hallo Foristen,

ich möchte Euch von meiner neuesten Errungenschaft berichten.

Mitte Februar haben wir einen V70 II Kombi (Summum) mit 162 TKM für 8200 € erworben.

Beim Kauf bekannt war, daß die Winterreifen hinüber sind und ein Schlüssel fehlt. Der Schlüssel hat sich angefunden (war dem Händler zwischen die Sitze gerutscht), so daß bloß die bei der Kaufpreisfindung bekannterweise alten Winterräder zur Disposition standen.

Zwischenzeitlich hat sich allerdings der Effekt ergeben, daß das Fahrzeug beim Lenken in einem bestimmten Winkel "schwammig" anfühlt, als ob die Lenkung einen "toten" Punkt hat. Vor allem im Kreisverkehr auffällig, bei der Probefahrt allerdings nicht bemerkt. Schmieren der Lenkungskreuzgelenke brachte Linderung, aber keine Abstellung.

Nun ist das Fahrzeug am vergangenen Donnerstag durch einen Streifschaden mit Unfallflucht ziemlich beschädigt worden und wurde deswegen am Freitag in die Werkstatt gebracht (Abrechnung über Vollkasko, weil der Verursacher wahrscheinlich sowieso nicht ermittelt wird ...). Ärgerlich genug, aber der Hammer kam am Freitag nachmittag:

Die Werkstatt hat am Fahrzeug eine Achsvermessung vornehmen wollen, weil das linke Vorderrad minimale Schleifspuren aufwies.

Dabei stellte sich heraus, daß:

- beidseitig die Buchsen der Dreieckslenker ausgeschlagen sind

- beidseitig die Auflagen der Federteller der Vorderachse in Fetzen hängen - Metall auf Metall statt Metall auf Gummi

- alle vier Bremsscheiben ein unsauberes Tragbild haben, also nicht vernünftig bremsen

Da das Fahrzeug vor Übergabe an mich einen neuen TÜV bekommen hat, frage ich mich, ob ich eine Chance habe ggfls. den TÜV Rheinland für die Schäden aufkommen zu lassen. Wir sind seit Übergabe ca. 4000 km mit dem Fahrzeug gefahren, lt. Ansicht unseres Werkstattmenschen ist das Fahrzeug so nicht verkehrssicher und hätte auch so vor sechs Wochen keinen TÜV bekommen dürfen.

Der Händler ist ein "Fähnchenhändler" mit Migrationshintergrund - und sicher ein Profi, was den Verkauf von Dreckskarren angeht. Ich halte die Wahrscheinlichkeit ihn erfolgreich zur Mitarbeit / Reparatur / Kostenbeteiligung anzuhalten für ziemlich gering.

Wie schätzt Ihr die Möglichkeit bei o.g. Mängeln ein, den TÜV (bzw. das Bundesland, für das der TÜV tätig ist) im Rahmen eines Amtsmißbrauchs in Haftung zu nehmen?

Freundliche Grüße,

Markus

Beste Antwort im Thema

Warum wendet man sich eigentlich mit so einer Frage an ein Auto-Forum und nicht an einen Rechtsanwalt?

Wer sich hier meldet, der hat sicher keine Ahnung. Und wer wirklich (!) Ahnung hat, sprich zwei juristische Staatsexamina hat, der wird sicher nicht kostenlose Rechtsberatung hier liefern, die nebenbei gesagt auch verboten ist.

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Hast du mit dem Händler schon gesprochen? Vom Fähnchen am Hof und der Herkunft des Händlers auf unseriöses Geschäftsgebaren zu schließen halte ich für gewagt. Unser freundlicher Fähnchenhändler hat innerhalb der Gewährleistungszeit bei einem Fahrwerksdefekt den Wagen bei uns abgeholt, repariert, gewaschen und uns als Entschuldigung noch einen Gutschein für eine Innenraumaufbereitung "für nach dem Winter" mit ins Auto gelegt, als er es zurück brachte. Und der Wagen hat 4200€ gekostet... Dieser perfekte Service wäre mir entgangen, wenn ich "den Fähnchenhändler mit Migrationshintergrund" nicht einfach kurz angerufen hätte... Aber jeder wie er mag...

 

In der Gewährleistungszeit, iB in den ersten 6 Monaten geht es aber im Zweifelsfall auch nicht darum, ob der Händler "bereit ist" mitzuwirken, das könnte man auf rechtlichem Weg klären. Wenn man Interesse an einer Klärung hat.

Themenstarteram 5. April 2017 um 22:46

Zitat:

@losbodo schrieb am 5. April 2017 um 14:14:59 Uhr:

Hast du mit dem Händler schon gesprochen? Vom Fähnchen am Hof und der Herkunft des Händlers auf unseriöses Geschäftsgebaren zu schließen halte ich für gewagt. Unser freundlicher Fähnchenhändler hat innerhalb der Gewährleistungszeit bei einem Fahrwerksdefekt den Wagen bei uns abgeholt, repariert, gewaschen und uns als Entschuldigung noch einen Gutschein für eine Innenraumaufbereitung "für nach dem Winter" mit ins Auto gelegt, als er es zurück brachte. Und der Wagen hat 4200€ gekostet... Dieser perfekte Service wäre mir entgangen, wenn ich "den Fähnchenhändler mit Migrationshintergrund" nicht einfach kurz angerufen hätte... Aber jeder wie er mag...

In der Gewährleistungszeit, iB in den ersten 6 Monaten geht es aber im Zweifelsfall auch nicht darum, ob der Händler "bereit ist" mitzuwirken, das könnte man auf rechtlichem Weg klären. Wenn man Interesse an einer Klärung hat.

Du hast natürlich grundsätzlich recht - ich würde auch nicht pauschal auf dieses Verhalten schließen, zwischenzeitlich hat sich mein Eindruck allerdings bewahrheitet - der Händler behauptet, nicht einmal der Verkäufer zu sein, ich bin also froh, diesen Weg nicht weiter verfolgen zu müssen.

Anyway, ich habe mit dem TÜV gesprochen und eine Einigung herbeigeführt - der Prüfer wird die Reparaturen aus eigener Tasche übernehmen, vielleicht hat da die Prüfung unseres Fahrzeuges durch dessen Vorgesetzten geholfen.

Ich kann also nur jedem raten, mit ähnlicher Erfahrung beim durchführenden TÜV vorzusprechen und die Sachlage zu schildern.

So long,

Markus

Bitte zurück zum Thema - ich möchte hier auch keine persönlichen Angriffe mehr lesen, sonst gibt es die gelbe Karte.

Gruß Tom

Also ich habe mir auch im Sommer einen V70-" gekauft. Mit dem Käufer im Vorfeld eine Vorstellung beim Gutachter vereinbart. Kostet 50€ als ADAC-Mitglied. Der hat mit mir 1,5h das Auto untersucht, sogar mehr wie bei einer HU. Im Anschluß konneten wir uns noch gut unter 4 Augen verständigen.

Für mich ist das Geld mehr wie gut angelegt gewesen. Termin für so etwas mußt du natürlich vorher vereinbaren. Hat außerdem noch den Vorteil die neutrale Bewertung von einem Unabhängigen Fachmann/frau.

 

Zitat:

@markus1973atgmx schrieb am 2. April 2017 um 01:30:37 Uhr:

Hallo Foristen,

ich möchte Euch von meiner neuesten Errungenschaft berichten.

Mitte Februar haben wir einen V70 II Kombi (Summum) mit 162 TKM für 8200 € erworben.

Beim Kauf bekannt war, daß die Winterreifen hinüber sind und ein Schlüssel fehlt. Der Schlüssel hat sich angefunden (war dem Händler zwischen die Sitze gerutscht), so daß bloß die bei der Kaufpreisfindung bekannterweise alten Winterräder zur Disposition standen.

Zwischenzeitlich hat sich allerdings der Effekt ergeben, daß das Fahrzeug beim Lenken in einem bestimmten Winkel "schwammig" anfühlt, als ob die Lenkung einen "toten" Punkt hat. Vor allem im Kreisverkehr auffällig, bei der Probefahrt allerdings nicht bemerkt. Schmieren der Lenkungskreuzgelenke brachte Linderung, aber keine Abstellung.

Nun ist das Fahrzeug am vergangenen Donnerstag durch einen Streifschaden mit Unfallflucht ziemlich beschädigt worden und wurde deswegen am Freitag in die Werkstatt gebracht (Abrechnung über Vollkasko, weil der Verursacher wahrscheinlich sowieso nicht ermittelt wird ...). Ärgerlich genug, aber der Hammer kam am Freitag nachmittag:

Die Werkstatt hat am Fahrzeug eine Achsvermessung vornehmen wollen, weil das linke Vorderrad minimale Schleifspuren aufwies.

Dabei stellte sich heraus, daß:

- beidseitig die Buchsen der Dreieckslenker ausgeschlagen sind

- beidseitig die Auflagen der Federteller der Vorderachse in Fetzen hängen - Metall auf Metall statt Metall auf Gummi

- alle vier Bremsscheiben ein unsauberes Tragbild haben, also nicht vernünftig bremsen

Da das Fahrzeug vor Übergabe an mich einen neuen TÜV bekommen hat, frage ich mich, ob ich eine Chance habe ggfls. den TÜV Rheinland für die Schäden aufkommen zu lassen. Wir sind seit Übergabe ca. 4000 km mit dem Fahrzeug gefahren, lt. Ansicht unseres Werkstattmenschen ist das Fahrzeug so nicht verkehrssicher und hätte auch so vor sechs Wochen keinen TÜV bekommen dürfen.

Der Händler ist ein "Fähnchenhändler" mit Migrationshintergrund - und sicher ein Profi, was den Verkauf von Dreckskarren angeht. Ich halte die Wahrscheinlichkeit ihn erfolgreich zur Mitarbeit / Reparatur / Kostenbeteiligung anzuhalten für ziemlich gering.

Wie schätzt Ihr die Möglichkeit bei o.g. Mängeln ein, den TÜV (bzw. das Bundesland, für das der TÜV tätig ist) im Rahmen eines Amtsmißbrauchs in Haftung zu nehmen?

Freundliche Grüße,

Markus

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