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Sitzkissen für erhöhte Sitzposition - gefährlich bei Unfall?

Themenstarteram 5. Mai 2022 um 11:23

Hallo,

die Sicherheitssysteme eines Fahrzeugs sind für eine bestimmte Sitzposition designed, wenn man davon abweicht ist es oft gefährlich, siehe: https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/crashtest/out-of-position/

Da mein Santa Fe SM anscheinend für den durchschnittlichen Koreaner entwickelt wurde, pass ich nicht richtig rein. Eine Sitzschienenverlängerung würde mir der Tüv nicht eintragen (hab gefragt) und wenn ich diese ohne Eintragung durchführe könnte ich Probleme mit meiner Versicherung im Falle eines Unfalls bekommen.

Meine Lösung ist ein ca. 10 cm hohes Sitzkissen. Rechtlich dürfte das nicht zu beanstanden sein. Damit haben meine Beine mehr Platz - aber oben stoße ich mit den Haaren fast an den Dachhimmel und die B-Säule ist auch ziemlich nah an meinem Kopf.

Wie verhält es sich nun bei einem Unfall? Kann diese Sitzposition problematisch sein?

Gruß und Dank

Stefan

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15 Antworten

Zitat:

@dummefrage schrieb am 5. Mai 2022 um 11:23:00 Uhr:

… Eine Sitzschienenverlängerung würde mir der Tüv nicht eintragen …

Das wäre ungewöhnlich, zumal es originale von Hyundai mit KBA-Nummer gibt:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2048408933-223-3234

Zitat:

@dummefrage schrieb am 5. Mai 2022 um 11:23:00 Uhr:

Wie verhält es sich nun bei einem Unfall? Kann diese Sitzposition problematisch sein?

Wenn du mal "Genick ab" live gesehn hast machst du das nicht mehr (das Auto hatte gar nix, Fahrgastzelle völlig intakt, Fahrer war angeschnallt, lag nur auf dem Dach im Graben).

Ich bin da schon mit meiner E-Klasse nicht glücklich, da sitze ich auch schon zu hoch obwohl der Sitz ganz unten ist (das Auto ist nur für Liegesitzposition gedacht).

Gruß Metalhead

Ein bekannter ist mit seinem 924er bei einem Unfall Rückwärts an einem Baum geknallt und an der Rückenlehne hochgerutscht und mit dem Kopf gegen das Dach geknallt. Dort gab es auch sichtbar eine Verformung.

Glücklicherweise bekamen die Ersthelfer die Tür nicht auf,so dass ihn erst die Profi's mit Stützen am Genick geborgen haben.

Es waren mehrere Wirbel verletzt und er musste über einen längeren Zeitraum einen Fixateur tragen,der das bewegen des Kopfes verhinderte.

Wenn die Sitzposition so unglücklich ist, sollte man sich lieber das passende Auto kaufen.

Man will natürlich nie einen Unfall haben, aber es kann halt doch passieren und dann wären Verletzungen, die bedingt durch eine ungünstige Sitzposition entstehen, äußerst ärgerlich.

Themenstarteram 5. Mai 2022 um 19:08

Zitat:

 

Das wäre ungewöhnlich, zumal es originale von Hyundai mit KBA-Nummer gibt:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2048408933-223-3234

Danke, die hab ich vorhin gekauft. Hab davor schonmal danach gesucht aber damals keine gefunden und dachte, die gäbe es allgemein nicht.

Allgemein ist so ein Sitz immer ein Kompromiss, der für sagen wir 90% der Nutzer und Körperformen ziemlich gut funktioniert. Die anderen haben halt verloren und müssen irgendwie drauf klarkommen.

Die eierlegende Wollmilchsau gibts nicht und kann es nicht geben.

Genauso wie beim Standard-Auto das Getriebe vor dem Fahrer sitzt und nicht der Motor. Weil kleiner, weil mehr Knautschzone bei Crash. Der Engländer hat halt Pech gehabt.

Viel Erfolg mit den Schienen, wenn's hilft. Passendes Auto suchen wäre auf Dauer sinnvoller, wenn man auf das Thema "was is, wenn's knallt" größeren Wert Legt.

Themenstarteram 7. Mai 2022 um 15:54

Zitat:

Viel Erfolg mit den Schienen, wenn's hilft. Passendes Auto suchen wäre auf Dauer sinnvoller, wenn man auf das Thema "was is, wenn's knallt" größeren Wert Legt.

Im Prinzip ist der Santa Fe SM schon halbwegs sicher weil er relativ schwer ist und man in einem SUV auch höher sitzt. Die Alternative für mich wäre ein Volvo V70 (also ein Kombi). Der ist zwar für seine Fahrzeugart relativ sicher, aber eben niedriger und vor allem rund 300 kg leichter als der Santa Fe - was den Volvo damit wieder unsicherer macht. Ein XC90 verbraucht leider noch mehr als der Santa Fe, dazu ist die Anschaffung relativ teuer.

Schwer ist nicht gleich sicher, nur zur Info.

Themenstarteram 7. Mai 2022 um 18:18

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 7. Mai 2022 um 15:57:33 Uhr:

Schwer ist nicht gleich sicher, nur zur Info.

Nicht immer - aber wenn ein leichteres und ein schwereres Auto beide moderne Sicherheitsstandard besitzen, hat bei einem Frontallaufprall dieser beiden Fahrzeuge der im schweren bessere Überlebenschancen.

Etwas älter, aber ziemlich deutlich, es kommt auf die Konstruktion an, moderne Autos müssen ja "partnerschaftlich" konstruiert sein.

Gut, beim 40to wird es schwierig, der macht dich platt, aber zwischen zwei PKW passt das. Und bei einem KPz Leopard sieht es auch eher weniger prickelnd aus. ;)

Themenstarteram 7. Mai 2022 um 22:06

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 7. Mai 2022 um 19:59:47 Uhr:

Etwas älter, aber ziemlich deutlich, es kommt auf die Konstruktion an, moderne Autos müssen ja "partnerschaftlich" konstruiert sein.

Aber trotz kompatibler Knautschzonen sind die G-Kräfte beim schwereren Auto geringer weil es das leichtere zurückstößt.

Gab hier mal einen Thread wo sowas diskutiert wurde. Ein User schrieb dazu:

Es gab mal einen Unfall zwischen einem Renault Zoe und einem Audi Q5. Eine Person verstarb hinten IM AUDI Q5!

Nur mal so am Rande erwähnt.

Es gibt sogar Menschen, die bei einem Unfall außerhalb eines Autos sterben. Ohne die Umstände zu kennen (Genickbruch durch mangelnde Ladungssicherung?) ist das doch alles Stochern im Nebel.

Eben.

Nö, wir reden vom Impulserhaltungssatz. Wenn zwei gleich schwere Fahrzeuge mit 100 km/h frontal aufeinander ballern, bleiben sie geschrottet in der Mitte stehen, und somit ist bei beiden Fahrzeugen die Aufprallgeschwindigkeit 100 km/h. Wiegt hingegen das eine Fahrzeug 1000 kg und das andere 2000 kg, dann rutschen die gecrashten Fahrzeuge zusammen mit ca. 33 km/h in Richtung des leichteren Fahrzeugs. Daher hat sich die Geschwindigkeit des leichteren Fahrzeugs um 133 km/h geändert, während es bei dem schwereren Fahrzeug nur 67 km/h, also Aufprallgeschwindigkeit 133 km/h (leichteres Fahrzeug) und 67 km/h (schwereres Fahrzeug).

Im Falle eines Crashtests mit fester Barriere, wäre das also ein Test mit einer Geschwindigkeit von 133 km/h für das leichtere und nur 67 km/h für das schwerere Fahrzeug. Für welches Fahrzeug würde der Crashtest wohl besser ausgehen?

Diese Betrachtung geht von einem unelastischen Stoß aus. Das trifft nicht ganz zu, daher stimmt die Betrachtung nicht exakt aber das ändert nichts an der grundsätzlichen Betrachtung, dass das leichtere Fahrzeug nach hinten geschoben wird und dadurch im Nachteil ist.

 

Gruß

Uwe

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