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Suche Ideensammlung zu Kaltstart- und Leerlaufproblemen

Themenstarteram 1. September 2005 um 7:26

Hallo Leute,

viele von Euch haben doch sicher schon gelernt, wie man mit dem rechten Fuß Gas und Bremse gleichzeitig betätigt, z. B. wenn die Krücke in der Früh nach dem Kaltstart sonst an jeder Ampel ausgehen würde.

Außerdem hat sicher der eine oder andere eine Ersatzbatterie im Keller für den Fall, daß er den Anlasser wieder einmal länger orgeln lassen mußte, weil irgendwas nicht gleich wollte.

Nun ist es aber zu vermuten, daß sogar die Autos der 70er, 60er usw., als sie damals neu waren, auch im kalten Zustand gleich angesprungen und auch im Standgas ordentlich gelaufen sind - korrigiert mich bitte, wenn ich mich da irre!

Wo sollte man denn bei einem Oldtimer (kein spezielles Modell - allgemeine Frage) anfangen, damit er wieder zu gutem, rundem Motorlauf kommt? Können die Werkstätten von heute so etwas eigentlich, oder machen die sich mittlerweile ins Hemd, sobald sie feststellen, daß der "ja gar kein Steuergerät" hat, das man austauschen kann?

Vor allem: Gibt es da vielleicht irgendwo in den Tiefen des Netzes eine Seite, die sich diesem Thema ("RUNDER MOTORLAUF BEI RICHTIG ALTEN FAHRZEUGEN") widmet und wo man erfährt, wie man sich nach und nach vorwärtstastet auf diesem steinigen Weg?

Wobei ich erwähnen sollte, daß ich schon weiß, daß man Zündkerzen wechseln, Zündzeitpunkt, Frühverstellung und Schließwinkel und sogar Ventilspiel und Vergaser einstellen muß ...

Vielen Dank im voraus!

Leo

22 Antworten

Hallo,

Du liegst schon richtig wenn Du sagst, dass die Autos früher auch nach dem Kaltstart einen guten Leerlauf gehabt haben mussten. Wichtig ist bei allen Autos ohne Startautomatik ein funtionierender Choke, gut eingestellter Vergaser und eine sauber arbeitende Zündung (Ventile dicht, Kolbenringe gesund setze ich mal voraus ;-)

Mein Buckeltaunus (1951) und mein Opel 1290 (1933) haben im Alltagseinsatz, auch im tiefsten Winter nie Brassel gehabt. Choke ziehen (alternativ: Luftschieber zu) und ohne Gas starten (bei manueller Zündverstellung: Zündung halb auf spät). Dann ohne Gas starten - springt er nicht an, stimmt etwas nicht!! - also wenn er nur bei Vollgas anspringt etc.

Luftschieber auf halb stehen lassen (im Winter ganz zu lassen und erst nach 500m halb öffnen - Dito Zündung!

Beim 1290 hatte ich mir einen Seilzug mit einem Handregler (Magura vom Motorrad) eingebaut, mit dem ich die Motordrehzahl ein wenig erhöhen konnte - die Füße brauchte ich fürs Zwischengas...

Gruß

Frank

Themenstarteram 1. September 2005 um 10:37

Hallo Frank,

danke schon mal für die Ratschläge. Ich gebe zu, es geht momentan ziemlich konkret um meinen alten BMW.

Wenn ich mal ganz unten anfangen will, sollte ich vielleicht wirklich vorher feststellen, ob die Ventile und Kolbenringe dicht (genug) sind. Ich nehme an, das läuft auf eine Kompressionsmessung als ersten Schritt hinaus.

Als nächstes müßte ich mir mal die Kaltstartautomatik anschauen, angeblich hat er eine.

Oder würdest Du anders anfangen?

Ventile einstellen - wie oft sollte das bei einem 29-jährigen gemacht werden?

Grüße

Leo

Zitat:

Als nächstes müßte ich mir mal die Kaltstartautomatik anschauen, angeblich hat er eine.

Wenn Du nicht mal weisst ob er ein hat, wie hast Du sie dann bisher zum starten aktiviert? Vielleicht ist das schon des Rätsels Lösung. Da können Details wichtig sein:

Ich weis von meinem Capri das man zum aktivieren der Startautomatik das Gaspedal 2 x langsam ganz durchtreten muss. Wenn man es z.B. zu schnell macht wird nur durch die Beschleunigerpumpe eine Zusatzportion Sprit in den Ansaugtrakt gespritzt. Beim richtigen durchtreten springt er auch im tieftsen Winter einwandfrei an, beim zu schnellen treten ist es eher Zufall ob er anspringt oder nicht.

Themenstarteram 1. September 2005 um 13:00

Doch, das mit dem Gaspedal wußte ich eigentlich schon. Bei mir soll man es einmal durchtreten, sagt die Originalanleitung zu dem Wagen. Aber prüfen könnte ich die Startautomatik mal, das habe ich noch nicht gemacht. Also, ob die überhaupt reagiert.

Die BMW-Reparaturanleitung (ca. 1000 Seiten) ist bei dem Wagen zum Glück auch dabei, da suche ich dann als nächstes danach.

Die Kompression wird man wohl nicht ohne weiteres selber prüfen können, befürchte ich.

Ja, ja, die alten PDSIT-Vergaser - habe ich in meinem 12m auch drin, ebenfalls mit der Sache des Gaspedaltretens...

Einfache Kompressionsmessgeräte (nicht -prüfgeräte, denn Du erhälts ja ein messbares Maß - ach ja, die Lehre war schön...) bekommst Du schon im Baumarkt oder mitunter auch auf dem Flohmarkt. Ob das Gerät nun bei reellen 9,8 Bar nur 9,5 bar (oder auch atu - je nach Baujahr des Garätes) anzeigt, halte ich für unwesentlich - wichtig ist, dass alle gemessenen Werte nahe beieinander liegen und die Messung bei Vollgas gemacht wurde - aslo Gaspedal unten halten.

Zur Prüfung der automatischen Starterklappe nimm einfach bei kaltem Motor den Luftfilter ab und schaue von oben in den Vergaser (oder ist es ein Einspitzer - kenne mich bei modernen Autos weniger gut aus ;-) ). Da müsste die Starterklappe offen stehen. Dann lass von einem Helfer (oder einer Helferin) das Gaspedal treten und beobachte dabei die Klappe. Schließt sie sich durch das Treten des Padales und bleibt dann geschlossen stehen, hast Du die Gewähr, dass sie zumindest schließt und irgendwann auch wieder aufgeht....

So geht es Schritt um Schritt zum Ziel...

Gruß

Buckeltaunus

moin lb9000,

es gibt 3 arten der startautomatik !

1: elektrisch beheizt

2. wird über den kühlwasserkreislauf erwärmt.

3. elektrisch und wasser

in allen fällen befindet sich innen eine bimetallfeder die sich durch die erwärmung öffnet und dabei auch die klappe der starteinrichtung bewegt.

sollte bei kaltem motor die startautomatik nicht ganz geschlossen sein genügt es die feder wieder leicht auf spannung zu drehen und dann müsste es wieder funktionieren.

 

gruß pie

PS:

beim leerlaufproblem brauche ich mehr info !!

motor - bj: - laufleistung - schalter oder automat usw....

denn hier ist ein vielfalt der möglichkeiten gegeben.

 

gruß pie

Themenstarteram 16. September 2005 um 19:04

Muß wohl echt KStAut prüfen

 

Moin, Buckeltaunus und pie,

die letzten Wochen war ich wohl ein bißchen überbeschäftigt, beruflich, meine ich, und leider ist meine Branche nicht die mit den Autos. ;-) Jetzt konnte ich aber wieder kurz schauen.

Ja, in den letzten Tagen habe ich mir im Hinterstübchen überlegt, daß es wohl meine Startautomatik sein muß. Ich kam nur nicht auf die Idee, daß man einfach an den Vergasern schauen kann - beim BMW, wo die Motorhaube nach vorne aufgeht, auch noch gleichzeitig mit dem Gaspedaltreten. :-)

Es müßte m. E. tatsächlich eine mit flüssiger _und_ elektrischer Beheizung sein (Nr. 3 Deiner Liste).

Auf die Idee mit der schwachen Feder wäre ich nie gekommen, aber wenn ich der wieder die nötige Vorspannung verpasse, muß det Janze wohl neu eingestellt werden, oder? Aber in der Früh scheint gemischmäßig eh zu gelten: Lieber zu fett unterwegs als zu mager. Gerade jetzt, wo es ab und zu in der Früh schon knackiger werden kann...

Vielen Dank Euch beiden also derweil und ich schau ab und zu wieder rein!

Leo

P. S.: Es sind zwei INAT oder ZENITH (muß noch schauen) mit 32 mm auf Stufe eins und 40 mm auf Stufe zwei, drunter sitzt der gute alte M30B25 von BMW, also 2,5-Liter-Reihensechser, das Ruhigste vom Ruhigsten in puncto Vibrationen, auch unter 1000/min (wenn er mal warm ist und die Vergaser synchron sind und die Zündung stimmt...). :-)

am 18. September 2005 um 6:33

Hallo LB9000

Die beiden Starterdeckel haben Markierungen die mit den Markierungen an den Vergasergehäusen übereinstimmen sollten.

Sollten die übereinstimmen und die Starterklappen machen trotzdem nicht zu dann kann es durchaus sein das die Bimetallfeder gebrochen oder lose ist.

Schließen sie kannst du mal nachsehen ob die Pulldown-Membranen in Ordnung sind.

Die sitzen bei den Starterdeckeln (kleines Deckelchen, dreieckig mit 3 Schrauben)

Wenn die defekt sind hast du nach dem Anspringen sehr schlechten Leerlauf da der Motor überfettet.

Pulldown bewirkt eine Zwangsöffnung der Starterklappen.

Sind die auch in Ordnung kannst du noch schauen wie schnell der Motor dreht wenn die Startautomatik zu ist.

Das wird dann bei Betriebwarmen Motor gemacht.

Beide Starterdeckel abschrauben, Drosselklappen leicht anstellen und dann die Kaltleerlaufanstellung auf die zweite Raste stellen und Drosselklappen wieder los lassen.

Vielleicht weiß jemand aus dem Forum noch den Wert, ich leider nimmer da ich den letzten vor ungefähr 20 Jahren eingestellt hab.

Hoffe das ich dir helfen konnte.

Winnetwo

das kaltstartverhalten von meinem 280er hat mich auch eine zeit lang beschäftigt.

nachdem ich mich mit mehreren darüber unterhalten hab, sind wir zu dem entschluss gekommen, das die schon neu nicht richtig funktioniert hat...

die 1. generation der elektronischen einspritzung macht zum kaltstart einfach eine zusatzdüse auf, die massen an sprit direkt in den ansaugkanal spritzt, und somit für eine starke überfettung sorgt.

es ist natürlich ein graus für einen oldiefahrer, den kalten motor gleich auf drehzahl zu bringen, aber anders gehts nicht.

man muss gleich nach dem starten gas geben damit der motor hochdreht, etwa 30sek. halten bis der kaltstart abschaltet, und dann kann man losfahren.

startet man, und fährt gleich los, motzt der motor als ob er abgewürgt würde. geht er dabei aus, ist er nur schwer wieder anzuwerfen.

Die Düse spritzt aber nur ein, solange der Anlasser läuft. Außerdem ist die Einspritzdauer begrenzt, d.h. springt er innerhalb einer bestimmten Zeit nicht an, spritzt die Düse auch nicht mehr ein.

Die Anlagen funktionierten im Gegensatz zu deiner Aussage sehr gut, vorausgesetzt natürlich, dass der Motor mechanisch i. O. ist, alle elektrischen Verbindungen einwandfrei sind und - nicht anders als heute - alle Geber funktionieren.

Das größte Manko der ersten elektronischen Einspritzungen waren nicht die Anlagen selbst, sondern das damit überforderte Werkstattpersonal, das diesem "Elektronikkram" gegenüber wenig aufgeschlossen war. Das Umdenken dauerte seine Zeit, aber die Einspritzungen hatten bis dahin schon ihren Ruf weg.

Themenstarteram 26. September 2005 um 13:08

Beobachtung

 

Tja Leute,

erstmal muß ich mich entschuldigen.

Nein, erst einmal möchte ich mich bei Euch bedanken für die vielen, umfangreichen Reaktionen zum Thema.

Dann entschuldigen dafür, daß ich so selten vorbeischaue und daß ich mich geirrt habe: Bei meinem Auto muß eben _nicht_ das Gaspedal getreten werden, um die KStAut in Betrieb zu nehmen, das macht die schon von ganz allein - da hatte ich wohl eine Passage aus der falschen Anleitung im Kopf. Aber der Tritt aufs Gas kann dem Ganzen ja nicht (viel) geschadet haben...

Aber ich habe eine interessante Beobachtung gemacht, die vermutlich "des Pudels Kern" enthält, eigentlich sind es drei:

(1.) Bei einer für Menschen angenehmen Außentemperatur macht die KStAut gar nichts, d. h., die Klappen stehen auch nach einer ruhigen Nacht sperrangelweit offen, und der Motor läuft in der Früh entsprechend bescheiden.

(2.) Jetzt, wo es Herbst wird, waren die Klappen öfter mal geschlossen, aber nicht "richtig", und tatsächlich, das Verhalten hat sich immer dann schon mal drastisch verbessert. Jedoch

(3.) war das nicht von Dauer, denn kurz nach dem Anlassen wurde es wieder mies, und ich habe es mir kürzlich mal "live" mit offenem Luftfilterkasten angeschaut und gesehen, daß die Klappen schon nach einer bis zwei Minuten wieder sperrangelweit aufgehen.

Könnte das also tatsächlich an den Bimetallfedern liegen? Denn daß die Beheizung im Alter besser wird, kann ich nicht glauben... Jemand sagte was vom Zurechtbiegen der Federn, ist das so einfach?

Viele Grüße

Leo

am 26. September 2005 um 18:35

Nachbiegen ist nicht, wenn die nicht schließen dann zwei neue Starterdeckel.

Und einmal Gas geben vor dem Starten mußt du bei jedem Vergaser im kalten Zustand, ausser du hast nen Chokezug.

Ohne Gasgeben keine vollständige Schließung der Starterklappe und keine Kaltleerlaufanhebung.....

am 30. April 2010 um 19:35

Hallo miteinander,

Habe einen MGB Bj.1975 umgebaut auf Chrommodell mit 2 SU HIF4-Vergasern habe hiermit meine Probleme.

Der Motor läuft nach dem anlassen sehr hochtourig obwohl beide Standgasschrauben zurückgedreht sind.

Mir fällt auf das ein Schieber welchen man sieht, wenn die Luftfilter entfernt sind,etwas höher steht während der Motor läuft.

Wenn ich die Entlüftungsschläuche entferne geht auch die Drehzahl runter.

Die Gemischschrauben sind gleich eingestellt.

Wer hat für mich einen Tip?

Gruss Hexer0_14

 

[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Vergaserprobleme MGB' überführt.]

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