Unklarheiten Aufbaubatterie 2x90Ah, Bleisäure und wartungsfrei?

Ford Transit Mk5

Hallo zusammen,

unser neu erworbenes, gebrauchtes Wohnmobil macht mich etwas stutzig. Die Situation ist wie folgt: im Batteriefach gab es mal einen Schaden, daher wurden die Batterien getauscht (1 Jahr her). Verbaut wurden die auf den Bildern ersichtlichen Gegenstände. Es sind zwei 90Ah Batterien in Verbindung mit einer Solaranlage auf dem Dach.

Was ich nicht verstehe ist folgendes: Bleisäure Batterien welche wartungsfrei sein sollen? Was hat der kleine Behälter mit dem grünen Deckel für einen Sinn? Wieso ist kein Abluftschlauch zu sehen, oder ist er noch dahinter?

Fällt euch irgend etwas komisches auf?

Ich würde mich freuen wenn jemand Tipps auf Lager hat. Leider bin ich aus den Reimo, Promobil und Forumbeiträgen nicht schlau geworden. Danke sehr.

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18 Antworten

Hallo,
ich sehe da einen verbauten Fehler !!!
Du musst die Abgas-Schläuche nach aussen führen das mit dem Auffangbehälter ist falsch . Das Gas der Batterie muss immer nach aussen geführt werden bei Nass-Batterien. Hast du Verschlussstopfen auf der Batterie ich sehe keine, meine haben diese den eine Nassbatterie sollte jedes halbe Jahr überprüft werden wegen der Säure . Hast du einen Wchselrichter ?

Gruß a4franz

Zitat:

@a4franz55 schrieb am 10. Juni 2018 um 15:29:06 Uhr:


Hallo,
ich sehe da einen verbauten Fehler !!!
Du musst die Abgas-Schläuche nach aussen führen das mit dem Auffangbehälter ist falsch . Das Gas der Batterie muss immer nach aussen geführt werden bei Nass-Batterien. Hast du Verschlussstopfen auf der Batterie ich sehe keine, meine haben diese den eine Nassbatterie sollte jedes halbe Jahr überprüft werden wegen der Säure . Hast du einen Wchselrichter ?

Gruß a4franz

Stopfen habe ich keine auf den Batterien. Die Batterieklappe ist in sich allerdings zu schließen. Ich hoffe dahinter ist irgendwo eine Entlüftung. Ich muss mal versuchen noch hinter die Batterien zu gucken. Der Ausbau ist von CS-Reisemobile und eigentlich super durchdacht.
Soll dieser Auffangbehälter die Abführung der Gase ersetzen?

Nein, einen Wechselrichter habe ich nicht verbaut.

Also ich habe beide Schläuche zusammengekoppelt,mit einem T-Stück, und dann mit einer Bohrung durch den Boden nach aussen geführt. Was der Vorbesitzer sich dabei gedacht hat nach dem ihm jawohl eine oder beide Batterien geplatzt sind ist mir ein Rätsel. Solltes die Entlüftung selber machen schau erst mal was unten dem Boden ist nicht das du etwas anbohrst. Um so höher die Batterieleistung umso mehr Gas. Bei AMg-Batterien hast du das nicht.Sie mal nach ob deine Batterien auf der anderen Seite geschlossen sind einen Stopfen in der Endlüftung haben dann ist wohl alles oK.

Gruß Franz

Zitat:

@Eseljaeger schrieb am 10. Juni 2018 um 15:46:20 Uhr:



Zitat:

@a4franz55 schrieb am 10. Juni 2018 um 15:29:06 Uhr:


Hallo,
ich sehe da einen verbauten Fehler !!!
Du musst die Abgas-Schläuche nach aussen führen das mit dem Auffangbehälter ist falsch . Das Gas der Batterie muss immer nach aussen geführt werden bei Nass-Batterien. Hast du Verschlussstopfen auf der Batterie ich sehe keine, meine haben diese den eine Nassbatterie sollte jedes halbe Jahr überprüft werden wegen der Säure . Hast du einen Wchselrichter ?

Gruß a4franz

Stopfen habe ich keine auf den Batterien. Die Batterieklappe ist in sich allerdings zu schließen. Ich hoffe dahinter ist irgendwo eine Entlüftung. Ich muss mal versuchen noch hinter die Batterien zu gucken. Der Ausbau ist von CS-Reisemobile und eigentlich super durchdacht.
Soll dieser Auffangbehälter die Abführung der Gase ersetzen?

Nein, einen Wechselrichter habe ich nicht verbaut.

das soll wohl ein Säureabscheider für die beiden Entgasungsschläuche sein....dadurch entgast man aber nichts und Entgasen ist bei diesen einfachen Solar-Säurebatterien definitiv notwendig.
Wartungsfrei bedeutet nicht, dass die nicht entgast werden müssen, sondern nur, dass du angeblich kein Wasser mehr nachfüllen musst bzw. kannst. Nahezu alle Säure-Starterbatterien dürften wartungsfrei sein.

Wie schon geschildert wurde:
T-Stück und dann ein Schlauch nach unten ins Freie führen. Vielleicht kannst du das flexible schwarze Rohr dafür nutzen.

Wenn die Batterien mal hinüber sein sollten, dann verwende Batterien mit gebundenem Elektrolyt. Die brauchen i.d.R. nicht entgast zu werden und sie können im Zweifelsfall auch nicht auslaufen und damit entsprechend großen Schaden anrichten.

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Zitat:

@navec schrieb am 10. Juni 2018 um 17:18:39 Uhr:


das soll wohl ein Säureabscheider für die beiden Entgasungsschläuche sein....dadurch entgast man aber nichts und Entgasen ist bei diesen einfachen Solar-Säurebatterien definitiv notwendig.
Wartungsfrei bedeutet nicht, dass die nicht entgast werden müssen, sondern nur, dass du angeblich kein Wasser mehr nachfüllen musst bzw. kannst. Nahezu alle Säure-Starterbatterien dürften wartungsfrei sein.

Wie schon geschildert wurde:
T-Stück und dann ein Schlauch nach unten ins Freie führen. Vielleicht kannst du das flexible schwarze Rohr dafür nutzen.

Wenn die Batterien mal hinüber sein sollten, dann verwende Batterien mit gebundenem Elektrolyt. Die brauchen i.d.R. nicht entgast zu werden und sie können im Zweifelsfall auch nicht auslaufen und damit entsprechend großen Schaden anrichten.

Ich habe jetzt nochmal mit dem Handy dahinter gefilmt: es ist keine Öffnung nach außen vorhanden. Aus beiden Batterien geht ein Schlauch in das grüne Gläschen. Angeblich wurde das so von einem Reisemobilausstatter eingebaut.

Einen Ausgang ins Freie nachrüsten wird schwierig - ich müsste von aussen bohren. Wie wichtig ist das und reicht das kleine Gefäß wohl? Soll ich ggf. den Hersteller mal fragen?

Edit: was mir noch durch den Kopf gegangen ist. Der schwarze Schlauch geht über den weißen Kabelkanal zu den Solarzellen auf dem Dach. Einen Frischluftausgang hätte ich ja dann doch.

es geht nicht um die Abscheidung flüssiger Säure, wie sie auch aus den Schläuchen kommen könnte und wofür das Gefäß geeignet wäre, sondern um Entgasung.....
So eine Batterie mit ungebundener Säure, braucht quasi einen freien Zugang an die Außenluft. Das kleine Gefäß kann niemals ausreichen und es muss ja selbst wieder eine Öffnung haben, denn sonst wäre die Batterie verschlossen und eine Entgasung könnte nicht statt finden.
Auf deutsch:
Das Gefäß (und die Schläuche dorthin) hätte man sich, was die Entgasung betrifft, sparen können.

ich würde auf eine Entgasungsleitung die nach außen führt bei 2 Batterien dieser Größe nicht verzichten wollen...

Zitat:

@navec schrieb am 10. Juni 2018 um 18:41:45 Uhr:


es geht nicht um die Abscheidung flüssiger Säure, wie sie auch aus den Schläuchen kommen könnte und wofür das Gefäß geeignet wäre, sondern um Entgasung.....
So eine Batterie mit ungebundener Säure, braucht quasi einen freien Zugang an die Außenluft. Das kleine Gefäß kann niemals ausreichen und es muss ja selbst wieder eine Öffnung haben, denn sonst wäre die Batterie verschlossen und eine Entgasung könnte nicht statt finden.
Auf deutsch:
Das Gefäß (und die Schläuche dorthin) hätte man sich, was die Entgasung betrifft, sparen können.

ich würde auf eine Entgasungsleitung die nach außen führt bei 2 Batterien dieser Größe nicht verzichten wollen...

Danke für eure zahlreichen Antworten. Über den schwarzen Schlauch und den weißen Kabelkanal geht es aufs Dach zu den Solarpanelen. Reicht der kleine Ausgang nach dort oben wohl? Ansonsten muss ich wohl doch von unten durch bohren?

Also ich persönlich würde gar keine gasende Batterie in einem „Schlafzimmer” haben wollen.

Wenn die schon da ist sollte unbedingt ein direkt an der Batterie angeschlossener Schlauch nach außen gehen. Akkus entwickeln Knallgas das sehr schnell explodieren kann, da reicht ein Funke. Außerdem möchte ich das Zeug auch nicht unbedingt einatmen.

Daher möglichst AGM oder Gel Batterien einbauen, die gasen nicht

Okay dann muss ich mich da mal dran begeben! Zum Nachfüllen von dest. Wasser gibt es zumindest keine Öffnungen. Über die Solaranlage ist auf jeden Fall auch schon mal eine Öffnung da. Ich werde dann wohl durch den Boden eine weitere machen.

Zitat:

@Taxler222 schrieb am 10. Juni 2018 um 21:23:16 Uhr:


Akkus entwickeln Knallgas das sehr schnell explodieren kann, da reicht ein Funke.

Ein Funke reicht zwar schon, aber so schnell entwickelt sich da kein Knallgas.

Nur, wenn man sie zu stark auflädt und/oder wenn der Akku

seine beste Zeit schon hinter sich hat.

Aber der Schwefelgeruch zum Ende des Ladevorganges oder sogar schon während

einem starken Ladens ist aber auch nicht so angenehm und schon alleine deshalb

sollte man die Entlüftung nach außen verlegen.

Zitat:

@Taxler222 schrieb am 10. Juni 2018 um 21:23:16 Uhr:


Daher möglichst AGM oder Gel Batterien einbauen, die gasen nicht.

Doch. Auch hier gilt das Gleiche. Wenn sie zu stark geladen wird und/oder die AGM

nicht mehr ganz die Jüngste ist, kann die auch gasen und das sogar ziemlich heftig.

Deshalb ist das richtige Ladegerät bei AGM ja auch so wichtig.

Mein Ladegerät ist wohl für Bleisäure Batterien und Gelbatterien geeignet. Ich muss dann mal schnell nach außen bohren. Danke für eure Hilfe.

Zitat:

@4Takt schrieb am 11. Juni 2018 um 09:44:36 Uhr:



Zitat:

@Taxler222 schrieb am 10. Juni 2018 um 21:23:16 Uhr:


Akkus entwickeln Knallgas das sehr schnell explodieren kann, da reicht ein Funke.

Ein Funke reicht zwar schon, aber so schnell entwickelt sich da kein Knallgas.
Nur, wenn man sie zu stark auflädt und/oder wenn der Akku
seine beste Zeit schon hinter sich hat.
Aber der Schwefelgeruch zum Ende des Ladevorganges oder sogar schon während
einem starken Ladens ist aber auch nicht so angenehm und schon alleine deshalb
sollte man die Entlüftung nach außen verlegen.

Zitat:

@4Takt schrieb am 11. Juni 2018 um 09:44:36 Uhr:



Zitat:

@Taxler222 schrieb am 10. Juni 2018 um 21:23:16 Uhr:


Daher möglichst AGM oder Gel Batterien einbauen, die gasen nicht.

Doch. Auch hier gilt das Gleiche. Wenn sie zu stark geladen wird und/oder die AGM
nicht mehr ganz die Jüngste ist, kann die auch gasen und das sogar ziemlich heftig.
Deshalb ist das richtige Ladegerät bei AGM ja auch so wichtig.

das Gleiche gilt da garantiert nicht, denn bei Gel oder AGM-Batterien handelt es sich i.d.R um verschlossene Zellen mit Ventil und nicht um geschlossen Zellen die eine ständige Verbindung zur Umgebungsluft haben.
Die verschlossenen Zellen gasen nur im Fehlerfall (z.B. überhöhte Ladespannung, erhöhte Absorptionszeit)nach außen, während die geschlossen Zellen bei jeder Ladung nach außen gasen.

Bei meinem Auto ist die Batterie innen. Da geht ein Schlauch durch den Boden nach Draußen.

In unserem ehemaligen Wohnmobil gab es keinen Schlauch. Aber das Batteriefach war zum Wohnraum hin zu und über die Außenklappe sehr luftig gestaltet.

Zitat:

@4Takt schrieb am 11. Juni 2018 um 09:44:36 Uhr:


..Wenn sie zu stark geladen wird und/oder die AGM
nicht mehr ganz die Jüngste ist, kann die auch gasen und das sogar ziemlich heftig.

Zitat:

@navec schrieb am 11. Juni 2018 um 16:21:23 Uhr:


...bei Gel oder AGM-Batterien handelt es sich i.d.R um verschlossene Zellen mit Ventil... ...Die verschlossenen Zellen gasen nur im Fehlerfall (z.B. überhöhte Ladespannung, erhöhte Absorptionszeit)nach außen, während die geschlossen Zellen bei jeder Ladung nach außen gasen.

Habe ich doch nix anderes geschrieben. Im Fehlerfall, also bei zu starker Ladung oder bei Überalterung, denn wozu ist sonst das Ventil da?

Es ging darum, das die AGM nie gasen und das stimmt nicht, nur im Normalfall, wenn alles passt, sind die gasungsfrei.

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