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US Oldtimer mit langer Standzeit - was erwartet einen?

Themenstarteram 24. Januar 2015 um 17:13

Hallo Gemeinde,

ich habe noch nichts in der Richtung per Suche gefunden.

Also ich stolpere immer wieder auf Inserate in den USA bei denen Autos verkauft werden, die wirklich optisch gut aussehen, aber laut Verkäufer mal locker "20 Jahre" gestanden haben. Kommt ja irgendwie öfter bei denen vor das Autos rumstehen...:rolleyes:

Mich würde mal die Meinung bzw. Erfahrung von euch interessieren, wie es mit solche Autos aussieht.

Auf der einen Seite sieht man die Vorteile, weniger Laufleistung und dadurch weniger Verschleiß, Innenaustattung noch sehr gut intakt, evtl. noch wenig Rost, einfach eine schöne Zeitkapsel - aber dann gibt es ja doch auch einige Nachteile bei langer Standzeit.

Das alle Flüssigkeiten/Schläuche/Riemen/Reifen neu müssen wäre für mich selbstverständlich. Aber was sind sonst noch übliche Arbeiten die auf einen zukommen würden? Ist die Elektrik irgenwann für den Müll wenn die ewig nicht benutz wurde oder nur selten? Oder muss das nicht umbedingt sein?

Brauchen Motor und/oder Getriebe gleich ne Generalüberholung oder reichen da eventuell neue Flüssigkeiten/Einstellungen?

Solche Autos sind ja manchmal günstig zu kriegen, angeblich wenig Rost usw...da kommt man schon in Versuchung :) - doch ich frag mich, stell ich mir das zu einfach vor mit neuen Flüssigkeiten etc. so ein Auto wieder fahren zu können? Da wären ja auch die Kosten der Investitionen erst einmal überschaubar eigentlich.

Oder muss man bei so einem Auto das lange stillgelegt war doch mit einer aufwendigeren Restauration rechnen?

Gruß TX

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16 Antworten

Bei einem Auto das 20+ Jahre nicht bewegt wurde wird der Motor mit ziemlicher sicherheit fest sein. Fahrwerk und Bremsen sind danach sicher auch platt. Elektrik kooridiert auch mit der Zeit, in trockener Umgebung halt langsamer als in feuchter - sowie das ganze Auto.

EDIT: Das der Innenraum nach so langer Nichtbenützung in Ordnung ist, ist nicht sicher. Die ganzen Fenster und Türdichtungen halten nicht ewig dicht, wenn dann Feuchtigkeit in Innere kommt hast Du ein Problem.

Schau' Dir doch Günnis weiße Prachtkutsche an... Lange gestanden (über 5 Jahre). Dann rostet der Tank, die Brocken hängen überall im System bis zum Vergaser. Schlimmer nur, wenn dann noch Wasser eindringt egal wo- Innenraum,

Kofferraum oder Motor. Alles Mist!

Gruß SCOPE

am 24. Januar 2015 um 18:00

Nach 13 Jahren Standzeit in einer trockenen Scheune habe ich meinen Buick Century Limited, Bj. 1981, wieder in Betrieb genommen. Neue Batterie eingesetzt, dreimal gestartet und er lief wieder, zunächst etwas holprig, nach 5 Minuten aber wieder wie ein Glöckchen. Alle Reifen hatten einen "Standplatten" und müssen erneuert werden. Bremsen habe ich vorsichtshalber in der Werkstatt prüfen lassen (2 Bremssattel wurden erneuert). Ansonsten nur übliches (Ölwechsel usw.) Es ist schön, mit meinem als Oldtimer angemeldeten Oldie bei trockenem Wetter wieder zu fahren.

am 24. Januar 2015 um 18:15

Zitat:

@SCOPE schrieb am 24. Januar 2015 um 17:52:08 Uhr:

Schau' Dir doch Günnis weiße Prachtkutsche an... Lange gestanden (über 5 Jahre). Dann rostet der Tank, die Brocken hängen überall im System bis zum Vergaser. Schlimmer nur, wenn dann noch Wasser eindringt egal wo- Innenraum,

Kofferraum oder Motor. Alles Mist!

Gruß SCOPE

Rostenden Tank vermeidet man, indem vor dem für längere Zeit beabsichtigten Abstellen der Tank randvoll mit Benzin gefüllt wird. ;)

Ja ist klar, nur geht es hier darum - kauft man ein Auto von dem man nur weiß dass es so lange stand?

Wenn man sein Auto selbst eingemottet hat und gezielt darauf vorbereitet, ist das etwas anderes. Nur leider kann man nicht wissen was der unbekannte Verkäufer unternommen hat oder eben nicht.

Gruß SCOPE

am 24. Januar 2015 um 21:00

Zitat:

@SCOPE schrieb am 24. Januar 2015 um 19:07:46 Uhr:

Ja ist klar, nur geht es hier darum - kauft man ein Auto von dem man nur weiß dass es so lange stand?

Wenn man sein Auto selbst eingemottet hat und gezielt darauf vorbereitet, ist das etwas anderes. Nur leider kann man nicht wissen was der unbekannte Verkäufer unternommen hat oder eben nicht.

Gruß SCOPE

stimmt.;)

also meiner stand über 20 Jahre in Phönix/Arizona

- Motor absolut trocken, nicht drehbar

- Ölansaugrüssel komplett mit Ölschlamm zugesetzt

- mangels Glysantin Steuergehäuse (ALU) zerfressen, Kesselstein im kompletten Kühlsystem

- Kühler undicht, viel Kesselstein drin

- alle Gummis (absolut alle) hinüber

- Unterdruckdosen klima hinüber

- Wärmetausche Heizung undicht

- Nüsse und Blätter in der A-Säule (Rost)

- Sicherungskasten unbrauchbar, da Metallzungen verrostet

- Differenzialöl wie Gummimasse

- Getriebe ok, aber alles undicht, wurde wohl vor dem abstellen mal neu gemacht

- Sitzbezüge (Vinyl) hart und spröde

- Türpappen wellig und durch Sonne verfärbt

- Himmel und Teppich, alles tot

- Lenkrad rissig und verfärbt, dazu abgebrannter Blinkerschalter und angekokeltes Lenkrad

- alle Kabel verhärtet, nicht mehr zu gebrauchen

- Tank innen versifft und verharzt

muss nicht immer so viel sein, kann aber

gruß

Markus

Man muss sich klar sein, dass fast alle Autos, die wir als Oldtimer jetzt noch "am Leben" sehen, irgendwann mal wohl eine längere Stillstandsphase oder Phase von sehr geringer Nutzung hatten- ansonsten wären Sie wohl schon verschlissen. Bei normaler und regelmäßiger Nutzung ist ein Auto nach 10-20 Jahren einfach am Ende.

Wie schon gesagt, sind in der Regel folgende Dinge standardmäßig fällig: alle Flüssigkeiten, die meisten Schläuche/ Leitungen, Bremsen komplett, Batterie und Reifen.

Je nachdem, wie das Auto gestanden hat, kann es aber natürlich auch deutlich mehr sein.. bis hin zum Motorschaden, Tankaustausch, Innenraum etc..

Es gibt hier keine Standardformel.. jedes Fahrzeug ist anders. Trotz allem bevorzuge ich immer noch Autos mit möglichst wenig Laufleistung und nehme auch Standschäden in Kauf.

Wenn der Wagen dann bei mir ist, achte ich aber auf eine regelmäßige Nutzung und fahre auch jetzt im Winter bei trockenem Wetter immer mal eine Runde...

Steffen

Zitat:

Bei normaler und regelmäßiger Nutzung ist ein Auto nach 10-20 Jahren einfach am Ende.

Das wage ich sehr zu bezweifeln, sonst hätte meiner nicht 35 Jahre im Alltag überlebt.

Es ist doch eher so das bei einem 10-20 Jahre alten Auto die wenigsten Leute mehr Geld, in Form von Reparaturen, reinstecken als die Karre noch wert ist.

Zitat:

Bei normaler und regelmäßiger Nutzung ist ein Auto nach 10-20 Jahren einfach am Ende.

.

.

Zitat:

@V8-Junkie

Das wage ich sehr zu bezweifeln, sonst hätte meiner nicht 35 Jahre im Alltag überlebt.

.

....meine Güte.... :rolleyes:

Ist das der Normalfall :confused:

NEIN!!!

Also - was soll der Einwand :confused:

Die Aussage von Electra ist FAKT!

Und Ausnahmen bestätigen die Regel!

am 25. Januar 2015 um 1:21

Ich habe so einen Wagen gekauft, mein Cadillac war 15 Jahre abgemeldet.

Fazit: Motor, Getriebe musste ich bereits erneuern, Hinterachse steht jetzt auch noch an. Radlager.

Ist also quasi der komplette Antriebsstrang betroffen. Normalerweise kann man bei solchen Standzeiten auch die komplette Bremsanlage erwarten.

Zitat:

US Oldtimer mit langer Standzeit - was erwartet einen?

Meistens die 3 A´s:

Arbeit Ausgaben und Aerger

Zitat:

@V8-Junkie schrieb am 25. Januar 2015 um 00:04:11 Uhr:

Zitat:

Bei normaler und regelmäßiger Nutzung ist ein Auto nach 10-20 Jahren einfach am Ende.

Das wage ich sehr zu bezweifeln, sonst hätte meiner nicht 35 Jahre im Alltag überlebt.

Die Frage ist, wie Du "Alltag" definierst.

Für die meisten Autos bedeutet das täglicher Einsatz, mindestens 10-20.000 km pro Jahr Laufleistung etc..

Dann hätte Dein Wagen jetzt zwischen 350.000 - 700.000 km und 35 Winterjahre hinter sich... das wird wohl eher nicht so gewesen sein...

Machen wir uns nichts vor: alle noch existenten Oldtimer waren zumindest zeitweise irgendwann länger abgestellt oder massiv gepampert und vom Alltag verschont.

Steffen

Nach 10-20 Jahren ---normaler Nutzung--- sind Autos normalerweise

am Ende.....??

Mit 100.000-200.000KM (oft auch mit noch mehr KM)

sind heutzutage nur ganz wenige Autos "verschlissen".....

wenn sie nicht richtig verrostet sind. Dann ist mal eine

Kupplung faellig, oder Bremsen, oder Auspuff, oder Daempfer....etc...

aber der Rest??

Motorschaeden, Getriebeschaeden, teure Fahrwerksschaeden sind

doch eher selten.

"Verschleissteile" sind dann meistens schon einmal/ mehrmals

erneuert....und wenn nicht, weiss man, was bald faellig wird.....

Wenn man sich die besser erhaltenen Autos 'raussucht, stimmt das

definitiv nicht !

Falls man aber "gezielt" die Truemmerhaufen rauspickt,

weil man -noch- ein paar Hunderter mehr "sparen" will, kann das

zutreffen.

Ewig lange Standzeiten sind ein anderes Problem, dabei handelt es sich

aber auch nicht um --normale Nutzung--.

Gruss

 

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