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Unfall mit Eigenschaden

Themenstarteram 25. Juni 2020 um 9:43

Hi,

Ich habe einen Unfall gebaut und bin etwas lost. Was passiert ist:

Wir hatten einen JGA und sind mit zwei Autos gefahren. Die Trauzeugin ist mit dem Auto ihrer Mutter gefahren und ich bin mit 3 Mädels im Auto hinterher gefahren. Wir haben das Auto von der Trauzeugin selbst genommen, ich bin gefahren.

Jedenfalls durch eine etwas blöde Situation, sind wir dem Auto vorne an einer Auffahrt hinten drauf gefahren. Ich habe noch eine Vollbremsung eingeleitet, konnte den Unfall aber nicht mehr vermeiden. Die Braut hat ein Schleudertrauma abbekommen, meine Beifahrerin hatr sich auch ein bisschen weh getan. Der JGA war damit natürlich erledigt :( Mir tut das alles schrecklich leid.

Wir haben die Polizei hinzu gezogen zur Unfallaufnahme. Einen Rettungswagen haben wir zum Glück nicht gebraucht.

Das vordere Auto konnte weiter fahren. Aber unseres musster abgeschleppt werden.

Im Nachhinein stellt sich dann raus, dass beide Autos auf die Mutter der Trauzeugin angemeldet sind. Der Schaden am Octavia, mit dem wir gefahren sind, ist dabei nicht so das Problem. Der ist eh nicht mehr viel wert. Aber der vorne war ein recht neuer Tiguan. Der hat zwar nicht so viel abbekommen, aber die Haftpflicht haftet hier wohl nicht, weil es sich um einen Eigenschaden handelt. Kenne mich da null aus, aber das hat mir die Halterin gestern am Telefon gesagt.

Ich bin einfach total überfordert. Was kommt auf mich zu und was muss ich tun? Dass ich schuld bin am Unfall ist keine Frage. Aber dass die Versicherung nicht haftet war mir ja nicht klar. Wie wird der Schaden ermittelt und wer haftet dafür? Leider habe ich kein Foto vom Tiguan. Ich habe nur den Octavia fotografiert, als die anderen schon weg waren.

Vielleicht könnt ihr mir helfen, ich weiß nicht was ich tun soll.

Danke euch!

Anni

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32 Antworten

Meine Güte, wie begriffsstutzig kann man sein?

Der Tiguan gehört nicht der Schadensverursacherin...

Auch wenn du dir selber immer sofort ein "Danke" gibtst, ist deine Antwort hier nicht richtig, rrwraith.

Ja, es besteht Schadensersatzanspruch nach BGB § 823 gegen die Fahrerin des Octavia.

Auch Personenschäden werden von der Haftpflicht des Octavia bezahlt.

Aber die Haftpflichtversicherung vom Octravia wird nicht den Schaden am Tiguan bezahlen.

Grund: Es gibt einen Ausschluss in der Kfz-Versicherung.

In den AKB vom GDV ist dieser unter Punkt A.1.5.6 zu finden.

"Ihr Schadenersatzanspruch gegen eine mitversicherte Person

A.1.5.6

Kein Versicherungsschutz besteht für Sach- oder Vermögensschäden, die eine mitversicherte Person Ihnen, dem Halter oder dem Eigentümer durch den Gebrauch des Fahrzeugs zufügt. Versicherungsschutz besteht jedoch für Personenschäden, wenn Sie z. B. als Beifahrer Ihres Fahrzeugs verletzt werden."

Sie war in diesem Falle die berechtigte Fahererin.

Somit also eine mitversicherte Person.

Damit keine Deckung über die Kfz-Haftpflicht für den Schaden am Tiguan.

Tiguan also entweder eigene VK oder VK mit Eigenschadendeckung beim Octavia.

Sonst wird das nichts mit einem Versicherungsschutz.

Ah ok, ich hätte jetzt instinktiv auf die eigene Versicherung des Octavias abgestellt, die ja auch den Schaden regulieren soll/muss..., und hätte es daher verneint...

Wenn es dann so ist, dass allein auf die Person der Unfallverursacherin abgestellt wird, dann ist das natürlich klasse!

Sorry für die von mir dann verursachte Verunsicherung!

Bei einer Eigenschaftenversicherung

Sind solche Sachschäden versichert, die vom VN oder den mitversicherten Personen durch den Gebrauch des versicherten Fahrzeuges:

an anderen, auf den VN zugelassenen Kraftfahrzeugen-

An eigenen Gebäuden-

an eigenen sonstigen Sachen

verursacht werden.

Würde jetzt erstmal prüfen, wer VN vom Octavia ist

@AudiFahrer1783

Du hast natürlich Recht.

Der Ausschluss war mir entfallen. Wenn also bei beiden Fahrzeugen Eigentümer und VN Derselbe sind, hat Anni die A-Karte...

Hat aber trotzdem nichts mit Eigenschaden zu tun.

PS: Den Trick mit dem selber "Danke" geben verrätst Du mir sicher...

Davon war doch die ganze Zeit die Rede...; siehe Eingangspost der TE....

Wobei: "beide Autos auf die Mutter angemeldet" ist Umgangssprache und es muss nicht zwingend bedeuten, dass auch die Mutter beide Autos auf sich versichert hat; es könnte auch bedeuten, dass nur ein Auto auf die Mutter versichert ist, aber Sie die Halterin beider Fahrzeuge ist...; würde das einen Unterschied machen?

Zitat:

@rrwraith schrieb am 25. Juni 2020 um 12:40:56 Uhr:

@AudiFahrer1783

Du hast natürlich Recht.

Der Ausschluss war mir entfallen. Wenn also bei beiden Fahrzeugen Eigentümer und VN Derselbe sind, hat Anni die A-Karte...

Vielen Dank.

Das zeugt jetzt wiederrum von Größe von dir.

Im Internet ist es ja nicht üblich, dass man einen Fehler zugibt.

Zum Schaden nochmals.

Da der Octavia das ältere Auto war und der Tiguan recht neu, so wie die TE schreibt, wird der Tiguan wohl hoffentlich zumindest Vollkasko versichert sein.

Damit könnte man den Schaden am Tiguan über dessen Vollkasko abrechnen.

Zitat:

@celica1992 schrieb am 25. Juni 2020 um 12:31:06 Uhr:

Würde jetzt erstmal prüfen, wer VN vom Octavia ist

Spielt überhaupt keine Rolle!

@rrwraith

Auch von mir Respekt! :)

Ansonsten sollte die Lage jetzt klar sein.

Schaden vom Octavia über die Vollkasko vom Octavia.

Schaden vom Tiguan über die Vollkasko vom Tiguan oder über die Eigenschadendeckung vom Octavia.

Aber wie schon geschrieben wurde.

Der Tiguan ist das neue Auto.

Der Wert vom Octavia interessiert nicht.

Also wird vermutlich der Tiguan die Vollkasko haben und den Schaden am Octavia wird es nicht ersetzt geben, wenn der altersbedingt keine Vollkasko mehr hat.

Die Krankenkasse wird auch noch Regress bei der KH vom Octavia nehmen.

Da kommt dann evtl. noch eine Höherstufungsschaden.

Die Rückstufung in der KH und ggf, die Rückstufung in der VK vom Octavia und die SB in der VK vom Octavia ist in einer guten PH zumindest zum Teil abgedeckt.

Ist der VN vom Octavia nicht der Halter vom Tiguan, ist es ein einfacher Haftpflichtschaden

Themenstarteram 25. Juni 2020 um 14:07

Also, genau wie ihr sagt: Der Tiguan hat Vollkasko und der Octavia nicht. Und die Versicherungsnehmerin ist in beiden Fällen die Mutter meiner Freundin.

Die ist im Moment nicht gut auf mich zu sprechen. Ich habe ja mit ihr telefoniert und da hat sie mir gesagt, dass sie ziemlich geschockt war als sie den Octavia gesehen hat. Und dass sie nicht die Autos zur Verfügung gestellt hätte, wenn sie gewusst hätte, dass wir wie bekloppt fahren.. Ich hoffe da droht mir kein Problem..

Aber dass die Vollkasko hier grundsätzlich hilft beruhigt mich erstmal.

Zitat:

@rrwraith schrieb am 25. Juni 2020 um 12:40:56 Uhr:

@AudiFahrer1783

Du hast natürlich Recht.

Der Ausschluss war mir entfallen. Wenn also bei beiden Fahrzeugen Eigentümer und VN Derselbe sind, hat Anni die A-Karte...

Hat aber trotzdem nichts mit Eigenschaden zu tun.

PS: Den Trick mit dem selber "Danke" geben verrätst Du mir sicher...

Bin zwar nicht angesprochen worden, aber 2 weitere Acounts einrichten ist ja realisierbar.

Wie sollst Du sonst, wie bisher, keinen einzigen Kommentar ohne Danke Klick erhalten haben?

Auch nicht durch das Fachwissen, das Du zu verbreiten versuchst und auch in der Haupsache recht hast.

Zitat:

Die vorne waren uns ein Stück weg gefahren. Da wir zusammen bleiben wollten, wollte ich sie wieder einholen. Vor der Kurve von der Auffahrt habe ich sie nicht mehr gesehen. Als wir auf der Auffahrt waren, habe ich schon in Richtung Verkehr geschielt, um zu sehen ob da eine Lücke zum einfädeln kommt. Dabei ist mir entgangen, dass die vor uns bremsen. Als ich das registriert habe war es zu spät. Voll auf die Bremse und dann Peng.. hinten rauf geknallt

Wer auf der Beschleunigungsspur einer Bundesstraße bremst :confused:, sollte für den kompletten Schaden aufkommen :eek:.

 

Die Angelegenheit ist rechtlich nicht so klar, wie einige hier es glauben.

Daher nimm dir einen Fachanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrsrecht.

... es soll Speditionen gegeben haben bzw. geben, die ihren Fahrern per Arbeits-/ Dienstanweisung untersagen in Kolonne hintereinander zu fahren. ;)

Mal mit dem Versicherer des Tiguan reden... wir hatten in einer Baufirma z.B. einmal den Fall, da ist auf einer Baustelle einer mit dem firmeneigenen Radlader in den Firmenwagen des Bauleiters gefahren, der dort geparkt war.

Wir dachten zwar, dass die Vollkasko bei so einem Eigenschaden nix zahlt und der Schaden daher auf die Kappe der Firma geht... aber nach Rücksprache mit dem Versicherer wurde der Schaden von der Vollkasko übernommen.

PS:... aber ein schönes Beispiel, welches zeigt, dass Fahrer mit dem Multitasking (Gucken, Lücke suchen & finden, Gas geben, Gucken was der / die Vordermann / -frau macht, Spur wechseln), das beim Einfahren in eine Autobahn / Bundesstraße / etc. nötig ist überfordert sind.

Zitat:

@Oetteken schrieb am 25. Juni 2020 um 23:02:20 Uhr:

Die Angelegenheit ist rechtlich nicht so klar, wie einige hier es glauben.

Daher nimm dir einen Fachanwalt mit Tätigkeitsschwerpunkt Verkehrsrecht.

Was soll nicht klar sein?

Wurde doch schon alles besprochen und geklärt.

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