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Vario-Finanzierung bei Sixt oder lieber beim Autohändler?

Themenstarteram 8. Juni 2017 um 11:19

Da ich keine große Ahnung von Autos, geschweige denn von Kauf, Finanzierung oder Leasing habe (Frauen-Auto-Klischee hiermit mal wieder bestätigt :) ), ich nun aber wie das Leben eben will eines brauche, beschäftige ich mich mit dem Thema seit den letzten Wochen. Blicke aber nicht ganz durch und deshalb mein Eintrag hier.

Frage: Vario-Finanzierung (auch Drei-Wege-Finanzierung genannt) bei Sixt oder doch lieber direkt bei einem Autohändler? Oder gar ein Leasing?

Ausgangslage:

- ich brauche das Auto nur ungefähr vier Jahre, danach will ich es (höchstwahrscheinlich) nicht behalten

- in dieser Zeit hab ich keine große Lust auf mögliche Reparaturen oder andere unvorhersehbaren Kosten (daher fällt ein älterer Gebrauchtwagen eher flach)

- Jährliche KM Nutzung 15.000 km

- es kann als gewerblicher PKW oder als normales Privatfahrzeug angeschafft werden (Gewerbe liegt vor und die Anschaffung steht auch im Zusammenhang mit diesem, jedoch nicht ausschließlich)

- einen Jahreswagen finanzieren wäre für mich (denke ich) auch ok, bietet aber z.B. Sixt nicht an

Ich möchte die Kosten so gering wie möglich halten, da ich mir dieses Auto wirklich nur als Mittel zum Zweck um schnell und sicher von A nach B zu kommen kaufe.

Sixt bietet bei der Vario-Finanzierung auch an, keine Anzahlung zu leisten. Was für mich auf den ersten Blick interessant ist. Das die monatlichen Raten dadurch etwas höher werden ist mir klar und soweit auch okay.

Online habe ich mir natürlich schon Angebote zusammen stellen lassen und verstehe diese auch größtenteils, nur was jetzt tatsächlich besser für mich geeignet ist, weiß ich irgendwie trotzdem nicht.

Angebot der Drei-Wege-Finanzierung:

Auto-Händler Sixt

Laufzeit 48 Monate 48 Monate

Kaufpreis 26.196,00 € 26.780,00 €

Anzahlung 2.300,00 € /

Kreditbetrag 23.896,00 € 26.780,00 €

1. Rate 249,96 € 299,54 €

Monatl. Rate 294,00 € 299,54 €

Schlussrate / 803,40 €

Schlusszahlung 11.526,24 € 11.649,29 €

Eff. Jahreszins 1,99 % 4,46%

Kosten also

Insgesamt 16.367,96 € 15.181,32 €

Demnach wäre auf den ersten Blick die Vario-Alternative günstiger. Aber ich weiß eben nicht, wo da evtl. noch verstecke Kosten auftreten?

Auch verstehe ich nicht wie Sixt billiger sein kann als der Händler, obwohl Sixt mit 4,46 % effektiven Jahreszins deutlich höher liegt als der des Händler.

Oder sind die Zinsen in diesen Angeboten noch nicht erhalten und kommen noch zusätzlich dazu?

Bezüglich der Schlusszahlung ist es ja so, dass ich diese nicht zahlen muss, wenn ich den Wagen wieder zurück gebe. Oder irre ich mich?

Bei Sixt fällt natürlich die Schlussrate mit 803,40 € noch zusätzlich an.

Fallen bei der Rückgabe des Wagens dann noch viele Kosten an? Habt Ihr da Erfahrungen?

Natürlich war ich auch schon bei Händlern vor Ort und habe ein Angebot besprochen. Aber ich muss sagen, dass die immer relativ unfreundlich sind und ich das Gefühl habe das sie mir nicht so ganz die Wahrheit sagen über eben noch evtl. anfallende Kostenbei Rückgabe bzw. einen ungefähren Nennwert.

Die merken halt relativ schnell das ich keine Ahnung hab und total unsicher bin und nutzen es bestimmt (zumindest ein bisschen) zu Ihrem Vorteil. Deswegen versuche ich mich hier ein bisschen schlauer zu machen, bevor ich das nächste mal hin gehe und besser gewappnet bin ?.

Leasing wäre natürlich auch eine mögliche Option. Die Sonderzahlung + Anzahlung und doch irgendwie immer um paar Euro höhere Raten haben mich bislang aber davon „abgeschreckt“ bzw. nicht attraktiv gemacht.

Außer das ich diese Zahlungen neben den Raten steuerlich absetzen könnte, welchen Vorteil bietet es noch? Die Händler haben jedes mal nur das Leasing ins Auge gefasst und wollten auf eine Finanzierung gar nicht groß eingehen.

Im Endeffekt wäre es aus steuerlicher Sicht doch egal ob ich die Leasingrate oder die jährliche AfA + Zinsen abschreibe. Oder?

Oder liegt das „Problem“ evtl. bei der Rückgabe des Fahrzeugs an den Händler/Sixt steuerlich gesehen? Bei einer Finanzierung gehört das Auto mir, den Verkauf muss ich also erklären. Bei Leasing auch?

Welches Angebot würdet Ihr annehmen? Irgendwelche Tipps oder Empfehlungen?

Oder meint jemand das ein Leasing in meinem Fall sinnvoller wäre?

Oder meint gar jemand, dass ich den PKW aufgrund der nicht ausschließlichen betrieblichen Nutzung (und den damit anzusetzenden Privatfahrten) es besser als Privatauto anschaffe und nicht ins Betriebsvermögen bringe?

Wer von diesem irren langen Eintrag genervt ist, sorry! Und Danke das Ihr bis zum Schluss gelesen habt :) sehr tapfer :)! Aber ich weiß einfach nicht welche „neutrale“ Person ich fragen kann.

Ich würde mich wirklich über jeden noch so kleinen Tipp freuen!

Vielen Dank!!

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7 Antworten

Liebe Jüte, was für eine Wand von Text.

Ich schreibe einfach mal meine Sicht der Dinge runter, das muss aber sicher nicht die Weisheit sein.

Als erstes würde ich mit der Autobank des Herstellers sprechen, der es werden soll.

Danach Alternativen wie Sixt oder auch die Hausbank abklappern.

Leasing würde ich privat ausschließen.

Mit Gewerbe dahinter kann es Sinn machen, aber es können auch steuerliche Aspekte entstehen!

Da Du schreibst, dass Du risikoscheu bist, würde ich Leasing zurück stellen und Finanzierung und Kauf empfehlen.

Warum soll das Auto nach 4 Jahren wieder weg?

Fahrzeugwechsel oder brauchst Du dann kein Auto mehr?

Ein Neuwagen ist in den ersten 24 Monaten sehr teuer, da der Wertverlust enorm ist.

Das zahlst natürlich Du, entweder über Raten, Leasingraten und auch bei einer Finanzierung/Kauf mit Verkauf nach 48 Monaten.

Von daher wäre ein junger gebrauchter mit 12-36 Monaten bei Kauf und Kaufpreis 20-50% unter Deinem Angebot aus meiner Sicht der Favorit. Das Auto dann kaufen/finanzieren und nach 4 Jahren oder wann auch immer wird es mit weniger Verlust wieder verkauft.

Bei allen Alternativen, bei denen Du das Auto nicht komplett erwirbst (Leasing, Finanzierung ohne Zahlung der vereinbarten Schlussrate) gibst Du einen gebrauchten Gegenstand zurück. Dieser wird i.d.R. geprüft und meist auch mit Dekra/TÜV Gutachten bewertet. Schäden zahlst dann Du.

Was denkst Du, ist der teuerste Tag bei diesen Finanzprodukten?

Zitat:

Welches Angebot würdet Ihr annehmen? Irgendwelche Tipps oder Empfehlungen?

Oder meint jemand das ein Leasing in meinem Fall sinnvoller wäre?

Oder meint gar jemand, dass ich den PKW aufgrund der nicht ausschließlichen betrieblichen Nutzung (und den damit anzusetzenden Privatfahrten) es besser als Privatauto anschaffe und nicht ins Betriebsvermögen bringe?

Frage das Deinen Steuerberater.

Wie hoch ist der private Anteil?

Dürfte auf 1% Regelung oder Fahrtenbuch hinaus laufen.

 

Welche Art der steuerlichen Absetzung wählst ist in der Tat egal. Jedoch muss ein Auto meine ich auf 5 Jahre abgeschrieben werden. Dann könnte ein 4 Jahresleasing steuerlich sinnvoller sein.

Es sollte schon die Hauptnutzung gewerblich sein, bedenke, 1% des Listenpreises musst du für die private Nutzung pro Monat versteuern, oder Fahrtenbuch.

Aber die dienstlichen Fahrten bei Privatwagen absetzen macht auch Arbeit.

Also: Steuerberater fragen.

Ich würde dir Leasing vorschlagen, da du genau weißt, wie lange du das Fahrzeug nutzen möchtest und wieviel km du fährst. So hast du von Anfang an eine Planungssicherheit der Kosten und musst dich nicht um einen Verkauf kümmern. Leasing statt Vario, sehe 1. Absatz.

Mit dem Rechner bei Sixt liegst du richtig, um Angebote der Vororthändler zu vergleichen.

Hast du es dort erwähnt? Vielleicht hatten die deshalb keine Lust, da Sixt als Großabnehmer oft bessere Angebote unterbreiten kann.

Bei Abgabe des Fahrzeuges werden Beschädigungen berechnet. Dafür gibt es Schadenskataloge, was Abnutzung ist und was ein Schaden ist. Was man so liest ist das bei Sixt sehr kundenfreundlich geregelt. Aber auch ein Bar gekaufter PKW mit Schäden wird vom Käufer runtergehandelt. Schäden sind immer wertmindernd.

Natürlich sind Schäden immer wertmindernd.

Zum Ende des Leasingvertrages sitze ich aber mMn am deutlich kürzeren Hebel.

Ich muss dann den Wagen abgeben, Bewertung oder Gutachten ist obligatorisch und es werden fest Katalogwerte angesetzt. Die Leasinggeber haben da Spiel (hängt auch vom Folgevertrag ab!), aber je nach Schaden zahlt man den voll.

Beim Eigentum und angedachtem Verkauf, bin ich nicht unter Zeitdruck.

Ich muss den nicht Wagen nicht verkaufen und vor allem nicht zu jedem Preis.

Es ist Eigentum.

Ein Fahrzeug im Eigentum erhöht die Bilanzsumme. :D

Zum Thema Leasing teuer ein Beispiel:

Bei Volvo 36 Monate 15tkm ist Rabatt über 21% möglich auf Listenpreis. Also der ausgewiesene Nettokreditvertrag im Leasing. Das enthält Händlerrabatt und die Förderung der zuständigen Volvobank.

Restwert z.B. 52% vom LP nach drei Jahren für die Leasingratenberechnung. Damit zahlt man pro Jahr 8,8% vom Listenpreiswertverlust. Auf die ersten drei Nutzungsjahre wohlgemerkt d.h. neuestes Modell mit voller Garantie! Nur gut 0,7% vom Listenpreis pro Monat und man bindet Null Kapital. Auch keine Angst, ob man sein teures Auto wegen Abgasirgendwas nach drei Jahren nicht wieder los wird.

Pauschal lässt sich nichts pauschalisieren.

Themenstarteram 8. Juni 2017 um 13:59

Danke für die Antworten!! :)

 

@pidi911

Nach diesen vier Jahren habe ich meine berufliche Weiterbildung abgeschlossen. Ich arbeite dann auch wieder in München, sodass sich ein Auto nicht mehr lohnt. Man steht hier mehr im Stau als das man fährt :D

 

Aber natürlich weiß ich nicht was die Zeit bringt, und daher wäre keine Kaufoption angenehm. Aber natürlich nicht zwingend.

 

Danke für den realistisch veranschaulichten Denkanstoß mit der Wertminderung bei Neuwagen. So bewusst war mir das irgendwie nicht.

Da ich aktuell nicht beabsichtige diesen zu Kaufen nach der Vertragslaufzeit, würde ich ja im Endeffekt drauf zahlen.

Ein finanzierter Ein- Dreijahreswagen wäre da vll wirklich die für mich sinnvolle Alternative. Solche Angebote kann man aber nur direkt bei den Autohändlern erfragen oder?

Mir ist immer ganz recht, wenn ich solche Infos/Angebote vor ab im Internet einsehen kann. Weil, wie gesagt, ich bin da echt ne null Nummer in solchen Verhandlungsgesprächen :D

 

Die private Nutzung wird zwischen 30-40% beantragen. Eine Zuordnung zum Betriebsvermögen ist daher möglich. Da der private Anteil doch recht hoch ist, dachte ich ich fahre mit der 1% Methode besser. Aber ja, ich werd nicht drum herum kommen einen StB zu fragen.

Themenstarteram 8. Juni 2017 um 14:02

@benprettig

Bei den Händerln vor Ort habe ich nicht erwähnt, dass ich im Internet oder bei Sixt Angebote verglichen hab. Dachte mir schon, dass ich mir da vll ins eigene Bein schieße :D

 

Danke für deine Einschätzung, werde auf jeden Fall auch nochmal ein Leasing Angebot durchsehen.

Einschlägige Seiten wie gute rate kennst du? Da gibt es auch sehr junge Gebrauchte neben Neuwagen.

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