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Rennradfahrer auf Bundesstraße

w.boos w.boos

Rennradfahrer auf Bundesstraße

Zitat:

Original geschrieben von Mr. Driveyanuts

 

Als Motorradfahrer behindert man üblicherweise nciht vorsätzlich den Verkehr,

 

M. D.

hmmm

 

der radfahrer ist also ein vorsatztäter!!?? das ist ein klischee, das hier viele haben. dem ist aber nicht so und der radfahrer oktroyiert auch nichts auf und für die gesetzeslücken kann er auch nichts.

ich bin durchaus und das wissen hier einige, ebenfalls kritisch was radfahrer angeht. Sie als täter hinzustellen geht aber garnicht. manche radfahrer selbst, sehen sich gerne als opfer, was genau so ein humbug ist.

ich meinte mit ähnlicher situation eigentlich die gefährdung. die ist beim kradfahrer ungleich höher sogar, im vergleich zum radfahrer. aber egal, wenn man nur in form von klischees in der lage ist, sich mit einer problematik auseinander zusetzen, wird die diskussion ermüdent und sogar sinnlos.


Smartie67 Smartie67

Smart

Zitat:

Original geschrieben von Velo23mm

Zitat:

Original geschrieben von Smartie67

Tatsache ist, dass gerade Rennradler sich nicht an die Regeln halten und sich auch noch im Recht fühlen, sind sie doch anscheinend was besseres, als der gewöhnliche Radler....

Das halte ich subjektiv gesehen für totalen Blödsinn. Ich habe es auch schon hier und dort geschildert. Eher die Sonntagsradler und manche Alltagsradler halten sich nicht an die STVO.

Während ich zum Beispiel brav den Radweg über eine Brücke nutzte, radelte ein älteres Ehepaar auf der Straße neben mir.

Während ich brav an der roten Ampel hielt, radelten zwei junge Damen ohne Rücksicht drüber.

Beispiele dazu kann ich Dir etliche nennen!

 

Meine These:

Es sind die Ab- und Zu-Radler, die gegen die STVO mehr verstoßen als die Radrennfahrer! Radrennfahrer kennen sich in der Materie der STVO besser aus, weil sie ständig damit belehrt und konfrontiert werden.

UND: Ich behaupte, dass es eben solche Ab- und Zu-Radler sind, die sich über die Radrennfahrer beschweren.

Die Realität, die ich erlebe:

 

1.) Strecke Dorf A - Dorf B - Radweg 700m, 5m breit jedoch nur auf 1 Seite und benutzungspflichtig:

 

Radweg in Fahrtrichtung: Normalradler 99,9% / Rennradfahrer 90%

Radweg links: Normalradler 99% / Rennradfahrer 50%

 

2.) Ortsdurchfahrt Dorf B - breiter Rad-/Gehweg (kaum Fußgänger) einseitig aber benutzungspflichtig - flache Bordsteine:

 

Fahrtrichtung: Normalradler 99% / Rennradfahrer 30%

Links: Normalradler 99% / Rennradfahrer 10%

 

3.) Strecke Dorf B - Dorf C Radweg 2Km, gefährliche weil kurvige Strecke, u.U. viele Familienradler.

 

Normalradler: 95%

Rennradler: 65%


Mustaine Mustaine

Ford

Wenn ich mir aus meiner Erfahrung die Gegebenheiten bildlich vorstelle, behaupte ich, dass in allen Beispielen der Rennradfahrer sicherer unterwegs ist.


Brunolp12 Brunolp12

VW

Zitat:

Original geschrieben von Smartie67

Die Realität, die ich erlebe:

(...)

Normalradler: 95%

Rennradler: 65%

und?

was soll uns deine private Statistik sagen?

Daß Rennradler auch sicher unterwegs sein wollen, genau wie du?


[kyra'sa:o] [kyra'sa:o]

Zitat:

Original geschrieben von Smartie67

 

Hallo,

 

nein, der Rennradfahrer will in der Regel einfach schnell vorankommen.

Hm, gut, da du ja alle Rennradler kennst und abschließend beurteilst, braucht man mit dir nicht zu diskutieren. Das ist einfach...,

 

Zitat:

Aber noch einmal: Was mich eigentlich nervt, ist diese Charakterlosigkeit welche darin besteht sein eigenes Problem (Radweg nicht schnell und komfortabel genug) auf andere verlagert (nämlich die Autofahrer, die ständig auf die Rennradler aufpassen und auch nicht selten wegen ihnen bremsen müssen). Was mich noch mehr nervt, ist wenn jemand seine eingene Charkterlosigkeit dann noch anderen als Pragmatismus und sein gutes Recht verkaufen will.

Du kannst das einschätzen wie du möchtest. Im wesentlichen ist die Missachtung der RWBP das Resultat einer, teils über viele Jahre stattgefundenen, Risikoabschätzung. Auf dem Rad-Gehweg hat man etwa alle 500 Meter (und das ist keine Übertreibung) die Gelegenheit einen Crash zu bauen. Auf der Fahrbahn liegt das Risiko geschätzt bei über 5000 km pro gefährlicher Situation, wobei diese Situationen dann auch noch meist vom Automobilverkehr bewusst hervorgerufen wurden.

 

Auf dem Rad-/Gehweg hat ein Rennradler es normalerweise mit nicht vorhersehbaren Bewegungsabläufen seitens anderer Verkehrsteilnehmer zu tun. Übersetzt für Autofahrer alle 500 m springt aus dem Nichts ein Kind auf die Straße, nimmt einem irgendwas unvorhergesehen aus Einmündungen die Vorfahrt oder spannt sch ein Seil mit einem Hundeviech dran über die Fahrbahn.

 

Ich kann damit leben, dass einige Autfahrer es aus Unverständnis / mangelnder Empathie für charakterlos halten, wenn Rennradler die Fahrbahn beneutzen. Als Fußgänger würden sie mich für geistesgestört halten, führe ich auf dem Rad-/Gehweg.

 

Aber wie gesagt: Bekehren kann man niemanden, Verständnis will in diesem Land auch niemand für irgendjemanden außer sich selbst aufbringen -> So what, Diskussion unnötig...

 

[k.]


Ireton Ireton

Rennradfahrer auf Bundesstraße

[kyra'sa : o], so ist es wirklich. Wenn Du 50-100 Seiten vorblätterst, wärst Du vermutlich ziemlich erschüttert, was da für Thesen in den Raum gestellt wurden. Zum Teil wurde da sogar mehr oder minder offen zu Gewalt gegen Radfahrer aufgerufen. Da wundert einen nichts mehr. Nur ist es zum Glück so, dass es zumindest in dieser Region ein gutes Auskommen zwischen Radfahrern und Autofahrern gibt. Was auch daran liegen mag, dass es Leute gibt, die beides können und praktizieren. ;)


Velo23mm Velo23mm

@Smartie67

 

Ich bin sehr viel mit dem Rennrad oder mit dem MTB auf Landstraßen und in der Stadt unterwegs. Manchmal alleine, aber meist in Gruppen von 4-6 Mann und manchmal auch mit 40 Leuten und mehr.

Ich habe noch nie erlebt, dass Radrennfahrer sich dermaßen daneben benehmen im Straßenverkehr. Das ist vielleicht einer von 50, der die STVO mal "individuell" auslegt.

Aber ich erlebe ständig irgendwelche Gelegenheits und Normalradler, die die STVO missachten oder der STVZO nicht gerecht werden. Sei es eine Rotfahrt oder ein Missachten der Radwegbenutzungspflicht, das Linksabbiegen ohne Schulterblick und Handzeichen oder fehlende Beleuchtung.

 

Bitte überprüfe dahingehend mal deine Empirie!


Ireton Ireton

Wenn die Empirie nicht mit den eigenen Vorurteilen übereinstimmt, dann muss man eben die Empirie ignorieren. ;)


stizzler stizzler

BMW

Natürlich ist es als Autofahrer lästig, einen Bogen um die Radfahrer zu machen.. Wenn es dazu noch viele sind ist es natürlich noch lästiger. Aber wirklich stören tut es mich nicht.

 

Da finde ich die Mofa Fahrer auf normalen Straßen schlimmer ;)


picard95 picard95

Ford

Irgendwas macht ihr falsch. Ich bin (teils beruflich, aber nicht als Fahrradkurier) an die 100.000km mit dem Rad durch Berlin gefahren, immer die Radwege benutzt so sie da waren und habe genau zwei Unfälle gehabt:

 

1. auf einem Rennrad auf einer Nebenstrasse (da war kein Radweg), als ich knapp über 35 Km/h fuhr und auf die glorreiche Idee kam eine Vollbremsung machen zu müssen weil die Strasse endete (T-Stück). Ich überschlug mich weil die hintere Bremse plötzlich gar nicht, die vordere Bremse dafür um so besser ging und schlug auf grobkörnigen Betonplatten auf.

Ich bin dann noch irgendwie Richtung Bürgersteig gekrochen und wurde bewusstlos nachdem ich zum Glück vorher noch meinen Mageninhalt ausgereihert hatte...nicht nett.

 

2. Winter, unter -10 Grad, 3 Uhr morgens. An sich war es trocken nur an einer Stelle die ich übersah war eine spiegelglatte gefrorene Pfütze und ich hatte mich gepflegt hingepackt, was bei der Kälte doppelt weh tat weil es am Anfang meiner Strecke war.

 

Ich bin ja eher ein Fan der Wald- und Feldwege und habe diese auch in und um Berlin intensiv genutzt (von Januar bis Dezember je nach Wetterlage; beruflich musste ich eh auch im Winter fahren).

 

Auf der Strasse fahren ist von der Anstrengung her wie ein Schongang; für Leute mit wenig Kondition wohl besser für sie. Vielleicht sind das auch die, die über rote Ampeln fahren weil sie keine Kondition für ständiges Stoppen und Wiederanfahren haben; wer weiss.

 

Ich lebe jetzt bei Lübeck und die Gemeinde gab/gibt bei knapper Haushaltskasse ein Schweinegeld aus um benutzbare Fahrradwege zu den umliegenden Dörfern und nach Lübeck zu schaffen und haben auch Fussgänger/Fahrradbrücken z.B. über die B104 gebaut. Da sind teils wunderschöne Wald- und Feldabschnitte mit dabei. Ja, es ist durchaus ein Umweg, aber man fährt z.B. nicht direkt an der Sondermülldeponie Ihlenberg entlang, wo man schon im Auto ob des Gestanks würgen muss und Fahrradfahrer die auf der B104 fahren eigentlich aus dem Sattel kippen müssten....gesund ist das jedenfalls nicht. Auch die Abgase der Partikelfilter-Diesel dürften nicht wirklich gut für die Lunge sein.

 

Und dann wundert man sich als ehemals sehr aktiver Großstadtradfahrer in der Anarcho- und Hundescheissehauptstadt, wenn hier dauernd die höllischen Gefahren der Radwege beschwört werden.

 

Ist es fahrerische Unfähigkeit, quasireligiöse Spinnerei oder gezielte Stimmungsmache?


Mustaine Mustaine

Ford

Rennradfahrer auf Bundesstraße

Das

http://siggis-seiten.de/a/Prinzip_Radweg.htm

 

führt besonders Innerorts leider viel zu häufig zu dem

http://www.radgefahren.de/ohne-worte-1425/


Smartie67 Smartie67

Smart

Zitat:

Original geschrieben von Mustaine

Wenn ich mir aus meiner Erfahrung die Gegebenheiten bildlich vorstelle, behaupte ich, dass in allen Beispielen der Rennradfahrer sicherer unterwegs ist.

3.) Strecke Dorf B - Dorf C Radweg 2Km, gefährliche weil kurvige Strecke, u.U. viele Familienradler.

 

 

 

Normalradler: 95%

 

Rennradler: 65%

 

 

...das war das Beispiel. Gefahr auf dem Radweg: Von Familienradlern aufgehalten zu werden. Gefahr auf der Straße: plattgefahren werden. Deine Schlussfolgerung: Straße ist sicherer! :rolleyes:


Mustaine Mustaine

Ford

Zitat:

Original geschrieben von Smartie67

Zitat:

Original geschrieben von Mustaine

Wenn ich mir aus meiner Erfahrung die Gegebenheiten bildlich vorstelle, behaupte ich, dass in allen Beispielen der Rennradfahrer sicherer unterwegs ist.

3.) Strecke Dorf B - Dorf C Radweg 2Km, gefährliche weil kurvige Strecke, u.U. viele Familienradler.

 

 

 

Normalradler: 95%

 

Rennradler: 65%

 

 

...das war das Beispiel. Gefahr auf dem Radweg: Von Familienradlern aufgehalten zu werden. Gefahr auf der Straße: plattgefahren werden. Deine Schlussfolgerung: Straße ist sicherer! :rolleyes:

Wenn man keine Ahnung hat...

 

Auf solchen Strecken kommen einem die Freizeitradler und Familien gerne auf ganzer Breite entgegen. Auf kurviger Strecke sehr gefährlich. Auch das normale überholen solcher Radler ist nicht ungefährlich, da fast alle Radwege zu schmal sind um den notwendigen Seitenabstand (> 1.5m) beim überholen einzuhalten. Gerade bei Familien ist das aber wichtig, da Kinder und auch Wenigfahrer eine sehr unsichere Fahrweise haben.

 

Warum eine Straße da gefährlicher ist, kann ich nicht erkennen. An vielen anderen Stellen muss man als Radfahrer ja auch auf der Straße fahren und schwebt da nicht per Definition in Lebensgefahr.

 

Nur zur Erinnerung: Radfahren auf der Straße ist der Normalzustand. Der Radweg ist die Ausnahme. Das sagt übrigens auch der Gesetzgeber.


Velo23mm Velo23mm

Zitat:

Original geschrieben von picard95

Und dann wundert man sich als ehemals sehr aktiver Großstadtradfahrer in der Anarcho- und Hundescheissehauptstadt, wenn hier dauernd die höllischen Gefahren der Radwege beschwört werden.

 

Ist es fahrerische Unfähigkeit, quasireligiöse Spinnerei oder gezielte Stimmungsmache?

Das ist Fakt!

Zum Nachlesen

Bach/Rosbach/Jørgensen, aus: Bundesminister für Verkehr (Hg.): Forschung Stadtverkehr, Zusammenfassende Auswertung von Forschungsergebnissen zum Radverkehr in der Stadt, Heft A7, 1991.

 

Zur Schnellfassung geht es hier lang: http://www.adfc-weyhe.de/radwege/unfallzahlen.php

 

Und da noch ein schönes Bild, um es zu verdeutlichen (siehe Anhang)

(Quelle: http://www.annazwei.de/verkehr/images/unfallgefahr_radwege.gif)


Bild

Archduchess Archduchess

Für die, die in die StVO gesehen haben.

 

Großes Lob, ich bitte nur darum, daß wir jetzt noch einen Schritt weitergehen. :)

 

Die VwV StVO

 

Dort können wir dann folgendes lesen. Achtung Text...

zu §2

Zitat:

Zu Absatz 4 Satz 2

I. Allgemeines

8 1. Benutzungspflichtige Radwege sind mit Zeichen 237 gekennzeichnete baulich angelegte Radwege und Radfahrstreifen, mit Zeichen 240 gekennzeichnete gemeinsame Geh- und Radwege sowie die mit Zeichen 241 gekennzeichneten für den Radverkehr bestimmten Teile von getrennten Rad- und Gehwegen.

9 2. Benutzungspflichtige Radwege dürfen nur angeordnet werden, wenn ausreichende Flächen für den Fußgängerverkehr zur Verfügung stehen. Sie dürfen nur dort angeordnet werden, wo es die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf erfordern. Innerorts kann dies insbesondere für Vorfahrtstraßen mit starkem Kraftfahrzeugverkehr gelten.

10 3. Ein Radfahrstreifen ist ein mit Zeichen 237 gekennzeichneter und durch Zeichen 295 von der Fahrbahn abgetrennter Sonderweg. Das Zeichen 295 ist in der Regel in Breitstrich (0,25 m) auszuführen. Zur besseren Erkennbarkeit des Radfahrstreifens kann in seinem Verlauf das Zeichen 237 in regelmäßigen Abständen markiert werden. Werden Radfahrstreifen an Straßen mit starkem Kraftfahrzeugverkehr angelegt, ist ein breiter Radfahrstreifen oder ein zusätzlicher Sicherheitsraum zum fließenden Verkehr erforderlich. Radfahrstreifen sind in Kreisverkehren nicht zulässig.

11 4. Ist ein Radfahrstreifen nicht zu verwirklichen, kann auf der Fahrbahn ein Schutzstreifen angelegt werden. Ist das nicht möglich, ist die Freigabe des Gehweges zur Mitbenutzung durch den Radverkehr in Betracht zu ziehen. Zum Gehweg vgl. zu Zeichen 239.

12 5. Ein Schutzstreifen ist ein durch Zeichen 340 gekennzeichneter und zusätzlich in regelmäßigen Abständen mit dem Sinnbild „Fahrräder" markierter Teil der Fahrbahn. Er kann innerhalb geschlossener Ortschaften auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 50 km/h markiert werden, wenn die Verkehrszusammensetzung eine Mitbenutzung des Schutzstreifens durch den Kraftfahrzeugverkehr nur in seltenen Fällen erfordert. Er muss so breit sein, dass er einschließlich des Sicherheitsraumes einen hinreichenden Bewegungsraum für den Radfahrer bietet. Der abzüglich Schutzstreifen verbleibende Fahrbahnteil muss so breit sein, dass sich zwei Personenkraftwagen gefahrlos begegnen können. Schutzstreifen sind in Kreisverkehren nicht zulässig. Zum Schutzstreifen vgl. Nummer II zu Zeichen 340; Randnummer 2 ff.

13 Hinsichtlich der Gestaltung von Radverkehrsanlagen wird auf die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) in der jeweils gültigen Fassung hingewiesen.

II. Radwegebenutzungspflicht

14 Ist aus Verkehrssicherheitsgründen die Anordnung der Radwegebenutzungspflicht mit den Zeichen 237, 240 oder 241 erforderlich, so ist sie, wenn nachfolgende Voraussetzungen erfüllt sind, vorzunehmen.

 

15 Voraussetzung für die Kennzeichnung ist, daß

1. eine für den Radverkehr bestimmte Verkehrsfläche vorhanden ist oder angelegt werden kann. Das ist der Fall, wenn

a) von der Fahrbahn ein Radweg baulich oder ein Radfahrstreifen mit Zeichen 295 "Fahrbahnbegrenzung" abgetrennt werden kann oder

b) der Gehweg von dem Radverkehr und dem Fußgängerverkehr getrennt oder gemeinsam benutzt werden kann,

16 2. die Benutzung des Radweges nach der Beschaffenheit und dem Zustand zumutbar sowie die Linienführung eindeutig, stetig und sicher ist. Das ist der Fall, wenn

17 a) er unter Berücksichtigung der gewünschten Verkehrsbedürfnisse ausreichend breit, befestigt und einschließlich einem Sicherheitsraum frei von Hindernissen beschaffen ist. Dies bestimmt sich im allgemeinen unter Berücksichtigung insbesondere der Verkehrssicherheit, der Verkehrsbelastung, der Verkehrsbedeutung, der Verkehrsstruktur, des Verkehrsablaufs, der Flächenverfügbarkeit und der Art und Intensität der Umfeldnutzung. Die lichte Breite (befestigter Verkehrsraum mit Sicherheitsraum) soll in der Regel dabei durchgehend betragen:

18 aa) Zeichen 237

– baulich angelegter Radweg

möglichst

2,00 m

 

mindestens

1,50 m

 

19 – Radfahrstreifen

(einschließlich Breite des Zeichens 295)

möglichst

1,85 m

 

mindestens

1,50 m

 

20 bb) Zeichen 240

– gemeinsamer Fuß- und Radweg

innerorts

mindestens 2,50 m

 

außerorts

mindestens 2,00 m

 

21 cc) Zeichen 241

– getrennter Fuß- und Radweg

Für den Radweg

mindestens 1,50 m

 

Zur lichten Breite bei der Freigabe linker Radwege für die Gegenrichtung vgl. Nummer II 3 zu § 2 Abs. 4 Satz 3.

22 Ausnahmsweise und nach sorgfältiger Überprüfung kann von den Mindestmaßen dann, wenn es aufgrund der örtlichen oder verkehrlichen Verhältnisse erforderlich und verhältnismäßig ist, an kurzen Abschnitten (z. B. kurze Engstelle) unter Wahrung der Verkehrssicherheit abgewichen werden.

23 Die vorgegebenen Maße für die lichte Breite beziehen sich auf ein einspuriges Fahrrad. Andere Fahrräder (vgl. Definition des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968, BGBl. 1977 II S. 809) wie mehrspurige Lastenfahrräder und Fahrräder mit Anhänger werden davon nicht erfaßt. Die Führer anderer Fahrräder sollen in der Regel dann, wenn die Benutzung des Radweges nach den Umständen des Einzelfalles unzumutbar ist, nicht beanstandet werden, wenn sie den Radweg nicht benutzen;

24 b) die Verkehrsfläche nach den allgemeinen Regeln der Baukunst und Technik in einem den Erfordernissen des Radverkehrs genügendem Zustand gebaut und unterhalten wird und

25 c) die Linienführung im Streckenverlauf und die Radwegeführung an Kreuzungen und Einmündungen auch für den Ortsfremden eindeutig erkennbar, im Verlauf stetig und insbesondere an Kreuzungen, Einmündungen und verkehrsreichen Grundstückszufahrten sicher gestaltet sind.

26 Das Abbiegen an Kreuzungen und Einmündungen sowie das Einfahren an verkehrsreichen Grundstückszufahrten ist mit Gefahren verbunden. Auf eine ausreichende Sicht zwischen dem Kraftfahrzeugverkehr und dem Radverkehr ist deshalb besonders zu achten. So ist es notwendig, den Radverkehr bereits rechtzeitig vor der Kreuzung oder Einmündung im Sicht feld des Kraftfahrzeugverkehrs zu führen und die Radwegeführung an der Kreuzung oder Einmündung darauf abzustimmen. Zur Radwegeführung vgl. zu § 9 Abs. 2 und 3; Rn. 3 ff.

27 3. und bei Radfahrstreifen die Verkehrsbelastung und Verkehrsstruktur auf der Fahrbahn sowie im Umfeld die örtlichen Nutzungsansprüche auch für den ruhenden Verkehr nicht entgegenstehen.

28 III. Über die Kennzeichnung von Radwegen mit den Zeichen 237, 240 oder 241 entscheidet die Straßenverkehrsbehörde nach Anhörung der Straßenbaubehörde und der Polizei. In die Entscheidung ist, soweit örtlich vorhanden, die flächenhafte Radverkehrsplanung der Gemeinden und Träger der Straßenbaulast einzubeziehen. Auch kann sich empfehlen, zusätzlich Sachkundige aus Kreisen der Radfahrer, der Fußgänger und der Kraftfahrer zu beteiligen.

29 IV. Die Straßenverkehrsbehörde, die Straßenbaubehörde sowie die Polizei sind gehalten, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Radverkehrsanlagen auf ihre Zweckmäßigkeit hin zu prüfen und den Zustand der Sonderwege zu überwachen. Erforderlichenfalls sind von der Straßenverkehrsbehörde sowie der Polizei bauliche Maßnahmen bei der Straßenbaubehörde anzuregen. Vgl. Nummer IV 1 zu § 45 Abs. 3; Rn. 56.

Zu Absatz 4 Satz 3 und Satz 4

I. Radwege ohne Benutzungspflicht

30 Radwege ohne Benutzungspflicht sind für den Radverkehr vorgesehene Verkehrsflächen ohne Zeichen 237, 240 oder 241. Dabei ist zu beachten, dass

31 1. der Radverkehr insbesondere an Kreuzungen, Einmündungen und verkehrsreichen Grundstückszufahrten durch Markierungen sicher geführt wird und

32 2. ausreichend Vorsorge getroffen ist, dass der Radweg nicht durch den ruhenden Verkehr genutzt wird.

II. Freigabe linker Radwege (Radverkehr in Gegenrichtung)

33 1. Die Benutzung von in Fahrtrichtung links angelegten Radwegen in Gegenrichtung ist insbesondere innerhalb geschlossener Ortschaften mit besonderen Gefahren verbunden und soll deshalb grundsätzlich nicht angeordnet werden.

34 2. Auf baulich angelegten Radwegen kann nach sorgfältiger Prüfung die Benutzungspflicht auch für den Radverkehr in Gegenrichtung mit Zeichen 237, 240 oder 241 oder ein Benutzungsrecht durch das Zusatzzeichen „Radverkehr frei" (1022-10) angeordnet werden.

35 3. Eine Benutzungspflicht kommt in der Regel außerhalb geschlossener Ortschaften, ein Benutzungsrecht innerhalb geschlossener Ortschaften ausnahmsweise in Betracht.

36 4. Am Anfang und am Ende einer solchen Anordnung ist eine sichere Querungsmöglichkeit der Fahrbahn zu schaffen.

37 5. Voraussetzung für die Anordnung ist, dass

a) die lichte Breite des Radweges einschließlich der seitlichen Sicherheitsräume durchgehend in der Regel 2,40 m, mindestens 2,0 m beträgt;

b) nur wenige Kreuzungen, Einmündungen und verkehrsreiche Grundstückszufahrten zu überqueren sind;

c) dort auch zwischen dem in Gegenrichtung fahrenden Radfahrer und dem Kraftfahrzeugverkehr ausreichend Sicht besteht.

38 6. An Kreuzungen und Einmündungen sowie an verkehrsreichen Grundstückszufahrten ist für den Fahrzeugverkehr auf der untergeordneten Straße das Zeichen 205 „Vorfahrt gewähren." oder Zeichen 206 „Halt. Vorfahrt gewähren." jeweils mit dem Zusatzzeichen mit dem Sinnbild eines Fahrrades und zwei gegengerichteten waagerechten Pfeilen (1000-32) anzuordnen. Zum Standort der Zeichen vgl. Nummer I zu Zeichen 205 und 206. Bei Zweifeln, ob der Radweg noch zu der vorfahrtberechtigten Straße gehört vgl. Nummer I zu § 9 Absatz 3; Randnummer 8.

Zu Absatz 4 Satz 5

39 5. Ein Seitenstreifen ist der unmittelbar neben der Fahrbahn liegende Teil der Straße. Er kann befestigt oder unbefestigt sein.

40 III. Radfahrer haben das Recht, einen Seitenstreifen zu benutzen. Eine Benutzungspflicht besteht dagegen nicht. Sollen Seitenstreifen nach ihrer Zweckbestimmung auch der Benutzung durch Radfahrer dienen, ist auf eine zumutbare Beschaffenheit und einen zumutbaren Zustand zu achten.

Das bedeutet, daß sehr viele Radwege gar nicht so beschildert werden dürfen wie sie beschildert sind... :rolleyes: :eek:

 

Dazu kommt noch das Wort STETIG das da öfters steht.

 

Wenn wir uns erinnern, ich hatte erwähnt, daß man auf dem Radweg immer noch Vorfahrt und Vorrang hat.

Hat man das nicht mehr - nicht stetig. :D

 

Dazu empfehle ich nochmals die VwV:

zu §9:

Zitat:

Zu Absatz 2

3 I. Als Radverkehrsführung über Kreuzungen und Einmündungen hinweg dienen markierte Radwegefurten. Radverkehrsführungen können ferner das Linksabbiegen für den Radverkehr erleichtern. Das Linksabbiegen im Kreuzungsbereich kann durch Abbiegestreifen für den Radverkehr, aufgeweitete Radaufstellstreifen und Radfahrerschleusen gesichert werden. Das Linksabbiegen durch Queren hinter einer Kreuzung/Einmündung kann durch Markierung von Aufstellbereichen am Fahrbahnrand bzw. im Seitenraum gesichert werden.

4 II. Im Fall von Radverkehrsanlagen im Zuge von Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) sind Radwegefurten stets zu markieren. Sie dürfen nicht markiert werden an Kreuzungen und Einmündungen mit Vorfahrtregelung „Rechts vor Links", an erheblich (mehr als ca. 5 m) abgesetzten Radwegen im Zuge von Vorfahrtstraßen (Zeichen 306) sowie dort nicht, wo dem Radverkehr durch ein verkleinertes Zeichen 205 eine Wartepflicht auferlegt wird. Die Sätze 1 und 2 gelten sinngemäß, wenn im Zuge einer Vorfahrtstraße ein Gehweg zur Benutzung durch den Radverkehr freigegeben ist.

5 III. Eigene Abbiegefahrstreifen für den Radverkehr können neben dem Abbiegestreifen für den Kraftfahrzeugverkehr mit Fahrstreifenbegrenzung (Zeichen 295) markiert werden. Dies kommt jedoch nur dann in Betracht, wenn zum Einordnen

1. an Kreuzungen und Einmündungen von gekennzeichneten Vorfahrtstraßen nur ein Fahrstreifen zu überqueren ist,

2. an Kreuzungen und Einmündungen mit Lichtzeichenanlage nicht mehr als zwei Fahrstreifen zu überqueren sind oder

3. Radfahrschleusen vorhanden sind.

6 IV. Bei aufgeweiteten Radaufstellstreifen wird das Einordnen zum Linksabbiegen in Fortsetzung einer Radverkehrsanlage dadurch ermöglicht, dass für den Kraftfahrzeugverkehr auf der Fahrbahn durch eine zusätzliche vorgelagerte Haltlinie (Zeichen 294) mit räumlichem und verkehrlichem Bezug zur Lichtzeichenanlage das Haltgebot angeordnet wird.

7 V. Bei Radfahrschleusen wird das Einordnen zum Linksabbiegen in Fortsetzung einer Radverkehrsanlage dadurch ermöglicht, dass dem Hauptlichtzeichen in ausreichendem Abstand vorher ein weiteres Lichtzeichen vorgeschaltet wird.

Zu Absatz 3

8 I. Der Radverkehr fährt nicht mehr neben der Fahrbahn, wenn ein Radweg erheblich (ca. 5 m) von der Straße abgesetzt ist. Können Zweifel aufkommen oder ist der abgesetzte Radweg nicht eindeutig erkennbar, so ist die Vorfahrt durch Verkehrszeichen zu regeln.

Und es steht auch was von 5 Metern, genau wie bereits in der VwV zu den Radwegen.

 

 

 

 

 

Tja und nu? :D

Ich hoffe zumindest auf ein gewisses "Aha" Erlebnis... :)

 

 

Wenn wir uns überlegen, daß die Radwege gar nicht benutzungspflchtig beschildert werden dürfen - das ist etwas anderes als ein "mich stört das 70 / 30 / 120 Schild" von Autofahrern, die Schilder sind meist "legal". Und wenn nicht, sehr leicht wegzubekommen. ;)

 

 

 

Zusatz:

Wie auch schon öfters geschrieben, solche außerörtlichen Radwege wie von Twindance vorgestellt werden trotz nicht Benutzungspflicht / illegaler Beschilderung / Sonstigem sehr wahrscheinlich genutzt werden vom Großteil hier, zumindest von mir.

Es wir hier auf Motortalk kaum Hardcore/Nur Radler geben, ich glaube ich komm gerade so über 1.000 km im Jahr auf dem Rad.

 

 

Die Radwege innerorts:

Also, der Radfahrer ist ja nicht weg. Er ist nur "aus den Augen".

 

Und er behält seine Vorfahrt und Vorrang.

 

Das ist beim Abbiegen so, als würdet ihr aus dem linken Fahrstreifen über den rechten Fahrstreifen nach rechts Abbiegen. Da würdet ihr auf das Auto auf dem rechten Fahrstreifen achten? Warum nicht auf den Radfahrer auf dem Radweg? Das ist genau das gleiche.

 

Dann schauen Kraftfahrer an Einmündungen auf die vorfahrtberechtigte Straße, nicht auf den Radweg, Dann schauen Autofahrer aus Supermarkteinfahrten auf die Straße, nicht auf den Radweg...

 

Das gefährliche innerots ist nicht das von hinten "auf die Hörner" genommen werden, sondern das Übersehen werden auf dem Radweg.

 

Daher sind innerorts die meisten Radwege viel gefährlicher als die Fahrbahn, da auf der Fahrbahn Sichtbeziehungen herrschen die den Radfahrer mit erfassen.

 

Auf dem Radweg ist er NUR AUS DEN AUGEN. Er ist trotzdem da.

 

 

Das Problem das ich hier im Forum erkannt habe ist, wenn Autofahrer -sich als Radfahrer nicht als vollwertigen Verkehrsteilnehmer sehen und in vorauseilendem Gehorsam jeden Weg nutzen und in vorauseilendem Gehorsam auf Vorfahrt und Vorrang verzichten (gegen manchmal und §1 hat keiner was, nur gegen dauerhaft/immer).

Und diese Autofahrer das dann genauso von anderen Radfahrern erwarten.

Radfahrer sind vollwertige Verkehrsteilnehmer.

Das steht schon in der StVO. Die Straße ist für Fahrzeuge da (Kraftfahrzeuge ist was anderes).

 

 

 

OT:

derjenige der in der VwV die Stelle mit Sicherheit hat Vorrang vor Flüssigkeit findet bekommt immer noch 1 grünen Gummipunkt. :):D

Das konnte noch keiner liefern.


schliessen zu