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Rennradfahrer auf Bundesstraße

Themenstarteram 3. Juli 2010 um 20:05

Ich wohne an einer vielbefahrenen, schmalen Bundesstraße mit viel Schwerlastverkehr. Fährt nun ein Radfahrer auf der Bundesstraße kommt es zum Rückstau, da bei Gegenverkehr keine Überholmöglichkeit gegeben ist. Kommt kurz kein Gegenverkehr versuchen nun möglichst viele PKW/LKW den Radfahrer zu überholen. Dabei kommt es immer wieder zu Unfällen, letztens sogar zu einem tödlichen. Direkt neben der Bundesstraße verläuft ein Radweg dessen Fahrbahndecke besser als die der Bundesstraße ist. Trotzdem fahren praktisch alle Rennradfahrer auf der Fahrbahn. Die meisten 45 km/h Roller dagegen (verbotenerweise) aus Selbstschutz auf dem Radweg.

Mein Frage: Warum machen die Rennradler das? Gibts denen das einen besonderen Adrenalin-Kick oder stecken da andere (mir vielleicht unbekannte Gründe) dahinter?

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4435 Antworten

weil sie es dürfen ... außerdem isses viel cooler auf der straße zu fahren, da man sonst in seinem dress nicht gesehen wird .... außerdem kann man dann über die bösen autofahrer schimpfen

Zitat:

Original geschrieben von DerMatze

weil sie es dürfen

Steht bitte wo?

Mfg Zille

Rennräder haben nicht mal eine Zulassung für den öffendlichen Strassenverkehr

 

In Deutschland ist für den Betrieb eines Fahrrads im öffentlichen Straßenverkehr der Aufbau der Fahrradbeleuchtung gesetzlich in § 67 StVZO (Lichttechnische Einrichtungen an Fahrrädern) sowie in den TA 4 (Bautechnische Anforderungen), 6 (Lampen), 14b (Schlußleuchten für Fahrräder und ihre Anhänger), 14c (Begrenzungsleuchten), 18 (Rückstrahler), 18a (retroreflektierende Streifen an Reifen von Fahrrädern), 23 (Scheinwerfer für Fahrräder) und 24 (Fahrradlichtmaschinen)[1] geregelt.

 

 

habe eine Freundin, welche Rennrad fährt und sie meint sie könne den Ärger der Autofahrer verstehen, muss aber um ernsthaft trainieren zu können auf die Bundesstraße ausweichen. Auf dem Radweg würde sie besonders abends und am wochenende auf Fussgänger, Kinder, Skater, normale Radfahrer stoßen, was bedeuten würde, dass sie nicht ihr volle geschwindigkeit fahren könnte und ständig aus dem rhytmus käme.

wenn sie nicht zu zweit nebeneinander fahren oder in der mitte, soll es mir egal sein.

am 3. Juli 2010 um 20:45

Auch für Rennräder gilt die allgemeine Benutzungspflicht für Radwege. Fehlt jedoch das Schild 237 dazu darf auch die Straße genutzt werden. Bei 240 / 241 ist natürlich dann auch noch das Problem der Rücksichtnahme gegenüber Fußgangern bzw. sogar die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit.

Ausnahme sind geschlossene Verbände gemäß §27 StVO

Die "Rennlizenz" entbindet nur von den Ausrüstungsgegenständen eines Fahrrades, nicht jeddoch von der StVO

Ansonsten sind Rennradfahrer auf Radwegen eine große Gefahr für die anderen Radfahrer und Fußgänger aufgrund der Geschwindigkeit, der fehlenden Klingel und Tatsache, dass Rennradfahrer eigentlich nicht alle 10 Meter bremsen wollen. Dazu kommen dann noch abgesenkte Bordsteine und Ähnliches wodurch unangenehme Situationen entstehen.

Mir sind die Rennräder auf der Straße lieber als daneben, da hat man sie besser im Blickfeld und schlimmer als Roller oder Mofafahrer sind diese auch nicht.

Schlimm finde ich Radfahrer in der Stadt, die auf Gehwegen fahren obwohl eine Radspur vorhanden ist oder die Straße ansich gut ausgebaut ist. Aber das ist ein anderes Thema.

Zitat:

Original geschrieben von Proedigy86

habe eine Freundin, welche Rennrad fährt und sie meint sie könne den Ärger der Autofahrer verstehen, muss aber um ernsthaft trainieren zu können auf die Bundesstraße ausweichen. Auf dem Radweg würde sie besonders abends und am wochenende auf Fussgänger, Kinder, Skater, normale Radfahrer stoßen, was bedeuten würde, dass sie nicht ihr volle geschwindigkeit fahren könnte und ständig aus dem rhytmus käme.

wenn sie nicht zu zweit nebeneinander fahren oder in der mitte, soll es mir egal sein.

Mit einem beladenen 40t Lkw bedeutet dieses abbremsen und erst mal  hinterfahren bis eine geeignete Stelle zum überholen gefunden wurde.Was meinst du würde passieren wenn ich auch nicht aus dem Rhythmus kommen möchte und keine Rücksicht auf Radrennfahrer oder normale Fahrradfahrer nehmen kann, weil ich noch trainiere????

Mich ärgert dieses asoziale verhalten von Radfahrern dann wenn ein Radweg vorhanden ist, welcher aus Steuergeldern von PKW-Fahrern zur Sicherheit der Radfahrer extra gebaut wurde.

am 3. Juli 2010 um 20:50

@ Pepperduster, meinst du Radfahrer und Fußgänger zahlen keine Steuern?

 

sehr nett ist diese Liste von 45 Gründen nicht den Radweg zu nutzen

http://www.ulrichdevries.de/radweg.html

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher

@ Pepperduster, meinst du Radfahrer und Fußgänger zahlen keine Steuern?

Für  den Betrieb von Fahrräder braucht man keine Steuern wie beim PKW die KFZ Steuer zu entrichten.

am 3. Juli 2010 um 20:54

das nicht, jedoch fließen auch die restlichen Steuergelder im großen Topf zusammen, also haben auch Radfahrer und Fußgänger anspruch auf ordentliche Wege. Die werden eben nicht nur von den Kraftfahrern bezahlt

Zitat:

f dem Radweg würde sie besonders abends und am wochenende auf Fussgänger, Kinder, Skater, normale Radfahrer stoßen, was bedeuten würde, dass sie nicht ihr volle geschwindigkeit fahren könnte und ständig aus dem rhytmus käme.

Irgendwie ist das aber kaum ein Argument. Ich kann mit meinen Auto auch nicht immer volle Pulle fahren, sondern muss mein Tempo entsprechend anpassen. Eigentlich gilt dies auch für Radfahrer, denn nur weil man ein tolles, hautenges Trikot hat, darf man nicht "rasen" was der Antrieb hergibt. Analoges Denken bei bestimmten Automarken wird regelmässig angeprangert.

In der Lünebürger Heide hatte ich mal einen vor mir, der ist laut meinen Tache sechzig gefahren. Fand ich ganz ordentlich.

Zitat:

Original geschrieben von der-schrittmacher

das nicht, jedoch fließen auch die restlichen Steuergelder im großen Topf zusammen, also haben auch Radfahrer und Fußgänger anspruch auf ordentliche Wege. Die werden eben nicht nur von den Kraftfahrern bezahlt

Dann sollten sie diese auch zu ihrer eigenen Sicherheit auch nutzen

 

Die Berechtigung Radwege zu ignorieren verdanken sie Rot/Grün da die die Benützungspflicht ins Ermessen der Radfahrer gelegt haben.Sprich wenn ein Radfahrer für sich entscheidet das ein 4m breiter absolut ebener und sauberer Radweg nicht zumutbar ist darf er auf die Strasse.Das führt dann zu so schönen Situationen das man Mountainbikes die voll gefedert sind auf der unebenen Strasse fahren und Rennradler auf dem eher besseren Radweg.Interessanterweise gelten Einschränkungen keinesfalls für Gehwege wenn man darauf schneller als auf der Strasse vorankommt.:D

 

@Proedigy

 

Frag mal deine Freundin was sie dazu sagen würde wenn Autorennfahrer die Radwege oder öffentliche Strassen für ihr Training nutzen würden.

 

Prinzipiell hat wohl kaum einer was gegen Rennradler im Training,nur ist das trainieren taktischer Manöver auf öffentlichen Strassen sehr daneben,dabei hätte ich mal beinahe einen abgeschossen.Der Typ ist als ich beim Überholen schon neben der Gruppe war plötzlich ohne umzuschauen bis auf die linke Spur ausgeschert und mir voll vor die Schnauze gefahren.Als Dank für meine Vollbremsung und einem kurzen Hupen bekam ich einen kollektiven Stinkefinger gezeigt.

Allerdings muß in einem anderen Fahrzeug ein Polizist gesessen haben denn der Verein,bzw der Trainer bekam wie ich später erfahren habe eine Anzeige deswegen.Als Anzeigenersteller und Zeuge wurde ein Polizist angegeben.

 

Aber manchmal ist es schon seltsam das man leichter einen LKW überholen kann als einen Radfahrer.

am 3. Juli 2010 um 21:04

bevor nun alle über Rennräder herziehen sollten einige von euch sich mal das eigene Fahrrad ansehen ob dies überhaupt StVO-Konform ist. Fehlende Beleuchtung, fehlende Schutzbleche etc. Eigentlich dürft ihr mit so Dingern nämlich auch garnicht am Verkehr teilnehmen. Aber das währe ja uncool sich so was dran zu schrauben nicht wahr?

Ich fahre selbst Rad und kann die Beweggründe, bestimmte Radwege zu meiden, durchaus nachvollziehen. Mit ein wenig geschickter Routenplanung schafft man es aber, einen Großteil seines Weges abseits der stark befahrenen Strecken zu sein. Und wenn das schon in der dicht besiedelten Gegend um Düsseldorf möglich ist, möge mir mal bitte jemand eine Gegend nennen, wo das nicht geht. Wer mit dem Rennrad auf einer Bundesstraße trainiert, hat mal definitiv nicht alle Tassen im Schrank.

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