STVO Neufassung: Wiedereinführung der Radwegbenutzungspflicht
Sehr geehrte Forengemeinde,
wer kennt es nicht? Man fährt nach dem wohlverdienten Feierabend nach Hause und steht im Stau, weil weiter vorne ein Radfahrer auf der Straße fährt, anstatt auf dem parallelen Radweg. Auf der Landstraße muss man von 100 auf 15 abbremsen, weil wieder ein Möchtegern Jan Ulrich in seinem verschwitzten Trikot mitten auf der Straße fährt und aufgrund seiner Ultra empfindlichen Reifen nicht den bestens ausgebauten und breiten Radweg nebenan benutzen kann.
Ich finde, das muss aufhören und im Forum lese ich oft genug Klagen über solche Radfahrer. Leider wurde vor ein paar Jahren die allgemeine RAdwegbenutzungspflciht aufgehoben. Ein paar Radfahrer hatten wahrscheinlich aufgrund eines kaputten Radweges argumentiert, dass dessen Benutzung nicht zumutbar wäre. Das muss man sich erst einmal vorstellen: weil es irgendwo ein Deutschland einen kaputten Radweg gibt, müssen in der gesamten Bundesrepublik Radwege nur noch mit den blauen Verekrhsschildern benutzt werden. Abertausende Kilometer Radweg dürfen einfach links liegen gelassen werden. Und das, obwohl Radwege den Radfahrer schützen sollen und die Flüssigkeit des motorisierten Individualverkehrs sicherstellen sollen. Es ist eine vollkommen abstruse Situation: für viele Milliarden Euro wurden Radwege gebaut, die jetzt nicht mehr benutzt werden, weil sich der Hype vom angeblich so sicheren Fahrbahnradeln verbreitet. Leittragender ist wie immer der Autofahrer und Steuerzahler, der mit seinen Geldern die Radwege finanziert und dank der Radfahrer nicht mehr rechtzeitig für Arbeit kommt.
Nun hilft alles klagen nichts. Momentan berät die Politik über eine Neufassung der STVO. Das ist unsere Gelegenheit, auf eine Änderung von §2 (4) STVO zu drängen und die Benutzung von Radwegen wieder verpflichtend zu machen. Wir sind hier mehrere tausend Mitglieder und der ADAC und VCD hätten bestimmt auch Interesse daran, weil ihre Mitglieder da sicher dafür sind. Zusammen können wir sicher etwas bewegen und unsere Straßen sicherer machen.
Für mich stellt sich nur die Frage: wie packt man sowas am besten an und wer wäre noch mit dabei?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Sehr geehrte Forengemeinde,wer kennt es nicht? Man fährt nach dem wohlverdienten Feierabend nach Hause und steht im Stau, weil weiter vorne ein Radfahrer auf der Straße fährt, anstatt auf dem parallelen Radweg. Auf der Landstraße muss man von 100 auf 15 abbremsen, weil wieder ein Möchtegern Jan Ulrich in seinem verschwitzten Trikot mitten auf der Straße fährt und aufgrund seiner Ultra empfindlichen Reifen nicht den bestens ausgebauten und breiten Radweg nebenan benutzen kann.
Ich finde, das muss aufhören und im Forum lese ich oft genug Klagen über solche Radfahrer. Leider wurde vor ein paar Jahren die allgemeine RAdwegbenutzungspflciht aufgehoben. Ein paar Radfahrer hatten wahrscheinlich aufgrund eines kaputten Radweges argumentiert, dass dessen Benutzung nicht zumutbar wäre. Das muss man sich erst einmal vorstellen: weil es irgendwo ein Deutschland einen kaputten Radweg gibt, müssen in der gesamten Bundesrepublik Radwege nur noch mit den blauen Verekrhsschildern benutzt werden. Abertausende Kilometer Radweg dürfen einfach links liegen gelassen werden. Und das, obwohl Radwege den Radfahrer schützen sollen und die Flüssigkeit des motorisierten Individualverkehrs sicherstellen sollen. Es ist eine vollkommen abstruse Situation: für viele Milliarden Euro wurden Radwege gebaut, die jetzt nicht mehr benutzt werden, weil sich der Hype vom angeblich so sicheren Fahrbahnradeln verbreitet. Leittragender ist wie immer der Autofahrer und Steuerzahler, der mit seinen Geldern die Radwege finanziert und dank der Radfahrer nicht mehr rechtzeitig für Arbeit kommt.
Nun hilft alles klagen nichts. Momentan berät die Politik über eine Neufassung der STVO. Das ist unsere Gelegenheit, auf eine Änderung von §2 (4) STVO zu drängen und die Benutzung von Radwegen wieder verpflichtend zu machen. Wir sind hier mehrere tausend Mitglieder und der ADAC und VCD hätten bestimmt auch Interesse daran, weil ihre Mitglieder da sicher dafür sind. Zusammen können wir sicher etwas bewegen und unsere Straßen sicherer machen.
Für mich stellt sich nur die Frage: wie packt man sowas am besten an und wer wäre noch mit dabei?
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fre**e halten.
In deinem Post ist soviel Unwissen und Polemik, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Allein schon die Aussage bzgl. "Autofahrer der die Radwege finanziert" zaubert mir ein fettes Grinsen aufs Gesicht.
2261 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Kurator El Mobile
Du hast nicht verstanden, dass Radler keine gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer sind.
Az. BVerwG 3 C 42.09 - lesen, verstehen, staunen.
Zitat:
Original geschrieben von hoggae
Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man als Radler so fährt, dass man nicht überholt werden kann, weil es die Straßenbreite einfach nicht hergibt. Auch wenn es erstmal absolut egoistisch aussieht, so ist es in vielen Wohngebieten, gerade mit Kopfsteinpflaster und beidseitig geparkten Autos nahezu unmöglich einen Radler mit dem Auto zu passieren, ohne den vorgeschriebenen - und absolut sinnvollen - Seitenabstand einzuhalten.
Das ist nicht nur egoistisch, sondern auch Nötigung. Schon mal was von REchtsfahrgebot gehört? Schon mal davon gehört, dass du als langsamer Verkehrsteilnehmer schnellere Autos vorbeilassen musst? Wenn du mich am Überholen hinderst, weil du in der Mitte der Straße fährst, ist das glasklare Nötigung. Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen. Da wird einigen Leuten das Gesicht entgleisen bezüglich Sicherheitsabstand und Co.
Überholt ein Kraftfahrzeug einen Radfahrer unter massiver Mißachtung des seitlichen Sicherheitsabstandes, kann dies auch den Tatbestand der Nötigung erfüllen. Und nochmals: Radfahrer dürfen mit einem Abstand von bis zu 1m zum stehenden Verkehr fahren, wenn die Umstände es erfordern auch mit größerem Abstand.
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Das ist nicht nur egoistisch, sondern auch Nötigung. Schon mal was von REchtsfahrgebot gehört? Schon mal davon gehört, dass du als langsamer Verkehrsteilnehmer schnellere Autos vorbeilassen musst? Wenn du mich am Überholen hinderst, weil du in der Mitte der Straße fährst, ist das glasklare Nötigung. Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen. Da wird einigen Leuten das Gesicht entgleisen bezüglich Sicherheitsabstand und Co.Zitat:
Original geschrieben von hoggae
Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man als Radler so fährt, dass man nicht überholt werden kann, weil es die Straßenbreite einfach nicht hergibt. Auch wenn es erstmal absolut egoistisch aussieht, so ist es in vielen Wohngebieten, gerade mit Kopfsteinpflaster und beidseitig geparkten Autos nahezu unmöglich einen Radler mit dem Auto zu passieren, ohne den vorgeschriebenen - und absolut sinnvollen - Seitenabstand einzuhalten.
Sag mal - bist Du so merkbefreit, dass Du die geltenden Gesetze nicht verstehst?
Gib mal einen Beleg zu Deiner behaupten Nötigung. Hupe wäre schon mal ein klassischer Verstoß gegen die StVO deinerseits - wenngleich mit iirc 10 € Verwarngeld noch recht preiswert.
Habe ich die Antwort auf:
Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Völlig falsch. Ein Radfahrer ist zumindest innerorts auf der Fahrbahn deutlich weniger gefährdet als auf einem Radweg, wo ihn ein Rechtsabbieger öfters mal übersieht.Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Ich erkläre es dir noch einmal: ein Radweg dient dem Schutz des Radfahrers vor den Gefahren auf der Straße. Wenn der Radweg sooo schrecklich ist, braucht der Radfahrer bessere Reifen. Aber stattdessen wird ja lieber auf das Amt geschimpft, weil die Radwege ja so schlimm sind. Aber auf die Straße zu fahren kommt meiner Meinung nach nicht in Frage, denn dort besteht ja die Gefahr weiterhin, vor der der Radweg schützen sollte. Also ist absteigen nunmal die beste Lösung.
Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Egal, wieviele Radler es sind: Auf dem Gehweg haben die nichts zu suchen.Zitat:
Original geschrieben von RH SH
überlesen? Oder hattest Du darauf keine Antworten?Was ist logisch und ökologisch sinnvoller: fünfhundert Autos, die alle abbremsen und an einem parkenden Auto vorbeifahren müssen, wenn der GEgenverkehr es zulässt, oder drei Radfahrer, die mal kurz über den Gehweg ausweichen?
Parken auf der Fahrbahn ist pauschal gesagt erlaubt. Auf dem Radweg eben nicht.
Du kannst ja eine Änderung der StVO anregen...
Zitat:
Original geschrieben von ichtyos
Für die von Dir als unumstößlich gesetzte Behauptung hätte ich gerne mal Belege. Vorerst sehe ich da nur heiße Luft.Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Aber auch wenn die hier vertretene Radfahrerfraktion das nicht versteht: der Radweg dient nunmal umunstößlich dem Schutz der Radfahrer(...)
nur überlesen? 😁
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Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Das ist nicht nur egoistisch, sondern auch Nötigung. Schon mal was von REchtsfahrgebot gehört? Schon mal davon gehört, dass du als langsamer Verkehrsteilnehmer schnellere Autos vorbeilassen musst? Wenn du mich am Überholen hinderst, weil du in der Mitte der Straße fährst, ist das glasklare Nötigung. Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen. Da wird einigen Leuten das Gesicht entgleisen bezüglich Sicherheitsabstand und Co.Zitat:
Original geschrieben von hoggae
Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man als Radler so fährt, dass man nicht überholt werden kann, weil es die Straßenbreite einfach nicht hergibt. Auch wenn es erstmal absolut egoistisch aussieht, so ist es in vielen Wohngebieten, gerade mit Kopfsteinpflaster und beidseitig geparkten Autos nahezu unmöglich einen Radler mit dem Auto zu passieren, ohne den vorgeschriebenen - und absolut sinnvollen - Seitenabstand einzuhalten.
Mir ist selten so etwas arrogantes und borniertes wie Deiner einer unter die Augen gekommen. Auf den Knoten in Deinem Hirn haben ich und andere Dich schon mehrmals hingewiesen, weil Du aber unbeeindruckt weiterhin Mist verzapfst schreibe ich Dir gern wieder: Du kannst nicht verlangen, was Du selbst tust. Und wenn Du bewußt nötigst, wie Du hier (siehe Zitat ganz unten) schreibst, kannst Du normalerweise die Nötigung durch andere nicht beklagen. Tust Du es dennoch, sind wir wieder bei Deinem Hirnknoten. Und dieser scheint fortgesetzt Blähungen freizusetzen...
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Nein danke: dann drängelt sich der Radfahrer, den ich eben wieder überholt habe, gleich wieder vor mich. Ich fahr immer mit dem Wagen auf diese Aufstellfläche herauf, um eben das zu vermeiden. Dann gibt es zwar wieder Getöse von den Radfahrern, aber das höre ich mir gerne an, solange ich die nicht gleich wieder überholen muss.Zitat:
Original geschrieben von Archduchess
@tazio:
Ja, das sind die angesprochenen Schutzstreifen.
Incl. immer im Blick UND mit Aufstellfläche vorne an der Ampel vor den Autos/LKWs.
Das ist im Prinzip ideal. (könnte breiter sein 😉 )
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Wenn du mich am Überholen hinderst, weil du in der Mitte der Straße fährst, ist das glasklare Nötigung. Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen.
Hast Du das schon mal gemach, ich meine die Polizei gerufen?
"Hallo Herr Wachtmeister, hier ist ein Radfahrer, der läßt mich nicht überholen!"
Die sind doch bestimmt immer noch am Lachen...😁
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Das ist nicht nur egoistisch, sondern auch Nötigung. Schon mal was von REchtsfahrgebot gehört? Schon mal davon gehört, dass du als langsamer Verkehrsteilnehmer schnellere Autos vorbeilassen musst? Wenn du mich am Überholen hinderst, weil du in der Mitte der Straße fährst, ist das glasklare Nötigung. Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen. Da wird einigen Leuten das Gesicht entgleisen bezüglich Sicherheitsabstand und Co.Zitat:
Original geschrieben von hoggae
Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man als Radler so fährt, dass man nicht überholt werden kann, weil es die Straßenbreite einfach nicht hergibt. Auch wenn es erstmal absolut egoistisch aussieht, so ist es in vielen Wohngebieten, gerade mit Kopfsteinpflaster und beidseitig geparkten Autos nahezu unmöglich einen Radler mit dem Auto zu passieren, ohne den vorgeschriebenen - und absolut sinnvollen - Seitenabstand einzuhalten.
Es ist aber als Radfahrer trotzdem ab und zu besser weiter links zu fahren damit die Autos nicht so schnell zum Überholen kommen. Wir haben hier in der Stadt auch eine Straße die auf 30 km/h beschränkt ist und auch nicht gerade breit ist. Wenn viel Verkehr ist (einschließlich des Gegenverkehrs) können Radfahrer nur sicher überholt werden wenn gerade kein Gegenverkehr kommt. Fährt aber der Radfahrer äußerst rechts kommen viele Autofahrer auf den Gedanken den Radfahrer mit sehr geringen Abstand trotzdem zu überholen. Und genau da ist es für den Radfahrer besser und sicherer gleich etwas weiter links zu fahren und damit zu verhindern daß der Autofaher überhaupt auf so eine dumme Idee kommt.
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Bei solchen Hartäckigen Fällen gibt’s erst mal eine Hupe und wenn der Radfahrer das noch immer nicht kapiert, werde ich auch irgendwann die Polizei rufen. Da wird einigen Leuten das Gesicht entgleisen bezüglich Sicherheitsabstand und Co.
Mach doch, die Herren in Uniform werden dich schon über die StVO aufklären. Als Radler DARF man gar nicht ganz rechts fahren sondern MUSS dort auch einen Sicherheitsabstand zu parkenden Autos oder der Gosse einhalten. Reisst einer die Tür auf und ich fahr als Radfahrer rein bekomme ich noch eine Mitschuld bei zu wenig Abstand. Der Radler muss den gleichen Seitenabstand halten wie ein Auto zu diesem auch.
Hupen ist übrigens innerorts klare Nötigung, nur ausserorts darf sie - bei ausreichendem Sicherheitsabstand - als Zeichen des Überholwunsches genutzt werden. Bei Radfahrtempo von nur 20km/h heisst Sicherheitsabstand 10m nach hinten und 1-1,5m zur Seite.
Zitat:
Original geschrieben von hoggae
Manchmal kann es sinnvoll sein, wenn man als Radler so fährt, dass man nicht überholt werden kann, weil es die Straßenbreite einfach nicht hergibt. Auch wenn es erstmal absolut egoistisch aussieht, so ist es in vielen Wohngebieten, gerade mit Kopfsteinpflaster und beidseitig geparkten Autos nahezu unmöglich einen Radler mit dem Auto zu passieren, ohne den vorgeschriebenen - und absolut sinnvollen - Seitenabstand einzuhalten.Zitat:
Original geschrieben von Xaven1978
Mehr wollt ich auch nicht zum Ausdruck bringen 😉
Ich für meinen Teil nutze dann Bushaltestellen oder Kreuzungen o.ä. um Autofahrer dort vorbeizulassen, wo es der Platz zulässt.Und ob man aufm Radweg oder der Straße sicherer fährt, hängt davon ab, ob man auf der Landstraße oder in der Stadt unterwegs ist. Überland sind Radwege das einzig sinnvolle für "Normalradler". Rennradler sollten sich ihre Route eben so wählen, dass sie auf kleinen, wenig befahrenen Straßen unterwegs sind.
In der Stadt sieht die Sache ganz anders aus. Gerade bei Radwegen, die hinter einer Reihe parkender Autos verlaufen, muss man spätestens an der dritten Ampel stark bremsen, weil ein Abbieger (meistens Rechts~, seltener, dafür aber mit schwereren Verletzungen, Links~) die Vorfahrt der Radfahrer auf dem Radweg missachtet.
Von daher ist die bestehende Regelung sehr gut, da man sich als Radler an den meisten Ecken aussuchen kann, wo man das geringere Risiko vermutet. Und letzendlich, wenn man doch sooo eine große Behinderung für den Autoverkehr auf der Straße darstellt, fährt man als Radler freiwillig Radweg - oder wenn nötig und möglich sogar auf dem Gehweg.Leider wird hier durch einige User ein Feindbild der Radfahrer gezeichnet, dass auf die wenigsten zutrifft. Ich radle zur Arbeit, weil ich damit schneller bin, billiger unterwegs bin als mitm Privatauto oder der U-Bahn und keinen der knappen Parkplätze in der Firma verbrauche. Zwar würde mir einer zustehen (und meinem leicht gehbehinderten Kollegen eigentlich nicht), aber da verzichte ich - nach freundlicher Anfrage durch ihn, als er bemerkte, dass ich den Parkplatz vllt 1 Mal die Woche bei Regen oder so brauche - mittlerweile freiwillig komplett.
Die Motivationen für's Radfahren sind so unterschiedlich, wie die einzelnen Menschen und ihre Verhaltensmuster. Da alle über einen Kamm zu scheren - und dann die schlimmsten als Musterbeispiel zu nehmen - ist sehr kurzsichtig.
Sie sprechen von Sonderfällen. In diesen Situationen nimmt man als Autofahrer natürlich Rücksicht. Aber diese Situation ist nicht der Regelfall innerorts auf normal befestigten (Haupt-) Straßen mit viel Verkehr.
Für mich ist der Radfahrer auch kein Feindbild und auch kein Verkehrshindernis, für mich ist der Radfahrer zumeist einfach nur unvorsichtig und teilweise eine Gefahr für sich selbst. Dabei möchte ich nicht alle über einen Kamm scheren.
Ich habe jedoch bisher 3 schwere Unfälle selbst gesehen, die Radfahrer durch ihre Leichtsinnigkeit (oder was auch immer) verursacht haben:
1) Spiegel abfahren und flüchten,
2) bei roter Fahrradampel fahren, fast Kollision mit Fußgänger, dabei Sturz und das Kind hinten drauf klatscht mit dem Schädel auf die Straße und bleibt liegen (Ausgang unbekannt) und
3) Spurwechsel ohne Handzeichen und ohne den rückwärtigen Verkehr zu prüfen -> Kontakt mit anfahrendem LKW -> tot.
Dass Radwege benutzt werden sollen, soll keine Bevormundung sein und schon gar keine Schikane. Aber diese "Ich muss auf der Straße fahren, um Autofahrern zu zeigen, dass Radfahrer mindestens gleichwertig sind"-Denke finde ich einfach unpassend, irrational und gefährlich. Da kann man als Autofahrer noch so vorsichtig fahren, wenn der Radfahrer durchdreht, hat man als Autofahrer immer mindestens Teilschuld.
Ach, hör ich grad eben im Radio: Berlin-Treptow, Mann fährt zwischen parkenden Autos auf die Straße und wird vom Auto erfasst. Schwer verletzt. Einzelfall, ja. Aber muss das sein? Nein.
Zitat:
Original geschrieben von Xaven1978
Ich habe jedoch bisher 3 schwere Unfälle selbst gesehen, die Radfahrer durch ihre Leichtsinnigkeit (oder was auch immer) verursacht haben:
... Aufzählung von drei Einzelfällen...
Niemand hat behauptet, dass Radfahrer per se intelligenter oder besser als der Durchschnitt wären.
Zitat:
Dass Radwege benutzt werden sollen, soll keine Bevormundung sein und schon gar keine Schikane. Aber diese "Ich muss auf der Straße fahren, um Autofahrern zu zeigen, dass Radfahrer mindestens gleichwertig sind"-Denke finde ich einfach unpassend, irrational und gefährlich. Da kann man als Autofahrer noch so vorsichtig fahren, wenn der Radfahrer durchdreht, hat man als Autofahrer immer mindestens Teilschuld.
Viele Radwege sind aber Schikane und praktisch keiner ist sicherer als das Fahren auf der Fahrbahn.
Ich hatte hierzu in diesem Trend schon Links zur Unfallforschung in Berlin und zum Bundesamt für Straßenverkehr.
Zitat:
Ach, hör ich grad eben im Radio: Berlin-Treptow, Mann fährt zwischen parkenden Autos auf die Straße und wird vom Auto erfasst. Schwer verletzt. Einzelfall, ja. Aber muss das sein? Nein.
Nein, danke das müsste echt nicht sein.
Aber nach dem Entsetzen über den schrecklichen Unfall sollten wir über die Ursachen nachdenken. Warum fährt jemand zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn?
War der Radwege zu Ende oder einfach nur zugeparkt? Wäre der Radfahrer grundsätzlich auf der Fahrbahn gefahren, dann hätte es
diesenUnfall nie gegeben. Ganz grundsätzlich soll natürlich niemand auf die Fahrbahn treten oder einfahren, ohne auf den fließenden Verkehr zu achten.
Aber genau das ist eines der Hauptargument gegen Hochbordradwege. Diese schaffen viele zusätzliche gefährliche Querungen, die es beim Fahren auf der Fahrbahn nicht gibt.
Zitat:
Original geschrieben von 2raeder-keinmotor
(...)
Viele Radwege sind aber Schikane und praktisch keiner ist sicherer als das Fahren auf der Fahrbahn.
(...)
Es gibt hier in der Nähe eine kurvige, schwer einsehbare, enge Landstraße, begleitet von einem breiten, asphaltierten Radweg. Nach Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten behaupte ich: dort ist der Radweg für Radler sicherer als die Fahrbahn.
Durch Deine Pauschalisierung stellst Du Dich auf eine Ebene mit anderen Foristen hier, die pauschal alle Radler runtermachen oder pauschal alle Radwege als nonplusultra hinstellen. Dein Anliegen in Ehren, aber damit stellst Du Dir selbst ein Bein.
Und wenn Du Dein Pauschalurteil mit Unfallstatistiken u.ä. untermauern willst zeigt das lediglich, daß man mit Statistik alles beweisen kann.
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Das lässt sich auch vermeiden indem man einmal kurz bremst. Mir platzt langsam der Kragen, Autofahrer sollen ruhig wegen dutzender Radfahrer mitten auf der Straße bremsen, aber als Radfahrer für einen Fußgänger bremsen zu müssen stellt sofort wieder Zweifel an die Eignung des Radwges.Zitat:
Original geschrieben von xarminius
1) Die Fussgänger rennen ja auch alle auf dem Radweg rum.
Diese Situatuion wäre mit Leichtigkeit zu vermeiden.
Wenn Radwege als Verkehrswege anerkannt wären.
Das scheint hier im Thread das Hauptproblem zu sein: Dass Dir der Kragen platzt.
Hast nicht Du diese Diskussion mit dem Argument eröffnet, dass Du nicht wegen Radfahrern bremsen willst? Du verlangst aber von Radfahrern, dass sie auf schlechter ausgebauten und häufig gefährlichen Wegen fahren und ganz selbstverständlich wegen langsameren Verkehrsteilnehmern bremsen sollen? Also etwas wozu Du Dich nicht in der Lage siehst? Vergiss es!
Zitat:
Original geschrieben von RH SH
Natürlich sind Radwege billiger. Ein Radfahrer wiegt höchstens 150 Kilogramm, ein Auto mindestens 1,5 Tonnen. Wer da den Unterschied nicht erkennt, dem ist wirklich nicht zu helfen. Und sollte der Radweg wider erwarten unbefahrbar sein, hilft immer noch absteigen. Aber das ist anscheinend niemandem zuzumuten.Zitat:
Original geschrieben von xarminius
2) Radwege haben strassenbautechnisch einen ganz anderen Unterbau wie Strassen. Viel Billiger. Deswegen sind sie permanent im Arsch.
Geld nicht vorhanden. Die Staatskassen sind leer. Deswegen wird's immer "besser". In Norddeutschland übrigens mehr, die haben nämlich viel mehr Kilometer Radwege.
Es gibt übrigens eine Abbiegung, da musste ich regelmässig Autofahrer "verarschen", da diese Radwege so kaputt sind, dass ich nicht mal rechts Handzeichen geben kann. So sind Radwege. Achso: Die Wurzeln kamen durch-den Lenker konnte man nicht loslassen. Selbstschutz. Macht mir keinen Spass- Energieverschwendung.Eure Argumentation ist wirklich zum Heulen🙁
Du bist hier der Heuler!
Hast nicht Du weiter oben geschrieben, dass Du grundsätzlich auf Radwegen parkst, um keinen wertvollen Verkehrsraum weg zu nehmen? Das heisst, dass Dir sogar klar ist, dass Du damit nicht nur gegen die StVO verstößt, andere Verkehrsteilnehmer gefährdest, sondern auch noch öffentliches Eigentum beschädigst!
Die Kosten für Radwege sind ein weiteres Argument gegen sie. Einfach weglassen und man kann sich die Kosten für Bau und Unterhalt sparen. Falls es wegen des hohen Verkehrsaufkommens unbedingt nötig sein sollte, macht man lieber die Straße etwas breiter und legt Schutz- oder Radstreifen an.
Zitat:
Original geschrieben von 2raeder-keinmotor
Das scheint hier im Thread das Hauptproblem zu sein: Dass Dir der Kragen platzt.
Hast nicht Du diese Diskussion mit dem Argument eröffnet, dass Du nicht wegen Radfahrern bremsen willst? Du verlangst aber von Radfahrern, dass sie auf schlechter ausgebauten und häufig gefährlichen Wegen fahren und ganz selbstverständlich wegen langsameren Verkehrsteilnehmern bremsen sollen? Also etwas wozu Du Dich nicht in der Lage siehst? Vergiss es!
Auto = Straße; Radfahrer = Radweg. Das scheinen einige hier nicht verstehen zu können. Und wenn der Radweg sooooooo schlecht ist, Herrgott, dann fahrt einen Umweg oder schiebt. Ich darf doch wegen Schlaglöchern auch nicht auf den Radweg ausweichen!
Zitat:
Original geschrieben von 2raeder-keinmotor
Du bist hier der Heuler!
Hast nicht Du weiter oben geschrieben, dass Du grundsätzlich auf Radwegen parkst, um keinen wertvollen Verkehrsraum weg zu nehmen? Das heisst, dass Dir sogar klar ist, dass Du damit nicht nur gegen die StVO verstößt, andere Verkehrsteilnehmer gefährdest, sondern auch noch öffentliches Eigentum beschädigst!
Fahr mal herunter. Wo gefährde ich denn einen Radfahrer, der kurz über den Gehweg fahren muss? Und gefährde ich sonst nicht eher die Autofahrer, die sich alle bei Gegenverkehr an meinem Auto vorbeidrängeln müssen? Im Gegensatz zu manchen der hiesigen Radfahrer verstehe ich Rücksicht nicht nur auf Fahrräder, sondern auch auf Autos bezogen.
Zitat:
Original geschrieben von 2raeder-keinmotor
Viele Radwege sind aber Schikane und praktisch keiner ist sicherer als das Fahren auf der Fahrbahn.
Du hältst also auch diese Fahne hoch, nach der es eine riesige Verschwörungstheorie gibt, um den Radfahrern das Radfahren auszutreiben? Das glaubst du doch wohl selber nicht.
Die hiesigen Radfahrer haben die Pflicht, Autos überholen zu lassen, anscheinend nicht verstanden. Anscheinend gilt die STVO ja nicht für Fahrradfahrer, denn da steht folgendes:
§5 (6) STVO: Wer überholt wird, darf seine Geschwindigkeit nicht erhöhen. Der Führer eines langsameren Fahrzeugs muß seine Geschwindigkeit an geeigneter Stelle ermäßigen, notfalls warten, wenn nur so mehreren unmittelbar folgenden Fahrzeugen das Überholen möglich ist. Hierzu können auch geeignete Seitenstreifen in Anspruch genommen werden; das gilt nicht auf Autobahnen.
§2 (2) STVO: Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit.
§2 (4) STVO: Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Eine Benutzungspflicht der Radwege in der jeweiligen Fahrtrichtung besteht nur, wenn Zeichen 237, 240 oder 241 angeordnet ist. Rechte Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen benutzt werden. Linke Radwege ohne die Zeichen 237, 240 oder 241 dürfen nur benutzt werden, wenn dies durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei“ allein angezeigt ist. Radfahrer dürfen ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Mofas Radwege benutzen.
Ich erkläre es noch mal: wenn mich ein Profi in einer engen Straße am Überholen hindern will, dann ist das eiskalte Nötigung. Es steht dem Radfaher überhaupt nciht zu zu entscheiden, ob und wann ich überhole, er hat Platz zu machen und zwar schnellstmöglich. Wenn da jemand vorsätzlich nach links zieht, ist das Nötigung! Nötigung kann übrigens bei Härtefällen ins Gefängnis führen..... nur mal so nebenbei erwähnt.... Vielleicht motiviert das ja einige Radfahrer, doch mal in die STVO zu schauen.
Zu der Sache mit dem Sicherheitsabstand: ich halte 150 Zentimeter für übertrieben, dann dürfte man innerorts nur noch überholen, wenn man auf die Gegenspur fährt, also gerade kein Gegenverkehr kommt. Mir kann keiner erzählen, dass das sinnvoll ist. Die Rechtsprechung sichert dem Radfahrer diesen Sicherheitsabstand zu, also hat der Radfahrer als langsames Fahrzeug gemäß STVO dafür zu sorgen, dass ich mit meinem Auto so überholen kann, dass diese 150 Zentimeter gewahrt bleiben. Aber stattdessen fährt man ja lieber zu weit links und mault herum, dass die bösen Autos mit 10 Zentimeter Abstand überholen..... überlegt mal, warum das so ist....😕😕😕