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Tesla Ladesäulen für alle?

Themenstarteram 14. Juni 2018 um 14:16

Guten Tag zusammen, ich habe als Elektroneuling (BMW i3) eine Frage an die Erfahrenen. Soweit ich mich durch das Forum gelesen habe soll eine (Schnell)ladung von Fremdfahrzeugen wie z. B. dem i3 an einem Tesla Supercharger nicht möglich sein. Für alle öffentlichen Ladesäulen in Deutschland die vor dem 14.12.2017 errichtet wurden gilt das. Wie aber ist es seither? Gibt es neuere Tesla Säulen und sind diese LSV (Ladesäulenverordnung) konform mit Standardsteckern ausgerüstet und für jedermann zugänglich?

OpenAirFan

Beste Antwort im Thema

So blöd, wie das klingt: Es sieht ganz danach aus, als hätte die DE-Autolobby einen "Standard" dank besserer Vitamin B durchgeboxt, der einzig das Ziel verfolgt nicht zu funktionieren und die Ladeinfrastruktur zu verhindern. Als oberste Aufgabe hat man sich zum Ziel gesetzt, etwas zu "standardisieren" was zu TESLA garantiert inkompatibel ist.

Und weil das nicht reichte, hat man die Ladesäulenverordnung durchgeboxt und verlangt, dass alle öffentlich zugänglichen Ladestationen mindestens Typ 2 und CCS anbieten müßten. Schätze die "Gesetzesbringer" haben sich vor TESLA-Häme fast totgelacht, weil somit deren Lader quasi nicht mehr öffentlich sind, sondern zur "SEKTE" degradiert werden.

Es ist ein wenig , als wenn der große Rudolf Diesel zum Judas erklärt worden wäre und mit dem Narrenschiff Deutschland verlassen müsse.

Ich denke der Ausdruck "Bananenrepublik" wäre für solch Kaschperltheater echt zu billig! Man hat eine Mondrakete betriebsbereit und schwört aber konsequent auf die Überlegenheit des Heißluftballons!

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Tesla hat eigenes System der vor der LSV festgelegt wurde und habe diesen für alle Hersteller geöffnet gehabt. Nun haben vor allem die deutschen eigenes System entwickelt (CCS Combo) der durch den EU Komission als Standard durchgeboxt wurde. Das Tesla auf CCS umstellt ist nicht im Sicht und warum wohl? Wies soll das funktionieren? In China baut Tesla die neuen Supercharger nach Chinesischen Norm und jeder bekommt passenden Adapter dazu. Somit können die neuen und die alten Tesla Fahrzeuge problemlos dort laden. Das geht offiziell mit dem CCS Stecker Software- und Hardwareseitig nicht. Auch die Abrechnung ist in China kein Problem. In Deutschland ist das eigentlich viel größeres Problem als der Stecker an sich. Google mal nach Eichgesetz durch:

https://www.golem.de/.../...ie-tuecken-des-eichrechts-1806-134908.html

Das ist ein wahres Desaster...und betrifft nur Deutschland.

Ein Schelm wer böses dabei denkt

Themenstarteram 14. Juni 2018 um 18:02

Wenn ich Dich recht verstehe wird es in Deutschland also keine neuen Tesla Charger mehr geben? Weil die wären nicht LSV konform und dürfen nicht errichtet werden.

OpenAirFan

Doch, es gab bereits nach dem Inkrafttreten der LSV neue Supercharger (z.B. Beelitz bei Berlin), die abgenommen wurden und auch aktuell werden bestehende Supercharger ausgebaut mit dem proprietären Tesla Typ2-DC-Anschluss und nicht mit CCS. Tesla umgeht die LSV dadurch, dass sie Schilder aufstellen, die darauf hinweisen, dass die Lademöglichkeiten explizit nur für Tesla-Fahrer zur Verfügung gestellt werden - das genügt wohl, um die LSV zu umgehen und sie als "nicht öffentlich" gelten zu lassen. Schilder sind in D eben sehr mächtig... ;)

Es gab zuvor eine relativ lange Pause beim Ausbau der SuC-Infrastruktur in D, da hat man wohl mit den Behörden nach einer gangbaren Lösung gesucht.

Dass Tesla mittelfristig trotzdem auf CCS umstellt (ähnlich dem Weg in China bzgl. deren Standard) kann ich mir dennoch vorstellen, sprich beide Steckertypen anbietet.

Cademo (Japan), GB/T (China) und Typ2 DC (EU Tesla) sind kompatibel und unterscheiden sich nur durch Steckerlayout. CCS ist eine andere Baustelle... daher nicht einfach per Adapter lösbar. Da liegt das Problem.

Auf andere Seite... CCS ist erst am Anfang. Es sind gerade 4 Ladeparks mit 4 - 6 Lader in Europa fertiggestellt. Und es läuft nicht alles glatt. An der Autobahnraststätte Brohltal West hatte ich einen Hyundai Ioniq und BMW i3 Treffen gehabt...und nur 2 Lader gingen richtig. 4 anderen je nach Lust und Laune. Da wir alle Zeit hatten nahmen wir die relativ lange Ladezeiten sportlich in Kauf. Auf der anderen Seite der Autobahn (OST) war es ähnlich.

Bis jetzt funktionieren Supercharger einwandfrei. In meinen 4,5 Jahren habe ich einen defekten Stall in Deutschland, in Frankreich und jetzt in Kroatien erlebt. Hotline ist sofort am Telefon und die Reparatur wird sofort veranlasst. In Deutschland habe ich während dem Laden den Techniker gesehen.

Dagegen strandete ich zwei mal an Autobahnen mit meinem Ioniq weil beiden EnBW Tripplecharger nicht gingen...und Hotline hat sich gewundert, dass ich gar keinen Benzintank habe...

Es braucht die Zeit bis in den Köpfen der Menschen außerhalb von Tesla ein Umdenken stattfindet. Darum würde ich an der Tesla Seite zum jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall auf CCS setzten. Hier geht es um vieles mehr wie Garantie, Abrechnung und Service und alle diese Punkten sind noch nicht gelöst. In anderen Ländern wie Österreich, Schweiz, Skandinavien und Benelux Ländern ist das sowieso kein Problem...nur hier bei uns. Wir wollen nichts einfaches...

So blöd, wie das klingt: Es sieht ganz danach aus, als hätte die DE-Autolobby einen "Standard" dank besserer Vitamin B durchgeboxt, der einzig das Ziel verfolgt nicht zu funktionieren und die Ladeinfrastruktur zu verhindern. Als oberste Aufgabe hat man sich zum Ziel gesetzt, etwas zu "standardisieren" was zu TESLA garantiert inkompatibel ist.

Und weil das nicht reichte, hat man die Ladesäulenverordnung durchgeboxt und verlangt, dass alle öffentlich zugänglichen Ladestationen mindestens Typ 2 und CCS anbieten müßten. Schätze die "Gesetzesbringer" haben sich vor TESLA-Häme fast totgelacht, weil somit deren Lader quasi nicht mehr öffentlich sind, sondern zur "SEKTE" degradiert werden.

Es ist ein wenig , als wenn der große Rudolf Diesel zum Judas erklärt worden wäre und mit dem Narrenschiff Deutschland verlassen müsse.

Ich denke der Ausdruck "Bananenrepublik" wäre für solch Kaschperltheater echt zu billig! Man hat eine Mondrakete betriebsbereit und schwört aber konsequent auf die Überlegenheit des Heißluftballons!

@Audi-gibt-Omega perfekt beschrieben!

Der einzige Sinn, den ich in der LSV sehe ist purer Protektionismus der deutschen Autoindustrie, die sich beim Thema "E-Mobilität" immer noch im Dornröschenschlaf befindet.

Grüße,

Zeph

Zitat:

@Zephyroth schrieb am 15. Juni 2018 um 20:03:25 Uhr:

Der einzige Sinn, den ich in der LSV sehe ist purer Protektionismus der deutschen Autoindustrie, die sich beim Thema "E-Mobilität" immer noch im Dornröschenschlaf befindet.

Schlimmer noch, sie ist ein Bürokratiemonster und Anschlußreduzierer.

Es wurden nachweislich Chademostecker an Ladesäulen demontiert, damit sie Förderfähig wurden.

Was dann nicht an der LSV liegt, KaJu74, denn die LSV lässt CHAdeMO parallel zu CCS zu. Ein konkretes Förderprogramm kann natürlich weitere Einschränkungen machen, aber das ist dann losgelöst von der LSV.

Die LSV ist IMHO gerade kein Bürokratiemonster, sondern für den öffentlich zugänglichen Raum sehr sinnvoll, ehe viele Anbieter dort proprietäre Ladelösungen hintackern, deren Nutzung an Anschluss- und Abrechnungsschwierigkeiten scheitern. Für Anbieter ist sie gerade kein Anschlussreduzierer, sondern ein Kaufland, IKEA, Aldi, Lidl, oder eine Behörde oder sonstwas kann einfach beauftragen: mach mir pro Standort 6 Schnell-Ladesäulen nach LSV, (noch die Auswahl 50 kW oder 150 kW oder 350 kW) und fertig.

Sie vereinfacht somit die Beschaffung und Förderung von einheitlicher Ladeinfrastruktur. Denn auch Förderrichtlinien können auf die LSV Bezug nehmen. Wenn Tesla es bisher nicht gebacken bekommt, dass ihre Autos dort an CCS laden, ist es deren Problem.

Und die LSV schafft gleich noch ein Zentralregister bei der Bundesnetzagentur mit einem Ladesäulenverzeichnis.

https://www.bundesnetzagentur.de/.../Ladesaeulenkarte_node.html

Hi

das meinte ich:

http://zoepionierin.de/slam/

Die LSV verlangt unter anderem von jedem Ladeplatz, dass er jährlich vom TÜV geprüft wird.

Die LSV beschreibt den Begriff "öffentlicher Ladeplatz" entgegen jeder anderen Definition.

Selbst Hausfriedensbruch ist danach legal.

Die LSV versucht Firmen wie Nissan oder Tesla dazu zu zwingen, die ihr eigenes Geld in ihre eigene Ladetechnik stecken, auf ihre Kosten ein Ladenetzwerk für die deutschen Hersteller zu bauen.

usw..

SLAM ist SLAM. Und nicht LSV. Habe ich doch geschrieben. Also nicht verwechseln. Und SLAM war eine Mini-Förderung, ist hornalt (2015) und längst vorbei.

Die neuen, großen Förderaufrufe des BMVI (2017/2018) haben keine Beschränkung mehr drin, dass CHAdeMO nicht verbaut werden dürfte. Siehe die vielen Triple-Lader, die jetzt gefördert entstehen. Link habe ich ja gepostet. Der Anbieter muss CCS mit reinnehmen für Schnellladepunkte, aber kann sehr gern auch CHAdeMO dazu verbauen.

 

Zitat:

Die LSV verlangt unter anderem von jedem Ladeplatz, dass er jährlich vom TÜV geprüft wird.

Welcher Paragraph? §3 (4) gilt ganz normal für Elektroanlagen. Das ist nix neues. Und die ganze E-Mobilität samt immer schnellerer Ladung (also auch höheren Risiken durch Spannung und Strom) hat sowieso nur eine Chance, wenn sie sicher ist, von Fachleuten installiert, abgenommen und regelmäßig geprüft wird. Ein Mindestmaß an Bürokratie ist sinnvoll für die Einhaltung von Sicherheitsstandards. Am Ende kommt es der E-Mobilität insgesamt sehr zugute, weil sie nämlich viele Bedenken bzgl. Sicherheit bei Überflutung, Crashs, Installation einfach auf die E-Vorschriften und Prüfer abwälzen kann. Eine standardisierte Prüfung ist ziemlich billig, das sieht man ja bei HU/AU für Autos. Und die paar Basis-Checks erhöhen die Sicherheit deutlich.

Zitat:

Die LSV beschreibt den Begriff "öffentlicher Ladeplatz" entgegen jeder anderen Definition.

Selbst Hausfriedensbruch ist danach legal.

Nein. Schild und/oder Zaun/Schranke/Tor davor (das sind ja auch die Bedingungen für Hausfriedensbruch, der Übergang vom öffentlichen Raum auf Privatgrund muss erstmal erkennbar werden!), schon können auch in DE alle ihre beliebig proprietären "Club-Lader" nach Belieben auf Privatgrund bauen. Von eigenem Geld auf privatem Grund, erkennbar abgegrenzt vom öffentlichen Raum.

Zitat:

Die LSV versucht Firmen wie Nissan oder Tesla dazu zu zwingen, die ihr eigenes Geld in ihre eigene Ladetechnik stecken, auf ihre Kosten ein Ladenetzwerk für die deutschen Hersteller zu bauen.

Ach weißt du, sie zwingt *alle Anbieter* zu der Einheitlichkeit in Technik und Abrechnung (wobei die Apps noch das größte Schlupfloch sind). Auch die deutschen Hersteller wie VW und BMW mit CCS T2 an ihren Werkstätten, dass dort (aus technischer Sicht) ein Hyundai ioniq oder Kona, Ford Focus electric, Jaguar i-Pace, Kia Niro, London Taxi TX5, laden kann. Andere Hersteller haben es doch auch kapiert, dass hier in der EU eben herstellerübergreifend CCS T2 der verlässlich vorhandene Lade-Standard werden soll und daher mindestens auch ein CCS T2-Inlet ans Auto gehört für die EU-Modelle. Und mindestens ein CCS-T2 Stecker an öffentliche Ladesäulen.

Schau nach Japan: CHAdeMO (durchgedrückt von den japanischen Auto-Herstellern und Ladeanbietern) ist der Defakto-Standard. Auch ein BMW i3 oder e-Golf passt sich an und verbaut CHAdeMO am Auto. Tesla liefert den CHAdeMO-Adapter.

Schau nach China: GB/T Part 3 (durchgedrückt von den chinesischen Auto-Herstellern und Ladeanbietern) ist der Defakto-Standard. Und alle passen sich an, auch Tesla und Nissan. Sowie auch die dt. Hersteller, wenn sie BEVs in China anbieten.

Für die EU soll eben CCS-T2 der Defakto-Standard werden. Mit Backing der europäischen Auto-Hersteller (auch die Franzosen, Italiener werden dahin wechseln) und Ladeanbieter.

Und für die USA kämpfen noch Tesla-SC, CHAdeMo (Nissan) und CCS-T1 (Ford, GM, FCA, VW, BMW). Letztere nehmen nun CCS-T1/CHAdeMO-Dual-Lader dadrüben.

Wer nur mal einen Moment drüber nachdenkt: am Ende ist konkrete Ladestandard an sich gar nicht so wichtig. Sondern nur, dass er sicher ist, paar Reserven lässt, und einheitlich. Günstig wird er dann von ganz allein. Jede Standardisierung kommt immer vor allen den BEV-Herstellern zugute.

Umso seltsamer ist es einzuschätzen, dass nun weltweit mehr oder weniger immer 3 Ladetypen nebeneinander existieren. Wozu sollte sich in China oder Japan CCS durchsetzen? Dort sind aber bislang die meisten E-Autos unterwegs? Kommt bald eine neue LSV (gesponsert von der Chinesischen Autoindustrie), wo noch GB/T zwingend gefordert wird? Im Austausch dazu "stirbt" ein "Standard". Wird der EU-US-Handelskrieg erst dann eingestellt, wenn in der EU alle Charger mit CCS/T1 aufgerüstet werden? Wie stelle man sich einen BAB-Schnellader vor, wo zwei Autos gleichzeitig "diskriminierungsfrei" laden können: mit 10 Kabeln?

Ich meine, TESLA hatte mit dem SC ein fertiges Produkt. Einziger Stecker war der Menekes Typ2- soweit ich weiß, keine US-Erfindung sondern ein deutsches Unternehmen. Alles, was TESLA gemacht hat, dieses tolle deutsche Teil zu nehmen und an allen verfügbaren Kontakten eben ordentlich Gleichstrom durchzuwupsen - so kommt man eben auf 120kW, bis heute Rekord, was sogar noch steigerungsfähig ist.

Und da fingen die Bürokraten an, ein vorhandenes, einfaches, universelles und vor allem funktionierendes Ladesystem so zu verschlimmbessern und zu verforschfördern, dass eben Triple-Lader abgebaut wurden, zu Dual-Ladern werden und Millionen an Geldern vergraben werden, die die E-Infrastruktiur nicht wirklich voiranbringen.

Und als schärfste Waffe gegen den Fortschritt hat der deutsche Amtsschimmel - das Eichamt.

Nun "darf" also derzeit nur ein Tarif zu Anwendung kommen: der Zeittarif (schön, man kennt im Eichamt die Erfindung"Uhr"). Weil es eben so wichtig ist, dass Daten genau erfaßt und berechnet werden, ist es also hinnehmbar, dass Kunden mit einem Ampera oder Golf GTE für die kWh auch mal den 8-10 fachen Preis zahlen können, weil diese Autos ja am Lader "Zeit" verbrachten.

Eigentlich sollte man das Eichamt vor das Verfassungsgericht zerren, weil der Gleichheitsgrundsatz untergraben wird. Die Frau an der Tanke, die zu lange im Regal "stöbert" oder der Handwerker, der in der Tanke noch ein Würstchen/Semmel mit Kaffee verdrückt, sollten ebenso wie die Mutter mit kackendem Kind mindestens 400%ige Aufschläge auf den Benzinpreis bekommen, weil sie ja auch an der "Tanke parken".

Absurdistan ist noch einfache Logik dagegen!

Du vermischst da alles, Audi-et-Omega. Und machst bewusst absurde Aussagen aus etwas, was an sich sehr einfach ist.

CCS-T1 ist hier keine Option, weil darüber keine 3-Phasen-AC-Ladung geht. Also hat man das aufgeteilt.

Länder mit 1-Phase-Strom in der Verteilebene: CCS-T1, was als Inlet gleich mit Typ1 kompatibel ist.

Länder mit 3-Phasen-Strom in der Verteilebene: CCS-T2, was als Inlet gleich mit Typ2 kompatibel ist.

Solche Basics kann man wissen.

Warum gibt es CCS T1/T2 anstatt DC-Mid über Typ2 nach Tesla-Art? CCS hat mehr Reserven. Und CCS trennt die AC- und die DC-Kontakte, was der Sicherheit auch im Fehlerfall der Switchmatrix, die hinter DC-Mid über Typ2 immer nötig ist (Schalten auf die DC-Kontakte der Batterie oder auf die AC-Kontaktes des AC-Onbordladers), sehr zugute kommt. Kurz: CCS ist von der Physik her sicherer.

Braucht eine Säule 10 Kabel? Nö. Es reicht in Europa CCS für DC-Schnellader und eine Typ2-Dose für AC-Lader. Um ihre Early-Adopter-Altlasten-Autos mit anderen Sachen müssen sich die paar Autonutzer mit Autos mit abweichenden Inlets am Auto selbst kümmern. Die Ladenetzanbieter können natürlich auch zusätzliche Rüssel verbauen oder Ladeanbieter halten eben Adapter bereit. Auf die Vielfalt an Lade-Inlets an den Autos aber hat der Ladenetzanbieter erstmal keinen Einfluss.

Die AC-Säulen für deine PHEV (Ampera, GTE) haben genau kein Eichproblem, da es ordentliche AC-Zähler gibt. Jeder Ladesäulenanbieter kann sowas einfach verbauen. Muss er nur eben dran denken und das auch machen. Die billigen Smartmeter, die aktuell in Massen in die Keller der Wohnhäuser wandern, sind lokal ablesbar und auch noch fernauslesbar. Sobald man einen verlässlichen AC-Zähler hat und der Kunde seine Lademenge an der Säule an einer geeichten Anzeige überprüfen kann (da reicht eine Glasscheibe auf einen klassischen Drehstromzähler, den quasi jeder im Keller hängen hat), kann man auch in kWh abrechnen. Wenn also derzeit Ladeanbieter über eine Abrechnung nach Zeit die Preise erhöhen, dann nicht wegen Eichrecht, sondern weil sie mit ihrer ehemaligen Kostenkalkulation nicht mehr hinkommen. Denn am Ende kostet der Schnarchladende ja Säulenzeit. Wer einen 22 kW AC-Lader nur mit 3 kW auslastet, das aber für 3 Stunden, können ja nur maximal 8 solche Kunden am Tag dran kommen, weil der Tag nur 24h hat. Bei 3 kW mal 3 h kann man aber nur für 9 kWh was verdienen, wo der 22 kW-Ladende in gleicher Zeit 66 kWh zieht. Simple Sache, oder?

Oder weil sie Ladesäulenschrott / Wallboxschrott eingekauft und verbaut haben, der den Kunden keine direkte Kontrollmöglichkeit gibt. Schon die simple Drehstromkiste (aus den Anfängen der E-Mobilität noch mit CEE-Dosen) hat einen digitalen Zähler drin. Version 2 mit Drehstromzähler.

https://drehstromnetz.de/drehstromkiste.html

Da hätte man ein Fensterchen drüber machen können, fertig. Dann kann der Kunde vorher und nachher ablesen und die Differnenz selbst ausrechnen. Klappt an jedem Ferienhaus, Ferienwohnung, Campingplatz, und was nicht alles. Die rechnen ja gängig auch nach kWh ab.

Bzgl Eichamt: Es steht dir (oder Verbänden mit Klagerecht) frei, beliebige Stellen zu verklagen, wenn du dich da im Unrecht fühlst. Es geht aber unten los, nicht beim Verfassungsgericht. BTW: Das Eichamt ist nicht dafür verantwortlich, wie der Ladenetzanbieter seine Säulen ausstattet oder seine Tarife gestaltet. Es achtet einfach nur auf die Einhaltung simpler, bekannter Grundregeln beim Messen von mengenabgerechneten Waren oder Dienstleistungen. Und genau so an der Tanke: da ist der Zähler an der Säule, es ist ein Siegel drauf immer für so 1-2 Jahre. Und schon passt das. Für die Zukunft will das Eichamt halt weg von immer mehr Regelprüfungen und setzt daher auf gleich bessere, manipulationsfeste Geräte, die gleich längere Phasen der Nutzung zugesprochen bekommen.

Absurd hingegen ist der heutige Weg: keine Anzeige an der Säule, Laden einer blinden Menge, Kontrolle maximal über eine App, wo noch viele fehlerbehaftete Software-Layer dazwischen sind, und 1x im Monat eine Abrechnung mit Überraschungsergebnissen, die im Zweifel keiner nachvollziehen.

Absurd ist doch nur, das Tesla 2012 (oder früher) in Europa angefragt hat, was der Ladestandard ist.

DC-mid war der einzig genormte Stecker, der höhere Leistungen abgeben konnte.

Also hat man sich dafür entschieden, da Chademo zu klobig ist/war/sein wird.

Erst als das Superchargernetzwerk gewisse Ausmaße angenommen hatte, haben die deutschen Autohersteller den DC-high Standard zur Norm durchgedrückt, als der Stecker noch nicht mal genormt war.

Mehr sage ich nicht mehr dazu!

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