Signifikante Minder-Km zum Leasing-Ende...was nun ?

Hallo Zusammen,

in Kürze läuft bei meinem Polo "Goal" die Leasing-Laufzeit von vier Jahren ab und die Schlussrate von ca. 6000 Euro wird fällig, da ich das Auto behalten möchte.

Nun wird am Tag X das Fahrzeug eine signifikant geringere Km-Laufleistung (-80%) aufweisen, als beim Vertragsabschluss vereinbart.

Ich lass es mal auf einen Lacher ankommen und Frage: Werden mir die Minder-Km irgendwie "vergütet" und mit der Schlussrate verrechnet, auch wenn ich das Fahrzeug behalte ? Darüber schweigt sich der Vertrag aus und die Leasing-Praxis ist mir leider nicht geläufig.

Falls keine Erstattung wegen Minder-Km, wie könnte man dem Freundlichen anderweitige Sach-/Dienstleistungen (Inspektion, Komplettreinigung usw.) "entlocken" ?

Immerhin tue ich ihm ja den "Gefallen" und behalte das Auto...sprich: er muss sich nicht einen weiteren Ladenhüter für teures Geld aufbereiten und einlagern. Und schliesslich müsste der Händler mir doch bei Nicht-Übernahme tatsächlich die Minder-Km vergüten, oder !?

Über konstruktiv-informative Kommentare und Argumentationshilfen würde ich mich freuen !

Gruß,

Col.Kurtz

Beste Antwort im Thema

Du wirst dem Händler nichts entlocken können, da das Auto selbst den Wert darstellt. Einfaches Beispiel: Die vereinbarte Schlussrate beträgt 6.000€. Durch die Minderkilometer hat das Fahrzeug aber einen tatsächlichen Marktwert von 7.000€. Gibst du das Auto dem Händler und er verkauft es mit Gewinn, sprich über der vereinbarten Schlussrate, muss er dich an diesem Gewinn beteiligen. Näheres hierzu steht normalerweise im Vertrag. Wenn du die Schlussrate allerdings bezahlst, ist für den Händler das Geschäft beendet - er muss und wird dir nichts geben. Warum auch? Du hast das Auto vollständig abbezahlt und es mit der Schlussrate von 6.000€ "gekauft", obwohl der eigentliche Marktwert bei 7.000€ liegt. Nun hindert dich niemand, das Auto für 7.000€ zu verkaufen und 1.000€ "Gewinn" zu machen. Der Händler dürfte sich auf alle Fälle freuen, wenn du ihm das Auto zurückgibst. Problematisch wird's für ihn erst, wenn das Fahrzeug einen Wert unter den vereinbarten 6.000€ hat. Dann muss er nämlich draufzahlen, sofern du das Auto zurückgibst...

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Zitat:

Original geschrieben von call0174


Ist ja das selbe 😁

Oder etwa doch nur das gleiche? 😕

Hehe, ja gut...der Groschen ist für´s erste gefallen 😁

Zitat:

Original geschrieben von Rheinostfriese



Zitat:

Original geschrieben von call0174


Ist ja das selbe 😁
Oder etwa doch nur das gleiche? 😕

Der-, die-, dasselbe besagt, dass etwas identisch ist. Der, die, das Gleiche besagt, dass sich zwei unterschiedliche Dinge aufs Haar gleichen.

Damit isses das selbe 😁

Und was ist mit Teil 2 meiner Frage ?

"Falls keine Erstattung wegen Minder-Km, wie könnte man dem Freundlichen anderweitige Sach-/Dienstleistungen (Inspektion, Komplettreinigung usw.) "entlocken" ?

Immerhin tue ich ihm ja den "Gefallen" und behalte das Auto...sprich: er muss sich nicht einen weiteren Ladenhüter für teures Geld aufbereiten und einlagern. Und schliesslich müsste der Händler mir doch bei Nicht-Übernahme tatsächlich die Minder-Km vergüten, oder !? "

Etwas Phantasie bitte 😉

Und danke für die Antworten bis jetzt !

Gruß,

Col.Kurtz

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Hi,

um zu bewerten, inwieweit du dem Händler einen Gefallen tut, müssten wir erstmal wissen, wieviel den Händler die Rücknahme deines Autos kostet, also 6.000,- Euro plus Minderkilometererstattung.

Dann stellt sich die Frage, ob er beim Weiterverkauf eines solchen Fahrzeugs noch Gewinn macht oder Verlust.

Wenn sich dann rausstellt, dass du dem Händler wirklich einen Gefallen tust, indem du das Fahrzeug weiterfährst, kannst du gerne anfangen, weitere Vorteile für dich auszuhandeln.

Ist alles ganz einfach: Versetz Dich in die Lage des Händlers und versuche kaufmännisch zu denken...

Gruß vom Sause

Du wirst dem Händler nichts entlocken können, da das Auto selbst den Wert darstellt. Einfaches Beispiel: Die vereinbarte Schlussrate beträgt 6.000€. Durch die Minderkilometer hat das Fahrzeug aber einen tatsächlichen Marktwert von 7.000€. Gibst du das Auto dem Händler und er verkauft es mit Gewinn, sprich über der vereinbarten Schlussrate, muss er dich an diesem Gewinn beteiligen. Näheres hierzu steht normalerweise im Vertrag. Wenn du die Schlussrate allerdings bezahlst, ist für den Händler das Geschäft beendet - er muss und wird dir nichts geben. Warum auch? Du hast das Auto vollständig abbezahlt und es mit der Schlussrate von 6.000€ "gekauft", obwohl der eigentliche Marktwert bei 7.000€ liegt. Nun hindert dich niemand, das Auto für 7.000€ zu verkaufen und 1.000€ "Gewinn" zu machen. Der Händler dürfte sich auf alle Fälle freuen, wenn du ihm das Auto zurückgibst. Problematisch wird's für ihn erst, wenn das Fahrzeug einen Wert unter den vereinbarten 6.000€ hat. Dann muss er nämlich draufzahlen, sofern du das Auto zurückgibst...

Es kommt aber auf den Vertrag an. Ich gehe von Ballonfinanzierung aus, dort dienen die KM der Ratenberechnung, um zum Ende der Laufzeit einen Wert zu haben. Der a) in einer Summe bezahlt wird, b) weiterfinanziert oder c) das Auto wird als Gegenwert abgebeben. Ein Preis für Mehr oder Minder-KM ist anders als beim Leasing nicht ausgewiesen. Der Wagen wird bewertet und der Wert geschätzt. Hat er keine Schäden und die vereinbarten KM nicht überschritten, muss der Händler zum verbrieften Rückkaufswert stehen, wenn es den Händler noch gibt. Da sich der Markt aber geändert hat, wird der Wagen so geschätzt werden, dass der Preis passt. Die Autos sind einfach weniger wert.

Ich wundere mich wirklich, wie unwissend die Menschen Verträge abschliessen. Das ist doch kein Hexenwerk! Und gerade wenn ich mich Jahre binde und wirklich eine so teure Anschaffung mache, muss ich doch den Finanzierungsvertrag verstanden haben! Oder ich nehme einen Kumpel mit oder wie auch immer.

BEN

Zitat:

Original geschrieben von benprettig


Ich wundere mich wirklich, wie unwissend die Menschen Verträge abschliessen. Das ist doch kein Hexenwerk! Und gerade wenn ich mich Jahre binde und wirklich eine so teure Anschaffung mache, muss ich doch den Finanzierungsvertrag verstanden haben! Oder ich nehme einen Kumpel mit oder wie auch immer.

BEN

Hallo und danke für deinen Beitrag,

allerdings hättetst du dir den letzten Absatz ruhig sparen dürfen, denn er schiesst für meinen Geschmack etwas übers Ziel hinaus.

Die Tatsache, daß bei meiner - nennen wir sie halt "Ballonfinanzierung" - sehr wohl die Preise für Minder-/Mehr-Km ausgewiesen sind und ich den Eindruck habe, daß die Banken/Händler gar nicht (mehr) daran interessiert sind klar umrissene Vertragsformen (sondern Mischformen aus Leasing/Finanzierung) anzubieten, lässt dein Statement Verträge wären kein "Hexenwerk" zumindest etwas leichtfertig erscheinen.

Gruß,
Col.Kurtz

Zitat:

Original geschrieben von Karl Nickel



Der Händler dürfte sich auf alle Fälle freuen, wenn du ihm das Auto zurückgibst. Problematisch wird's für ihn erst, wenn das Fahrzeug einen Wert unter den vereinbarten 6.000€ hat. Dann muss er nämlich draufzahlen, sofern du das Auto zurückgibst...

Hallo,

danke für die Ausführungen !

Ich war bei meinen Überlegungen davon ausgegangen, daß es für einen Händler bei der momentanen Marktlage nichts Schlimmeres gäbe, als ihm in Aussicht zu stellen ihm ein vier Jahre altes Gebrauchtfahrzeug - und sei es in noch so gutem Zustand- zurück zu geben.

Gruß,

Col.Kurtz

Zitat:

Original geschrieben von Sause4711


Hi,

...

Ist alles ganz einfach: Versetz Dich in die Lage des Händlers und versuche kaufmännisch zu denken...

Gruß vom Sause

Hallo,

soviel Skrupellosigkeit könnte ich dann doch nicht aufbringen 😉

Gruß,

Col.Kurtz

Du kannst ja einfach mal in den einschlägigen Internetseiten nach Autos mit ähnlicher Laufleistung / Ausstattung / Alter suchen und dir einen Eindruck vom heutigen Wert machen. Sollte dieser trotz der geringen km unter dem vereinbarten Restwert liegen, könnte es einen Versuch wert sein, fürs "behalten" noch was rauszuschlagen. Ansonsten sind die Chancen wohl sehr gering.

Zitat:

Original geschrieben von Col.Kurtz



Zitat:

Original geschrieben von benprettig


Ich wundere mich wirklich, wie unwissend die Menschen Verträge abschliessen. Das ist doch kein Hexenwerk! Und gerade wenn ich mich Jahre binde und wirklich eine so teure Anschaffung mache, muss ich doch den Finanzierungsvertrag verstanden haben! Oder ich nehme einen Kumpel mit oder wie auch immer.

BEN

Hallo und danke für deinen Beitrag,

allerdings hättetst du dir den letzten Absatz ruhig sparen dürfen, denn er schiesst für meinen Geschmack etwas übers Ziel hinaus.

Die Tatsache, daß bei meiner - nennen wir sie halt "Ballonfinanzierung" - sehr wohl die Preise für Minder-/Mehr-Km ausgewiesen sind und ich den Eindruck habe, daß die Banken/Händler gar nicht (mehr) daran interessiert sind klar umrissene Vertragsformen (sondern Mischformen aus Leasing/Finanzierung) anzubieten, lässt dein Statement Verträge wären kein "Hexenwerk" zumindest etwas leichtfertig erscheinen.

Gruß,
Col.Kurtz

Na ja,

übers Ziel hinausgeschossen > Da kann man sich drüber streiten!

Fakt ist aber, Du hast eine Finanzierung oder ähnliches über (sagen wir mal)

20.000 Euro unterschrieben, und Dir keine oder zuwenig Gedanken über

den Schluss gemacht.

Sollte das auch übers Ziel hinaus gewesen sein, entschuldige ich mich in aller Form dafür!

Zitat:

Original geschrieben von heffe



Zitat:

Original geschrieben von Col.Kurtz


Hallo und danke für deinen Beitrag,

allerdings hättetst du dir den letzten Absatz ruhig sparen dürfen, denn er schiesst für meinen Geschmack etwas übers Ziel hinaus.

Die Tatsache, daß bei meiner - nennen wir sie halt "Ballonfinanzierung" - sehr wohl die Preise für Minder-/Mehr-Km ausgewiesen sind und ich den Eindruck habe, daß die Banken/Händler gar nicht (mehr) daran interessiert sind klar umrissene Vertragsformen (sondern Mischformen aus Leasing/Finanzierung) anzubieten, lässt dein Statement Verträge wären kein "Hexenwerk" zumindest etwas leichtfertig erscheinen.

Gruß,
Col.Kurtz

Na ja,
übers Ziel hinausgeschossen > Da kann man sich drüber streiten!
Fakt ist aber, Du hast eine Finanzierung oder ähnliches über (sagen wir mal)
20.000 Euro unterschrieben, und Dir keine oder zuwenig Gedanken über
den Schluss gemacht.

Sollte das auch übers Ziel hinaus gewesen sein, entschuldige ich mich in aller Form dafür!

Hallo,

streiten will ich nicht !

Trotzdem frage ich mich, ob es sinnvoll ist sich schon bei Vertragsabschluss darüber den Kopf zu zerbrechen, ob und wie ich dem Händler einen kleinen "Nachlass" für Minder-Km aus der Tasche leiere, ohne nur einen blassen Schimmer über deren tatsächliche Dimension zum Vertragsende zu haben.

Und da für mich von vornherein fest stand, daß ich das Auto behalten werde, war die Frage nach Km-Vergütung wohl das Einzige, über das ich mir keine Gedanken gemacht habe, weil es ganz einfach keine Rolle gespielt hat.

Aber ich gebe zu, es gibt wahrscheinlich genug Leute, die sich schon zur Finanzierung ihres Autos zu wenig Gedanken machen..

Gruß,

Col.Kurtz

Zitat:

Original geschrieben von Rheinostfriese


Du kannst ja einfach mal in den einschlägigen Internetseiten nach Autos mit ähnlicher Laufleistung / Ausstattung / Alter suchen und dir einen Eindruck vom heutigen Wert machen. Sollte dieser trotz der geringen km unter dem vereinbarten Restwert liegen, könnte es einen Versuch wert sein, fürs "behalten" noch was rauszuschlagen. Ansonsten sind die Chancen wohl sehr gering.

Hallo,

also DAT Deutschland bescheinigt meinem Polo "Goal" einen EK-Wert von ca. 8000 Euro. Schlussrate ist 6000 Eu. Ich denke damit ist meine "Strategie" hinfällig...

Gruß,

Col.Kurtz

Ich wollte Dich nicht angreifen, auch wenn es schon bewusst provokant formuliert ist. Es soll aber verdeutlichen, dass man lieber nachfragt, wenn der Händler nicht ausreichend informiert!

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob Leasing oder Finanzierung. Und es MUSS im Vertrag stehen. Restwertleasing ist zum Beispiel ganz grausam. Der Leasingnehmer (DU) würde nämlich den Restwert garantieren. Es ist oft ein viel zu hoher Restwert angesetzt, um die mtl. Rate niedrig zu halten, am Ende wird die Zeche gezahlt.

KM-Leasing mit Mehr und Minderpreisen für die KM ist ne feine Sache.

Die Ballonfinanzierung ist eine schöne Form der Finanzierung. Wenn es passt. Beispiel Sparbrief wird gut verzinst und ist in 3-4 Jahren fällig. So hält man die mtl. Rate niedrig.
WEIL die Tilgung nicht auf alle Monatsraten umgelegt wird. Kleine Tilgung auf 35 Raten und Resttilgung mit der 36. Rate.

Wenn es ordentlich berechnet ist, wie bei dir, macht der Händler Gewinn. Wenn der Wagen weniger wert ist als der verbriefte Wert, machst Du Gewinn, weil die Raten schön niedrig waren. Bei dir bleiben ja um 2000,- Euro übrig - als Anzahlung, wenn der Händler Dir den Mehrwert gibt! Mein Rat kaufen, weiterfahren oder selber verkaufen. Ansonsten hat der Händler hier den Gewinn eingestrichen.
Immer vorausgesetzt die KM Leistung ist nicht überschritten und der Wagen hat keine Schäden. Nur normaler Verschleiss ist erlaubt.

Aber zum Ursprung. Der Händler wird dir nichts schenken. Er hat ja gut kalkuliert. Er würde den Wagen los. 6000,- für Dich. DAT Einkauf 8000,- = 7500,- ist das Teil zügig vom Hof.

BEN

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