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SL 300 BJ 89 nimmt erst ab 50% Gaspedalstellung Gas an

Mercedes SL R129
Themenstarteram 20. Oktober 2020 um 21:03

Hallo ein guter Freund von mir Hat einen Sl 300 Bj 89, er nimmt erst Gas an wenn man das Pedal bis zu Hälfte drückt und Motorkontrolle leuchtet gleich am Anfang vom Gas geben.

Meiner Meinung nimmt er erst Gas an wenn die Drosselklappe über das Gestänge [>50% Gaspedalstellung] gedrückt wird

Entweder Potenziometer oder Drosselklappe. Lieg ich da richtig??? Wie könnte ich das prüfen?

Beste Antwort im Thema

Grundlegender Prüfumfang bei Problemen an der KE-Anlage , achtung hierzu sind Fachwissen und entsprechende Werkzeuge nötig , das ist nichts für planlose Teiletauscher , die sind in einer Fachwerkstatt besser aufgehoben .

 

 

• Wenn nötig eventuell Verschleißteile wie Luftfilter, Zündkerzen tauschen

 

• Wenn Probleme durch die Zündanlage nicht ausgeschlossen werden können Zündverteiler, Zündkabel, Zündzeitpunkt prüfen (Stellung des Abgleichsteckers berücksichtigen; Abgleichstecker generell nur auf Normal oder Super, entsprechend der getankten Benzinsorte! ). Am schnellsten festzustellen sind Zündungsprobleme mit einem mehrkanaligem Hochspannungsoszilloskop und Induktivgeber anhand der Sekundärbilder der Zündspule für die einzelnen Zylinder.

 

• Spannungsversorgung und Masseanschlüsse des KE-Steuergeräts überprüfen.

 

• Kraftstoffdrücke messen

 

• Gaszug bzw. Regulierungsgestänge überprüfen

 

 

Symptom-Ursache-Lösung:

 

Symptome des Problems genauer analysieren:

 

Abgleichstecker des KE-Steuergeräts auf Stellung 1 !

 

In welchen Betriebszuständen des Motors tritt das Problem auf? :

 

a) Funktioniert die Kaltstartanreicherung /Warmlaufanreicherung ?

 

(Nach einwandfreiem Kaltstart leicht erhöhte Leerlaufdrehzahl zum Warmlauf des Motors?)

 

b) Hängt der betriebswarme Motor gut am Gas? (spontane Gasbewegungen gegen Vollgas werden unmittelbar ohne „Verschlucken“ angenommen?)

 

c) Ist in allen thermischen Betriebszuständen ein runder Motorleerlauf gewährleistet? (laufender Motor [beobachtet am Zyl.-Kopf] sollte sich in

 

der Gummilagerung nicht sichtbar bewegen)

 

d) Funktioniert die elektronische Leerlaufdrehzahlregelung? (Leerlaufdrehzahl wird auch unter leichter Belastung eingeregelt und

 

aufrechterhalten? z. B. Fahrstufe D eingelegt

 

e) Leerlaufdrehzahl sollte außerdem relativ konstant gehalten werden und nicht mehr als 50 U/min (bei mir sind es 30 U/min am Analogdrehzahltester)

 

schwanken, wobei der Drehzahlsollbereich eingehalten werden muss)

 

f) Läuft der Motor auch in Lastübergangszuständen (z.B. bei Schalten auf N-, bzw. Auskuppeln im Schiebebetrieb oder beim Bremsen) absolut

 

ruckelfrei ohne abzusterben?

 

g) Verdecktes Symptom: CO-Gehalt lässt sich nicht oder nur schwer Einstellen, Leerlaufdrehzahl erhöht sich beim Einstellen.

 

 

Ursachen und Lösungsansätze

 

Wenn einzelne Symptome negativ sind, empfehlen sich die folgenden Vorgehensweisen mit den entsprechend gekennzeichneten Kleinbuchstaben

 

Sind mehrere Symptome negativ, die Lösungsansätze einzeln analog anwenden.

 

a): Kühlmitteltemperaturgeber, Kaltstartventil, Leerlaufsteller, und deren Verkabelung zum Steuergerät überprüfen.

 

Extreme Falscheinstellung des Potis führt zu ähnlichen Symptomen. Potisignal überprüfen.

 

b): Elektrohydraulischen Drucksteller, Drosselklappenschalter, Leerlaufschalter, sowie deren Verkabelung zum Steuergerät überprüfen

 

zuletzt Potiverkabelung zum Steuergerät, Potisignal überprüfen

 

c): Ansaugtrakt des Motors auf Dichtheit überprüfen.CO- Einstellung überprüfen bzw. nachjustieren.

 

Potistecker abziehen: verbessert sich der Leerlauf bei abgezogenem Stecker deutet dies

 

auf Verschleiß des Stauscheibenpotentiometers hin. Potisignal überprüfen.

 

d) / e) : Schwankt die Leerlaufdrehzahl ständig um mehr als 50 U/min, Potistecker abziehen. Verbessert sich der Leerlauf bei abgezogenem Stecker

 

z. B. Motor „sägt“ nicht mehr) deutet dies auf starken Verschleiß oder Falscheinstellung des Stauscheibenpotentiometers hin. Potisignal überprüfen.

 

Ist die Leerlaufdrehzahl konstant erhöht (Notlauf mit und ohne abgezogenem Potistecker), d.h. es erfolgt keine Einregelung der Leerlaufdrehzahl bei leichter

 

Belastung (z.B. Fahrstufe D oder viele elektrische Verbraucher), Leerlaufregler, Drosselklappenschalter, Leerlaufschalter,

 

deren Verkabelung zum Steuergerät, Verkabelung des Potis zum Steuergerät, und Potisignal überprüfen.

 

f): Leerlaufregler, und dessen Verkabelung zum Steuergerät überprüfen. Abgasmessung durchführen, Auspuffanlage auf grobe Dichtheit kontrollieren. Ist der

 

Sauerstoffgehalt im Abgas stark erhöht deutet dies auf eine „unvollständige Verbrennung“ des Motors hin. Weiteres Vorgehen siehe „g)“

 

g): Ansaugtrakt des Motors auf Dichtheit überprüfen. (besonders Gummiteile neigen dazu nach einem gewissen Alter brüchig zu werden, was zum

 

ziehen von Falschluft führt) Leerlaufregler, dessen Verkabelung, Potiverkabelung und Potisignal überprüfen. evtl. ist das Gemisch auch stark abgemagert.

 

CO-Gehalt kontrollieren und einstellen

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dieter

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24 Antworten

Hat der Wagen ASR ?

Themenstarteram 20. Oktober 2020 um 21:18

Ja

Grundlegender Prüfumfang bei Problemen an der KE-Anlage , achtung hierzu sind Fachwissen und entsprechende Werkzeuge nötig , das ist nichts für planlose Teiletauscher , die sind in einer Fachwerkstatt besser aufgehoben .

 

 

• Wenn nötig eventuell Verschleißteile wie Luftfilter, Zündkerzen tauschen

 

• Wenn Probleme durch die Zündanlage nicht ausgeschlossen werden können Zündverteiler, Zündkabel, Zündzeitpunkt prüfen (Stellung des Abgleichsteckers berücksichtigen; Abgleichstecker generell nur auf Normal oder Super, entsprechend der getankten Benzinsorte! ). Am schnellsten festzustellen sind Zündungsprobleme mit einem mehrkanaligem Hochspannungsoszilloskop und Induktivgeber anhand der Sekundärbilder der Zündspule für die einzelnen Zylinder.

 

• Spannungsversorgung und Masseanschlüsse des KE-Steuergeräts überprüfen.

 

• Kraftstoffdrücke messen

 

• Gaszug bzw. Regulierungsgestänge überprüfen

 

 

Symptom-Ursache-Lösung:

 

Symptome des Problems genauer analysieren:

 

Abgleichstecker des KE-Steuergeräts auf Stellung 1 !

 

In welchen Betriebszuständen des Motors tritt das Problem auf? :

 

a) Funktioniert die Kaltstartanreicherung /Warmlaufanreicherung ?

 

(Nach einwandfreiem Kaltstart leicht erhöhte Leerlaufdrehzahl zum Warmlauf des Motors?)

 

b) Hängt der betriebswarme Motor gut am Gas? (spontane Gasbewegungen gegen Vollgas werden unmittelbar ohne „Verschlucken“ angenommen?)

 

c) Ist in allen thermischen Betriebszuständen ein runder Motorleerlauf gewährleistet? (laufender Motor [beobachtet am Zyl.-Kopf] sollte sich in

 

der Gummilagerung nicht sichtbar bewegen)

 

d) Funktioniert die elektronische Leerlaufdrehzahlregelung? (Leerlaufdrehzahl wird auch unter leichter Belastung eingeregelt und

 

aufrechterhalten? z. B. Fahrstufe D eingelegt

 

e) Leerlaufdrehzahl sollte außerdem relativ konstant gehalten werden und nicht mehr als 50 U/min (bei mir sind es 30 U/min am Analogdrehzahltester)

 

schwanken, wobei der Drehzahlsollbereich eingehalten werden muss)

 

f) Läuft der Motor auch in Lastübergangszuständen (z.B. bei Schalten auf N-, bzw. Auskuppeln im Schiebebetrieb oder beim Bremsen) absolut

 

ruckelfrei ohne abzusterben?

 

g) Verdecktes Symptom: CO-Gehalt lässt sich nicht oder nur schwer Einstellen, Leerlaufdrehzahl erhöht sich beim Einstellen.

 

 

Ursachen und Lösungsansätze

 

Wenn einzelne Symptome negativ sind, empfehlen sich die folgenden Vorgehensweisen mit den entsprechend gekennzeichneten Kleinbuchstaben

 

Sind mehrere Symptome negativ, die Lösungsansätze einzeln analog anwenden.

 

a): Kühlmitteltemperaturgeber, Kaltstartventil, Leerlaufsteller, und deren Verkabelung zum Steuergerät überprüfen.

 

Extreme Falscheinstellung des Potis führt zu ähnlichen Symptomen. Potisignal überprüfen.

 

b): Elektrohydraulischen Drucksteller, Drosselklappenschalter, Leerlaufschalter, sowie deren Verkabelung zum Steuergerät überprüfen

 

zuletzt Potiverkabelung zum Steuergerät, Potisignal überprüfen

 

c): Ansaugtrakt des Motors auf Dichtheit überprüfen.CO- Einstellung überprüfen bzw. nachjustieren.

 

Potistecker abziehen: verbessert sich der Leerlauf bei abgezogenem Stecker deutet dies

 

auf Verschleiß des Stauscheibenpotentiometers hin. Potisignal überprüfen.

 

d) / e) : Schwankt die Leerlaufdrehzahl ständig um mehr als 50 U/min, Potistecker abziehen. Verbessert sich der Leerlauf bei abgezogenem Stecker

 

z. B. Motor „sägt“ nicht mehr) deutet dies auf starken Verschleiß oder Falscheinstellung des Stauscheibenpotentiometers hin. Potisignal überprüfen.

 

Ist die Leerlaufdrehzahl konstant erhöht (Notlauf mit und ohne abgezogenem Potistecker), d.h. es erfolgt keine Einregelung der Leerlaufdrehzahl bei leichter

 

Belastung (z.B. Fahrstufe D oder viele elektrische Verbraucher), Leerlaufregler, Drosselklappenschalter, Leerlaufschalter,

 

deren Verkabelung zum Steuergerät, Verkabelung des Potis zum Steuergerät, und Potisignal überprüfen.

 

f): Leerlaufregler, und dessen Verkabelung zum Steuergerät überprüfen. Abgasmessung durchführen, Auspuffanlage auf grobe Dichtheit kontrollieren. Ist der

 

Sauerstoffgehalt im Abgas stark erhöht deutet dies auf eine „unvollständige Verbrennung“ des Motors hin. Weiteres Vorgehen siehe „g)“

 

g): Ansaugtrakt des Motors auf Dichtheit überprüfen. (besonders Gummiteile neigen dazu nach einem gewissen Alter brüchig zu werden, was zum

 

ziehen von Falschluft führt) Leerlaufregler, dessen Verkabelung, Potiverkabelung und Potisignal überprüfen. evtl. ist das Gemisch auch stark abgemagert.

 

CO-Gehalt kontrollieren und einstellen

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dieter

Themenstarteram 20. Oktober 2020 um 21:55

Danke für deine ausführliche und umfangreiche Erläuterung.

 

Der Motor läuft rund, springt sofort an (warm wie kalt), ruhiger Leerlauf, sobald er beschleunigt ab Hälfte Gaspedal volle Leistung keine Zündaussetzer, kein verschlucken oder husten.

Ich glaube nicht dass das Problem so tief liegt. Von Leerlauf bis Hälfte Gas ist es so als würde die Pedalstellung nicht übertragen werden, wobei der Bowdenzug einwandfrei ohne übermäßiges Spiel passt.

Ein bisschen stutzig macht mich auch die leuchtende Motorkontrolleuchte ?

Kannst du das näher definieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter

Themenstarteram 20. Oktober 2020 um 23:54

Zitat:

Ein bisschen stutzig macht mich auch die leuchtende Motorkontrolleuchte ?

Kannst du das näher definieren.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter

Fahrzeugstart Kontrolle ist aus und bleibt auch aus, solange bis man das Fahrpedal drückt und sei es nur für 1mm

Hat nix mit KE Jetronic zu tun. Die seitenlangen Fehlersuchkopien weiter oben kannst Du erstmal vergessen.

Das Problem ist das EFP [electronisches Fahrpedal] oder ASR [AnfahrSchlupfRegelung] - beide arbeiten Hand-in-Hand zusammen.

Dein Auto ist im "limp-home" Modus - also im im Notlauf.

Bestätige doch mal [gemäß Bild unten] welche Lampe an ist, bzw. sende ein Bild von der Kontrolleuchte und sende die Fahrgestellnummer.

Dann können wir weiter machen.

Gruß

F.

KI bei ASRII
Themenstarteram 21. Oktober 2020 um 7:56

Hier die Fotos, danke schon mal für die Hilfe

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Das ist das ASR nicht der Motor

fehlercode ausblinken oder ausblinken lassen dann sieht man weiter

Mit freundlichen Grüßen

Dieter

Zitat Mercedes-Bosch Obermeister:

"Das ist das ASR nicht der Motor"

Ach wirklich ? Kaum zu glauben.

Daß es die ASR oder EFP ist - und nicht die KE Jetronic - war wohl von Anfang an klar nach der Fehlerbeschreibung vom TE - wie weiter oben schon bemerkt.

Zitat Mercedes-Bosch Obermeister:

"fehlercode ausblinken oder ausblinken lassen dann sieht man weiter"

Super Tipp -

Dann sag doch dem TE in welchem Pin der 16pin Diagnosekupplung man die ASR erreichen kann, auch ich möchte ja gern vom Mercedes-Bosch Obermeister lernen. Und sende gleich die Symptom-Ursache-Lösung Seiten aus Deinem Bosch ASR Handbuch mit.

Hallo oesi3933,

danke für die FIN. Es ist also ein 300SL24V

Moin Moin aus dem Norden,

man sollte bei den Fakten bleiben und nicht stänkern, wir wollen doch alle nur helfen.

Vg. Mathias

@fitzcarraldo1 kann dem TE jetzt ja erklären welche Buchse zwischen 4 und 6 er ausblinken muss oder eben da der TE das wohl nicht selber kann in einer Werkstatt aber die wissen das auch von alleine und die haben auch das Handbuch mit dem Fehlercode dann . mir ist das sinnfreie und Themenfreie gelabere von Fitzcarraldo1 zu dumm. Sorry

mfg

Dieter

Hallo Mercedes-Bosch Obermeister,

Du hattest doch vorgeschlagen "Fehlercode ausblinken".

Dann solltest Du aber auch mitteilen in welcher Buchse die ASR Anlage zu finden ist ???

Nur Du kannst es beantworten.

Die Buchse steht schon in der Antwort

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