Vielleicht doch noch ein Verbrenner
Hi, ich bin seit einem Jahr im Vorruhestand und fahre nicht mehr als 10000 Kilometer im Jahr.
Zweimal im Jahr in Urlaub ca. 700 Kilometer Hinfahrt.
Jetzt bin ich gerade dabei Angebote für einen Neuwagen einzuholen, einen Plugin Hybrid.
Nicht nur das die Föderung für den Plugin wohl wegfällt ist der Hybrid auch wesentlich teurer als ein Verbrenner.Einige Autoverkäufer raten mir zum Leasing für den Hybrid als ihn zu kaufen.Die Frage die ich mir deswegen gerade stelle ist, ob ich nicht doch wieder einen Verbrenner bzw. Benziner kaufen soll.Wenn ich den dann in 5 Jahren wieder verkaufen sollte, sind die E Autos auch weiter in der Entwicklung.Das Risiko wäre dann das ich den Benziner nicht mehr gut verkauft bekomme.
Wie waren eure letzten Entscheidungen?
292 Antworten
Gut, Holgor,
Nur mal angenommen, es würden nur noch BEV verkauft, wie wahrscheinlich ist es, dass diese dann in 3 bis 4 Jahren zu erschwinglichen Preisen für Normalverdiener auf dem Gebrauchtmarkt auftauchen?
Milchmädchenrechnung. Du betrachtest nur die besser situierten, die neu kaufen, der wirtschaftliche "Rest" das "Prekariat" taucht in deinen Überlegungen nicht auf.
Deine Ideen sind von vorn betrachtet nicht verkehrt, aber denke sie doch auch bitte bis zu Ende und ihren Auswirkungen durch.
Zitat:
@reox [url=https://www.motor-talk.de/.../...noch-ein-verbrenner-t7295548.html?...]schrieb am 7. Juli 2022 um 13:29:18
...Das mag in deinem individuellen Fall so sein, allgemeingültig ist das aber nicht. Im Gegenteil.
Beispiel Golf 5, da wurde innerhalb einer Bauform/Karosserie auf TSI umgestellt, die dann auch im Alltag sparsamer waren.
Wo diese Theorien immer her kommen wundert mich auch immer. Mein Golf 4 100 PS säuft nahezu immer 8 Liter ohne dass ich fest Gas gebe.
Jeder 1,5er Liter TSI im Mietwagen mit 115 PS war sparsamer und sportlicher unterwegs...
Ich erinnere mich auch noch an den 525i von den Schwiegereltern der kaum unter 15 Liter zu bewegen war. Heute reicht dem ein 525i ein 2 Liter Motor der deutlich weniger braucht und ein Drittel mehr Leistung hat.
Richtig aber das sind immer noch jeden Tag viele Güterzüge voll Sprit, dessen Verbrennung man inzwischen als sinnlos erachten kann, weil es ja besser geht.
Mein iX3 braucht ungefähr den Energiegehalt von 2 l Benzin im Jahresdurchschnitt. Im Sommer sehr deutlich weniger.
Und da wäre es halt fast doppelt so gut, die 10 l, die ein Benzin X3 verbraucht, in einem Kraftwerk zu verbrennen. Ganz nebenbei funktioniert bei dem Kraftwerk im Gegensatz zum Auto auch noch die Abgasnachbehandlung, also sauberer als in einem im optimalen Prozess laufenden Kraftwerk kann man nix verbrennen.
Dann bekommt man aus 10 l mit einem Energiegehalt von 89 kWh bei (schlechten) 40% Wirkungsgrad 35,6 kWh raus.
Die Netzverluste betragen ca 6%, also kommen davon 33,4 kWh an der Steckdose an.
Das ist doch der absolute NoBrainer.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man als halbwegs gebildeter Mensch heute noch auch nur ansatzweise über den Neukauf(!!) eines Verbrenners nachdenken kann.
Habeck anscheinend auch nicht.
Grüße!
Zitat:
@Staubfuss schrieb am 20. Juli 2022 um 11:26:47 Uhr:
...Habeck anscheinend auch nicht.Grüße!
Der versteht ja auch nicht, dass Gaslieferungen aus Katar in 2026, oder Israel in 2024, oder LNG an Terminals, die frühestens am Winterende betriebsfähig wären, rein gar nicht helfen beim aktuellen Problem, über den Winter zu kommen.
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Zitat:
@holgor2000 schrieb am 20. Juli 2022 um 10:02:24 Uhr:
What´s your point? Selbst mit dem aktuellen Strommix, der Kohle und Gas beinhaltet, ist ein BEV ca. 50-60% besser in den Emissionen als ein vergleichbarer Verbrenner.
Bin bei meinem leider nur bei 20% (2021er Werte) und das ist vergleichbar, weil beides unter einer Haube steckt. Hoffen wir, dass der Strom nicht einfach mal 20% schlechter wird, dann bringt es gar nichts mehr.
Zitat:
@Staubfuss schrieb am 20. Juli 2022 um 11:26:47 Uhr:
Richtig aber das sind immer noch jeden Tag viele Güterzüge voll Sprit, dessen Verbrennung man inzwischen als sinnlos erachten kann, weil es ja besser geht.Mein iX3 braucht ungefähr den Energiegehalt von 2 l Benzin im Jahresdurchschnitt. Im Sommer sehr deutlich weniger.
Und da wäre es halt fast doppelt so gut, die 10 l, die ein Benzin X3 verbraucht, in einem Kraftwerk zu verbrennen. Ganz nebenbei funktioniert bei dem Kraftwerk im Gegensatz zum Auto auch noch die Abgasnachbehandlung, also sauberer als in einem im optimalen Prozess laufenden Kraftwerk kann man nix verbrennen.
Dann bekommt man aus 10 l mit einem Energiegehalt von 89 kWh bei (schlechten) 40% Wirkungsgrad 35,6 kWh raus.
Die Netzverluste betragen ca 6%, also kommen davon 33,4 kWh an der Steckdose an.
Das ist doch der absolute NoBrainer.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man als halbwegs gebildeter Mensch heute noch auch nur ansatzweise über den Neukauf(!!) eines Verbrenners nachdenken kann.
Habeck anscheinend auch nicht.Grüße!
Mit 10 Liter komme ich auch 200 km weit. Da ist der Abstand zum BEV nicht sehr groß. Gut ich fahre Kleinwagen und nicht Mittekklasse. Aber jetzt in ein neues, erstmal in der Produktion energieverschwendendes Fahrzeug zu investieren, ist in meinem speziellen Fall nicht energiesparend. Deshalb fahre ich meinen alten Verbrenner noch eine Weile, da ich nicht zu Hause laden kann und der Vorteil bei den Tankkosten locker vom Wertverlust des Neuen aufgezehrt werden.
Zitat:
@85mz85 schrieb am 20. Juli 2022 um 12:34:20 Uhr:
... und der Vorteil bei den Tankkosten locker vom Wertverlust des Neuen aufgezehrt werden.
Das ist kein Argument gegen ein BEV unter diesem thread-Thema.
Zitat:
@85mz85 schrieb am 20. Juli 2022 um 12:34:20 Uhr:
Mit 10 Liter komme ich auch 200 km weit. Da ist der Abstand zum BEV nicht sehr groß.
10 Liter auf 200km sind 5 Liter auf 100km sind ca. 50kWh auf 100km. Ich kenne kein BEV, welches so viel Energie verbrauchen würde auf 100km. Wenn es ein Äquivalent zu den 5 Litern sind, dann wären es wohl eher 15 kWh auf 100km, also 70% sparsamer.
kWhs zu vergleichen macht wenig Sinn. Ansonsten müsste man beim BEV die kWhs rein rechnen, die durch Kohle, Gas und Atom primär gebraucht werden.
Nein, Emissionen zu vergleichen, das macht Sinn.
"Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man als halbwegs gebildeter Mensch heute noch auch nur ansatzweise über den Neukauf(!!) eines Verbrenners nachdenken kann.
Habeck anscheinend auch nicht."
Könnte daran liegen, dass das persönliche Fahrprofil und die notwendige Ladeinfrastruktur nicht in jedem Fall für ein E-Fahrzeug, sondern für einen Verbrenner sprechen. Und das können sogar halbwegs gebildete Menschen für sich selbst beurteilen.
Als Laternenparker ist es auch heute noch kein besonderer Spaß mit einem BEV ... zumindest in vielen Fällen.
Zitat:
@Tom9973 schrieb am 20. Juli 2022 um 13:11:27 Uhr:
kWhs zu vergleichen macht wenig Sinn. Ansonsten müsste man beim BEV die kWhs rein rechnen, die durch Kohle, Gas und Atom primär gebraucht werden.
Nein, Emissionen zu vergleichen, das macht Sinn.
Natürlich ergibt es Sinn den Energieverbrauch von zwei Energieträgern zu vergleichen. Das BEV gewinnt.
Bei den Emissionen übrigens auch*.
* = im deutschen / EU Strommix
Und wenn wir den Strom speichern wollen, Dunkelflaute, Winter, ist der einzig gangbare Weg, im Moment, Wasserstoff oder Methanisierung. Bei 50 % Wirkungsgrad Gas zu E, fällt dann beim BEV der doppelte Verbrauch an. Im Winter bei 20 KWh pro 100km sind das 40 kwh auf 200 km plus Leitungs und Ladeverluste zirka 50 kWh. Da bin ich mit meinem Auto Fahrstil genau da. Winter 5 L /100km , Sommer 4,3 L / 100km. Da der Energieverbrauch für das neue Auto fehlt??!!, das alte ist 25 Jahre alt, also schon weit über die normale Nutzung abgeschrieben, kann ich locker damit leben.
Zitat:
@85mz85 schrieb am 20. Juli 2022 um 13:54:54 Uhr:
meinem Auto Fahrstil genau da. Winter 5 L /100km , Sommer 4,3 L / 100km. Da der Energieverbrauch für das neue Auto fehlt??!!, das alte ist 25 Jahre alt, also schon weit über die normale Nutzung abgeschrieben, kann ich locker damit leben.
Was soll denn das für ne Karre sein? Lupo Diesel?