ForumFinanzierung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Finanzierung
  5. tageweiser Mietwagen für GmbH Geschäftsführer: 1% Regelung ?

tageweiser Mietwagen für GmbH Geschäftsführer: 1% Regelung ?

Themenstarteram 2. Juni 2018 um 21:01

Guten Tag zusammen,

mit folgender, fiktiver Situation möchte ich eine Diskussion anstoßen:

 

Nehmen wir an, der Geschäftsführer einer GmbH wäre privater Besitzer eines Oberklasse Fahrzeuges (gekauft, finanziert oder privat geleast). Weiter sei unterstellt, dass dieser Eigentümer sein Fahrzeug tageweise an die GmbH zur betrieblichen Nutzung vermietet. Betrieblicher Nutzer des vermieteten Fahrzeuges sei der Geschäftsführer persönlich. Er würde hiermit Kunden besuchen und ähnliche betriebliche Nutzungen vornehmen.

 

Ein Firmenfahrzeug wird dem Geschäftsführer, so sei angenommen, nicht zur Verfügung gestellt (er verfügt ja über sein privates Fahrzeug).

 

Zu diskutieren ist, ob in diesem Beispiel für die Nutzung des vermieteten Fahrzeugs die 1% Regelung zur Anwendung kommen könnte.

 

Ich selbst stehe auf dem Standpunkt, dass die Regelung nicht zur Anwendung kommen könnte, weil das gemietete Fahrzeug ausschließlich für betriebliche Zwecke gemietet würde (tageweise). Außerdem würde der Vermieter als Privatperson das Fahrzeug in die Firma fahren können (Zustellung) und auch wieder als Privatperson nach Hause fahren (Abholung). Insofern fände auch die Versteuerung des Weges zwischen Wohnung und Arbeitsstätte keine Anwendung.

Ergänzend stellte sich hier die Frage, ob zur Untermauerung der Gegebenheiten tatsächlich ein Fahrtenbuch zu führen wäre?

 

Für die Tage außerhalb der Vermietung des Fahrzeuges an die GmbH ist ohnehin keine Versteuerung notwendig, da sich das Fahrzeug ja wie geschildert im Privatbesitz befände.

 

Freue mich auf Feedback, Gruß, hawaii

Beste Antwort im Thema

Hallo,

ich würde in diesem Falle den sicher vorhandenen fiktiven Steuerberater befragen

67 weitere Antworten
Ähnliche Themen
67 Antworten

Zitat:

@hawaii118 schrieb am 20. Juni 2018 um 19:57:47 Uhr:

Zitat:

@Zahn schrieb am 20. Juni 2018 um 19:53:36 Uhr:

Genau so wie ich es führe wurde es vom Finanzbeamten bei meiner Prüfung verlangt.

Ich hatte vorher einfach einen Zettel mit üblicherweise anfallenden Fahrten (einfach Anzahl und km, kein Datum, keim km Stand).

Das war zu oberflächlich.

Zum Verständnis: wir sprechen über Dein PRIVATfahrzeug, für das Du die betrieblich veranlassten Fahrten dem Arbeitgeber (evtl. Dir als Geschäftsführer) weiterberechnet hast, korrekt?

So ähnlich.

Ich bin freiberuflich tätig. Darum erstelle ich Rechnungen ohne Mehrwertsteuer.

Selbstverständlich muss ich für betriebliche Anschaffungen auch Mehrwertsteuer zahlen.

Die 1% Methode ist bei meinem Fahrzeugpreis und meinem persönlichen Steuersatz also richtig teuer, und Mehrwertsteuer ist trotzdem zu zahlen.

Aus diesem Grunde achte ich auch darauf, dass Privatfahrten den überwiegenden Teil ausmachen.

Da ich Spaß an diesem Fahrzeug habe, gelingt es leicht.

Edit: Für die ganz genauen: Nennt die MwSt einfach Umsatzsteuer.

Du gibst aber wie bei einem normalen Fahrtenbuch auch die Anfangs und EndKM jeder betrieblichen Fahrt an?

Das ist ja bei der andere Methode nicht notwendig. Da schreibst Du nur 80 KM Kundenbesuch etc. Und nicht bei welchem KM Stand.

Wenn das so klappen würde mit 3 € je KM, muss man ja fast überlegen die betrieblichen KM zum Teil als privat zu deklarieren, um unter 50 % zu gelangen, weil man dann 3 € je KM abrechnen kann. Üblich sind nur die 30 Cent.

:confused:

In der Steuererklärung kann man vielerlei Kosten in beliebiger Höhe ansetzen, die Frage ist nur was letztlich anerkannt wird.

Ex-Kollege war auch immer der Meinung das man alle Fahrten zur Arbeit und wieder nach Hause ansetzen kann, waren bei Ihm dann täglich vier Fahrten. Gab nie Ärger, er blieb ja trotzdem unterm Pauschalbetrag und deswegen hat es wohl Keinen interessiert.

:D Interessant wird erst eine penible Buchprüfung, da durften schon Viele lernen das ihre tollen Steuerspartricks nur bei einer 08/15 Steuererklärung funktionieren da dabei im Wesentlichen nur eine Plausibilitätsprüfung gemacht wird. Finden sie beim groben Überfliegen nichts Auffälliges geht es durch, aber wehe Einer schaut genauer hin...

Darum gehts ja.

Absetzen kann ich alles und das geht auch immer durch. Nur bei ner Prüfung fliegt es dann wieder raus. Also bringt mir das nichts, wenn ich vorher nicht ein OK vom Finanzamt habe (oder ein Gerichtsurteil).

Wenn ich sowas schon mache, sollte es bei einer Prüfung auch durchgehen...

Dann kommt du an einem detaillierten Fahrtenbuch nicht vorbei

Zitat:

@Drivingman schrieb am 21. Juni 2018 um 16:37:34 Uhr:

 

Du gibst aber wie bei einem normalen Fahrtenbuch auch die Anfangs und EndKM jeder betrieblichen Fahrt an?

Das ist ja bei der andere Methode nicht notwendig. Da schreibst Du nur 80 KM Kundenbesuch etc. Und nicht bei welchem KM Stand.

Wenn das so klappen würde mit 3 € je KM, muss man ja fast überlegen die betrieblichen KM zum Teil als privat zu deklarieren, um unter 50 % zu gelangen, weil man dann 3 € je KM abrechnen kann. Üblich sind nur die 30 Cent.

:confused:

Die <50% sind nötig, damit das Fahrzeug im Privatvermögen bleibt.

Themenstarteram 23. Juni 2018 um 12:18

Die <50% sind aber nur relevant bei Freiberuflern.

 

Wer sein Privatfahrzeug bei seiner GmbH beispielsweise abrechnet, unterliegt dieser Beschränkung mWn nicht.

Wäre dann noch interessanter...

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Finanzierung
  5. tageweiser Mietwagen für GmbH Geschäftsführer: 1% Regelung ?