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Rost, was tun?

Mercedes C-Klasse S202
Themenstarteram 6. Mai 2017 um 12:02

Hallo

Ich habe einen C180 T mit viel Rost.

Alle Radläufe, Kofferraumklappe, Fahrer- u. Beifahrertür und an einigen vereinzelten Stellen.

Was für eine Behandlung würdet ihr mir vorschlagen, welche Kosten würde das nach sich ziehen und wie groß ist die Gefahr dass der Rost erneut kommt?

Das Auto verkaufen wäre nur meine allerletzte Wahl da ich schon sehr an ihm hänge.

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12 Antworten

Rost abflexen..eventuell Sandstrahen..Zinkepoxy..Haftvermittler. .Farbspray..Klarlack..freuen-)) ..beim Unterboden ..Owatrol und Owatrol Cip

Eine professionelle Rostkur wird sehr wahrscheinlich den Wert deines Auto übersteigen.

Ich mache das gerade mit meinem Wagen (siehe Blog) und habe daher drei "neue" Türen ohne Rost besorgt. Am Unterboden musste geschweißt werden und die hinteren Radläufe wurden verzinnt. Alles in Allem werden am Ende ca. 800 € draufgegangen sein, wobei ich das meiste selbst mache.

In einer Werkstatt fängt das eher bei 2.000 € an und liegt somit über dem Wert des Wagens, was nicht heißt, dass es sich nicht lohnen würde, da es ja keine rostfreie Alternative gibt.

Wenn du nicht von Anfang an den Rost immer und immer wieder entfernst, wenn er Auftritt, dann kann man es vergessen. Professionelle Rostentfernung kostet richtig Kohle, aber dann hast du paar Jahre Ruhe. Meiner, Baujahr 1994 wird regelmäßig mit Unterbodenschutz, Hohlraumversiegelung und Lackpolitur versehen und er hat so gut wie gar keinen Rost, nicht der Rede wert und der wird im Sommer professionell entfernt. Kauf dir einen neuen mit unter 150000 km und einen vor 1997, denn ab da gammeln die dir unterm Hintern weg. Für meinen, Scheckheftgepflegt bei Mercedes habe ich 2000 Euro gezahlt und er fährt sich wie ein Neuwagen. Nichts ist ausgeschlagen oder vergammelt. Eine Rostentfernung in deiner Größenordnung kostet bestimmt um die 5000 Euro.

Es kommt nicht drauf an den Rost immer wieder zu entfernen, sondern der muss gründlich und porentief weg.

Man sollte sich genau überlegen, ob man die eigene Ranzbimmel wieder schön macht, oder lieber in ein besseres Auto investiert. Es gibt durchaus rostarme, oder zumindest Autos, die sich in einem vernünftigen Rahmen wieder schön machen lassen. Deine Beschreibung läßt aber eher darauf schließen, dass der Zug bereits abgefahren ist..., bzw. es aufwendig und teuer wird. Rost muss man möglichst beim ersten Anzeichen bekämpfen. Rost an Anbauteilen bekämpfen lohnt meist nicht. Auch eine rostfreie Tür für mehr als 200,-€ ist günstiger, als das Aufarbeiten einer Rostbeule. Da solche Arbeiten aber zeitintensiv sind, ist das sehr teuer. Unter 2000,- € geht das nur mit viel Eigeninitiative. Wenn man es richtig macht, hat man dann aber Ruhe. Ich bin bei einem solchen Projekt auf der Zielgeraden. Achsen und der Großteil der Elektrik ist schon wieder drin. Zum nächsten WE ist der Motoreinbau geplant und wenn alles klappt steht er Anfang Juni beim Lackierer. Aber trotz sehr rostarmer Basis, mit vier fast makellosen Türen, minimalem Rost an der Heckklappe und einem eigenen, großen Gebrauchtteilefundus stehen am Ende mehr als 3500,-€ auf der Kostenaufstellung unten rechts. Fremdleistung dabei ist nur die Lackierung der Außenhaut. Alle anderen Arbeiten, inkl. den Lackiervorarbeiten habe ich selbst erbracht.

Zitat:

@viper6683 schrieb am 6. Mai 2017 um 12:02:03 Uhr:

Hallo

Ich habe einen C180 T mit viel Rost.

Alle Radläufe, Kofferraumklappe, Fahrer- u. Beifahrertür und an einigen vereinzelten Stellen.

Was für eine Behandlung würdet ihr mir vorschlagen, welche Kosten würde das nach sich ziehen und wie groß ist die Gefahr dass der Rost erneut kommt?

Das Auto verkaufen wäre nur meine allerletzte Wahl da ich schon sehr an ihm hänge.

Moin

Also wenn Du alles selber machen willst sparst Du dir viel Werkstatt kosten damit.

Rost abschleifen bist blankes Blech zu sehen ist. !!

Dann Rost Schutz behandeln / gut trocknen lassen.

Tag später die behandelten Roststellen mit Zinkspray übersprühen.

Wenn Du den Wagen zum Lackierer bringen willst kostet auch wieder viel Geld.

Spare Dir das Geld und investiere es in Autofolie deiner Farbe im Internet schon erhältlich.

Somit hast du ausgesorgt für die nächsten Jahre was dem Rost anbetrift.

Was verstehst Du unter Rostschutz behandeln...? Zinkstaubfarbe macht nur Sinn, auf metallisch reiner, rostfreier Oberfläche. Ansonsten ist das Perlen vor die Säue werfen. Mit einer Folie läßt sich ohne große Fachkenntniss, ein schönes Farbbild erzielen, aber nur wenn der Untergrund die gleichen Vorarbeiten erfährt, wie bei einer Lackierung - sprich eine glatte, riefen- und beulenfrei Oberfläche als Basis vorhanden ist. Somit sparst Du lediglich den teueren Lack.

Hab unten mal ein paar Fotos von einer solchen Aktion angehangen. Das Basisauto auf dem ersten Foto hatte am Lackkleid selbst nur kleinste Anrostungen. Trotzdem fanden sich auch am Unterboden ein paar Ecken, wo frisches Blech und ein Schweißgerät notwendig war. Ich habe keine Stunden gezählt, nur wenn Zeit war, einfach immer mal wieder etwas weiter gemacht...

 

Gruß

Jürgen

Wp-20151005-006
Wp-20160603-16-48-45-pro
Wp-20151011-10-07-29-pro
+7

Jürgen. .es ist ein Genuss. .deinen Arbeiten zuzuschauen. Meine Hochachtung.

 

VG

Fly97

Zitat:

@Locke1971 schrieb am 6. Mai 2017 um 21:57:10 Uhr:

Was verstehst Du unter Rostschutz behandeln...? Zinkstaubfarbe macht nur Sinn, auf metallisch reiner, rostfreier Oberfläche. Ansonsten ist das Perlen vor die Säue werfen. Mit einer Folie läßt sich ohne große Fachkenntniss, ein schönes Farbbild erzielen, aber nur wenn der Untergrund die gleichen Vorarbeiten erfährt, wie bei einer Lackierung - sprich eine glatte, riefen- und beulenfrei Oberfläche als Basis vorhanden ist. Somit sparst Du lediglich den teueren Lack.

Hab unten mal ein paar Fotos von einer solchen Aktion angehangen. Das Basisauto auf dem ersten Foto hatte am Lackkleid selbst nur kleinste Anrostungen. Trotzdem fanden sich auch am Unterboden ein paar Ecken, wo frisches Blech und ein Schweißgerät notwendig war. Ich habe keine Stunden gezählt, nur wenn Zeit war, einfach immer mal wieder etwas weiter gemacht...

 

Gruß

Jürgen

Mit diesen Arbeiten steht der Wagen ja neuwertig da.

Man kann nur hoffen, dass Die keiner in den Wagen hineinfährt u. Du mit dem Zeitwert abgespeist wirst.

Erstmal solltest du schauen wie tief der Rost sich "eingefressen" hat. Denn das entscheidet ob "neuer Lack"* reicht oder ob was eingeschweisst* werden muss.

*(Ja um alle Eventualitäten abzudecken: Natürlich vorher abschleifen und bei Anbauteilen wird i.d.R. komplett getauscht und nicht herumgebrutzelt)

Wie "Locke" schon schreibt ... entweder richtig und restlos und konsequent ... was dann viel Eigenleistung kostet, um den Kostenrahmen annähernd niedrig zu halten ... oder ein bißchen Kosmetik, die man dann aber definitiv sehen wird, weil eine Laien-Lackierung erkennt man sofort.

Ob sich das bei einem älteren Auto lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

Bei einem zu erwartenden Kostenposten von 2000 bis 5000€, ist eine Überlegung über einen Kauf eines rostfreien Autos für 7-8000€ eher anzuraten.

Lax gesagt: für ein kostengünstiges Rost-Abkratzen findest du Tonnen Videobeiträge auf entsprechenden Video-Portalen

Ich tausche bei meinem C220, der extrem wenig Rost hat, nur die beiden vorderen Kotflügel. Das heißt 2 rostfreie gekauft, beim Lackierer professionell lackieren und gut isses. Die Türen sind bei meinem nahezu rostfrei und damit ok. Mehr Dineros machen bei dem Zeitwert keinen Sinn.

Lieber neue Kopfdichtung, neue Steuergehäuse-Schrauben und einen trockenen sauberen Motor mit überholtem Motorkabelbaum.

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