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Rechts überholen bei 3 Fahrspuren

Themenstarteram 13. November 2007 um 9:33

Hallo,

jeden Morgen und jeden Abend kann man auf der A3 zwischen Oberhausen und Köln das gleiche Bild beobachten. Auf der linken Spur kriechen sich die Autos gegenseitig in den Auspuff - die Mittelspur ist fast frei - rechts einige LKWs und einige wenige PKWs.

Jetzt kommt es häufig vor, dass der Verkehrsfluss der vollen linken Spur kollabiert und fast zum Erliegen kommt, während 2 Spuren weiter rechts locker mit 90-100 km/h weitergefahren wird. Soweit ich weiß, ist rechts vorbeifahren erlaubt, wenn die gefahrene Geschwindigkeit nicht höher als 80 km/h ist und der Geschwindigkeitsunterschied der beiden benachbarten Spuren nicht größer als 20 km/h.

Wie sieht es aus, wenn sich eine fast leere Mittelspur zwischen der fast stehenden Schlange links und den fahrenden Fahrzeugen rechts befindet? Zählt das dann noch als "Rechts Überholen"? Müssen die Fahrzeuge rechts aus Solidarität fast bis zum Stand oder bis zu einer Geschwindigkeit X runterbremsen, um nicht als rechts Überholende zu gelten? Beobachtet habe ich das aber noch nie.

Schönen Gruß

Michael

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14 Antworten

jep...dies gilt (sinnloser weise) als rechtsüberholen.

wie du schon gesagt hast, ich darf rechts nur max. 20km/h schneller sein und das auch nur bis zu geschwindigkeiten von 80km/h.

Sollten die Fahrzeuge auf der linken Spur fast stehen, oder eben bis 60/70 km/h fahren (was ja für einige schon stehen ist ;)) darf rechts überholt werden. HIer ist aber besondere Vorsicht geboten, da der Verkehr von der rechten Spur UND der linken Spur jeweils auf die Mittelspur wechseln kann.

am 13. November 2007 um 18:50

Zitat:

Original geschrieben von DarthTK

Sollten die Fahrzeuge auf der linken Spur fast stehen, oder eben bis 60/70 km/h fahren (was ja für einige schon stehen ist ;)) darf rechts überholt werden. HIer ist aber besondere Vorsicht geboten, da der Verkehr von der rechten Spur UND der linken Spur jeweils auf die Mittelspur wechseln kann.

Realistisch dürften wohl eher 20-40 km/h unter zHg oder ~ Richtgeschwindigkeit sein, was das ganze dann schon ärgerlich macht, weil in den meisten Fällen eben nicht legal rechts überholt werden darf.

Meist reicht ja schon ein Penner auf der linken Spur, damit sich alle hinter ihm "anstellen". Durch zu geringe Abstände verschärft sich das Problem noch, da sich eben aus Angst, nicht mehr reingelassen zu werden (oder eben rechts bremsen zu müssen), irgendwann jeder ganz links einfindet.

Probleme: Wer hat angefangen, wer ist der eigentliche Linksspurpenner, wie überzeugen wir eine Masse unkommunikativer Autofahrer, dass sie sinnvoll zusammenarbeiten und sich wieder auf alle drei Fahrspuren verteilen?

Zitat:

Original geschrieben von razor23

 

Probleme: Wer hat angefangen, wer ist der eigentliche Linksspurpenner, wie überzeugen wir eine Masse unkommunikativer Autofahrer, dass sie sinnvoll zusammenarbeiten und sich wieder auf alle drei Fahrspuren verteilen?

 ganz einfach, vormachen dass man auch die andere/n spur/en nutzen kann.

 

ich habe ehrlich gesagt kein problem damit, rechts zu überholen, natürlich vorsichtig und nicht mit 100kmh an der stehenden schlange vorbei ;)

hatte das schon mal auf der A20, da war auf der rechten spur eine "ewig" lange lücke, links gings nur noch mit 70-80kmh und ich bin ganz gemütlich auch 80kmh gefahren, und als die links dann mal wieder gebremst haben an nen paar autos vorbeigerollt. nicht sehr viel später, konnte ich im spiegel und auch vorne beobachten, wie immer mehr autos auf die freie rechte spur wechselten, danach lief der verkehr auch wieder mit 100-110 kmh.

am 13. November 2007 um 21:46

Also rechts überholen versuche ich i.d.R. tunlichst zu vermeiden (nicht nur wegen den Bußgeldern, auch wegen der Unfallgefahr - und die Schuldverteilung dürfte für mich unschön ausgehen), aber die Bremse betätige ich bestimmt nicht, wenn jemand schräg vor mir auf einer anderen Spur Kasperletheater spielt.

Das ist auch ohne Stau ein Problem, habe es schon oft erlebt dass ohne ersichtlichen Grund der Herr auf der Nebenspur langsamer wird und dann muss man auf der rechten Spur bremsen.

Ja man muss! Denn was passiert wenn er nach rechts zieht? Jetzt könnt ihr 3mal raten ob man euch das glaubt oder unterstellt dass IHR rechts überholt habt.

Was anderes ist es wenn es eine lange Schlange im Stau gibt und Zeugen, dann kann man ja langsam vorbeifahren, ansonsten würde ich es lieber lassen.

Ist ja leider so mit der Rechtssicherheit.

am 14. November 2007 um 0:28

Das Rechtsüberholverbot resultiert ja aus dem Optimalzustand, dass links schneller als rechts gefahren wird, mit deutlicher Differenz überholt wird und das Rechtsfahrgebot konsequent von allen Verkehrsteilnehmern beachtet wird. Leider macht es auch nur in diesem seltenen Zustand 100% Sinn (und ist hier gleichwohl sinnlos, da einzig Motorradfahrer entsprechende Lücken finden sollten).

Aufheben würde ich es nicht, aber wenn sich der Kollege links so dermaßen falsch verhält, sollte er IMO schon die Hauptschuld bekommen, wenn er dann einfach nach rechts zieht, während ich mit wenigen km/h mehr vorbeirolle. Und ganz allgemein gilt ja bei jedem Spurwechsel die Sorgfaltspflicht.

Wer ist denn jetzt Schuld wenn jemand von der linken Spur auf die Rechte wechselt und nem Rechtsüberholer ne "Breitseite" gibt? :D  und das mit oder ohne Zeugen...

Definiere Rechtsüberholer.

Bin ich es der es nicht geschafft hat so schnell zu bremsen wie der Typ ohne Grund links bevor er rüberzieht, oder der der meint 150km/h links und in 200m LKW gehen nicht, da muss ich noch rechts vorbei ?

Es kommt sehr wohl darauf an wie die Lage war und wie sie belegbar ist.

Beide Beispiele gehen ohne extra Zeugen so aus das der auf der rechten Spur die Schuld kriegt, obwohl nur im zweiten Fall die reale Schuld vorlag.

Zitat:

Original geschrieben von Opelowski

Definiere Rechtsüberholer...

 

Für mein Rechtsempfinden gehört zum Überholen immer auch der Fahrspurwechsel. Wenn ich links bin, nach rechts wechsele, vorbeifahre und dann wieder links einschere, habe ich verbotenerweise rechts überholt.

Wenn ich durchgehend auf der rechten (oder hier im Beispiel mittleren) Fahrspur mit konstantem Tempo fahre und die linkle Spur durch den "Zieharmonika-Effekt" wegen zu geringer Abstände zusammengebremst wird, fahre ich nur vorbei.

 

Möglicherweise sehen Juristen oder die Blausilbernen das anders, aber ich verstehe unter "vorbeifahren" und "überholen" durchaus verschiedene Sachverhalte!

Nicht nur möglicherweise sehen Polizei und Gerichte das anders.

Ist nun halt mal in Dtl. so. Auch wenn ich es persönlich so wie Du sehe.....

ja leider zählt auch nur das "vorbeifahren" bereits als rechts überholen.

 

nettes Bspl.:

Gestern Abend A66, 3-spurig, AB fast leer da bereits 21uhr...

links alles frei...rechts alles frei....nur in der mitte ein einsamer fahrer....und auch noch die NSL auf dauerleuchten gehabt.

ich blieb ne weile hinter ihm und betätigte mehrmals die lichthupe in kombination mit dem ein- und ausschalten meiner NSW...einzige reaktion seinerseits: eine versuchte vollbremsung bei AB-geschwindigkeit... :rolleyes: ...nach einer weile zog ich dann rechts an ihm vorbei und betätigte noch mehrmals kurz hintereinander den blinker nach rechts um ihm zu signalisieren, dass er doch mal die spur wechseln soll...daraufhin bekam ich nochmal ne volle ladung seiner lichthupe...an der nächsten abfahrt die ich nahm habe ich ihn dann an mir vorbeifahren sehen...immer noch in der mitte und mit eingeschalteter NSL...

Nicht jedes Vorbeifahren ist ein Überholen.

Typisch für den zähflüssigen Verkehr ist, daß die Zieharmonika sich auf den Spuren sehr unterschiedlich auswirkt.

Während die LKWs rechts eher gleichmäßig rollen, bildet sich links meist eine extreme Effekte.

Wenn also Links gerade stark gebremst wird, dann wird kein Mensch mehr von einem Überholen auf einer anderen Spur sprechen.

Genauso ist ein willkürliches Bremsen (also eines ohne verkehrsbedingten Grund) nicht zu erwarten und kann nicht dazu führen, daß auf der auf der rechten Spur kürzlich oder gerade erst Überholte ebenfalls grundlos bremsen muß. Hier fehlt es schlichtweg an jedweder Überholabsicht.

Anders dagegen wenn sich ein Fahrzeug mit höherer Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur an den langsameren Mittelspurfahrer angenähert hat. Hat hier der Fahrer nicht rechtzeitig zum Überholen nach Links gewechselt, wird man diesen Fehler dann durchaus als Rechtsüberholen werten dürfen.

Ich verstehe das ganze Problem nicht :(

Mein Auto hat links eines Spiegel und rechts auch. Wenn ich nach links rausziehe gibts einen Blick in den linken Spiegel und einmal in den toten Winkel geschielt. Wenn da noch einer zumindest in Sichtweite ist blinke ich sogar.

Rechts das ganze genauso !

In der Stadt wie auf der Autobahn. Spurwechsel = Schauen.

Wer zu ignorant/faul/dumm ist links zu schauen, der schaut auch rechts nicht, ist klar, aber warum unterscheidet der Gesetzgeber hier ?

 

Schaut man etwa auf der Autobahn, wenn man von links nach rechts zieht weniger in den Spiegel als Rechts ? Ich meine das mache ich doch nicht weil ich so ein netter Mensch bin, sondern doch schon ganz allein aus Eigenschutz weil ich nicht will, dass mir einer reinbrummt. (Könnte weh tun !)

 

Bei nur kurzen Strecken auf der Autobahn habe ich ja noch den Ehrgeiz in einigermaßen Abstand hinter dem Schleicher zu bleiben und nur den Blinker zu setzen. Auf Langstrecke ist das aber einfach ermüdent und nervig wenn man ständig Gas/Bremse fährt. Außerdem kostet das nur noch mehr Sprit und Bremsbelag. Warum soll ich hinter der Schnarchnase bleiben, wenn rechts frei ist und wenn oft genug sogar die Schnarchnase ganz links fährt und ich sie sogar ganz rechts, also mit freier Mittelspur dazwischen umfahren kann?

Hängt natürlich alles von der allgemeinen Verkehrsdichte ab !

 

Hindernisse umfahren bzw. ausweichen ist doch kein Überholen.

Immerhin wäre Rechts vorbei immer noch weit billiger als Drängeln (Nötigung) und man muß schlimmstenfalls nicht laufen hinterher.

 

Soll die Polizei, sofern sie das sieht, doch erstmal den Schleicher wegen schleichens, Missachtung des Rechtsfahrgebotes und Nötigung drannehmen.

 

Aber ja, offiziell darf man das natürlich nicht ....

 

Muß jeder selber entscheiden. Die wenigsten fahren ja innerorts auch freiwillig Strich 50.

Zumindest versuchen mitzudenken und etwas Demut beim Fahren würde so manche Regel überflüssig machen und erlaubt, in aller Bescheidenheit, auch hin und wieder eine kleine Ausdehnung. Jede Regel kann nur für den Durchschnittsfall ausgelegt sein. Das Tempo 50-Schild vor der engen Kurve sagt ja nun wirklich nicht, dass man nicht bei guten Straßenverhältnissen (+ Ortskenntniss) auch 70 fahren kann. Garantiert mir aber eben auch nicht, dass ich auch im Winter die Kurve noch mit 50 schaffe und dann liebr mal nur 40 fahre...

Mit dem Rechts vorbeifahren ist es irgendwo vergleichbar...

 

Jedenfalls habe ich so meine ersten 4 Autofahrerjahre Unfallfrei und Punktefrei durchgebracht.

 

Aber was soll man da in einem Forum schon zu sagen ? Das muß nun wirklich jeder für sich entscheiden. Absolution kann man jedenfalls nicht erteilen.

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