US Tiguan (gebaut in Wob) von USA nach D-Land importieren - Fragen...

VW Tiguan 1 (5N/5N2)

Ein Kollege, der gerade beruflich in den USA weilt würde sich gerne seinen dort genutzten Tiguan mit nach D-Land bringen.
Kann einer der Insider evtl. an Hand der VIN sagen, was beim Import zu beachten ist, bzw. was alles umgebaut werden müsste.
Anscheinend hat der Wagen bereits gelbe Blinker hinten, aber ob z.B. die Scheinwerfer vorne E-Zulassung haben und auch eine LWR haben, habe ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen können. Ich habe ihn jetzt mal gebeten unter anderem neben der VIN auch mal den Fahrzeugdatenaufkleber zu fotografieren, um vielleicht auch an Hand der PR-Codes bisschen mehr raus zu finden.
Kennt sich jemand aus, ob beim 2010er Modell die Möglichkeit der Zweitgeschwindigkeitsanzeige besteht und ob das für den TÜV reicht, um den Tacho nicht tauschen zu müssen?
Weiss jemand ob das US-Modell abgastechnisch 1:1 mit dem europäischen 2.0l TSI vergleichbar ist, oder ob ein separates Gutachten erstellt werden muss?

die VIN des Wagens lautet: WVGBV7AX0AW534737

Alternativ überlegt er, ob er sich nicht jetzt noch ein 2014er Modell holt und diesen dann importiert. Dessen VIN wäre wohl: WVGAV3AXXEW500878

Also wenn jemand Infos (möglichst Insiderwissen anhand der VIN 😉 ) oder sonstige Tipps, Tricks und Erfahrungen bzgl. Umrüstungen und Zulassung hat immer her damit.

Danke!

Beste Antwort im Thema

Eigentlich ist so was wirtschaftlich nahezu uninteressant, solange es sich nicht um ein Fahrzeug handelt, das es hier so nicht zu kaufen gibt!
Das fängt schon damit an, dass die gesamten Frequenzen, die die Amis für Funkfernbedienungen etc. verwenden, in Deutschland für Privatpersonen nicht zulässig sind!
Bei manchen Steuergräten kann man das umstellen, bei anderen nicht! Und so ein Steuergerät kann schon mehrere Hundert Euro kosten!
Dann kommt die Verkabelung und die Programmierung der Leuchten:
Je nach verbauten Steuergeräten kann man das einfach umprogrammieren, bei anderen aber auch wieder nicht!
Dazu kommen noch die jeweiligen Abgas-Normen, und die dazu nötigen Diagnose-Geräte: Kann mir vorstellen, dass ich da bei jeder ASU Schwierigkeiten bekomme... Da hat man teilweise schon mit Grau-Importen aus der EU Probleme...

Benötigt man Ersatzteile, und geht zum Händler, bekommt man immer wieder unglaubliche Schwierigkeiten.... Manche Teile werden für den Europäischen Markt gar nicht produziert, und stehen da auch nicht zur Verfügung! Die werden vielleicht sogar hier hergestellt, wandern aber erst in die USA, und müssen von dort reimportiert werden Incl. Zollkosten!!!

Das sind alles nur die regulären Aufwände! Die Aufwände, die der tatsächliche Besitzer des Fahrzeugs auf sich nehmen muss, um die diversen Sachverhalte von Fall zu Fall zu klären, sind schwer zu beziffern, und da noch gar nicht berücksichtigt... Von den nervlichen, nicht so genau bezifferbaren, Kosten möchte ich da gar nicht reden!

Bevor ich so ein Fahrzeug aus den USA nach Deutschland verschiffen würde, würde ich mir das jedenfalls genau durchrechnen (oder durchrechnen lassen: Da soll es bei VW eine eigene Abteilung für solche Importe geben):
Was kostet der Transport, was der Import-Zoll, was der Umbau, und was die Gebühren zur Abnahme?
Was kostet es mich in Zukunft, weil man manches vielleicht nicht wirtschaftlich umbauen kann, und mich daher alle zwei Jahre wieder einholt?
Dann muss ich diese Kosten dem gegenüberstellen, wenn ich das Fahrzeug in den USA verkaufe, und ein anderes in D, oder auch in der EU neu, oder gleichwertig kaufe...

Insofern ist das alles ein Rechenexempel. Wer da alles (auch den Wechselkurs zwischen Dollar und Euro) berücksichtigt, und richtig rechnen kann, ist da klar im Vorteil, und trifft zwangsläufig die richtige Entscheidung...

So Long...

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Da mittlerweile die meisten Fahrzeuge nicht mehr nur für den lokalen, sondern für den globalen Markt entwickelt werden, verwenden auch die US-Amerikaner in der Fahrzeugentwicklung schon seit Jahren SI-Einheiten. Ansonsten wäre ein internationales Agieren unmöglich. (ich spreche hier von der Industrie und nicht dem täglichen Leben).

Selbstverständlich gibt es markspezifische Eigenheiten, z. B. in GB werden Rechtslenker eingesetzt. Dennoch werden die Fahrzeuge nicht an länderspezifisch Standorten produziert, sondern an dem wirtschaftlich günstigsten Standort (wird man in Deutschland in der Zukunft auch noch verstärkt feststellen).

Ich bin selber in der Entwicklung von Fahrzeugenkomponenten tätig und kann mit Bestimmtheit feststellen, dass ein Großteil eines Fahrzeugs einheitlich ist, egal, ob es in der EU, in China oder USA eingesetzt wird.

Warum ein in Wolfsburg produziertes Fahrzeug in den USA 30% günstiger angeboten werden kann, liegt einfach daran, dass die Marktpreise dort ein anderes Niveau haben. Und wenn der Kunde in Deutschland viel investiert, warum soll der Hersteller das Geld nicht nehmen (Ironie).

Globale Grüße

BJE

In vielen Dingen gibt es leider noch keinen globalen Markt, sondern landesspezifische Eigenschaften, die so gravierend sein können, dass die ein Auto nachträglich so richtig teuer werden lassen können!
Dass Großbritannien zwar ein EU-Land ist, aber dort immer noch in englischen Pfund bezahlt wir, anstatt in Euro, ist nur ein Vergleich, auch wenn der beim Auto eher keine Rolle spielt.
Dass aber in den USA z.B. diese Funk-Fernbedienungen mit 315 MHZ betrieben werden, und in Deutschland mit 433 MHZ, macht es schon schwierig! Dass die jeweilig anderen Frequenzen im anderen Land für die Privat-Nutzung verboten sind, noch mehr!
So hat z.B. das Bordnetz-Steuergerät des Tiguan daher schon mal mindestens zwei Ausprägungen: Eines für 315 MHZ, und eines für 433 MHZ. Und billig ist dieses Teil ja nicht gerade!
Dass die AMIS bei der Freisprecheinrichtung auf ein anderes GSM-Band setzen, als die Europäer, macht es auch nicht einfacher.
Ob das geahndet wird, steht auf einer anderen Seite. Doch, wenn die das tun, kann es heftig teuer werden!
Das geht beliebig weiter:
Selbst die Lichteinrichtungen haben ganz unterschiedliche Voraussetzungen:
Auch wenn die Rückleuchten da vielleicht gleich aussehen, so haben die teilweise nur leere Kammern, in denen kein Spiegel verbaut ist, was die amerikanischen in Deutschland unbrauchbar macht.
Auch die Anschluss-Punkte für ein Leuchtmittel in dieser Kammer sind oft gar nicht vorhanden.
Ähnlich verhält es sich mit dem Frequenzband der legal empfangbaren Sender im Radio:
Da gibt es auch definitiv Unterschiede! Da hat die USA ganz andere Vorstellungen über die legal empfangbaren Frequenzbereiche, als die EU!
Was in der einen Region legal empfangbar ist, steht in der anderen Region beim "Bereithalten eines solchen Empfangsgeräts" schon unter Strafe!

Also so global, wie manche Denken, ist unser "Global Market" noch lange nicht!

Aber letzten Endes muss sich das jeder selbst ausrechnen, ob es sich wirklich rentiert, ein Fahrzeug legal aus den USA nach Deutschland zu importieren: Zoll, Transport, Umbauten, Ersatzteilversorgung dann in Deutschland, etc. (Der Tiguan ist ja bei weitem kein besonders exotisches Fahrzeug, das es nur in den USA gibt...)
Oder das Fahrzeug in den USA zu verkaufen, und ein gleichwertiges in Deutschland zu kaufen...

So long...

Hallo bin neu hier im Tiguan Forum,

habe einen Tiguan aus 2014 aus den USA von einem Bekannten hier zum umrüsten. Mein lieber VW Dealer Vorort hat leider keine Ahnung von den Umbauten bzw will sie mir nicht sagen. Da ich hier schon gelesen habe das man umpinnen muss und verschieden Teile Schalter und Leuchten tauschen muss.
Hat hier jemand auch eine genaue Beschreibung bzw Schaltplan codierungsliste??

Komme im Netz wie auch bei den Dealern nicht weiter.

Mail an VW: Da gibt es eine eigene Abteilung, die nur für so was zuständig ist...

Die wissen genau, was an welchem Fahrzeug da umzubauen ist.

So Long...

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Hallo,
habe schon mit Wolfsburg telefoniert und emails an Customercare@vw aber anscheinend gibt
es da keine Lösung!?

Mal schauen ob sich da noch etwas bewegt

Trotzdem mal danke

Hat jemand den Steckplatz am bcm für die Nsl

Und was umgedrahtet werden muss , hab einen 2016 tiguan gekauft noch Version 1 facefilft

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