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TV-TIPP zu Runderneuerten Reifen

Themenstarteram 5. Mai 2020 um 22:09

Der Beitrag kommt diesen Sonntag auf VOX (10.5.) um 17 Uhr bei automobil.

Beste Antwort im Thema

Hallo zusammen.

Gromi hat mich gebeten, mich hierzu zu äußern.

Ich hatte im letzten Thema alles lang und breit und detailliert erklärt und gesagt und habe diesen Beitrag dann verlassen, weil es (auch hier jetzt im Beitrag) wieder die Person gibt, die Behauptungen aufstellt, die nicht stimmen und einfach nicht einsieht, daß niemand gezwungen wird, unsere Reifen zu kaufen.

Ich hoffe, daß es verständlich ist, daß ich mich ungern als Lügner oder Betrüger hinstellen lassen möchte.

Aber da Gromi mich gebeten hat zu antworten, tue ich dies noch einmal.

Wir haben einen guten Markt für unsere Reifen und diese gehen auch viel ins Ausland, wo es eh Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt.

Leider darf man bei solchen Sendungen ja nicht dabei sein und schauen, ob auch wirklich alles gleich abläuft. Auch darf man es vorher nicht sehen, um Fehler eventuell noch korrigieren zu können.

Das erste was mich auf die Palme gebracht hat war... der Reifen heisst STREAX, von englisch STRASSE - STREET! Somit wird es „striex“ ausgesprochen und nicht stre-ax.

Zweitens, wenn bei einem Reifen nach so einem Test, rechts und links das Profil weg ist und in der Mitte ist es noch gut, wurde mit zu wenig Luftdruck gefahren. Wenn es nur in der Mitte weg ist, wie im Beitrag, und seitlich noch voll da - war es zuviel Luftdruck.

Ich bin mit unseren Reifen viel auf Driftevents oder bei Rennsportveranstungen auf dem Nürburgring mit Semislicks, die bei uns produziert werden. Da sieht man dieses Problem immer sehr deutlich.

Drittens, alle H,V und W Reifen werden geröngt. T und niedriger stichprobenhalber. Wir runderneuern seit 65 Jahren und es gibt keine Reifenplatzer, etc. deshalb. Die meisten Reifenplatzer entstehen durch falschen Luftdruck oder Montageschaden, etc.

Ich verkaufe in meinem Shop auch viele Neureifen. Wenn ich vergleiche - meine Reifen gegen Neureifen, bin ich mit dem Austausch/reklamieren wegen mal ne Unwucht oder mal nen Höhenschlag, etc. auf gleichem Level.

Ich hatte im letzten Jahr 4 Reifenplatzer als Reklamation reinbekommen. 3 Neureifen (von Premium bis Mittelklasse), bei einem war ein kleiner Nagel drin, bei 2 Stück war es ein kleiner Montageschaden in der Wulst und beim 4. zu wenig Luftdruck. Kein einziger Reifen konnte da was für!

(zur Info: wir produzieren 350.000 Reifen circa im Jahr und haben eine Reklamationsrate unter 0,3%)

Selbst erlebt anfang des Jahres: 4 Neureifen, eines sehr guten deutschen Premiumherstellers bestellt und 2 mussten wegen unglaublichen Höhenschlags ausgetauscht werden. Es kommt in den "besten Familien" vor.

Bei dem Abrolltest haben mein Mann und ich sehr sparsam geguckt! So eine Art Test haben wir noch nie gesehen!

Da der STREAX in Holland auf mehreren Autos auf km Leistung gefahren wurde, wissen wir, dass kein Auto unter 80.000 km bis zur Verschleißgrenze war. Nicht umsonst hat dieser Reifen auch das (freiwillige) Label mit B, B, 70db bestanden.

Ja, wir wissen, dass unser Manko die Gummimischung ist, aber wir haben keine Millionen für Entwicklung. Wir sind da auf die Neureifengummihersteller angewiesen und nein, wir sind im Endeffekt ein „kleiner-Familien-Handwerksbetrieb“, der aber weiß, was er tut und Reifen für Leute produziert, die ökologisch gut unterwegs sein wollen! Die, die etwas für die Umwelt tun möchten und gleichzeitig Geld sparen möchten.

Nein, wir haben keine High-Performance Reifen für Porsche, Ferrari und wenn jemand ständig heizen will, verkaufe ich demjenigen gern alles Andere.

King-Meiler ist "nur" die ökologische, gut&günstig Alternative, für jeden der MÖCHTE.

Ja, wir haben zb. Porschereifen für Cayenne - diese gehen zu 80% nach Österreich, etc. Alle anderen Länder haben Geschwindigkeitsbegrenzungen und schauen deshalb auch auf den Geldbeutel und die Ökologie.

@cdfcool... noch einmal... wir produzieren KEINE high Performance Reifen. Wir möchten uns NICHT mit Premiumherstellern messen! Wir produzieren gute Reifen für alle, die ökologisch und günstig fahren möchten.

Ich bin gern hier im Forum und ich beantworte gern alles ehrlich und ausführlich, aber wie ich dir schon einmal mitgeteilt habe, BITTE schreibe keine Behauptungen, die du nicht VON UNS weißt. Wenn du etwas meinst, kannst du mir dies gern als Frage stellen, ich werde es aus unserem Betrieb gern ehrlich beantworten.

Gern biete ich auch wieder jedem, der es sich angucken möchte, eine Betriebsführung an oder wenn ihr zu weit weg seid, mache ich auch gern ein Video und stelle dies auf youtube oder sende es per Whattsapp.

Wir haben hier nichts zu verheimlichen und machen unseren Job seit 65 Jahren gut und ZEITGERECHT.

Wir haben uns nun vor 8 Wochen jemanden zu Hilfe geholt, der uns bei Gummimischungen helfen wird.

Auch sind die Gespräche mit einem Reifenhersteller, der anfangen möchte zu runderneuern, aber damit Probleme hat, noch nicht beendet. (Wir lassen uns hier nur ungern ausnutzen, aufgrund von... zeigt uns wie es geht, aber niemals wird es erwähnt, dass ihr geholfen habt)

Auch ein großer Autohersteller möchte unsere Reifen auf einem neuen Modell als Erstausrüstung. Auch hier fangen wir nun an, für dieses Auto die perfekten Reifen zu „backen und zu testen“. Aber das größte Problem daran ist, daß erst dafür Gesetze geändert werden müssen, denn rng. Reifen sind seit (gefühlt Anbeginn der Gesetze darin nicht eingeschlossen).

Dies ist ja selbst beim Labeling so! Wir dürfen nur freiwillig labeln. Vom Gesetz her dürfen wir dies nicht!

Es ist alles etwas Steinzeit und ungerecht, aber gut, wir müssen dem asiatischen Markt ja auch eine Chance geben :-)

Wir sind klein, deshalb nenne ich es auch Handwerk, aber wir geben jeden Tag 101%.

1. weil wir es möchten, 2. weil wir es müssen und 3. weil wir immer besser werden wollen.

Und das halt zu dem Geld, was wir für unsere runderneuerten Reifen bekommen KÖNNEN, auf dem Markt!

Wenn wir 10 euro pro Reifen mehr bekommen KÖNNTEN, würde sich an der Qualität drastisch mehr nach oben entwickeln. Aber leider zahlt dies niemand. Daher müssen wir halt kalkulieren, was für das Geld möglich ist.

Ich bitte noch einmal hier um Ehrlichkeit und Fairness! Bitte ohne - ich glaube, vielleicht und eventuell....

Falls noch Fragen dazu offen sind, wie WIR arbeiten. beantworte ich diese gern ehrlich. Über andere Betriebe kann ich leider nichts von mir geben, da dies Behauptungen wären.

Ich habe wie immer versucht mich kurz zu halten. Sorry! (Ironie aus) :-)

Liebe Grüsse

Mona

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Danke, ist notiert :)

Themenstarteram 10. Mai 2020 um 17:42

Mein Fazit:

Nur stichpunktartige Prüfung der Karkasse mit der Shearographie?

Das würde echt Vertrauen schaffen, wenn man das bei jedem Reifen macht bei den Runderneuerten. Würde das viel kosten?

 

Der Streax im Handling fahrdynamischer (obs an der weichen Mischung liegt?).

Sehr hoher Verschleiß (da muss man wohl an der Mischung arbeiten).

Höherer Rollwiderstand, aber kein Effekt im Verbrauch, weil Luftwiderstanf erheblich einflussreicher.

Bremsen trocken nur 1,5m “schlechter“, was absolut so OK ist. 3,8m Differenz bei Nässe bewertet man dann aber als sicherheitstechnisch relevant (naja, es ist schlechter, ja, aber da fehlt mir der Vergleich zu anderen günstigen Reifen).

 

Was mich irritiert hat:

Man geht davon aus, dass die Karkassen verschleißen. Ob wirklich die Flanke bzw. die Karkasse weicher wird und “ausleiert“? Ich kanns mir schwer vorstellen...

 

Bessere Mischung kostet sicher aber auch mehr Geld und damit wird der Reifen finanziell unattraktiver auf dem Markt.

 

Scheinbar gehts aber weiter mit der Reportage in einer nächsten Sendung...

Also ich hab jetzt die HPZ drauf, sind auch glaub ich die einzigen in 235/45 die KM anbietet.

 

Das Problem mit der Gummimischung ist ja bekannt, liegt wohl daran dass es zugekauft wird und man daher auf das angewiesen ist was man eben bekommt.

 

Ich persönlich hätte mir lieber nen 80€ RE gekauft als einen neuen, rein aus ökologischen Gründen.

Mal sehen wie der Verschleiß ist.

Bisher gefällt mir der Reifen gut, Abrollgeräusch ist etwas lauter, aber ansonsten bin ich zufrieden.

Zumal ich weder heize noch lange mit 200 fahre.

 

Was fehlt ist die Eingangskontrolle. Nach einigen Beiträgen von KM und Videos wird jeder Reifen der kommt überprüft (nicht nur sichtprüfung) und nur die Fertigen bekommen Stichproben.

 

Soweit ich weis darf die Flanke auch keinerlei Beschädigung oder Sichtbare Bordsteinkontakte haben.

Und die dürfen wohl auch nicht allzu alt sein, sonst werden sie gar nicht angekauft.

 

Ich fahr die Pellen jetzt mal nen Sommer und seh dann weiter.

 

 

EDIT:

 

KM stellt ja auch Markenreifen her, also am know how wird es da eher nicht mangeln.

Themenstarteram 10. Mai 2020 um 20:42

Gegner des Runderneuerten Streax war der Kumho Ecsta HS51, wenn ich das Profil richtig deute.

am 10. Mai 2020 um 21:42

Wurde das begründet?

Ich finde, wenn man sowas macht, sollte schon mit den "guten" verglichen werden, damit wir Abzocker endlich keine Argumente mehr für den teueren Michelin oder Conti haben :)

Wenn die alles kontrollieren, dann dürfte der Preisvorteil sofort wegschmelzen. Eine komplette Produktion kann ich stichprobenhaft kontrollieren, weil die Abweichungen da beherrsch- und steuerbar sind, bei einem Produkt, das auf Altreifen aufgebaut wird, ist das eigentlich ein NoGo, und dementsprechend müßte jedes Teil kontrolliert und bei entsprechenden Abweichungen aussortiert werden. Da wären dann höhere Kosten in der Prozessüberwachenung und bei den Ausgangsmaterialien, die dann ja auch wieder entsorgt werden müssen, wenn sie der Prüfung nicht standhalten, ob der dann noch aufgerufenene niedrigere Preis den Qualitätsunterschied wirklich rechtfertigt, darf bezweifelt werden.

Meine Meinung, Beitrag editiert, Verstoß gegen die Beitragsregeln, Zimpalazumpala, MT-Moderator

Themenstarteram 10. Mai 2020 um 22:40

Was sollte begründet werden?

 

Ich finde den Vergleich mit preislich gleichen/ähnlichen Reifen passend. Warum auch nicht, ein Dacia ist ja auch kein Renault.

 

 

@rumor-ma

Welche Markenreifen meinst du?

am 10. Mai 2020 um 23:51

Beim Nassbremsen war der Runderneuerten-Golf über eine Autolänge weiter als der andere, aber die haben das mit 2,5m angegeben. Demzufolge ist also ein Golf ca. 1,50 lang?

Naja, was da bei dem gemessenen Verschleiß nochj umweltfreundlich sein soll, versteh ich auch nicht, man muß ja bald wieder einen neuen Reifen holen, dazu kommt noch, dass die Montage dann auch noch schneller wieder fällig ist, also geht der Schuss auch da nach hinten los.

Bei der Handlingssache, wo auch der Verschleiß ermittelt wurde, wäre das Ergebnis von Runde zu Runde anders geworden, kann ich mir vorstellen.

Letztendlich hätte man da sicher auch noch einen der guten Hersteller mitfahren lassen können, anstatt den Einäugigen unter den Blinden zu suchen. Wenn ich ein Produkt vorstellen will (wozu Tests letztendlich ja auch gehören), dann lasse ich mal ein Produkt mitfahren, das vom Mainstream gekauft wird, also beispielsweise auch mal den Michelin, damit man sieht, wie das Ding neu und frisch besohlt gegeneinander ausgeht.

Zitat:

@gromi schrieb am 10. Mai 2020 um 17:42:42 Uhr:

Was mich irritiert hat:

Man geht davon aus, dass die Karkassen verschleißen. Ob wirklich die Flanke bzw. die Karkasse weicher wird und “ausleiert“? Ich kanns mir schwer vorstellen...

https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingfestigkeit

Themenstarteram 11. Mai 2020 um 6:57

Zitat:

@cdfcool schrieb am 10. Mai 2020 um 23:51:23 Uhr:

Beim Nassbremsen war der Runderneuerten-Golf über eine Autolänge weiter als der andere, aber die haben das mit 2,5m angegeben. Demzufolge ist also ein Golf ca. 1,50 lang?

Beim gezeigten Bremstest war das so, richtig beobachtet.

Denke, dass dann aber ein Mittelwert aus mehreren Bremsungen gebildet wurde und da kam dann ein anderer Wert raus. Das ist ein übliches Vorgehen.

 

Zitat:

@cdfcool schrieb am 10. Mai 2020 um 23:51:23 Uhr:

Naja, was da bei dem gemessenen Verschleiß nochj umweltfreundlich sein soll, versteh ich auch nicht, man muß ja bald wieder einen neuen Reifen holen, dazu kommt noch, dass die Montage dann auch noch schneller wieder fällig ist, also geht der Schuss auch da nach hinten los.

Für Fahrten auf der Rennstrecke gilt das, stimmt.

Was nicht berücksichtigt wurde ist wieviel mm bei normaler Fahrerei verschlissen wird. Das könnte durchaus normal sein (gibt ja auch Neureifen, die schnell verschleißen).

Den Vorteil für die Umwelt könnte man ausrechnen, denn der geringere Material-/Energieeinsatz geht erst später verloren, wenn der Verschleiß im Alltag OK ist. Das Finanzielle ist immer eine andere Frage.

 

 

Zitat:

@cdfcool schrieb am 10. Mai 2020 um 23:51:23 Uhr:

Letztendlich hätte man da sicher auch noch einen der guten Hersteller mitfahren lassen können, anstatt den Einäugigen unter den Blinden zu suchen. Wenn ich ein Produkt vorstellen will (wozu Tests letztendlich ja auch gehören), dann lasse ich mal ein Produkt mitfahren, das vom Mainstream gekauft wird, also beispielsweise auch mal den Michelin, damit man sieht, wie das Ding neu und frisch besohlt gegeneinander ausgeht.

Kumho ist also kein guter Hersteller?

Der wurde wohl genommen, weil er gleich viel kostet. Das zeigt, was man für sein Geld bekommt. Dürfte für den Käufern in dieser Preisregion ein Kriterium sein. Einen Überzeugten Michelin-/Contikäufer will und kann man mit Runderneuerten eher nicht ansprechen, darüber ist man sich wohl im Klaren beim Hersteller.

Kumho als Marke wird ja nicht selten empfohlen. Einen Maxxis hätte man auch nehmen können, wenn preislich ähnlich.

Was sind die Kriterien für Mainstream?

 

 

@Yoshi89

Danke für den Link, ich konnte darin nun nichts Spezifisches für Reifen finden.

Der Abnützung auf dem Rundkurs war extrem, in der Mitte war der praktisch blank. Wird sich auch bei normaler Fahrweise im Alltag auswirken. Der Reporter meinte man hätte eine haltbarere Mischung auf die Karkasse auftragen sollen was wieder eine Preisfrage ist. So bleibt es halt keine Alternative zum Neureifen.

Themenstarteram 11. Mai 2020 um 7:57

Zitat:

@astra33 schrieb am 11. Mai 2020 um 07:55:38 Uhr:

Der Verschleiss auf dem Rundkurs war extrem schlecht, in der Mitte war der praktisch blank.

Nein, absolut nicht. Bitte nochmal im Video ansehen und Pausetaste nutzen.

So dramatisch stellte sich das nicht dar. Es war von Verschleißmarkern die Rede, aber selbst davon war der noch weiter entfernt.

 

Ich frage mich, warum das ausgerechnet nur mittig war. Welche Drücke sind die gefahren?

am 11. Mai 2020 um 7:58

Dennoch hätte man einen "guten" Reifen mittesten müssen, um die Transparenz zu wahren. Ob der Kumho nun gut oder schlecht ist, kann in dem Zusammenhang sonst nicht transparent dargestellt werden.

So ganz ernst kann man den Beitrag nicht nehmen, denn es wurden an keiner Stelle iegendwelche Messwerte genannt. Selbst der Bremsweg wurde nur in der Differenz beider Probanden angegeben.

Themenstarteram 11. Mai 2020 um 8:03

Es war einfach nur eine Gegenüberstellung und kein Reifentest in dem Sinne, daher ist das OK, wenns nur ein “Gegener“ aus der gleichen Preisklasse war.

Der Verschleiß ist ja nicht für jeden relevant... Es gibt Ruheständler die fahren keine 5000km im Jahr... Da wird kein reifen runtergefahren, der wird nur alt

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