Verständnisfrage LiMa - Spritverbrauch
Ich eröffne hierzu einen neuen Thread, da ich es nicht mag, sich mit eigenen Fragen in den Thread von anderen einzuklinken.
Also:
Wie ich schon öfter hier im Forum und draussen gehört habe, steigt der Spritverbrauch, je höer der Stromverbrauch ist (was weiss ich, fette Musikanlage, etc.).
Das verstehe ich insofern nicht, da doch die LiMa unabhängig von der Motordrehzahl eine konstante Spannung abgibt und die Verbraucher sich ihren Saft aus der Batterie ziehen die wiederum von der LiMa gespeist wird.
Wo ist da der Zusammenhang zum Spritverbrauch?
Ich meine, wenn die Lima den Saft abhängig von der Motordrehzahl abgeben würde, könnte ich das ja ansatzweise nachvollziehen, aber so????
Ich hoffe, ich konnte meine Verwirrung verständlich machen.
Kann mich da mal jemand aufklären??
Vielen Dank!
22 Antworten
Moin,
tolle Ausführungen zum Thema LiMa und Batterie, bzw. Stromlauf im Auto.
Ich will folgendes dazu schreiben:
Es wird grundsätzlich zwischen Batterie- und Bordspannung unterschieden. Die Bordspannung wird durch das "Ausgangsprodukt" der LiMa erzeugt und sollte 14 Volt betragen. Die LiMa selber erzeugt über einen Erregerstrom einen Drehstrom!! Damit kann man im Auto überhaupt nichts anfangen. Erst durch die Diodenschaltung wird aus dem Drehstrom Gleichstrom, der geregelt durch den Spannungsregler, an das Bordnetz abgegeben wird. Der Spannungsregler regelt nur (wie der Name schon sagt) die Spannung (I). Wie der Spannungsregler gesteuert wird, ist einzig von der Batteriespannung abhängig (!!!!)
Noch einmal:
Die Batteriespannung, nicht die von der LiMa erzeugte Bordspannung, regelt den Spannungsregler.
Die Dioden der LiMa geben nach dem Motorstart eine viel höhere Stromspannung (I) als das Bordnetz vertragen würde. Der Spannungsregler greift hier ein und drosselt die Spannung auf 14 V runter. Der Strom fliesst dann vom Spannungsregler mit 14 V zur Batterie.
Damit der Strom zuerst zur Batterie fliesst hat man sich im Autobau eine billige und effektive Lösung einfallen lassen. Der Querschnitt des Kabels das vom Spannunsgregler zur Batterie führt, ist eine Nummer grösser als benötigt wird. Da Strom sich den Weg des geringsten Widerstandes sucht, wird zuerst die Batterie versorgt. Das ganze beruht eigentlich nur auf dem Ohmschen Gesetz (U=R*I).
Die Batterie nimmt nun den Strom auf und versorgt (lädt) sich als erstes einmal selber (an der Quelle sass der Knabe). Das hat den gewünschten Nebeneffekt, dass die Batterie auch gleichzeitig als Puffer für Spannungsspitzen funktioniert. Ohne diesen Puffer wären alle elektronischen Bauteile in kürzester Zeit defekt. Also, niemals die Batterie während der Motor läuft abklemmen. Wer das macht wird sein Wunder erleben und sollte, für Reperaturen, einigen Euronen in der Tasche haben.
Der Puffer hat aber auch noch die Funktion, die Stromspannung (I) möglichst konstant an alle Verbraucher abgeben zu können. Hier kommt jetzt die Stromstärke (A) ins Spiel.
Ich versuche es mal mit einem th. Beispiel zu erklären:
Die Batterie kann 50 Verbraucher konstant mit 12 V versorgen. Sind weniger als 50 Verbraucher eingeschaltet, dann reichen die 14 Volt der LiMa aus, um die Batteriespannung konstant zu halten. Das bedeutet die Batterie entlädt sich nicht.
Werden jetzt aber 70 Verbraucher eingeschaltet, dann passiert folgendes: Die Batterie versorgt nicht 50 Verbraucher mit 12V und die anderen 20 bleiben aus, nein sie wird alle 70 versorgen. Nur bricht dabei die Spannung in der Batterie (I) zusammen, weil nicht genug Stromstärke (A) vorhanden ist. Jeder der 70 Verbraucher bekommt dann eben nur z.B. 10 Volt. Sobald nun die Batteriespannung fällt, bekommt der Spannungsregler der LiMa das Signal mehr Stromspannung (I) an die Batterie abzugeben, damit diese wieder 12 Volt an alle 70 Verbraucher abgeben kann.
Würden jetzt 100 Verbraucher eingeschaltet, dann würde auch die LiMa die Waffen strecken. Die Batteriespannung meldet dem Spannunsregler ständig, dass sie mehr 14V Spannung braucht. Der Regler öffnet sich immer weiter bis Anschlag und irgendwann kann auch die LiMa nicht mehr die benötigten 14V liefern, da nicht mehr genügend Stromstärke (A) vorhanden ist. Die Folge ist, dass die Batterie versucht aus dem gespeicherten Strom in ihr, zuzusteuern. Sie entlädt sich.
Eigentlich wollte ich überhaupt nit soviel schreibe, den irgendwie kommt mir das alles bekannt vor 😁 Ich hoffe aber das ich einigermassen verständlich rüber gebracht habe. Jetzt könnte man noch schreiben, was in welchem Zusammenhang ist und wie der Strom im Wagen weiter fliesst...aber dazu habe ich jetzt keine Lust mehr.
Jetzt muss ich aber auch noch eine Frage dazu stellen...kann ich mir einfach nicht verkneifen 😁
Die LiMa bringt ihr max. Ampere bei ca 3000 U/min des Motors. Das bedeutet ca 6000 U/min des Läufers (Erregerwicklung) der LiMa. Bei dieser Drehzahl ist das max. Magnetfeld aufgebaut.
Bedeutet das nun, dass kein Mehrverbrauch an Sprit jenseits der 3000 U/min des Motors bis hin zum Drehzahlbegrenzer stattfindet?
In diese Sinne
Jil
@Jil
Wo hast Du Dich darüber informiert?
Gruß
Ercan
Moin,
das sind Grundlagen der Elektrotechnik. Müsste aber auch in der Berufsschule von KFZ-Lehrlingen durchgenommen worden sein. Ich denke Jilman ist Elektroinstallateur von Beruf 😁
(oder noch besser, Elektrotechniker oder sogar Meister 😁?)
Gruss Kevin
Hallo,
@JilMan:
Zu deiner Frage fällt mir nur ein: Schön wäre es! 😁
So einen Motor würde ich dann nur noch hochtourig fahren, kannst ja nix verbrauchen, wenn der Verbrauch nur bis zur 3000 geht 😁
Vor allem: Nie mehr unter Last fahren 😁
Markus...
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also wenn mann viele verbraucher an hat und das auto im leerlauf läuft steigt die drehzahl ist klar, aber ´wer fährt schon im leerlauf?!!? und die kraft die der motor pro umdrehung an die lima weiter gibt ist immer die gleiche also kann der sprit verbrauch nicht steigen, höchstens im leerlauf aber nicht beim fahren, und mit licht am tag zu fahren merkt man eh nix, ist zu dem auch noch sicherer da viele experten es einfach nicht geschi.... bekommen zu unterscheiden wann man das licht anmachen muss sollte jeder immer mit licht fahren.
gruss
Nochmal ganz einfach:
Die Lima hat keinen Mechanischen Wiederstand. Die Leistung die die Lima verbraucht ist erstmal grundsätzlich 0.
Will ich Strom aus der Lima kriegen, erzeuge ich über die Feldwicklung ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld hat einen Wiederstand, je nach dem wie hoch die Feldwicklung erregt wird.
Wird viel Strom benötigt, wird die Feldwicklung stark erregt = hoher Wiederstand, die Lima braucht dann ca. 3-4 PS.
Wird kein Strom benötigt, wir die Feldwicklung nicht erregt, also dreht die Lima leer durch = kein Stromverbrauch.
Die Freaks mit Ihren fetten Musik Anlagen merken manchmal auch, (wenn sie es genau nachhalten), dass die dicke Anlage schonmal nen halben bis nen ganzen Liter mehr Sprit braucht...
mfg, Mark
Elektrische Leistung (Watt) ist das Produkt aus Spannung (Volt) und Stromstärke (Ampere). Da die Spannung nahezu konstant gehalten wird, ist die von der Lima erzeugte Stromstärke proportional zur benötigten Leistung des Bordnetzes. Diese elektrische Leistung muß entsprechend der Lima vom Motor in Form von mechanischer Leistung zur Verfügung gestellt werden. Leider ist der mechanische Leistungsbedarf aufgrund des reltiv schlechten Wirkungs-grades der Lima noch höher.
Hier eine Abschätzung des Mehrverbraches für die Beleuchtung:
Aufgrund der Wirkungsgrade von Verbrennungsmotor, Keilriemen und Lichtmaschine erhält man aus der chemischen Ernergie von einem Liter Kraftstoff bestenfalls 1,5 kWh elektrischer Energie.
1 kWh im 12 V bordnetz kostet daher ca 80 ct bis 1 €.
Bei ca 150 W Beleuchtung ergibt sich daraus ein Bedarf von ca 0,1 l pro Stunde, nicht pro 100km.
Der Mehrverbrauch pro 100 km hängt entscheidend von der Durchschnittsgeschwindigkeit ab. Bei 100 km/h wäre der Mehrverbrauch ca 0,1 l, bei Stadtverkehr mit 25 km/h dagegen ca 0,4 l.
Also wenn ich LiMa samt Riemenscheibe und Servopumpe demontiere hab ich ca. 3-4 PS mehr 😁 😁 😁?