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Schuldfrage und Vorgehen bei Parkplatz-Unfall

Hatte leider am Heiligabend einen kleinen Parkplatzunfall, der mir das Weihnachtsfest ein wenig verdorben hat.

Folgende Situation: Kleine Parkbucht an einem Supermarkt, in die man von einem kleinen Weg, den an einem Gebäude entlangführt, vorwärts einfährt und dann auf der linken Seite 6 Parkplätze vorfindet. Ich stand auf dem 4. Platz, links neben mir war der Platz frei, es war gegen Geschäftsende. Ich parkte rückwärts aus, der Parkplatz links neben mir war noch frei, ein in die Bucht hineinfahrendes Fahrzeug habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen, allerdings war die Sicht wegen Nieselregen schlecht und das andere Fahrzeug war dunkelgrau und hatte kein Licht an. Ich bin sehr langsam rückwärts gefahren, habe dabei über die linke Schulter nach rückwärts geschaut, um dann rechts einzuschlagen und keine Fußgänger zu überfahren. Beim rechts Einschlagen kam es zu einer leichten Kollision mit einem Fahrzeug, das inzwischen in die Lücke links neben mir einfuhr.

Am Fahrzeug meiner Frau war kein Schaden entstanden, beim anderen Fahrzeug hatte sich ein Kunststoffteil unter dem vorderen Kotflügel rechts gelöst.

Ich habe dann die Polizei geholt, da mir die Schuldfrage nicht eindeutig zu sein schien, sie meinte dann, die Schuld liege bei mir, da ich rückwärts gefahren bin und daher eine erhöhte Sorgfaltspflicht habe. Gut, ich hätte den Unfall vermeiden können, wenn ich während des Herausfahrens noch zusätzlich einmal nach links geschaut hätte, ob da in der Zwischenzeit jemand in die Parklücke neben mir fährt, während er mich ausparken sieht. Das wird mir also nie wieder passieren. Ich hatte meine erwachsene Tochter als Zeugin im Wagen neben mir sitzten, die allerdings auch nicht gesehen hat, das links ein Auto kam.

Da meine Frau vor ein paar Wochen mit ihrem Auto einen Unfall hatte, habe ich angeboten, den Schaden zu übernehmen, damit ihr Rabattschutz nicht abhanden kommt und es nach einem Bagatellschaden aussah. So langsam habe ich allerdings das Gefühl, das die andere Partei da richtig viel Geld herausholen möchte.

Welches Vorgehen ist angeraten? Doch schon mal die Versicherung informieren? Ist die Schuldfrage wirklich so eindeutig bei mir? Die Polizei meinte, die andere Partei konnte nicht damit rechnen, dass ich nach links ausschwenken würde beim Ausparken. Tatsächlich nicht? Ich rechne eigentlich immer damit, wenn jemand anders rückwärts ausparkt, das er mich ev. nicht sieht und ausschwenkt, ich würde nie in eine Lücke fahren, wenn gerade daneben jemand sich mit hellen Rückfahrscheinwerfern langsam rückwärts bewegt. Das ist mir bisher in 40 unfallfreien Autofahrerjahren auch noch nicht untergekommen, aber man lernt immer wieder dazu.

Beste Antwort im Thema

Welcher Depp fährt den in eine Parklücken , wenn in der direkt Anliegenden jemand ausparkt. So einem gehört erstmal ne Backpfeife verpasst.

5 Sek warten und es wäre nix passiert.

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Zitat:

@Doc WP schrieb am 30. Dezember 2014 um 16:37:00 Uhr:

So langsam habe ich allerdings das Gefühl, das die andere Partei da richtig viel Geld herausholen möchte.

Willkommen in der Bundesrepublik Deutschland.

Du kannst dich darauf verlassen, dass es teuer wird, wenn die Gegenpartei das volle Programm mit Gutachter und Anwalt auffährt. Da wirst du noch Augen machen, wie teuer ein vermeintlicher "Bagatellschaden" ausfallen kann. ;)

am 31. Dezember 2014 um 23:54

Für so was ist man ja versichert oder/und hat Rabattschutz.

Zitat:

@Captain_Hindsight schrieb am 31. Dezember 2014 um 23:54:10 Uhr:

Für so was ist man ja versichert oder/und hat Rabattschutz.

Unfall heißt Hochstufung. Hochstufung heißt mehr Versicherungskosten.

Rabattschutz haben nicht alle Versicherte.

am 1. Januar 2015 um 9:10

Zitat:

@StefanSch123 schrieb am 1. Januar 2015 um 03:54:59 Uhr:

Zitat:

@Captain_Hindsight schrieb am 31. Dezember 2014 um 23:54:10 Uhr:

Für so was ist man ja versichert oder/und hat Rabattschutz.

Unfall heißt Hochstufung. Hochstufung heißt mehr Versicherungskosten.

Eine simple Rechnung.

Zitat:

Rabattschutz haben nicht alle Versicherte.

Nein. Ich z. B. auch nicht. Deswegen das "oder/und". Hätte nicht gedacht, dass die Konstruktion schon zu schwierig war.

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