Ventilschaftdichtungen hinüber.... hab ein paar Fragen...
Hi!
Ich hab in letzter Zeit extremen blauen Qualm und werde wohl nicht drumherum kommen demnächst die Ventilschaftdichtungen zu erneuern. Als ich gestern AU machen lassen hab, sagten die mir bei der Werkstatt das das mit den Ventilschaftdichtungen besser demnächst gemacht werden sollte. Nur die wollten dafür 200 Euro haben und das ist mir doch etwas zu viel.
Schadet das dem Motor wenn ich weiter so fahre? Kann da noch irgendwas passieren, ausser das das Öl ziemlich schnell verbraucht wird?
Ist es wohl machbar, wenn man sich nicht zu doof anstellt das Ganze selber zu machen? Ein SElbsthilfe-Buch hab ich ja, aber ich weiss trotzdem nich so genau, ob ich es selber machen sollte oder nicht.
Wenn ich es mache, was sollte ich beachten und was könnte man gleich mit erneuern, wenn man schon mal alles auseinander baut?
Hoffe ihr könnt mir ein paar meiner Fragen beantworten....
Danke schonmal...
Gruß, Marc
24 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Bollo16v
Ohne Druckluft läufst Du Gefahr, beim lösen der Ventilkeile das Ventil auf den Kolben zu schlagen. Besonders bei den 16V Einlaßventilen würde ich dieses Risiko auf keinen Fall eingehen!
Wenn dagegen der Kolben im UT ohne Druckluftunterstützung steht und sich die Ventilkeile plötzlich lösen kann das Ventil in den Brennraum fallen und dann muß der Kopf doch ab.Bollo
Druckluftfanatiker 😁
Druckluftfanatiker😁🙂....
ok bei kolben im ut sind wir uns einig.
Bei kolben auf ot, schlag ich die ventile ja nicht drauf sondern die halten ja nur gegen.
Ok die Kolbenform is dabei zumindest bei den 8v nicht so optimal da das einlassventil nicht ganz aufliegt.
Aber prinzipiell sollt doch nix passieren.... soviel kraft das es den kolben oder das ventil beschädigt wirkt doch nicht wenn man nur die federn zusammenpresst.
was hast du denn für nen anschluß für druckluft ins kerzengewinde?... speziell was gebaut oder wie läuft das bei dir?
Mit nur gegenhalten klappt solange, wie die Keile nicht festsitzen. Erfahrungsgemäß sitzen die aber fast immer fest im Federteller und müssen durch leichte Schläge (jaja, ähnlich wie die auf den Hinterkopf 🙂 ) gelockert werden. Im OT wäre mir dafür der Platz zwischen Ventil und Kolben reichlich zu gering. Nicht das ich was gegen Kontakte hätte ... 😁
Ich hab mir mal nen Satz Spezialwerkzeug für diese Fälle geleistet. Kommt bei mir ja auch ein paarmal im Jahr vor, das ich das brauche.
Bollo
jaja gegen Kontakt hast freilich nix.... aber du bist schon sehr wählerisch wie man aus anderen Threads sieht🙂
hmmm.... also ich hab den teller ordentlich runtergedrückt und halt unten mit nem holz gegengehalten(da war der kopf ja nackig🙂 )
naja mit den Keilen ging das dann sehr schön.
Wobei ich aber die berühmte Hammerschlagmethode sehr bezweifle. Schon allein wegen der Keilform denk ich nicht das sich die vom Ventil lösen. Viel eher drückt man die feder zusammen und die keile bleiben am ventil....
Meine Freundin schränkt die Auswahl schon recht stark ein 😁
Die Hammerschlagmethode ist zwar nicht die tollste und sollte, wenn überhaupt, nur am ausgebauten Kopf erfolgen. Funktionieren tut sie aber trotzdem.
Bollo
Der beim Hämmern immer ein Gummi unterlegt 😁
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Ich habe ne alte Zündkerze losgemacht und nen anschluss vom Kompressoer dran gemacht. Klappt astrein.
MFG Sebastian
Hallo Leute,
hier ein paar hoffentlich nützliche Links:
Werkzeug für die De-/Montage der Ventilschaftdichtungen bei montieren Zylinderkopf....kann man natürlich auch bei einem demontierten Zylinderkopf verwenden...;-))
ebay Artikel: 7978395708
das originale Werkzeug sieht so aus,
http://www.hazet.de/prod_pdf/016/016945ba.pdf
Außerdem wir noch ein "Ventilschaft-Montagewerkzeug" benötigt:
http://www.hazet.de/prod_pdf/016/016914ba.pdf
Die Schaftdichtungen sehen so aus:
ebay Artilkel: 7978158540
Für die Demontage der alten Dichtungen braucht man diese Zange:
http://www.hazet.de/prod_pdf/031/031467ba.pdf
Der schon angesprochene Druckluftadapter:
http://www.hazet.de/prod_pdf/018/018819ba.pdf
Ich kann nur wärmstens empfehlen, den Zylinder unter Druck zu setzen, da (wie schon geschrieben wurde) die Gefahr seeehhr hoch ist, das ein Ventil bei der Montage in den Zylinder fällt und der Zylinderkopf demontert werden muss....
Einige Sachen sollten vielleicht noch erwähnt werden:
- der Motor sollte kalt sein
- die Nockenwellendeckel und Tassenstössel müssen wieder auf die gleich Stelle montiert werden
- den Ventilschaft vor der Montage der neuen Dichtung einölen
Gruss,
NoBo
Muss denn dafür auch die Nockenwelle runter😁😁
Dumme frage würde mir schon so sagen ja aber lieber nachfragen.
MFG Sebastian
ja, die Nocke muss raus...
was ich vorhin noch vergessen habe zu erwähnen...
wenn man die "wirklich sehr kleinen" Klemmkeile (ein anderer Name für diese kleinen "Dinger" fällt mir nicht ein) ausbaut , aufpassen das diese nicht in den Ölkanal fallen...sonst ist doch wieder die Demontage des Kopfs angesagt!
Ach ja...diese kleinen Keile sollten auch wieder in das gleiche Ventil eingebaut werden....
Reihenfolge: (erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit. Kleinigkeiten lasse ich weg)
1. Nockenwelle demontieren
2. Tassenstößel ausbauen (Reihenfolge notieren)
3. Zündkerzen lösen und ein ausbauen
4. mit der "Druckluft-Zündkerze" den Zylinder unter Druck setzen (min. 8bar)
5. mit einen passenden Rohr und einem Hammer den obereren Ventilteller mit einem senkrechten Schlag "lockern" (wenn das mal richtig verstanden wird...)
6. mit dem "Niederdrückhebel" die Ventilfeder zusammendrücken und die "Klemmkeile" am oberen Ventilteller entnehmen (VORSICHT s.o.) und den Teller mit Feder heraus nehmen
6a. AB JETZT KEINEN UNNÖTIGEN DRUCK AUF DEN VENTILSCHAFT GEBEN, SONST BESTEHT ABSTURZGEFAHR!!!!
7. mit der Zange die alte Ventilschaftdichtung abziehen (was meisten seehr viel Kraft benötigt). Unbedingt darauf achten, das nichts von der alten Dichtung hängen bleibt.
8. die bei den neuen Dichtung beigelegten Montagehilfe auf den Ventilschaft stecken (kleine Plastikkappe) und den Ventilschaft einölen.
9. die neue Dichtung über den Ventilschaft stecken und mit dem Montagewerkzeug und einem Hammer (und gefühl) aufschlagen/montieren
10. das ganze wieder zusammenbauen. Dabei BESONDERS auf den korrekten Sitz der "Klemmkeile" achten.
Erster Zylinder fertig, der nächste bitte......
Wenn alle fertig Nockenwelle wieder einbauen und auf die Steuerzeiten achten, sonst war die ganze Arbeit umsonst ;;-))))
Die Arbeit dauert so ca. 1-1,5 Std. (wenn alle Schrauben mitspielen)
Benötigte Materialien:
VDD (Ventildeckeldichtung)
Satz Schaftdichtungen
NoBo
..ich habe gerade in einem andern Thread diesen sehr schönen Link gefunden...das ganze ist zwar von einem Motorrad, aber viele Dinge sind gleich (hier die kleinen Klemmkeile, die Schaftdichtungen, die Ventilteller usw.....)
cu
http://www.autoschrauber.de/.../ventile_wechseln_und_einschleifen.htm