Schneller Fahren in der Baustelle, wenn hinter einem Einsatzfahrzeuge sind: Erlaubt ?

Hallo,

Ich hätte mal eine frage war letztens auf der A1 unterwegs in einer Baustelle war nur 80 km erlaubt.
Ich halte mich normal immer an die Vorschriften und habe bis jetzt noch nie einen Punkt bekommen usw.

Ich fahre so schön 80 km wie dort vorgeschrieben war da sehe ich das sich im Rückspiegel ein Krankwagen und Notrazt mit Blaulicht und Sirene nähern. Da ich denn ja kein platz machen konnte Baustelle war ein spurig bin ich halt schneller durch die baustelle gefahren und am ende der Baustelle direkt auf die rechte Spur um den Einsatzwagen platzt zu machen.

Was wäre denn gewesen wenn in dieser Baustelle eine Radarfalle gewesen wäre, hätte ich dann einstrafe bekommen oder nicht ? Ich meine nein weil es ja um Menschleben ging, bin mir aber nicht sicher da andere sagen ich dürfte dann auch nicht schneller fahren.

Beste Antwort im Thema

Na WIR haben dich ja auch nicht zum ewigen Miesmacher gewählt. und trotzdem ...........

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Zum Thema: Zwar ist mir das in meiner langen Autofahrerkarriere noch nicht untergekommen, doch würde ich auch versuchen entweder Platz zu machen, ist das nicht möglich, eben so schnell zu fahren wie geht OHNE nun andere oder mich selbst zu gefährden.
Zum Glück sind das wirklich nur Einzelfälle und man kann die keineswegs verallgemeinern. Jeder Einzelfall stellt sich nun mal anders dar. Oft gibt es gerade auf einspurigen Strecken Nothaltebuchten die genau für solche Zwecke (natürlich auch für Pannen 🙂) eingerichtet wurden.
Ach so, ich glaube kaum, dass ein Rettungswagen schneller als 140km/h fahren kann, eher weniger. Von daher wäre es noch vertretbar, wenn möglich schneller zu fahren.

An die @ Hexe

Ein bisschen muss ich den Kritikern ja beipflichten. Dein Freund ist wohl kein medizinisch geschulter und kann wohl kaum beurteilen, warum du plötzlich bewusstlos wurdest. Ich persönlich finde solche Aktion auch höchst fragwürdig und unverantwortlich. Mir wäre es auch ziemlich wurscht, ob du eine Aversion gegen Ärzte im Allgemeinen und Krankenhäuser hast. Im Notfall würde ICH keine Rücksicht nehmen und Hilfe bestimmt NICHT beim Hausarzt suchen. Im Zweifel muss der nämlich dann auch den Rettungsdienst rufen, weil seine Hilfemöglichkeiten einfach erschöpft sind. Die Zeit die durch dieses unsinnige Verhalten deines Fahrers vertrödelt wurde, kann u.U. darüber entscheiden, ob du heile aus der Sache raus kommst.
Ok, in deinem Alter (leider schon fast 40 Jahre her) war ich auch (noch) so "bekloppt" (sorry für den saloppen Ausspruch) mit einem heftigen Migräneanfall über 100km nach Hause zu fahren. Wäre mir da jemand in die Quere gekommen ... ich hätte nicht mehr reagieren können. Heute würde ich den Rettungsdienst rufen.

😁 in meinem Alter. Das war vor 18 Jahren, da war ich grad mal mitte 20 und schon dickköpfig. 😁

Von "Schatz, willst du wirklich nicht zum Arzt?" bis " Ne, ne, ich will nur nach Hause mir ist nur ein wenig schlecht." warens 15 min. 10 davon reine Fahrzeit. In den letzten zwei min. kam wohl das "technische KO".
Also, für niemanden vorhersehbar. (Nicht wie deine Migräne, Bootsmann)

Und in solchen Notsituationen drückt auch mal das Auge des Gesetzes beide Augen zu. Gab´s schon öfters beim Schwangerentransport oder eben auch beim ausweichen für einen RTW oder Polizei.
Da darf/soll man sogar über rot fahren. (Natürlich nicht weiterfahren aber eben ausweichen.)

Meine Story war keine Aufforderung den besoffenen Kollegen der komatös im Beifahrersitz liegt schnellstmöglich nach Hause zu transportieren. 😉
Eher eine verdeutlichung wie schnell harmlose Situation außer Kontrolle geraten können und das dann das Handeln nicht in Form eines Bußgeldbescheids bestraft wird. Schließlich wurde mir vom Arzt die Uhrzeit und die Dringlichkeit bestätigt.

Genau so wäre es auch im Fall des TE ausgegangen wäre er denn geblitzt worden.

Zitat:

Original geschrieben von Tecci6N


Bewusstlosigkeit ist eine klare Notarztindikation. Jemanden bewusstlos auf dem Beifahrersitz durch die Gegend zu kutschieren ist...mir fällt kein besseres Wort ein...saudämlich und absolut verantwortungslos. Auch nachts, auch auf einer Landstraße.

Saudämlich wird es, wenn sich die Situation unterwegs verschlimmert wenn der Kollege auf dem Beifahrersitz umkippt und man durch die Alarmierung vom Rettungsdienst eigentlich mehr Zeit kaputt macht als wenn man 5 min. bis zum nächsten Arzt weiterfährt.

Meinem Vetter ist mal eine Glasplatte gebrochen und hat die Schlagader im Unterarm leicht angeritzt.
Hätte der Bekannte, auch wenn es rechtlich gar nicht tragbar wäre, ihn nicht sofort ins Klinikum gefahren unter Missachtung jeglicher roten Ampeln, wäre er verblutet.
Druckverband brachte nur wenig Blutstillung und bis der Rettungsdienst da gewesen wäre, wären mit dem Absetzen des Notrufs 15 min vergangen. So war er in 10 Min im Klinikum und man konnte ihn sofort versorgen.

Ich hatte mal eine ähnliche Situation.

Nach etwas Recherche war das Fazit für mich: Solange nichts passiert, ist die Überschreitung legitim.

Am Besten man behält den Rettungswagen einfach im Spiegel. Er wird die "richtige" Geschwindigkeit von hinten schon vorgeben. Wenn du anfängst Abstand zu gewinnen, war es aber vielleicht zu viel des Guten. 😉

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Geisslein, da hast du vollkommen recht. Aber der Schnitt war schon da, also absehbar. Trotzdem richtig gehandelt. 😉

Zitat:

Zitat:

Original geschrieben von Tecci6N

Bewusstlosigkeit ist eine klare Notarztindikation. Jemanden bewusstlos auf dem Beifahrersitz durch die Gegend zu kutschieren ist...mir fällt kein besseres Wort ein...saudämlich und absolut verantwortungslos. Auch nachts, auch auf einer Landstraße.

Das habe ich nirgends geschrieben! Das ist deine Interpretation!

Ich bin selbstständig von der Veranstaltung zum Auto gelaufen. Rennt ihr alle gleich zum Arzt wenn euch schlecht ist?

Also ich suche dann mein Sofa. 🙄

Wer hätte - ach ja die Notfallspezialisten wissen ja ganz genau wann sich aus einer Übelkeit ein Kreislaufkollaps entwickelt 😕- denn auch mit sowas rechnen können.

edit: Bevor noch weitere Mutmaßungen angestellt werden. Nein, ich war nicht alkoholisiert, daran lag´s nicht. Ich bin wohl die einzige die 5 Mon Cherie ißt und bedüddelt ist.

@ Hexe

nimm's nicht persönlich. Wir waren bei dir kein Beifahrer und machen uns (sicherlich) ein falsches Bild von der Situation. Bevor wir hier alle unser eigenen Erlebnisse schildern, die doch von der Schilderung der @ Hexe abweichen, sollten wir uns vielleicht wieder auf das Eingangsthema beschränken. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22


Wir waren bei dir kein Beifahrer und machen uns(sicherlich) ein falsches Bild von der Situation.

Hab ich was verpasst? Haben "wir" dich zum Stufensprecher gewählt?

Na WIR haben dich ja auch nicht zum ewigen Miesmacher gewählt. und trotzdem ...........

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher



Zitat:

Original geschrieben von Bootsmann22


Wir waren bei dir kein Beifahrer und machen uns(sicherlich) ein falsches Bild von der Situation.
Hab ich was verpasst? Haben "wir" dich zum Stufensprecher gewählt?

Brauchst keine Angst haben, Deinen Job will keiner.

Zum Thema, eine maßvolle Erhöhung der Geschwindigkeit, soweit wie jeder es selbst verantworten kann, ist in der Situation des TE erste Bürgerpflicht.
Sollte eine Geschwindigkeitskontrolle zuschnappen, sofort zu Hause auf das örtliche Polizeirevier und Sachverhalt schildern.
Meine Empfehlung, ich würde nicht erst warten bis Post kommt.

Zitat:

Original geschrieben von Tecci6N


............

Zum Thema: Blaulicht mit Horn ordnet an, Platz machen. Wenn das nur geht, indem man das Limit mit Maß und Ziel geringfügig und kurzfristig überschreiten muss, dann passiert da gar nix, auch wenn man geblitzt wird...

Ganz genau.

Und außerdem, wenn man in der besagten eindeutigen Situation dann geblitzt wird, dann erwischt es direkt hinter dir ebenso das Fahrzeug mit Blaulicht selbst und eine entsprechende Entlastung ist dann gegeben.

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher



Zitat:

Original geschrieben von Basti32


Was wäre denn gewesen wenn in dieser Baustelle eine Radarfalle gewesen wäre, hätte ich dann einstrafe bekommen oder nicht ?
Im Normalfall nicht. Sofern du die genaue Uhrzeit und den Ort angeben kannst, sollte ein Widerspruch ohne Probleme möglich sein.

Natürlich sollte man nur wegen dem Tatütata nicht mit 160 durch die Baustelle heizen und sich selbst oder andere gefährden. Wenn es die Umstände nunmal nicht zulassen, hat der Verletzte am Zielort eben Pech gehabt.

Was mich aber noch interessiert: Wo gibt es auf der A1 eine einspurige Baustelle? Das scheint mir höchst unkonventionell.

Ich kenne die A1 nicht, aber das kommt doch öfters mal vor. Gerade wenn wegen einer Baustelle eine Fahrspur auf die Gegenfahrbahn verlegt wird, dann kann man teilweise Kilometer lang nicht auf die baulich getrennte andere Fahrbahn wechseln.

Für die "Selbstfahrer" im Notfall hab ich Verständis, man kann nicht alles mit der Großstadt vergleichen wo ein Eintreffen in 3-5 Minuten nach Notruf gewährleistet ist. Ich kenne Regionen auch in DE da ist man schneller im KH als der RTW am Notfallort. Man darf auch nicht vergessen oftmals geht im Hilfefall alles sehr schnell. Da gibt es nicht immer "Richtig und Falsch" wie bei @Hexe können sich Situationen ja auch im Verlauf ändern.

Aber es ist immer wieder putzig, dass sich Schreiber wie @Elch... @ Drakke als Experten im Forentexte erstellen vorm Pc outen und im Grunde kaum Erfahrungen aus der Realität wiedergeben😁😁
Hauptsache der Postcounter steigt😕

Zitat:

Original geschrieben von FirstFord



Zitat:

Original geschrieben von Tecci6N


............

Zum Thema: Blaulicht mit Horn ordnet an, Platz machen. Wenn das nur geht, indem man das Limit mit Maß und Ziel geringfügig und kurzfristig überschreiten muss, dann passiert da gar nix, auch wenn man geblitzt wird...

Ganz genau.

Und außerdem, wenn man in der besagten eindeutigen Situation dann geblitzt wird, dann erwischt es direkt hinter dir ebenso das Fahrzeug mit Blaulicht selbst und eine entsprechende Entlastung ist dann gegeben.

Gilt das auch für die Polizei, vor der Du auf der Flucht bist?

Sorry, der musste jetzt sein 😁

Zitat:

Original geschrieben von tartra


Aber es ist immer wieder putzig, dass sich Schreiber wie @Elch... @ Drakke als Experten im Forentexte erstellen vorm Pc outen und im Grunde kaum Erfahrungen aus der Realität wiedergeben😁😁
Hauptsache der Postcounter steigt😕

Nu zum Glück kannst du beurteilen, wie meine Erfahrungen mit der Realität sind und ob ich städtisch oder ländlich wohne.

Zitat:

Original geschrieben von kerberos



Zitat:

Original geschrieben von FirstFord



Ganz genau.

Und außerdem, wenn man in der besagten eindeutigen Situation dann geblitzt wird, dann erwischt es direkt hinter dir ebenso das Fahrzeug mit Blaulicht selbst und eine entsprechende Entlastung ist dann gegeben.

Gilt das auch für die Polizei, vor der Du auf der Flucht bist?

Sorry, der musste jetzt sein 😁

Nein das gilt dann nicht, Du wirst in diesem Fall aufgefordert anzuhalten, die Hände sichtbar auf das Lenkrad zu legen und den Anweisungen der Beamten zu folgen.

Zitat:

Original geschrieben von tartra


Für die "Selbstfahrer" im Notfall hab ich Verständis, man kann nicht alles mit der Großstadt vergleichen wo ein Eintreffen in 3-5 Minuten nach Notruf gewährleistet ist. Ich kenne Regionen auch in DE da ist man schneller im KH als der RTW am Notfallort. Man darf auch nicht vergessen oftmals geht im Hilfefall alles sehr schnell. Da gibt es nicht immer "Richtig und Falsch" wie bei @Hexe können sich Situationen ja auch im Verlauf ändern.

Deine "Ratschläge" können durchaus Leben kosten, Freund der Sonne.

I.d.R. kommt der Notarzt von genau dort, wo du gerade hinwillst - dem Krankenhaus.

Somit ist er in dem Fall immer schneller bei dir, als du bei ihm.

Abgesehen davon ist es grob fahrlässig, einen geliebten Menschen selber ins Krankenhaus zu bringen. Man ist aufgewühlt, in Sorge und unkonzentriert. Dadurch passieren schnell Fehler und die hausgemachte Rettungsfahrt endet vor einer Laterne oder im Graben.

Und als letztes verlierst du am Ende die gesparte Zeit, da das Krankenhaus völlig unvorbereitet auf deinen Notfall ist. Beim Transport mit dem RTW kann das Krankenhaus schon im Vorfeld Vorbereitungen treffen und der Patient schon auf die weitere Behandlung vorbereitet werden.

Also ist selber fahren immer das Schlechteste was man für seinen Angehörigen tun kann. Lieber einen Kurs für Sofortmaßnahmen besuchen um die Zeit bis zum Eintreffen sinnvoll und sicher zu nutzen, und dann die Profis das machen lassen, was sie gelernt haben und täglich praktizieren.

Aber vermutlich brauch ich dir mit deiner ganzen Erfahrung das nicht erklären.

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