Unfallvideos - Erzieherische Frage

Hi Leute,

ich habe da mal eine etwas ungewöhnliche Frage, die mit einem Problem zusammenhängt.

Meine beiden Jungs, je 6 Jahre, sind nun schon das zweite mal, angestiftet von einem anderen kleinkind, ausgebüchst und entlang einer Bundesstrasse gelaufen.
Diesmal hat wohl ein aufmerksamer Fahrer die Polizei verständigt, die die vier Kinder aufgesammelt hat und sie nacheinander zu Hause abgeliefert hat.

Nun möchte ich, da das erste Gespräch nicht gewirkt hat, die Schocktherapie probieren.
Deshalb suche ich Videoclips von Autounfällen, bei denen Personen von Fahrzeugen erfasst wurden.

Weis jemand, wo ich solche Clips bekommen könnte?

Es muss nicht mit echten Menschen sein. Mir würden schon Crashtestvideos mit Dummies genügen.
Ich möchte den Kindern nur vor Augen führen, wie gefährlich das ist und was dabei passieren kann.

Wäre dankbar, wenn mir jemand nen Link geben könnte.

Vielen Dank schon mal

Gruss
Ken

30 Antworten

Erledigt... 😉

Grüße

Totti

Mit 6 Jahren ist ein Kind nicht in der Lage schwere Verletzungen oder gar den Tod verstehen.
Erklärungen oder Videos dürften daher keinen Erfolg bringen.

Kinder erfahren die Welt durch Nachahmen und Erleben.
Erkläre Deinem Kind die Situation und laufe es anschließend vor weichem Untergrund über den Haufen.
Dieses plastische Beispiel sollte die Kraft eines Fahrzeuges veranschaulichen können und entsprechende Wirkung zeigen.

P.S.:
Selbst Erwachsene lernen meist durch schlechte Erfahrungen,
gelegentlich durch Nachahmen,
und ganz selten durch eigene Intelligenz.

naja, kannst ja mal bei kazaa etc. rumsuchen oder wenn du es ganz extrem willst, gibbet ja auch noch rotten.com wobei dies nicht zu empfelen ist...

Also die Idee mit dem umlaufen klingt nicht übel.

Werde ich mir mal überlegen und nach einem geeigneten Platz dafür finden. Ne schöne weiche Wiese oder so.

Gruss
Ken

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Also ob Shock Videos was bringen , daran habe ich meine Zweifel . Es kann sein , dass es was bringt es kann genauso gut sein dass das Kind eine Angstpsychose , Alpträume etc bekommt oder das besonders verbotene/gefährliche Sachen besonders attraktiv sind und man dadurch das Gegenteil erreicht .

Meine Tips:

Such mal bei Google unter dem Suchbegriff "Verkehrserziehung für Kinder" sowie "Verkehrstraining für kinder " .

Gib bei Ebay den Suchbegriff "Verkehrserziehung" ein . Dort findest du günstig Bücher , Spiele etc . zu dem Thema .

Frag z.B. mal beim ADAC , der Polizei , Jugendamt , Schulen ,Kinderpsychologen etc. an ob Sie Dir in der Richtung Informationen / Hilfe geben können .

Such mal im Internet nach einem größeren Forum für Eltern , Kinder , Erziehung , dort gibt es bestimmt viele die das gleiche schon durchgemacht haben .

Informier dich erstmal gründlich bevor Du etwas tust , was vielleicht in allerbester Absicht gemeint war , aber zu einem fürs Kind schlechte Resultat führt .

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Ansonsten , viel Glück und Erfolg !

Hallo,
unser Lütter ist auch 6 Jahre alt. War mit ihm und der restlichen Kindergartenschar bei einer "Kinder aufgepasst" Veranstaltung der Polizei. War sehr gut gemacht, die haben da ne kleine Anlage mit Straßen, Schildern ect..

Wird bei uns im Kreis regelmäßig angeboten.

Von krassen Videos halte ich nix, muß imo in dem Alter noch nicht sein.
Und obs was bringt?
Schau doch mal die ganzen Cartoons an die die heute sehen. Da werden alle möglichen Protagonisten mal kurz über den Haufen gefahren und stehn dann wieder auf als wäre nix gewesen.🙂

Alles Gute
Gruß
Kandinsky

Zitat:

Original geschrieben von kandinsky


Schau doch mal die ganzen Cartoons an die die heute sehen. Da werden alle möglichen Protagonisten mal kurz über den Haufen gefahren und stehn dann wieder auf als wäre nix gewesen.🙂

Die haben wir schon vor vierzig Jahren gesehen. 😉

Ich stimme Dir zu, dass TV und PC eher einen Realistätsverlust als einen -gewinn erzeugen.

Das ist natürlich ne Idee.

Muss mal bei der Polizei nachfragen, wobei die ja auch im KiGa waren und ellenlange Vorträge gehalten haben.
Genauso wie Verkehrserziehung im KiGa.

Ab wann geht eigentlich die Verkehrserziehung in der Schule los?

Gruss
Ken

verkehrserziehung in der schule war bei mir in der dritten klasse der "fahrrad-führerschein" das wars....

Bei mir war’s erst in der 4.
Aber so wie ich das jetzt mitgekriegt habe ist das auch nicht mehr selbstverständlich das das im Straßenverkehr (auf ruhigen strecken) passiert sondern eher auf einem leblosen Übungsplatz.

Aber das ist natürlich auch nichts für 6 jährige.
Videos vorführen halte ich für fraglich. Als ich in der Grundschule war und die aller ersten folgen von Notruf sehen durfte bekam ich auch angst und Alpträume!

gruß SirBIB

Ich glaube nun auch, dass die Idee nicht so wirklich das gelbe vom Ei ist.

Ich muss es wohl erstmal mit Reden versuchen und dann evtl. mal mit der Polizei reden, ob die so ne Veranstaltung machen.

Aber postet mal weiter. Ich finde das Thema ist schon interessant und auch wichtig, da die Kinder von heute wesentlich früher selbstständig werden, als wir früher.

Gruss
Ken

Du solltest nicht unbedingt ausschließen dass deine Kinder die Unruhe Stifter sind.
Wenn es einer vor macht heißt dass noch lange nicht das es einer nach macht. Aber wenn 2 voran gehen ist die Sache ganz anders!

Nicht böse gemeint! Allerdings spreche ich aus Erfahrung (habe selber einen Zwillingsbruder).

gruß SirBIB

Ich vertraue meinen Kindern. Sie sagten mehrfach, dass der andere Junge den Vorschlag gemacht hatte.

Das habe ich aber auch am Gesichtsausdruck meiner Jungs gesehen, als sie aus dem Polizeiauto gestiegen sind.

Der Gesichtsausdruck des Anstifters war noch derber. Der hat richtig Muffe gehabt.
Habe ihn auch das genaze WE nicht gesehen. Schätze mal, er hat genauso wie meine beiden erstmal Hausarrest.

Gruss
Ken

Also ich habe keine Kinder und möchte nur mal den Vergleich mit meinem Hund zeigen ... (Bitte keine Comments über den Vergleich mit Hund und Kind, aber ich habe keine Kinder 😁)

Mit einem Hund gibt es ähnliche Probleme, eigentlich müsste man 24/7 ein Auge auf ihn haben, wenn man ihn nicht "einsperrten" möchte. Schneller als man denkt könnte er vom Grundstück laufen und dann evtl. mit anderen Hunden zusammentreffen => Ärger vorprogrammiert.

Allerdings möchte man seinen Hund ja auch gerne mal frei im Garten laufen lassen auch wenn andere sich dort aufhalten oder im Park, den Hund an der langen Leine, mal 2-3 Minuten ungestört mit jemanden unterhalten, ohne dass der Hund auf Entenjagd geht.

Ich glaube es würde dem Hund wenig bringen, wenn ich ihn zugucken lasse, wie ein Förster einen freilaufenden Hund erschiesst oder wie es enden kann, wenn zwei Hunde sich richtig zoffen. Ich kann nur dafür sorgen, dass der Hund in keine solche Situation gerät und auch keine Motivation hat solche Unternehmungen zu starten.

Bei Hunden ist das System relativ einfach, aber im Kerngedanken sollte es alles auch auf Kinder übertragbar sein. Hunde lieben kleine Leckerein und wenn sie für bestimmte Taten eine solche Belohnung erhalten, dann lernen sie sehr schnell, wie sie leicht an solche Leckereien kommen. Machen Hunde Fehler, so gibt man ihn Hilfestellungen, indem man sie korrigiert und mit ihnen das richtige Verhalten oder den richtigen Ablauf übt. Ist man mit der Leistung zufrieden, muss man es dem Hund auch deutlich zeigen und sich mit ihm zusammen freuen.

Ist der Fehler allerdings gravierend, so muss Strafe sein. Die Strafe kann dabei unterschiedlich ausfallen, dabei muss keine brutale Gewalt angewendet werden. Es reicht zum Beispiel den Hund in seine "Strafecke" zu schicken und dort darf er sich dann langweilen oder sonstwas machen. Auf jeden Fall muss die "Strafe" unmittelbar erfolgen, so dass die Strafe sofort mit dem eigentlichen Fehlverhalten in Verbindung gebracht wird und auch so gespeichert wird. Es nützt überhaupt nichts, wenn man einen Hund 1 Minute später versucht für irgendetwas zu bestrafen.

Bei Kindern ist das natürlich etwas anders, denn Kinder wissen im allgemeinen schon recht genau, dass sie etwas getan haben, was sie nicht durften. Was Kinder jedoch nicht wissen ist, wie groß die Gefahr dabei ist. Gerade deshalb ist es für Kinder, meiner Meinung nach, primär wichtig, dass zwischen Gut und Schlecht klare Linien von den Eltern vorgegeben werden. Dabei muss man gar nicht versuchen den eigenen Kindern klar zu machen, wie gefährlich etwas ist oder nicht, sondern muss geziehlt vermitteln, dass man halt etwas darf und etwas anderes halt nicht. Erst wenn die Kinder von sich aus fragen, warum sie etwas nicht dürfen, erst dann würde ich darauf eingehen. Denn dann weiss ich, dass das (mein späteres) Kind sich damit auseinandergesetzt hat und nun eine Erklärung verlangt. Dann kann man auch etwas konkreter auf die Gefahren eingehen und warum man etwas verboten hat. Ist das Kind allerdings schon alt genug, dann kann man natürlich von sich aus auf das Kind zugehen und "aufklären".

Was bei Hunden auch nicht funktioniert ist ein Drohen, also zum Beispiel ein "Wenn Du jetzt nicht platz machst, dann bekommst Du drei Tage kein Fressen!!!!". Das verunsichert und führt eher zu einer Blockade als zu dem gewünschten Ergebnis - der Hund würde davon sowieso kaum etwas verstehen. In ganz schlimmen Fällen erreicht man sogar nur das Gegenteil. Und auch Kinder können bestimmt kurze und klare Anweisungen besser umsetzen als ewig verknotete Sätze. Ein klares "Ihr geht nicht zur Straße!" muss dann so rüberkommen, wie alle Anweisungen, die bei einem Nichtbefolgen mit Strafe geahndet werden. Und damit die Kinder nicht zu sehr eingeschränkt werden, dürfen natürlich nur die wichtigsten Anweisungen so klar und deutlich ausgesprochen werden. So viel kann man sich ja auch später nicht merken.

Die große Gefahr ist ja, dass man mit so einer Haltung gerne zum "Rabenvater" oder "Militäryvater" gekürt wird. Aber wenn man richtiges Verhalten sofort bestätigt und gute Dinge mit fleissig Lob würdigt, verkraftet auch ein Kind ein paar strengere Maßnahmen.

Naja, ich würde also nicht auf die konkrete Gefahr eingehen, sondern was das angeht auf die Initiative des Kindes warten. Die Straße muss einfach wie andere Sachen auch als Tabu gelten, ganz ohne Wertung. Und die Frage nach dem "warum?" kommt ganz bestimmt.

So und jetzt können mich alle echten Mamis und Papis verhauen 😁

Abgesehen davon, dass die Kommunikation Mensch-Hund anders verläuft als die Kommunikation Mensch-Mensch (Kind), ist das mit der Konditionierung vollkommen richtig.

Da wo der Verstand nicht reicht um Veränderungen herbei zu führen muß eben eine entsprechende Maßnahme ergriffen werden.
Entscheidend ist dabei, dass die Verknüpfung zwischen Ursache und Maßnahme beim zu Erziehenden erfolgt.

Wer von gewaltfreier (=antiautoritäerer) Erziehung träumt, der übersieht dass dort wo der Verstand nicht angesprochen werden kann, kein Erziehungseffekt eintritt.

Folge:
Hier im Extremfall die Beerdigung eines Kindes.

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