Reparaturkosten
Hallo zusammen
Ich hänge gerade am Kauf eines G. Nachdem jetzt die Garage passt und auch das Rost-Thema beherrschbar scheint treiben mich die laufenden Instandhaltungskosten um. Mercedes bietet Garantieverlängerungen für 1.000 Euro pa an. Unterstelle man dann "normale" Inspektionskosten von 1.500 Euro kommen dann "ungeplante" Kosten von mindestens noch mal 1.500 Euro dazu (sonst würde sich die Verlängerung von 1.000 für Mercedes nicht lohnen).
Kommt das hin? Wie sind Eure Erfahrungen?
(wird ein G500, neu, anschliessend mit Mike Sander geflutet)
Beste Antwort im Thema
Gibt es irgendwo eine Liste, welche Inspektionsarbeiten genau gemacht werden bei einem "modernem" G ?
Würde mich mal interessieren, weil bei meinem "alten G" ist der reine jährliche Wartungsaufwand (F3) ziemlich gering. Das ist für einen Profi in max. 2 Stunden erledigt, wenn keine Reparaturen anfallen. Der Motor ist ja praktisch wartungsfrei außer Öl und Filter.
Ich setze den Plan mal hier rein, vielleicht interessiert es jemand.
http://thumbs.picr.de/21257469zl.jpg
Aber die "neuen" Pläne würden mich schon auch interessieren. Habt Ihr da was?
11 Antworten
Ich wollte es anfangs auch nicht glauben, als mir ein erfahrener G-Fahrer sagte: Der G ist bezüglich Unterhaltung ein rel. teueres Auto und mit einem PKW nicht vergleichbar.
Eine Garantieverlängerung halte ich auf jeden Fall für die kostengünstigere Lösung. Soweit ich weiß geht das für max. 2 Jahre.
Der G ist inzwischen ein Fahrzeug in dem viele Teile der normalen Mercedes PKW's verbaut sind und für ein Fahrzeug, was im Gelände bewegt wird, oftmals nur bedingt geeignet. Außerdem steckt soviel Technik mehr als in einem PKW drin, dass dementsprechend auch mehr ausfällt. Alle Funktionen, die im normalen Straßenverkehr nicht gebraucht werden, wie z.B. die Differenzialsperren, sollten gelegentlich benutzt werden, um sie funktionsfähig zu halten. Der wichtigste Punkt ist allerdings die Werkstatt. In Deutschland ist er in vielen Daimler-Werkstätten ein Sonderling. Sollte der G im Ausland bewegt werden und dort in eine Werkstatt kommen, ist es ratsam selber einiges über sein Fahrzeug zu wissen. Auch wenn Daimler auf der Leuchtreklame der lizensierten Mercedes-Werkstatt steht, gilt beim Service die landestypische Mentalität.
Hallo 463,
Der kleine Service hat bei meinem 270-er ca. EUR 700,- gekostet, der Große wird wohl bei gut 1.000,- liegen. Bei einer jährlichen Fahrleistung von ca. 12.000 km sind das ca. Eur/anno 500,- (grob, ohne Sonderarbeiten).
Mein Fahrzeug hatte trotz Scheckheftpflege einen Wartungs-/Rep.-Stau, so dass ich in den letzten 1,5 Jahren ca. Euro 700,- an Teilen reingesteckt habe, Einbau per Eigenleistung.
Der größte Brocken könnte aber das Getriebe werden, welches nicht einwandfrei läuft. Hätte schon längst ein Austauschgetriebe von Instandsetzer für Eur 2.300,-, einbauen lassen, wenn ich wüßte, dass das Thema damit erledigt ist.
Gruß,
I-f-s
463 spricht vom Neuwagenkauf, das Kosten-/Defektrisiko ist mit dem eines 270er niciht zu vergleichen. Es gibt bereits einen Thread zu den Kundendienstkosten eines neueren Gs. Da geht es zwar um den Diesel, aber zum 500er dürfte der Unterschied nicht gravierend sein. Die Kosten kann man deutlich reduzieren, indem man das Öl selbst kauft und anliefert. Es kostet bei Mercedes 3 x so viel wie im Handel. Ferner sollte man auf dem Auftrag vermerken, dass die Scheibenwischerblätter nicht getauscht werden. Auch die kosten bei Mercedes ein Vielfaches ggü. dem normalen Handel. Die Garantieverlängerung ist aus meiner Sicht alternativlos. Sie kann zunächst um 2 Jahre, dann jeweils um 1 Jahr bis zu 10 Jahren verlängert werden. Kosten pro Jahr ca. 1.000,- €. Der Wiederverkaufswert eines Fahrzeugs mit durchgängig verlängerter Garantie und noch bestehender Restgarantie ist sicherlich höher als ohne. Ich persönlich würde mich nicht darauf verlassen, dass die evtl. anfallenden Reparaturkosten niedriger sind als die Kosten der Garantieverlängerung. Ich habe auch beim Porsche stets die Garantie verlängern lassen.
Servus, Jonny
Zitat:
463 spricht vom Neuwagenkauf, das Kosten-/Defektrisiko ist mit dem eines 270er niciht zu vergleichen.
Ok, sorry, hatte nur "Rost" etc. gelesen ...
Auf jeden Fall nach Mòglichkeit die Garantie verlängern. Wie oben schon erwähnt wurde, ist das G-Modell kein "gewòhnliches" Fahrzeug und sehr aufwendig und exclusiv in Reparaturen und instandhaltung.
Das muss man sich selber ausrechnen! Es gibt zwar eine Garantie (MB80 und MB100) diese sind auch nicht schlecht,
aber die bezahlen auch nicht alles zu 100% bis in das 10 Jahr!
Auf alle fälle ist es sehr empfehlenswert die Garantie zum Ende der Herstellergarantie zu kaufen, da gibt es gleich 2 Jahre zum fast gleichen Preis von 1 Jahr.......
Das geht aber nur nach Ablauf der Herstellergarantie.
Danach kannst du es noch bis in das 10 Laufjahr kaufen bzw. 200000Km, aber du musst mit zunehmendem Alter und Kilometer auch etwas zur Reparatur zahlen!
Mercedes spricht da von einem Kundenanteil was Material als auch Arbeitsleistung angeht.
Auch kann es sein das deine MB Niederlassung zwar mitgebrachtes Öl akzeptiert, aber bei Schäden am Motor keine Garantie übernimmt.
Es ist also eine einfache Frage, wo du dir nur selber bei deiner Niederlassung eine Antwort holen kannst.
Das total bekloppte daran ist, das du dein Auto innerhalb der Herstellergarantie überall zum Service bringen kannst und Mercedes auch bei Rost/Schaden Garantie geben muss.
Auch Werden bei einem Kulanzfall nicht die ersten Jahre im Scheckheft berücksichtigt!
So ist im Moment der Stand der Dinge.
Der 270 CDI ist in der Wartung übrigens kaum Billiger als der 350CDI..... Teilweise ist er sogar Wartungsintensiver da bei dem Auto noch nicht alles "Wartungsfrei" ist!
So können bei dem 270 noch alle Gelenke/Gelenkwellen geschmiert werden und und und!
(Außerdem sind die Arbeiten am Motor das geringste bei der Wartung am G! Da werden schrauben nachgezogen, geschmiert und noch vieles mehr!
Da spielt das Baujahr keine Rolle.)
Das ist hat alles Arbeitszeit und bei einem jAW Preis von Knapp 10-15 Euro (je nach Standort) hast du die Paar weniger Liter Öl in Arbeitslohn schnell wieder drin.
Kurzum egal welchen G du hast, die Wartung bei MB kostet immer viel Geld.
Am besten ihr lasst euch vorher ein Angebot machen und der Serviceberater soll diesen Preis zum Festpreis machen und fertig ist.
Mfg
Gibt es irgendwo eine Liste, welche Inspektionsarbeiten genau gemacht werden bei einem "modernem" G ?
Würde mich mal interessieren, weil bei meinem "alten G" ist der reine jährliche Wartungsaufwand (F3) ziemlich gering. Das ist für einen Profi in max. 2 Stunden erledigt, wenn keine Reparaturen anfallen. Der Motor ist ja praktisch wartungsfrei außer Öl und Filter.
Ich setze den Plan mal hier rein, vielleicht interessiert es jemand.
http://thumbs.picr.de/21257469zl.jpg
Aber die "neuen" Pläne würden mich schon auch interessieren. Habt Ihr da was?
Danke für die Infos.
Ich bin zunächst davon ausgegangen, dass es sich ja prinzipiell um Mercedes-gross-serientechnik handelt. Motor, Getriebe, Instrumente sind Standard und tausendfach erprobt. Sperren sind G-typisch - aber nichts extrem komplexes. Der Datenbus ist sicherlich ein Thema; da scheint die Anpassung an den G nicht 100%ig zu sein. Aber ansonsten würde ich ein problemloses Auto erwarten.
Ich warte erst mal ab bis der Würfel kommt und dann kann ich immer noch über die Garantieverlängerung nachdenken.
Information zum Thema Abschmieren: Bei meinem G270 CDI Bj. 2005 gibt es keine Abschmiernippel mehr an den Kardanwellen.
Von wegen „problemloses „ Auto“. Auch wenn viele Teile Standard-Mercedesteile sind, heißt das nicht, das sie eine vermutet hohe Qualität haben. Die Differenzialsperren sind nicht so simpel wie vermutet, zumindest die Ansteuerung nicht. Die homokinetische Gelenkwelle hat ebenso wenig das erwartete ewige Leben wie der Wandler und das Getriebe. Wenn sich die verabschiedet und man an die falsche lizenzierte Daimler Werkstatt gerät, hat man schnell einen neuen Wandler nebst Getriebe drin. Wie Datenbus-Probleme? Die Überfrachtung mit Elektrik und Elektronik wird seitens Mercedes schwer beherrscht. Hier fehlt der Platz alle die Defekte der vergangenen 10 Jahre aufzulisten. Zugegeben, ich nutze den G für lange Auslandsfahrten mit extremen Offroadpassagen (gefühlvoll gefahren!) und dachte, dass er dafür gebaut ist. Dennoch: Das größte Problem sind die lizenzierten Daimler Werkstätten im Ausland. Der G ist für mich mit seinen Fähigkeiten der beste Geländewagen wenn er denn auch noch zuverlässig wäre. Andere Vergleichbare sind leider auch nicht besser.
Resümee: Der G macht Spaß und je nach Verwendungszweck und Nutzungsdauer können die Reparaturen unerwartet ins Geld gehen.
Der Wartungsplan der jüngeren G´s oder die Arbeiten davon stehen im Serviceheft. Auch die Zusatzarbeiten.
Das Ganze ist ja flexibel weil ASSYST an Bord ist.
Was am G bei Reparaturen und Wartungen jetzt schwieriger zu handhaben sein soll wie bei den Limousinen verstehe ich jetzt nicht.
Nach ca. 200000 km sind an meinem G noch alle Buchsen an den Achsen original nur die Vorspannung der VA-Achsschenkel musste ich mal nachstellen.
Bei meiner letzten M-Klasse war das erste Traggelenk nach 70000 km hin und die Dämpfer an der VA hatten nach 99000 nur noch 30 %. Beim G mit o. g. Km-Stand haben die Dämpfer momentan vorn noch ca. 60 % und hinten 55 %.
Der Sitzbezug des Fahrersitzes ist noch nicht eingerissen im Gegensatz zur M-Klasse habe ich auf 150000 km 3 Bezüge gebraucht.
Insgesamt hat der ML auf 150000 km Materialkosten für Reparatur und Wartung in Höhe von ca. 5 K verursacht.
Da ich alle Reparaturen selbst mache kommt für mich eine Versicherung nach Garantieablauf nicht in Frage.