Suche leisen Motorradhelm
Hey,
Ich bin aktuell auf der Suche nach einem passenden Motorradhelm.
Habe mich bereits bei Louis beraten lassen.
Hierbei ist rausgekommen, dass ich eine "Shoei Kopfform" habe. Hat sich beim Anprobieren dann auch bestätigt.
Gekauft hatte ich letztlich den Shoei GT Air 2.
An sich ist das auch wirklich ein wunderschöner Helm mit gutem Sitz.... wäre da nicht der Lärm.
Leider war der Helm so laut, dass ich bereits nach einer 3/4 Stunde ein Pfeiffen auf den Ohren hatte.
Dementsprechend wollte ich hier mal Fragen welche Helme ihr fahrt und wie es denn bei denen bzgl. der Geräuschkulisse aussieht.
VG,
Simon
28 Antworten
Ich fahre eine BMW F 750 GS mit Wunderlich Marathon Scheibe, Wunderlich Variospoiler und einen HJC RPHA ST Tourenhelm. Ich habe bei AB-Tempo noch leichte Turbulenzen am Helm, aber das ist erträglich. Die Michelin Anakee 3 habe ich bereits gegen leise Reifen runtergeworfen. Du siehst also, dass ich bereits Einiges investiert habe, um die Geräuschkulisse des Motorrads zu reduzieren. Dennoch komme ich nicht an Ohrenstöpseln (Alpine MotoSafe) rum, zumindest bei längeren AB-Strecken. Diese erhöhen, als kleiner Nebeneffekt, auch die Konzentration des Fahrers.
Lange Rede, kurzer Sinn. Du kannst ewig nach einem leiseren Helm suchen und viel Geld rauswerfen. Investiere lieber einmal in gute Ohrenschützer und du kannst zukünftig den Helm nach Passform und Design auswählen.
Ich fahre schon eine Weile den Schuberth C3. Die Geräuschdämpfung von Schuberth ist traditionell vergleichsweise gut. Die Verwendung von Gehörschützern kann dennoch sehr viel zum Wohlbefinden beitragen, selbst wenn Dein Moped bzw. dessen Verkleidung, Lenker, ggf. Windschutzscheibe etc. an sich bereits eher leise als laut sein sollten.
Man sollte eines nicht vergessen: Auch ein eher leiser Helm überschreitet selbst bei mittlerem Tempo einen Schalldruckpegel von 85 dB(A) locker. Da ein Expositionswert von 85 dB(A) am Arbeitsplatz bereits eine Gehörschutztragepflicht bedeutet, sollte man besser darauf verzichten ein ganzer Kerl dank Chappi zu sein. Ach halt, das mit Chappi war etwas anderes, egal.
Aber im Ernst: Ohne Gehörschutz Motorrad zu fahren ist ein guter Weg um seine normale Altersschwerhörigkeit deutlich schneller zu erreichen. Mal abgesehen davon, dass man sich mit dem Gehörschutz den üblichen dicken Kopf, das Klingeln in den Ohren und die anderen typischen Lärmfolgen nach einer längeren Tour erspart.
Ich wette, viele von uns haben noch nie an Ohrenstöpsel gedacht und wären begeistert, um wieviel angenehmer es sich mit Stöpseln fährt. Probiert es mal.
Um etwas Druck auf die Helmhersteller zu machen sollten wir als Käufer außerdem sehr viel mehr auf leise Helme achten und die lauteren einfach nicht kaufen.
Gruß Michael
Bevor jetzt die ganze Scheibenfraktion darüber abgeht das es ja von Verwirbelungen, etc abhängt bitte nochmal nachsehen um welches Motorrad es hier geht. 😉
Die alten XL Modelle von Honda haben oft Verkleidungen und Lampenmasken mit unterschiedlich hohen Scheiben, da gibt es mehr als genug Möglichkeiten von lauten Verwirbelungen. Enduros sind in Sachen Lärm weder besser, noch schlechter als vergleichbare andere Mopeds.
Gruß Michael
Ähnliche Themen
Kein Windschutz bedeutet nicht keine Luftwirbel. Gerade wenn seine XL serienmäßig sein sollte, hat sie noch den hochgesetzten Kotflügel vorne, der für regelrechten Sturm sorgt. Weil diese Kotflügel schon bei mittleren Geschwindigkeiten auch einen nicht besonders guten Geradeauslauf bedeuten, gibt es die bei den ganzen moderneren Reiseenduros nicht mehr. Ich bleibe also dabei:
Zitat:
... da gibt es mehr als genug Möglichkeiten von lauten Verwirbelungen. Enduros sind in Sachen Lärm weder besser, noch schlechter als vergleichbare andere Mopeds.
Gruß Michael
P.S.: Gegen Ende der 80er Jahre wollte ich mir ein fabrikneues Motorrad kaufen. Zur Wahl standen CB 450 S mit Hebco Becker Junior 40 Koffern oder die XL 600 LM mit großem Tank und Doppelscheinwerfer mit jeweils 32 kW, also 44 PS. Für die XL gab es damals leider keine Koffer, die bezahlbar gewesen wären, weshalb ich mich für die brave CB 450 S entschied, was ich bis heute bereue.
Ich merke das auch bei mir. Der Helm wird durch die Scheibe ungünstig angeströmt, wenn ich bei gleicher Geschwindigkeit auf die Rasten stelle wird es leiser. Hat der TE auch mal versucht die Position zu verändern um zu sehen ob die Lautstärke sich verändert?
Ich glaube, daß die Eingangsfrage nicht beantwortbar ist.
Verschiedene Helme sind bei verschiedenen Fahrern (Körpergröße) auf verschiedenen Motorrädern unterschiedlich laut.
Je nachdem, wie der Wind eben bei welcher Körperhaltung auf welchem Mopped bläst.
Schon etwas aufrechter oder weniger aufrecht, eine Scheibe oder keine Scheibe, 1,60cm oder 1,90 cm Körpergröße können einen Leisetreter zum Schreihals machen und umgekehrt.
Ich hatte mal auf einer nackigen CB750 eine Halbverkleidung montiert, weil ich meinte ich müsse sowas haben.
Plötzlich mutierte das Rauschen meinesn vorherigen "Sitzen im Wind" zu einer pulsierenden, stehenden Welle, die mir schräg von unten in die Ohren ballerte. Mit'm anderen Helm wars dann (fast) weg.
Meine Meinung: Das was man sucht, wird man nur durch Ausprobieren finden, nicht durch Ratschläge.
Auch wenn das Thema älter ist, so taucht diese Frage ja immer wieder auf. Also ich hab die letzten Tage viele Helme probiert und kann den Scorpion exo 1400 bedenkenlos empfehlen, ist sogar leiser als mein jetziger Schuberth S2 Sport, wobei mir bei dem das einfache öffnen und schließen des Visiers besser gefallen hat. Ansonsten ist der Scorpion für mich persönlich die beste Wahl, gerade was Komfort und Lautstärke angeht.
Ich finde meinen SCHUBERTH C5 sehr leise und habe einige Helme ausprobiert.
Es ist ein Klapphelm, der Vorteil ist hier, dass durch das nach oben/vorne weg klappen zum auf und ab ziehen die Möglichkeit besteht die Halsmanschette noch enger zu machen. Mit anderen Worten, der ist am Hals und Kinn dicht und wäre es kein Klapphelm, würde man den gar nicht auf die Rübe bekommen.
Mittlerweile sollen Klapphelme leiser sein als normale Integralhelme, das war wohl früher mal anders.
Von Schuberth hatte ich auch welche zum Testen da, der C5 passte komischerweise nicht obwohl ich ja den S2 Sport habe/hatte. Und der neue S3 hat kein Doppel-D Verschluss. Also ich bin von dem Scorpion echt begeistert, vor allem für den Preis. Aber es kommt ja auch auf das Bike selbst an wie sich die Geräusche entwickeln. Ich selbst fahre ein Naked Bike.
Moin,
hinzu kommt die Frage, ein Klapphelm ist meistens lauter als ein Integralhelm.
Ich fahre seit gefühlt 20 Jahre AGV Helme. Zwischendurch mal Shoei, Caberg, gefahren. Wesentlich lauter und meistens auch schwerer. Fahre jetzt einen Klapphelm Sportmodular, sehr leicht, großes Sichtfenster aber lauter als meine Integralhelme. Habe dafür Ohrstöpseln von Alpine. Da sind 2 verschiedene Einsätze dabei. Mir reichen dabei die mittlere Dämpfung, starke noch nie benutzt.
Zitat:
@cng-lpg schrieb am 28. August 2021 um 19:31:20 Uhr:
Ich fahre schon eine Weile den Schuberth C3. Die Geräuschdämpfung von Schuberth ist traditionell vergleichsweise gut. Die Verwendung von Gehörschützern kann dennoch sehr viel zum Wohlbefinden beitragen, selbst wenn Dein Moped bzw. dessen Verkleidung, Lenker, ggf. Windschutzscheibe etc. an sich bereits eher leise als laut sein sollten.Man sollte eines nicht vergessen: Auch ein eher leiser Helm überschreitet selbst bei mittlerem Tempo einen Schalldruckpegel von 85 dB(A) locker. Da ein Expositionswert von 85 dB(A) am Arbeitsplatz bereits eine Gehörschutztragepflicht bedeutet, sollte man besser darauf verzichten ein ganzer Kerl dank Chappi zu sein. Ach halt, das mit Chappi war etwas anderes, egal.
Aber im Ernst: Ohne Gehörschutz Motorrad zu fahren ist ein guter Weg um seine normale Altersschwerhörigkeit deutlich schneller zu erreichen. Mal abgesehen davon, dass man sich mit dem Gehörschutz den üblichen dicken Kopf, das Klingeln in den Ohren und die anderen typischen Lärmfolgen nach einer längeren Tour erspart.
Ich wette, viele von uns haben noch nie an Ohrenstöpsel gedacht und wären begeistert, um wieviel angenehmer es sich mit Stöpseln fährt. Probiert es mal.
Um etwas Druck auf die Helmhersteller zu machen sollten wir als Käufer außerdem sehr viel mehr auf leise Helme achten und die lauteren einfach nicht kaufen.
Gruß Michael
Hallo Michael,
ich stimme dir vollkommen zu. Viele Motorradfahrer unterschätzen den Schaden, den konstant hohe Schalldruckpegel verursachen können, selbst bei einem Helm mit guter Geräuschdämpfung wie dem Schuberth C3. Gehörschutz ist definitiv kein Zeichen von Schwäche, sondern eine kluge Entscheidung, um das Gehör zu schützen und die Fahrt angenehmer zu gestalten. Es ist wichtig, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen und die Hersteller dazu zu bringen, leisere Helme zu produzieren.
Viele Grüße,
Der letzte Beitrag ist jetzt auch schon ein Jahr her, aber das Thema ist ja auch heute noch bei Biker aktuell. Sehr viel Helmerfahrung habe ich jetzt nicht, aber ich habe für mich noch keinen richtig leisen Helm gefunden. Vor 2 Monaten habe ich mir einen HJC RPHA 71 gekauft. An sich finde ich ihn toll, aber die Windgeräusche bereits ab 50 km/h können schon lästig werden. Mir gehts dabei nicht um Windgeräusche von außen, sondern um Wind IM Helm! Ja, ich habe im Helm gerade in den Ohrbereichen immer eine Luftverwirbelung wahrgenommen. In der Regel verwende ich ja Ohrenstöpsel. Manchmal vergesse ich sie aber auch. Als ich dann auf dem Heimweg mal auf der Autobahn kurz aufgedreht habe, hatte ich enormen Druck auf den Ohren durch die Verwirbelung im Helm.
Nachdem ich ein Paar Tipps erhielt (abgesehen vom richtigen Helm kaufen wo man sowas gar nicht hat), habe ich am Helm unten die Rillen mal abgeklebt. Der RPHA 71 hat ja die Aussparungen für das Kommunikationsgerät auf welchen jeweils eine Abdeckung angeklippt ist. Auch wenn man wie ich das Kommunikationsgerät installiert hat, bieten die Bereiche leider dem Wind die Möglichkeit reinzupfeiffen. Also wie gesagt diese Stellen mal abgeklebt. Tatsächlich ist es besser geworden! Mit einem guten Halstuch ist dann unten eigentlich auch dicht. Rechts habe ich keine Probleme mehr, links ist es noch etwas lauter als rechts da auf der linken Seite auch der Schieber für die Sonnenblende ist und der Wind leider eben noch an diesem Schlitz etwas rein kann. Wenn ich den aber abklebe, kann ich die Sonnenblende nicht mehr verwenden. Wenn es links mal lauter wird und ich eben den Schlitz am Schieber mit dem Finger abdecken, sind die Geräusche links genauso gefiltert wie rechts.
Dann hätte ich mir gleich den RPHA 12 kaufen können. Der saß bei mir auch sehr gut und hat eben keine Aussparungen für ein Kommunikationsgerät und auch keine Sonnenblende, somit auch keinen Schieber wo der Wind eindringen könnte. Gerade die Sonnenblende ist mir aber eben wichtig. Also Ohrstöpsel rein und gut ist. Beim nächsten Helm werde ich darauf achten dass der Schieber vom Helm nicht unten am Helm ist. Vielleicht verzichte ich dann auch ganz auf Sonnenblenden. Aussparungen für ein Kommunikationsgerät sind schön und gut, aber vielleicht dann auch wieder ein Helm ohne solche Features und dann eben einfach ein Sena außen anbringen. Das macht den Helm dann nicht unbedingt perfekt aber dann hat er ein Paar Schwächen weniger welche solche Windgeräusche verwirbeln begünstigen können.